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Teamspiele und Kommunikation in der Gruppe sowie jede Menge Spaß: Einfach ideal für Schulklassen und Gruppen!
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Impuls - 26. Juni

Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht!
(Psalm 106,3)

Die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

(1. Johannes 2,17)

Kennen Sie das Spiel "Wünsch dir was"? In kleines Gedankenspiel, bei dem man sich erstmal alles wünschen darf was man möchte, ohne Zensur. Wenn ich mich das gerade frage, dann wünsche ich mir einen größeren Hühnerstall, ein paar  Schafe, zwei Alpakas ( Robert und Gisela) und einen kleinen, blauen Traktor. Ja und den Weltfrieden! Is klar... Ok, meine Wünsche sind eingegrenzt auf anschaffbare Dinge. Selbstredend, dass es noch tiefere Wünsche gibt.

Aber ich frage mich, was sich wohl die "Welt" wünschen würde. Wenn ich in der Fußgängerzone fragen würde. Was würden sich die Menschen unterschiedlicher Altersklassen wünschen? Das Ende der Coronazeit bestimmt. Wenn ich mir die Talkshows, Zeitschriften oder Blogs anschaue, stoße ich auf weltlichere Dinge wie: Spaß, Party, Geld, schnelleres Internet, größere Autos, coole Häuser... Die Welt, die Gesellschaft gibt uns oft vor, was gerade "in" und cool, was erstrebenswert ist.

Vielleicht erinnern Sie sich an eine Werbung vor einigen Jahren von der Sparkasse. Zwei alte Schulfreunde trafen sich zufällig wieder. Das Erste was sie sich zeigen, sind Bilder: "Mein Auto, mein Haus, meine Frau". Wir bekommen vermittelt was wichtig ist, für was es sich zu sparen lohnt. Ist das wirklich so? Einen besonderen Menschen an unserer Seite, ist schön und etwas Besonderes - aber ist es wirklich wichtig ein cooles Auto, ein großes Haus zu haben? Auf jeder Party zu tanzen oder die angesagte Mode zu tragen? Machen diese Dinge unser Leben lebenswert?

"Das letzte Hemd hat keine Taschen", dieser Spruch birgt viel Wahrheit in sich. Wir können noch so teure Sachen anhäufen, mitnehmen können wir sie nicht. Unsere letztes Hemd hat keine Taschen, kein Platz für Auto, Haus, Handy, Geld. Sie zerrinnen uns genauso wie das glitzernde Partyleben. Was bleibt ist Gott allein. Was bleibt sind die Dinge, die Taten die wir für und mit Gott an den Menschen tun. Keiner erinnert sich daran was ein Mensch in seinem Leben angehäuft hatte, aber daran dass er vielleicht immer ein offenes Ohr hatte, den Menschen zuhörte, ermutigte, für ihn da war. Das bleibt nicht nur in den Köpfen sondern auch in Ewigkeit. Was wünschen Sie sich? Wo liegen Ihre Prioritäten?

Impuls - 25. Juni

Ich, der HERR, bin dein Heiland, und ich, der Mächtige, dein Erlöser.
(Jesaja 60,16)

Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?
(Römer 8,35)

Der Ball rollt wieder. Seit Kurzem werden die Bundesligaspiele, wenn auch ohne Fans, wieder ausgetragen. Mein Mann und ich schauen gerne Fußball, vor allem wenn die Mannschaft gelb-schwarze Trikots trägt. Zugegeben, ich neige dazu etwas emotional zu reagieren, gerade wenn Entscheidungen des Schiedsrichters nicht für meine Mannschaft ausfallen. Zugegeben, es ist auch schwer, manche Fouls auch immer gleich zu sehen, oft bedarf es Sekunden um zu entscheiden, wer den Freistoß oder eine gelbe Karte bekommt. Zwar gibt es inzwischen einen Videobeweis, aber das letzte Wort hat nunmal der Schiedsrichter.

Da kann ich mich noch so aufregen, was er sagt, bleibt. Auch die Jungs auf dem Rasen können noch so brüllen oder diskutieren. Der Schiedsrichter hat die Macht. Er entscheidet. Wenn ich mir vorstelle ich würde auf den Rasen stehen und entscheiden was die Mehrheit nicht nachvollziehen kann, würde ich bestimmt einknicken, wenn die Mannschaft auf mich zu käme... Aber der Schiedsrichter steht fest da, er weiß, dass er die Gewalt hat. Er weiß, wer hinter ihm steht. Der DFB stärkt ihm den Rücken.

Für uns Christen ist es wichtig, dass wir wissen, wer hinter uns steht. Nämlich jemand der stärker, größer und mächtiger ist als der DFB oder eine andere Instanz dieser Welt. Hinter uns steht Gott. Unser Heiland, der mächtiger Erlöser. Der Herr dieser Welt! Wenn er hinter uns steht, wer kann dann gegen uns sein? Wir dürfen wissen, dass Gott für uns ist, egal welche Farben unser Trikot hat. Egal wie wir uns fühlen, über uns denken oder andere über uns denken. Gott steht zu uns, hinter uns.
Oftmals ist uns das nicht bewusst. Aber dennoch bleibt es war!

Und nichts und niemand kann uns von ihm trennen! Weder Mächte dieser Welt, noch wir selbst. Nicht unsere Gedanken, unsere Gefühle. Keine Fehlentscheidung, kein Versagen. Nichts kann uns trennen von seiner Liebe. Diesen Zuspruch haben wir vielleicht schon öfters gehört, er ist uns nicht neu. Die Frage ist, wie er unseren Alltag, unser Herz verändert?! Wenn wir diese Wahrheit in unserem Herzen wirken und Wurzeln treiben lassen, dann werden wir lernen auch in unserem Leben da zu stehen, wie ein Schiedsrichter. Felsenfest, egal was kommen mag.

Impuls - 24. Juni

Wie die Erde hervorbringt, was sprießt, so wird Gott der HERR Gerechtigkeit sprießen lassen und Ruhm vor allen Nationen.
(Jesaja 61,11/ZUB)

Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften.
(Jakobus 3,18)

"Manno, das ist doch nicht gerecht!" Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mich als Kind oft nicht gerecht behandelt gefühlt habe. Mal bekamen meine Schwestern mehr oder sie durften länger aufbleiben.

Kinder haben ihre eigene Meinung von Gerechtigkeit. Oft lässt uns diese Meinung schmunzeln, aber oft stoßen wir auch auf Erlebnisse im Erwachsenenalter, die uns nicht gerecht erscheinen und auch nicht gerecht sind. Ich finde es überhaupt nicht gerecht, dass das Pflegepersonal trotz Schichtdienste und der anstrengenden Arbeit an Patienten, der hohen Verantwortung,  weniger verdienen, als Menschen die "nur" am Computer arbeiten. Es ist nicht gerecht, dass es Menschen gibt, denen schlimme Dinge widerfahren, ohne dass sie daran was ändern könnten. Schon ein Blick in die Zeitungen zeigt uns, dass es in unserer Welt selten gerecht zu geht.

Dennoch dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott selbst dafür sorgt, dass Gerechtigkeit Einzug halten wird. Das Interessante dabei ist, dass Gerechtigkeit im biblischen Sinne etwas anders ist, als wir vielleicht denken. Vielmehr ist sie eine heilschaffende Gerechtigkeit, die auf Beziehung ausgerichtet ist. Die Beziehung zwischen uns Menschen und die Beziehung zu Gott. Das Wiederaufrichten seiner Treue und Verlässlichkeit, das Einlösen seiner Zusagen an uns und sein rettendes Eingreifen. Daraus wird Frieden, Wohlstand, Glück und Segen wachsen. Was kann das für uns bedeuten?

Es lässt uns daran festhalten, dass Gott treu zu uns steht, egal wie wir behandelt werden oder was uns widerfährt. Dass er uns in unseren Verletzungen, die uns ungerecht zugeführt werden, heilen möchte. Es lässt uns daran festhalten, dass wir uns auf ihn verlassen können, in all der Ungerechtigkeit. Gott selbst steht zu seinen Zusagen und wird uns durch sein Eingreifen retten. Lassen Sie uns heute zu ihm kommen und ihm unsere ungerechten Erfahrungen hinhalten. Möge Er selbst uns darin begegnen.

Impuls - 23. Juni

Er sendet seine Rede auf die Erde, sein Wort läuft schnell.
(Psalm 147,15)

Gottes Wort ist nicht gebunden.

(2. Timotheus 2,9)

Kennen Sie das Spiel "Gummihüpfen"? In meiner Kindheit würde es häufig gespielt. Ein langes Gummiband, je ein Kind gegenüber und ein drittes Kind musste in das Gummi rein und wieder raus hüpfen. Erst lag das Gummi um die Knöchel, dann an den Knien und zum Schluss auf Hüfthöhe. Bis zur Hüfte hatte ich es allerdings nie geschafft. Im Gegenteil. Ich blieb immer an dem Gummi hängen, verwickelte mich darin und schlug mir oft die Knie dabei auf. Das Gummi hatte mich quasi gebunden und - um ehrlich zu sein - Spaß hatte mir dieses Spiel nie gemacht.

Es gibt viele Dinge, Situationen und Umstände, die uns heute binden. Fällt Ihnen etwas spontan ein?
Vielleicht Ihr Arbeitsplatz, Ihre Wohnung, ungeklärte Beziehungen, aber auch Gefühle können uns binden.

Als Paulus den Brief schrieb war er im Gefängnis. Er war eingesperrt, konnte nichts tun, was er eigentlich wollte. Aber egal wie auswegslos seine Situation für ihn war, er glaubte fest daran, dass Gottes Wort nicht wie er gebunden war, sondern dass sein Wort, seine Kraft ungebändigt ist. Rückblickend können wir feststellen, das nichts Gottes Wort hindern konnte - weder Verfolgung und in der ersten Zeit Hinrichtungen , Verleumdung. Nichts war so stark, um Gottes mächtiges Wort daran zu hindern für was Er es gesandt hatte. Nämlich die gute Botschaft, dass Jesus lebt und wir in ihm Erlösung erfahren. Das der Weg zu Gott frei ist, für jeden zugänglich. Mit diesem Wissen können wir uns erneut der Frage stellen, was uns bindet. Wir dürfen es Gott hinhalten, ihn bitten, dass er unsere Ketten sprengt, und in eine neue Freiheit führt.

Impuls - 22. Juni

Du krönst das Jahr mit deinem Gut.
(Psalm 65,12)

Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts.
(Jakobus 1,17)

Die letzten paar Tage hat es bei uns viel geregnet. Ich habe gerade noch frei bevor ich meine neue Arbeitsstelle beginne und hatte mich eigentlich schon darauf gefreut, in der Zeit noch ein wenig in die Berge zu gehen und zu radeln. Tja, das fiel erst mal ins Wasser. Klar sind das keine wirklichen Probleme, aber ich war trotzdem etwas enttäuscht. Ich weiß natürlich auch, dass wir den Regen brauchen, dass es der Natur gut tut, wenn es mal ordentlich regnet. Aber reicht es da dann nicht einen Tag lang oder von mir aus auch immer nachts. Aber eben nicht dann, wenn ich was draußen unternehmen will.

Heute dagegen bin ich aufgewacht und wurde von einem strahlend blauen Himmel begrüßt, keine einzige Wolke war zu sehen. Ich habe dann natürlich gleich eine Radtour unternommen und dabei war ich nicht nur vom Radeln an sich begeistert, sondern freute mich auch an den saftig grünen Wiesen um mich herum. Es sah alles so frisch und lebendig aus. So ein paar Tage Regen haben schon gereicht, dass ich wieder mit offeneren Augen durch den Alltag gehe und mich umso mehr an der Natur und dem schönen Wetter freue.
 
Die Verse oben haben für mich viel mit Dankbarkeit zu tun. Sie erinnern mich daran, mich nicht immer nur von den Dingen einnehmen zu lassen, die in meinen Augen nicht gut laufen, sondern vielmehr den Blick auf das zu richten, wo ich beschenkt bin. Es gibt so viele Dinge, für die ich dankbar sein kann, und doch beschäftige ich mich die meiste Zeit mit den Dingen, über die ich mich aufrege. Das was gut läuft, nehme ich zu oft einfach so hin, als wäre es selbstverständlich. Diese Haltung spiegelt sich auch oft in meinem Gebetsleben wider. Die meiste Zeit geht es darum, was ich gerne hätte oder wie ich mir die Dinge anders vorstelle. Gott für all das zu danken, was er jeden Tag in meinem Leben tut, wo er mich reich beschenkt und mich gesegnet hat, kommt dabei leider meist zu kurz. So wie ich mich heute auf meiner Radtour an den vielen kleinen Dingen in der Natur gefreut habe, möchte ich eigentlich auch täglich durch den Alltag gehen, mit offenen Augen und Ohren für die vielen kleinen Geschenke, die Gott für mich bereithält.

D.M.

Impuls - 19. Juni

Der HERR spricht: Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst.
(Psalm 32,8)
     
Versteht, was der Wille des Herrn ist.
(Epheser 5,17)
 
Wie gehst du mit Entscheidungen um? Fällt es dir leicht, Entscheidungen zu treffen oder schiebst du es lieber auf, weil du immer Angst hast, die falsche Entscheidung zu treffen?
 
Ich denke oft, ich bin ein entscheidungsfreudiger Mensch, weil es mich nervt, in dieser Spannung zu stehen, Optionen gegeneinander abzuwägen. Mir sind klare Entscheidungen lieber, denn dann kann ich mich auf eine Richtung konzentrieren. So zumindest die Theorie. Und dann stehe ich doch wieder stundenlang vor einem Regal in einem Bastelladen und kann mich nicht zwischen verschiedenen Farben entscheiden.
 
Natürlich sind die Entscheidungen, die man in einem Bastelladen trifft, Banalitäten. Aber wenn mir schon so kleine Entscheidungen so schwer fallen, wie soll ich dann wirklich relevante Entscheidungen treffen? Wie gut wäre es denn da, wenn es jemandem gibt, der mir das abnimmt und dabei auch noch immer die richtige Entscheidung trifft.
 
Gott verspricht uns in der Bibel an mehreren Stellen, dass er uns führen wird, uns den richtigen Weg zeigen wird. In vielen Situationen wünschte ich mir eine klare Aussage von Gott, eine Stimme, die mir sagt, entscheide dich für Plan B. Manchmal spricht Gott so klar zu einem, manchmal ist seine Führung aber auch subtiler und manchmal müssen wir auch lernen, uns selbstständig zu entscheiden.
 
Ich habe keinen Masterplan für richtige Entscheidungen, aber ich glaube, es ist in jeder Situation die richtige Entscheidung mit all meinen Fragen und Sorgen zu Gott zu kommen und ihn zu loben.

D.M.

Impuls - 18. Juni

Noah tat alles, was ihm Gott gebot.
(1.Mose 6,22)
 
Es ist der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
(Hebräer 11,1)
 
Noah wird in der Bibel als ein gerechter und untadeliger Mann beschrieben, als ein Mann, der Gott vertraute. Als Gott ihn beauftragte die Arche zu bauen, gehorchte er, auch wenn die Leute ihn vielleicht für verrückt erklärten. Es gab keinen rationalen Grund für so ein Projekt, aber Noah vertraute auf Gott. Und wie wir aus dem weiteren Verlauf der Geschichte wissen, wurde sein Vertrauen belohnt.

Es ist nicht immer leicht Gott zu vertrauen. Oftmals sprechen so viele Gründe dagegen und man zweifelt an Gott, an seiner Liebe und an seinen Plänen für mein Leben. Vielleicht ist es ein Schicksalsschlag, der einen zweifeln lässt, Beziehungen, die auseinanderbrechen, berufliche Veränderungen, die finanzielle Situation oder Träume, die unerfüllt bleiben. Manchmal lassen sich die Zweifel aber auch gar nicht so wirklich konkretisieren, sondern sind einfach da.

Für mich beginnt gerade ein neuer Lebensabschnitt. Ich habe mein Studium beendet und werde demnächst meine erste Arbeitsstelle in einer neuen Stadt beginnen. Ich kann mich eigentlich nicht beschweren, ich habe es mir so ausgesucht und ich freue mich auch darauf. Und doch kommen auch immer wieder Zweifel hoch. Ist es der richtige Weg, was erwartet mich dort, werde ich den Anforderungen dort gerecht, lerne ich dort Freunde kennen oder werde ich mich einsam fühlen…

Ich begegne Veränderungen und der Ungewissheit über die Zukunft oft mit Zweifel und Unsicherheit statt mit Vertrauen auf Gott. Aber genau das zeichnet den Glauben aus, das Hoffen auf das, was man nicht sieht. Es ist nicht immer leicht zu glauben, gerade wenn Dinge anders laufen, als man es gerne hätte, aber ich will mir Noah zum Vorbild nehmen und immer wieder zu Gott kommen und beten: Ich glaube, hilf meinem Unglauben (Markus 9,24).

D.M.

Impuls - 17. Juni

Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
(Psalm 100,2)

Sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht.
(Kolosser 1,12)

Während der Sommermonate findet bei uns in den Gästehäusern einmal im Monat das HofCafé statt. Menschen aus dem Dorf, Gäste aus Berlin und Freunde kommen zu uns, um bei leckeren Kuchen, Kaffee und Kaltgetränken zusammen zu sitzen. Leider fielen die ersten Treffen aufgrund von Corona aus. Was natürlich unheimlich schade war.

Wir wollten dennoch ein Stück Gemeinschaft in unser Dorf bringen und kamen auf die Idee kleine Hefezöpfe zu backen und sie im Dorf zu verteilen. Man konnte zwar nicht zum HofCafé kommen, aber das Hofcafé kam dafür nach Hause. Um den Sicherheitsabstand einzuhalten, verpackten wir diese und legten sie in einen kleinen Eimer an einen langen Stock. So konnten Dirk, eine Freundin und ich sie den Leuten entgegen halten. Was ziemlich lustig aussah, brachte im Vorfeld viel Arbeit mit sich. Zwei Tage waren nötig um die ca 40. Hefezöpfe zu backen und liebevoll zu verpacken. Und dann kam noch die Zeit hinzu mit ihnen von Haus zu Haus zu gehen. Dennoch war es uns wichtig gerade in dieser Zeit ein Stück Normalität, ein Stück Hoffnung zu schenken. Für uns war es ein Dienst für Gott an den Menschen und wir waren mehr als fröhlich dies zu tun. Alle Arbeit war vergessen, als wir sahen, wie sich die Beschenkten freuten! Eine ältere Frau fragte uns, was wir denn dafür wollen, eine Spende vielleicht? Wir lachten und sagten: "Nichts! Nur dass sie sich freuen!"

Wenn wir Gott dienen, dann wird die Freude darüber nicht ausbleiben! Strahlende Augen sind mehr wert als alle Arbeit. Ein Stück Hoffnung zu bringen, wiegt mehr als jede Anstrengung. Es müssen nicht immer selbstgebackene Hefezöpfe sein, es gibt so viele Möglichkeiten Gott zu dienen..

Wenn wir in den Gästehäusern das Abendessen für unsere Gruppen zubereiten, kann das für manche ziemlich langweilig wirken. Wir sehen es aber als einen Dienst an unseren Gästen. Wir bereiten sie liebevoll zu, damit sie sich wohl fühlen und sich freuen. Und mit den schön dekorierten Platten, den hergestellten Karotten-Blumen oder dem ausgestanzten Obst, ein Stück von Gottes Gastfreundschaft sichtbar zu machen. Auch das Saubermachen der Zimmer macht mehr Spaß, wenn wir die Arbeit mit einem Gebet für den zukünftigen Gast verbinden.

Die Arbeit die wir verrichten, bekommt einen anderen Wert, wenn wir sie aus Gottes Perspektive betrachten. Vielleicht fällt Ihnen heute bei Ihrer Arbeit auf, wie Gott sie darin gebrauchen möchte und es tut. Und vielleicht werden sie darüber fröhlich, weil Sie wissen, wie wichtig der Dienst an den Menschen ist, in denen Gott Sie gestellt hat.

Impuls - 16. Juni

Das alles hast du dir doch selbst bereitet, weil du den HERRN, deinen Gott, verlässt, sooft er dich den rechten Weg leiten will.
(Jeremia 2,17)

Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger.
(Johannes 8,31)

Wenn ich in der Bibel lese, dann entwischt mir hin und wieder ein seufzendes "Oje". Ein Oje, weil ich mich ertappt fühle, mich die Worte direkt ansprechen. Wenn nicht sogar ermahnen. Wie auch in unseren Versen heute.

Das ist ziemlich erstaunlich, da das Buch Jeremia vor so vielen Jahren geschrieben wurde und doch eigentlich für das jüdische Volk. Obwohl der Herr mit ihnen war, sich immer wieder zu ihnen stellte, sie aus Ägypten befreite, in der Wüste versorgte, sie in ihr Land führte, obwohl sie sein Eingreifen erleben durften, kamen sie immer wieder von seinem Weg ab. Sie zogen ihr eigenes Ding durch und mussten mit den Konsequenzen leben.

Aber das Oje, ist kein Oje für die Fehlentscheidungen Israels, sondern es ist mein persönliches Oje. Denn auch ich muss mir eingestehen, dass ich falsche Wege gehe. Falsche Entscheidungen treffe und allzuoft mein eigenes Ding durchziehen möchte. Kennen Sie das auch?

Natürlich fällt es unheimlich schwer, von all den Wegen, den Abzweigungen genau den richtigen herauszufinden. Die vielen Entscheidungen die wir zu treffen haben, laden quasi dazu ein, sich falsch zu entscheiden. Ist doch dann eigentlich nicht unsere Schuld, oder? Gott selbst sagt uns zu, uns auf den richtigen Weg zu leiten. Warum fällt es uns dann nur so schwer?

Schwer fällt es mir, weil ich mir eingestehen muss, dass ich oft viel zu sehr von mir selbst überzeugt bin. Ich weiß doch selbst, was mir gut tut, was richtig ist. Und merke dabei nicht, wie ich Gott genauso in mein Regal stelle, wie die Bibel.

Oje... und dann, oft wenn es zu spät ist, merke ich, dass ich total falsch gelegen habe. Die Konsequenzen wiegen schwer, noch schwerer, wenn ich dann auch noch Gott die Schuld dafür in die Schuhe schieben möchte... Ist Ihnen das vertraut?

Das Erstaunliche ist, dass aus dem Oje ein "Trotzdem" wird. Trotzdem hält Gott an mir fest. Trotzdem ist seine Treue zu mir unerschütterlich, seine Liebe ungebrochen. Trotzdem hört er nicht auf , mir seinen Weg aufzuzeigen. Auch dann, wenn ich mal wieder versuche eine Abkürzung zu nehmen. Trotzdem kommt der Herr, auch über Umwege an sein Ziel mit mir, mit Ihnen, mit uns.

Impuls - 15. Juni

Deine Toten werden leben.
(Jesaja 26,19)

Wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus.
(2. Korinther 4,14)

20:15 Uhr, die Tagesschau beginnt. Bürgerkriege, Aufstände und auch gerade während Corona werden sie begleitet von Todesnachrichten. Zwar gehört der Tod zum Leben dazu, aber sich damit abzufinden gelingt mir nicht. In meinem Leben musste ich schon oft geliebte Menschen zu Grabe tragen. Der Tod macht weder vor jungen Menschen noch vor Haustüren halt.

Anfang dieses Jahres besuchte mich eine Freundin aus Hessen. Sie hatte ihren Vater verloren. Sehr früh, viel zu früh. Ihre Trauer und ihr Schmerz waren und sind deutlich und selbstverständlich spürbar. Ich erinnere mich an unseren Ausflug zum türkischen Markt. Wir setzten uns in ein arabisches Café und inmitten des Trubels erzählte sie mir alles über sein Sterben, die Beerdigung und wie es ihr dabei ging. Wir saßen da, sie erzählte, ich hörte zu. Wir hielten uns an den Händen und weinten gemeinsam zwischen Cappuccinos und Waffeln.

Sie erzählte mir wie sie auf dem Weg ins Krankenhaus war. Sie betete die Fahrt über, für ein Wunder, für ein Eingreifen Gottes. Sie betete voller Verzweiflung, bis sie irgendwann spürte, dass sie nichts mehr zu beten hatte, sondern einen Frieden in ihrem Herzen spürte und sagen konnte:"Ok Herr, ich bin mit meinem Gebet  am Ende, aber nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe." In diesem Moment schaute sie auf die Uhr. Im Krankenhaus erfuhr sie, dass genau zu diesem Zeitpunkt ihr Vater gestorben war. Unsere Tränen flossen nun noch schneller, es wurde ihr, und mir bewusst, dass es war, als ob ihr Vater und Jesus so lange gewartet hatten, bis sie bereit war ihn loszulassen. Inmitten des schlimmen Abschieds zeigte Gott, dass er da war, ist und bleiben wird. Ein Taschentuch genau vom Himmel. Zwar waren die Tränen immer noch voller Traurigkeit, aber sie hatten auch etwas heilsames. Mittendrin in all dem Leid wussten wir beide, dass es den Tod zwar gibt, er lässt sich nicht wegdenken, wegwünschen, aber er hat keine Macht mehr.

Meine Freundin weiß genau dass ihr Vater jetzt bei Jesus ist. Er lebt nicht nur in den Erinnerungen weiter, sondern bei Gott. Denn der Tag wird kommen, an dem Gott ihn und alle die uns vorausgegangen sind, auferwecken wird. Dieser Trost, diese Aussicht ist ein kostbares Geschenk, dass ihr hilft weiter zu leben, auch wenn es alle Kraft kostet. Diese Sicherheit, diesen Trost und Frieden kann nur Gott selbst schenken. Ein weiteres Geschenk durften wir dann erhalten, denn plötzlich kam einer der Kellner und schenkte uns mitfühlend - inmitten der Tränen - einen heißen, arabischen Tee. Ein Stück wärmende Hoffnung in der kalten Zeit ihres Herzens.

Impuls - 12. Juni

Du, HERR, du kennst mich, du siehst mich und prüfst, ob mein Herz bei dir ist.
(Jeremia 12,3)
 
Jesus spricht: Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe!
(Johannes 15,9)
 
Gott kennt mich durch und durch. Er weiß, was ich denke, was ich fühle, was mich beschäftigt, wie es mir geht. Ich kann nichts vor ihm geheim halten, denn er kennt mich sogar besser als ich mich selbst kenne. Manchmal macht mir das Angst, denn das heißt auch, dass er meine Schwächen und wunden Punkte kennt. Er kennt auch das, was ich vielleicht nie jemandem erzählen würde, wofür ich mich vielleicht sogar vor mir selber schäme. Aber Gott kennt auch diese Seiten an mir.
 
In einigen Punkten lässt es sich mit einer guten Freundschaft vergleichen. Mir geht es mit einer sehr guten Freundin und ehemaligen WG-Mitbewohnerin oftmals so. Wir wissen wie die andere tickt. Wir verstehen uns oft auch ohne große Erklärungen, haben immer wieder auch den gleichen Gedanken. In so einer Freundschaft lernt man aber auch die Schwächen des anderen kennen. Das macht einen natürlich auch verletzlich, aber es verleiht der Freundschaft auch Tiefe und gegenseitiges Vertrauen.
 
Aber Gott ist nicht nur dein bester Freund, sondern auch dein liebender Vater, der dich sieht. Er interessiert sich für dich und sorgt sich um dich. Der Vers aus Jeremia soll aber keine Angst machen, vielmehr ist es eine Zusage und Einladung. Ich kann zu Gott kommen, so wie ich bin. Ich muss mich nicht erst gut benehmen, mich von meiner besten Seite zeigen und versuchen einen guten Eindruck zu hinterlassen. Gott kennt mich und trotzdem liebt er mich und lädt mich ein in seiner Liebe zu bleiben.

D.M.

Impuls - 11. Juni

Unsre Seele ist entronnen wie ein Vogel dem Netze des Vogelfängers; das Netz ist zerrissen, und wir sind frei.
(Psalm 124,7)

Der Engel des Herrn kam in das Gefängnis und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen.
(Apostelgeschichte 12,7)

Eine verrückte Begebenheit: Petrus sitzt im Gefängnis und wird von Gott befreit. Was können wir aus dieser Geschichte für uns heute mitnehmen? Wir lesen dass für Gott nichts unmöglich ist, das kann uns neu vor Augen führen, was für einen großen Gott wir haben. Denn, im Gefängnis sitzen wir ja nicht. Oder? Meine Antwort auf diese Frage wäre allerdings ein:" Doch!". Denn auch wir sitzen mitunter in einem Gefängnis. Auch wenn es nicht viel mit einem geschlossenen Kerker oder einer Zelle zu vergleichen ist. Aber oftmals kommt es uns genauso vor. Wir sitzen wie in einem Gefängnis und kommen einfach nicht raus. Es können Gedanken sein, die uns gefangen halten. Gefühle wie Unversöhntheit, Hass, Neid, Selbstanklage und vieles mehr. Sie lassen uns einfach nicht los.

Manchmal können es auch gute, wichtige  Gefühle und Eigenschaften sein, die anfangs gar nicht so zerstörerisch erscheinen, uns aber dennoch knebeln, uns knechten. Ein Beispiel: Wir lieben es für Andere da zu sein, tun viel Gutes. Und das ist toll, die Gefahr dahinter ist allerdings, dass wir unseren Wert darin sehen. Uns geht es nur dann gut, wenn wir uns für Andere aufopfern. Darin erfahren wir Bestätigung, wenn diese aber wegfällt, stehen wir da und fühlen uns wertlos, ungeliebt. Wir geraten in einen Strudel von Gefühlen, die uns vorgaukeln wertlos, ungeliebt oder unnütz zu sein. Oder wir sind gefangen in diversen Süchten wie Alkohol, Drogen, Videospielen oder unserem Handy, dass wir nur selten ablegen können.

Eins haben diese Gefühle, Süchte, Verhaltensweisen gemeinsam: Sie halten uns gefangen und trennen uns von dem Leben, das wir uns eigentlich wünschen, von einem Leben, dass sich Gott für uns gedacht hat. Je nach Ausmaß kann und ist es wichtig, sich professionelle Hilfe zu suchen. Aber auch dann dürfen wir wissen, dass wir einen Gott haben, der alle Ketten zerbricht, die Türen aufbricht, uns den Weg in die Freiheit zeigt. Gottes Eingreifen ist nicht auf ein "damals" beschränkt, sondern heute noch genauso real, wie damals. Und manchmal gebraucht er Menschen um Sie herum oder Therapeuten, die sie dabei unterstützen. Schöpfen Sie Mut. Er lässt sie nicht im Gefängnis zurück.

Impuls - 10. Juni

Jesus nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, dass sie sie ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle. Und sie aßen alle und wurden satt.
(Markus 6,41-42)

Wer nach Israel reist, besucht auch meist die Pilgerstätte Tabgha. Sie liegt am Nordwestufer des Sees Genezareth. Auf dem Grundstück steht die Brotvermehrungskirche, dort kann man ein sehr schönes Mosaik sehen, das dieses Wunder darstellt. Ein heiliger Ort, an dem Jesus wirkte, der Himmel die Erde berührt hat.

Als mein Mann und ich in Jerusalem lebten und arbeiteten, würden wir von vielen Freiwilligen unterstützt. Zu Beginn ihrer Arbeit bekamen sie von uns ein kleines  Bild dieses Mosaiks geschenkt, da dieses Wunder uns auch heute noch viel aufzeigen und uns ermutigen kann.

Zum einen ist es die Herausforderung, dass unser Glaube auf unseren Verstand trifft. Denn unser Verstand sagt ganz klar, dass es doch unmöglich ist, mit fünf Broten und zwei Fischen 5.000 Männer -  Frauen und Kinder nicht mitgezählt - satt zu bekommen. Und nicht nur alle wurden satt, es war auch noch ziemlich viel übrig. Eigentlich unvorstellbar. Und trotzdem wahr. Unser Verstand wird auf die Probe gestellt und wir sind herausgefordert, Gott mehr zu glauben, als das was wir denken. Was uns möglich oder eben nicht möglich erscheint.

Zum anderen ist es aber auch eine Einladung, Jesus das zu bringen, was wir haben. Nicht mehr und nicht weniger. Sei es unseren Mut, der uns  bisweilen klein vorkommen mag, unsere Kraft, die oft gerade für den Alltag reicht, unsere kleine Hoffnung... Egal was es ist, Jesus nimmt es und vermehrt es. Wir müssen nicht versuchen, das Letzte aus uns heraus zu pressen, sondern dürfen erleben wie Gott sich unseren "Gaben" annimmt, um etwas Grosses daraus zu machen, was uns zum Staunen bringt.

Vielleicht gibt es gerade etwas in ihrem Herzen, von dem sie sich wünschen, dass es mehr werden sollte. Geben Sie es Jesus, er wird es vermehren! Und vielleicht brauchen Sie heute die Herausforderung Jesus mehr zu glauben, als ihren Umständen.

Impuls - 9. Juni

Du sollst nicht stehlen.
(2. Mose 20,15)
 
Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.
(1. Korinther 10,24)
 
Das Gebot "Du sollst nicht stehlen" ist kurz, prägnant und klar formuliert. Diebstahl ist eine Straftat und zieht rechtliche Konsequenzen nach sich. Unabhängig von der Bibel empfinden wir es als Unrecht, wenn sich jemand Fremdes an meinem Eigentum bedient.

Ich erinnere mich an zwei Situationen, in denen ich bestohlen worden bin. Einmal wurde mir im Urlaub meine Reisetasche gestohlen und ein anderes Mal hat sich jemand an meinem Konto bedient. Ich war jeweils einfach nur geschockt, traurig, wütend und fassungslos, dass sich eine fremde Person an meinen Sachen vergreift, um sich selbst zu bereichern und jemand anderem zu schaden. Einfach so, weil sich die Gelegenheit bot.

Doch die Bibel geht noch einen Schritt weiter. Wir sind nicht nur dazu angehalten, das Eigentum des Einzelnen zu respektieren, sondern zudem noch das zu tun, was dem anderen dient. Gott fordert uns auf nicht in erster Linie nach unserem eigenen Besten zu suchen, sondern uns zu fragen, was dem anderen nützt. Wir sollen also nicht nur nicht schaden, sondern auch noch Gutes tun. Ich fand es erschreckend zu sehen, wie selbst in Zeiten von Corona die Gesundheit von Menschen missbraucht wurde, um Gewinn zu machen. Ich denke dabei an gefälschte Medizinprodukte, die für viel Geld an Krankenhäuser verkauft wurden, die enorme Preissteigerung von Atemschutzmasken oder auch finanziellen Hilfen, die auch zum Teil missbraucht wurden. Daneben gab es aber in dieser Krise aber auch zahlreiche Beispiele, in denen Nächstenliebe geübt wurde. Situationen in denen Menschen nicht nur auf ihren eigenen Profit aus waren, sondern auch mal nach rechts und links geschaut haben und sich gefragt haben, was sie für andere tun können. So gibt es zahlreiche Beispiele von Nachbarschaftshilfe, von Angeboten, Einkäufe und Besorgungen für Kranke und alte Menschen zu erledigen.

Ich selbst habe vielleicht noch nie wirklich was gestohlen, aber ich weiß, dass ich oftmals doch als Erstes an mich und meinen Vorteil denke. Aber ich möchte hier nicht stehen bleiben, sondern immer wieder zu Jesus rennen und von ihm mein Herz verändern lassen. Im Römerbrief fasst Paulus die Gebote Gottes folgendermaßen zusammen und bringt sie damit gut auf den Punkt: "Die Liebe tut dem Mitmenschen nichts Böses an. Darum ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes" (Röm13,10).

Impuls - 8. Juni

Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist.
(Jesaja 40,2)

Auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.

(Römer 8,21)

Derzeit strahlt Gussow in all seiner Pracht! Die Wiesen und Bäume zeigen sich in einem saftigen Grün, die Blumen blühen farbenfroh, Vögel zwitschern um die Wette als ob sie bei "Deutschland sucht den Superstar" mitmachen. Chancen hätten sie bestimmt. Auch in zubetonierten Gegenden können wir beobachten, wie sich Pflanzen von dieser schweren Schicht nicht aufhalten lassen. So bricht der Löwenzahn oftmals durch und zeigt seine gelbe Blüte, zwischen all dem Stein.

"Die ganze Schöpfung schreit nach Erlösung", lesen wir in der Bibel. Nicht nur wir Menschen, nicht nur die Tiere, sondern die ganze Schöpfung. Vor vielen Jahren lebte ein Mönch, der von seinen Mitmenschen oft belächelt wurde. Das Besondere an ihm war, dass er Gottes Wort auch den Tieren predigte. Er sah die Welt, Gottes Schöpfung ganzheitlich. Für ihn gehörte alles zusammen: Mensch, Tier und Natur. Jedes Geschöpf hatte das Recht von Gott zu erfahren, zu hören dass Erlösung naht. Sein Name war Franziskus.

Nun können wir uns einreihen in die Menschen, die darüber schmunzeln. Oder wir können darüber nachdenken, was das bedeuten könnte. Gott, unser Schöpfer hat verschwenderisch die Welt erschaffen. Er sparte nicht mit Farben und Formen, unzählige, verschiedene Tiere und Pflanzen zeugen von einem Gott, dem Schönheit wichtig ist. Er beschränkte seine Vielfalt nicht auf die Menschheit, sondern auf alles was wächst und gedeiht. Wie könnte er es dann als unwichtig erachten ?!

Würde er den Dingen, denen er seinen Lebensatem gab, nicht auch eine Ewigkeit zugestehen? Wenn ich durch Straßen gehe und auf einem Löwenzahn treffe, dann freue ich mich. Die gelbe Blume zeigt mir, dass es Hoffnung gibt. Hoffnung auf einen Ort, der frei ist von Begrenzungen, frei von Umständen, die die wahre Bestimmung zu Ersticken versuchen. Für viele ist dieser Ort der Himmel. Auch wenn der Himmel in unserer Zukunft liegt, können wir auch hier und jetzt erleben, wie er sich jetzt schon Wege bahnt...

Impuls - 5. Juni

Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit.
(2. Korinther 12,9)

Vielleicht kennen Sie das Gefühl, zu müde zu sein, um irgendetwas zu unternehmen, aber auch zu wach, um einfach zu schlafen? Der Alltag hat Ihnen alles abverlangt. Beziehungen gestalten sich als schwierig. Ihre Rolle als Mutter, Ehefrau, Arbeitnehmer kostet sie Nerven und Kraft. Sie sitzen da und fühlen sich einfach nur schwach, ausgelaugt. Ihre Kraft und Energie scheint wie die Körner in einer Sanduhr einfach so durchzurieseln.

Was denken Sie, würde Jesus Ihnen in dieser Situation sagen? Wie würde er Sie anschauen?! Oft ist unser Blick getrübt, wir neigen davon auszugehen, dass Jesus so reagieren könnte, wie wir es tun. Gerade im Hinblick auf uns selbst. "Stell dich nicht so an!", "Du musst dich nur anstrengen!", "Andere schaffen das auch." ... Schwäche verurteilen wir, denn niemand ist gerne schwach. Wir vergleichen uns mit anderen und schneiden meistens schlechter ab.

Jesus ist anders! Er vergleicht uns nicht mit anderen, erwartet nichts. Sondern will uns nahe sein, uns Kraft schenken. Vielleicht bedarf es auch manchmal genau solche Zeiten, um uns daran zu erinnern, dass wir nicht alles alleine schaffen und können müssen. Das ein großer Gott hinter uns steht, der uns ermutigt, stärkt, durch seine Kraft uns bevollmächtigt.

Denn unser große Gott schaut uns mit liebevollen Augen voller Gnade an und spricht uns zu: "Lass dir an meiner Gnade genügen! Sie ist da und ich sehe dich! Ich weiß um deine Kämpfe, um dein Aushalten. Deine Gefühle sind mir weder fremd, noch verurteile ich sie! Du bist mein Kind, an dem ich Wohlgefallen habe! Nichts kann meine Liebe zu dir schmälern. Und wo du schwach und ausgebrannt bist, schenke ich dir meine Kraft! Keine Macht dieser Welt, kein Gefühl dass in dir tobt, werden dich jemals von meiner Liebe trennen. Niemals!"

Impuls - 4. Juni

Du kommst zu mir mit Schwert, Spieß und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN Zebaoth.
(1. Samuel 17,45)

So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens.
(Epheser 6,14-15)

Erinnern Sie sich an Helden in ihrer Kindheit? Vielleicht war es Spiderman, Hulk oder James Bond? Viele neue kamen in den letzten Jahren dazu: Batman, Ironman, Aragorn... Alle aufzuschreiben würde eine lange Liste werden - zumal jeder andere Helden vor Augen hat oder eine andere Vorstellung was einen Helden ausmacht.

Aber man kann sagen, dass die Meisten eine Rüstung oder etwas Vergleichbares tragen, ein Schild, einen Helm, der sie vor Angriffen schützt. Sie haben Schwerter oder Pistolen, um sich zu wehren und zu verteidigen. Selbst Helden brauchen Hilfsmittel. Sie helfen ihnen zu überleben, meistens. Wenn nicht dann sterben sie einen glorreichen Tod.

Als mein kleiner Neffe Luca drei und mit meiner Familie zu Besuch war, unternahmen wir einen Besuch nach Berlin. Sein erster, wahrgenommener Besuch in der großen Stadt. Für so einen kleinen Knirps aus einer kleinen süddeutschen Stadt ist Berlin einfach nur riesig! Dann fuhren wir auch noch mit einer richtigen Bahn! Als wir zum Bahnhof gingen nahm er meine Hand und sagte zu mir: "Steff, du und ich. Wir beide. Wir beide sind so richtige Helden!"

Für ihn war der Ausflug etwas ganz Besonderes und bestimmt war er neben der ganzen Aufregung auch etwas verängstigt. So viele unterschiedliche Menschen, das Bahnfahren, die großen Häuser, unzählige, neue Eindrücke. Wenn man das nicht gewohnt ist, kann es selbst uns Grossen Angst machen. Aber Luca nahm mich an die Hand und wusste mit mir zusammen schafft er das, er vertraute mir. Ich würde ihn beschützen, egal was uns erwartet. Er nahm die Herausforderung an, denn wir zwei sind Helden!

Gott weiß, dass wir - Sie eingeschlossen - Helden in einer Welt sind, die uns Angst machen kann. Mit ihm an der Hand können wir es schaffen, egal wie unser Weg aussieht, egal welche Gefahren auf uns lauern mögen. Es hilft, uns daran zu erinnern, dass wir nicht alleine sind. Gott selbst rüstet uns aus, er weiß, dass wir Hilfe brauchen. Und er gibt sie uns gerne. Er lädt uns ein, seine Waffenrüstung anzuziehen. Unsere Hüften gegürtet mit Wahrheit, den Panzer der Gerechtigkeit, den Schild des Glaubens, mit dem wir alle Pfeile, die auf uns abgeschossen werden, auslöschen können. Wir dürfen den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, sein Wort ergreifen. Wir stehen nicht schutzlos da, sondern können ihm getrost vertrauen. So wie Luca mir.

Impuls - 3. Juni

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
(Matthäus 7,7)

Ich liebe meine Hühner! Ich erfreue mich an ihrem aufgeweckten Gegackere, an ihrem Rumstolzieren im Garten und natürlich an ihren Eiern. Neulich hat mir eine Freundin ein Bild von einem T-Shirt geschickt. Es zeigte bunte lustige Hühner mit einem witzigen Spruch. Für so etwas kann ich mich sehr begeistern! Und so betete ich (zugegeben nicht gerade tiefsinnig): "Oh Herr, lass mir doch jemand dieses T-Shirt schenken." Am nächsten Tag kam meine Kollegin zu mir und überreichte mir ein Geschenk. Groß waren meine Augen, als ich es auspackte und genau dieses T-Shirt in meinen Händen hielt!

Ich habe gebeten und erhalten. Wie gesagt, eigentlich banal. Und trotzdem zeigte es mir, dass für meinen Herrn nichts zu klein ist, er auf die banalste Wünsche antworten kann. Gott hat Humor! Natürlich ist das ein "einfaches" Beispiel, fast schon ein kindlicher Wunsch. Unsere Gebetsanliegen gehen tiefer, emotionaler, wiegen schwerer als ein einfaches T-Shirt.

Die Ermutigung heute besteht aber vielleicht genau darin, keinen Unterschied im Gebet zu machen, keine Zensur vorzunehmen. Die Bibel tut das auch nicht. Mit allem dürfen wir zu ihm kommen. Mehr noch, es folgt eine klare Reaktion auf Gottes Einladungen.
Wer bittet - dem wird gegeben
Wer suchet - der wird finden
Wer anklopft - dem würd aufgetan.

Wir müssen nicht unsere Hände wund klopfen, suchend umherirren oder bitten ohne gehört zu werden. Eine Reaktion wird folgen! Manchmal nicht so, wie wir das gerne hätten. Viele Bitten scheinen ungehört, das Suchen kostet uns Kraft und eine Tür bleibt geschlossen. Und dennoch - dennoch wird eine Reaktion folgen! Lassen Sie uns mit offenen Augen Ausschau danach hatten. Vielleicht erleben wir, dass unsere Gebete anders erhört wurden, was sich im Nachhinein als besser erwies. Vielleicht finden wir  etwas, was kostbar und neu ist, frei von unseren Vorstellungen was wir finden wollen. Und vielleicht öffnet sich nicht immer eine Tür, aber ein Fenster.

Impuls - 2. Juni

Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN.
(1. Samuel 2,1)

Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude.
(1. Petrus 1,8)

"Jubel, Trubel, Heiterkeit. Seid zur Heiterkeit bereit, mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid." Ein alter Slogan eines berühmten Hases, der mich in meiner Kindheit begleitete. Spontan kam mir sein Spruch in den Sinn. Früher interessierte es mich herzlich wenig, über was er eigentlich Bescheid wusste. Er war einfach nur lustig. Heute finde ich ihn gar nicht mehr so lustig, mich bringen ganz andere Dinge zum Lachen.

Die lustigen Comedians im Fernsehen oder auf der Bühne lassen mich oft herzhaft lachen, sogar bis mir die Tränen kommen. Allerdings ist diese Freude nur von kurzer Dauer und schnell hab ich die Witze wieder vergessen. Wirklich fröhlich machen mich ganz andere Dinge und wärmen mein Herz. Zum Beispiel meine Freunde und Familie, die - auch wenn sie nicht örtlich bei mir sind, ich sie nicht sehe, aber trotzdem weiß, dass sie bei mir sind - in meinem Herzen wohnen. Zu mir stehen, egal was kommt. Mein kleiner Neffe zaubert mir auch heute ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich daran denke, wieviel Spaß wir bei seinem letzten Besuch hatten.

Fröhlich kann ich auch darüber sein, dass meine Familie noch soviel größer ist. Und Ihre auch. Denn wir gehören zu Jesus. Er hat uns mit in seine Familie aufgenommen. Auch wenn wir ihn nicht gesehen haben, so dürfen wir doch wissen dass er bei uns ist. In unseren Herzen wohnt. Wir dürfen ihn spüren, spüren wie er uns ermutigt, tröstet, aufrichtet. Und auch oft zum Lachen bringt. Diese Freude darüber, ist nichts Kurzweiliges, sondern ewiglich.

Vielleicht klopft jetzt eine Sehnsucht in Ihnen an. Eine Sehnsucht Jesus so zu begegnen, dass sie voller Freude darüber werden. Dann möchte ich Ihnen Mut machen, ihr Herz heute neu für ihn zu öffnen. Er klopft an, hören sie ihn? Denn er ist nicht irgendwo und nicht nur bei irgendwem, sondern ganz nah bei Ihnen.

Impuls - 29. Mai 2020

Die Jünger kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.
(Lukas 24,52-53)

Ostern liegt hinter uns und wir gehen mit großen Schritten auf Pfingsten zu. Versuchen wir mal, zu erahnen wie es den Jüngern damals ging. Jesus wurde gekreuzigt und plötzlich war nichts mehr wie es war. Ihr Lebensinhalt, alles an was sie geglaubt hatten, für was sie lebten und zeugten, hing dort. Ihre Hoffnung starb am Kreuz.

Drei Tage voller Traurigkeit, Schmerz, Dunkelheit. Neben der Trauer, kamen in ihnen quälende Fragen auf. Wohin sollten sie gehen? Was gibt ihnen jetzt noch Halt und Zuversicht? Hatten sie sich so getäuscht? Was war überhaupt noch von Bedeutung?

Doch dann brach sich Gottes Liebe Bahn, Jesus besiegte durch seine Auferstehung den Tod. Inmitten all ihre Zerbrochenheit begegnet er ihnen. Er redet mit seinen Jüngern, gibt ihnen Mut, eine neue Perspektive. Er setzte all ihr Erleben zusammen und fügte es in seinen Plan. Und als er dann in den Himmel auffuhr wissen sie ganz genau, dass dieser Abschied nichts Endgültiges hat, sondern zu Gottes Plan gehört. Voller Freude, voller Dankbarkeit kehrten sie nach Jerusalem zurück. Zu dem Ort, wo sie dachten, dass alles vorbei ist.

Ich kann nur erahnen wie tief und überwältigend ihre Freude gewesen sein muss. Eine Freude die sie neu entbrannte, neu beflügelte und neue Kraft gab. Manchmal finden auch wir uns in den Scherben unserer Zerbrochenheit wieder. Auch uns quälen Fragen, die uns den Schlaf und jede Freude rauben. Und auch zu uns will Jesus heute kommen. Eintreten in unser Leben, egal wie es sich gerade zeigt, egal wie es sich anfühlt. Er schaut sich mit uns die Scherben an, die um uns, in uns, liegen.

Meine große Schwester hat früher unheimlich gerne gepuzzelt. Keins war ihr zu groß oder zu schwer. Für mich waren die unzähligen Teile nur Kleckse - bunt, einfarbig, manche auch einfach nur schwarz. Aber sie nahm jedes Einzelne in die Hand, und fügte sie zusammen. Sie wusste egal wie unscheinbar das Einzelne war, es wichtig ist, damit das große Ganze darin sichtbar wird.

So war es bei den Jüngern, und so ist es auch mit unseren Lebenspuzzelteilchen. Mögen sie auch noch so unnütz, überflüssig erscheinen, mal dunkel, mal hell sein. Jesus setzt sie zusammen. Schon jetzt  sieht er unser Leben als großes Ganzes, an dem am Ende ein schönes Bild herauskommt, dass mit ihm durchdrungen ist. Das kann uns mit Freude erfüllen, uns eine neue Sicherheit und Trost schenken.

Impuls - 28. Mai

Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend.
(Psalm 25,16)

Der Kranke antwortete Jesus: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!
(Johannes 5,7-8)

Helmut Kohl wird Bundeskanzler, Nicole gewinnt den Europe Song Contest, in der DDR gibt es erstmals "Rock für den Frieden " und "E.T" rührt die Herzen der Kinozuschauer. Das alles erscheint schon ewig her zu sein, genau genommen sind es 38 Jahre. Helmut Kohl ist inzwischen verstorben, Nicoles Lied - wie auch E.T. - erscheint schon fast nostalgisch und wir feierten letztes Jahr 30 Jahre Mauerfall. Vieles ist in den vergangenen Jahren passiert, denn 38 Jahre sind eine lange Zeit!

Und genau so lange plagte den Kranken sein Gebrechen. Was er genau hatte, wissen wir nicht. Es handelte sich aber sicher um eine schlimme Krankheit. Vielleicht war es eine Art Lähmung in den Beinen, bei der er auf die Hilfe von Anderen angewiesen war. Das Wasser von dem wir lesen, war damals der Teich Bethesda. Ein Heiliger Ort, denn ab und zu gingen Engel in das Wasser. Wer dann als erstes drin war wurde gesund - egal um welche Krankheit es sich handelte. Logisch, dass sich viele  Menschen dort aufhielten, um von ihren Gebrechen geheilt zu werden. Nur der Kranke war stets zu spät dran. Für ihn gab es keine Heilung.

Die Begebenheit steckt voller Details. Zum einen treffen wir auf einen Mann voller Hoffnung.  Obwohl er schon seit 38 Jahren dort verweilte - ohne dass er gesund wurde oder es zumindest schaffte, ins Wasser zu gelangen - gibt er die Hoffnung, dass er doch noch geheilt werden könnte, nicht auf . Er hält daran fest, egal wieviele Tage, Wochen, Monate und Jahre schon vergangen sind. Er gibt nicht auf. Seine Umstände haben sich nicht verändert und dennoch harrt er aus. Wieviel Hoffnung muss er in seinem Herzen haben?

Obwohl sicherlich viele Menschen an ihm vorbeigingen, ihn bestimmt belächelten oder dachten, dass er ja doch irgendwie selbst schuld ist. Das Gedankengut, dass jemand der krank ist, von Gott gestraft wurde, war alltäglich. Vielleicht gab es Momente, an denen sie ganz klein war, aber nie erloschen. Sie lies ihn durchhalten.

Was wir oben nicht lesen, ist die Frage, die Jesus dem Mann zuerst  stellte: "Willst du gesund werden?" So treffen wir auf einen Jesus, der uns anfänglich irritiert. Denn eigentlich ist es ja offensichtlich was der Mann möchte, oder? Aber - mit der Frage nimmt Jesus ihn  vielmehr als Gegenüber wahr. Er sieht ihn nicht als armen, naiven Tropf, sondern als einen Mann, der entscheiden darf, was er will. Es ist nicht nur eine große Wertschätzung ihm gegenüber, sondern Jesus schenkt ihm auch eine neue Identität. Er sieht ihn als sein geliebtes Kind, an dem er seine Herrlichkeit offenbar machen möchte und auch tut. Was ihn jahrelang geknebelt hatte, fällt ab. Seine Hoffnung wurde belohnt. Wo braucht Ihre Hoffnung eine Auffrischung? Wo ist Durchhalten gefragt? Und wo wünschen Sie sich, dass Jesus sie berührt?

Impuls - 27. Mai

Der HERR wird’s vollenden um meinetwillen.
(Psalm 138,8)

Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.
(Philipper 1,6)

Udo Lindenberg singt in einem seiner Lieder: "Eigentlich wäre ich gern anders, aber ich komm so selten dazu." Uns geht es da doch oft ganz ähnlich. Oft wären wir wirklich gern ganz anders - ausgeglichener, besonnener, vielleicht zuversichtlicher. Oder voller Glauben, aktiver oder innovativer. Sicherlich fallen Ihnen noch andere Eigenschaften ein. Eigenschaften, die wir in uns eher verkümmert wahrnehmen und dennoch wissen, wie sehr wir sie brauchen.

Wir versuchen darin zu wachsen, strengen uns an, lesen Bücher darüber, beten. Aber oft erscheint es uns, dass alle Versuche fehlschlagen. Finden wir uns in bestimmte Situationen wieder, sind diese Eigenschaften nicht - oder nur schwach - abrufbar. Zum Beispiel wenn uns unsere Kinder, Kollegen, Partner uns bis aufs Blut reizen oder nerven. Dann färben wir uns innerlich grün und werden zum Hulk. Von Besonnenheit keine Spur. Zu unserem Mangel an den Eigenschaften, stellt sich auch noch die Selbstanklage ein. Wieder haben wir es nicht geschafft, alles Ausstrecken besser zu werden waren erfolglos. Und wieder arbeiten wir hart an uns, denn es muss uns ja gelingen ..."uns"? Muss es "uns"gelingen? Oder gelingt es vielmehr Gott in uns durch seinen Geist?

Als Christen glauben wir, dass ER in uns lebt. Die Bibel spricht von Früchten seines Geistes, von Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut,Selbstbeherrschung.
Ich habe noch keinen Baum gesehen, von dem sofort schöne, große und saftige Äpfel herunterfallen. Es vergehen Monate bis ich sie ernten kann, sie brauchen Zeit um zu wachsen und zu reifen. So ist es auch bei uns. Und das Gute ist, dass Jesus selbst, der das gute Werk in uns, das Sähen seiner Früchte, durch seine Pflege auch vollenden wird. Wir müssen uns nicht noch mehr anstrengen oder uns anklagen, sondern wir dürfen ihn einladen, dass er sein Werk in uns, mit uns, vervollständigen wird.

Impuls - 26. Mai

Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.
(Psalm 14,2)

"Bei euch stehen in jedem Zimmer Bücher!", sagt meine Freundin. Und sie hat recht. Fast in jedem Zimmer unserer Bücher stehen Bücher. Wir lesen gerne und viel. Wir lieben Bücher. Nicht nur Krimis und Romane, auch unzählige Sachbücher gehören dazu. Bücher über Hühner und deren Haltung, Bienen, Hundehaltung und deren Erziehung ( ok, vielleicht sollte ich darin mal schmökern....). Aber auch viele gute, geistliche Bücher für alle Lebenslagen. Eigentlich könnte ich doch in ihnen so ziemlich alle Antworten finden.

Warum lesen wir dann in dem Psalm nicht, dass wir unsere Nasen doch in die Bücher stecken sollen, sondern, dass Gott schaut, wer klug sei nach ihm zu fragen? Kann es sein, dass wir oft besser dran wären, ihn selbst zu fragen? Natürlich helfen uns Bücher und oft redet auch Gott in ihnen durch uns. Das habe ich erlebt und werde es wahrscheinlich auch oft noch. Aber es ersetzt nicht die Beziehung, die Nähe, die sich entwickelt, wenn ich mit mit meinen Fragen zu Gott gehe. Bücher ersetzen das nicht.

Das erleben wir auch gerade in der Zeit, in der wir durch wichtige Einschränkungen von unseren Familien und Freunden räumlich getrennt sind. Daher fällt es uns ja so schwer den Abstand einzuhalten. Briefe, E-Mails, Nachrichten sind schön, aber eben doch was anderes. Uns fehlt die Nähe, das Zusammensein. Das Gefühl der Nähe und des Zusammenseins stellt sich ein, wenn wir zu Gott kommen. Mit ihm reden, beten, ihn fragen. Und mehr noch - wir erhalten Antworten, die kein Buch uns geben kann. Er, der alles erschaffen hat, ist soviel weiser als alle Bücher zusammen. Er, der uns erschaffen hat, kennt uns so gut, wie kein Buch und kein Mensch uns kennt. Würde er dann nicht alle Antworten auf unsere Fragen kennen? Daher ist es doch mehr als klug, uns an ihn zu wenden.

Impuls - 25. Mai

HERR, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.
(Psalm 5,4)

Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen für alle Heiligen.
(Epheser 6,18)

Kaffeeklatsch mit Gott. Jeden Morgen starte ich den Tag mit einer heißen Tasse Kaffee. Irgendwann habe ich mich bewusst dafür entschieden sie zusammen mit dem Herrn zu trinken. Dafür kuschele ich mich auf mein Sofa, die Tasse in der Hand, lese in der Bibel und bete.

Meine Zeit mit ihm erscheint mir oft wie ein Kaffeeklatsch, ich erzähle Gott von dem was mich an diesem Tag erwartet, was ich mir für den Tag wünsche oder was ich brauche. Ja, ich bitte ihn um vieles. Um Kraft, Weisheit, Geduld... Alles was mich bewegt, stelle ich ihm unter. Denn für unseren Gott ist keine Bitte, kein Problem zu groß oder zu klein.

Natürlich weiß ich auch, dass Gott mehr ist als ein Wunschautomat. Nicht alle Bitten erscheinen mir auch postwendend erhört, auch wenn ich es - ehrlich gesagt - gerne so hätte.
Manche erfordern meine Beharrlichkeit, was ich eigentlich nicht so gerne aufbringe und trotzdem bedarf es das manchmal. Oft frage ich mich warum das so ist. Für mich wäre doch die schnellere Lösung besser. Oder? Inzwischen habe ich erfahren, dass mich die Zeit des Wartens, die Zeit der Beharrlichkeit mehr verändert, als wenn die Lösung, die Erhörung meiner Gebete mir von Gott gleich auf einem Tablett präsentiert würde. Ich spüre das diese Zeit mich innerlich verändert. Manchmal verändern sich meine Sichtweisen darauf, meine Gefühle werden klarer oder sie erscheinen mir gereifter. Ich erkenne, dass mich diese Zeit mehr prägt, als eine schnelle Antwort.

In unserem Kaffeeklatsch hört mir Gott zu und Er weiß genau wann oder wie er auf mein Gebet reagiert. Vielleicht ist seine Reaktion oder seine Antwort ganz anders, wie ich das gerne hätte und vielleicht liegt sie sich manchmal genau darin, mich aushalten zu lassen, um mich innerlich zu formen. Darin möchte ich ihm vertrauen.

Impuls - 22. Mai

Ist denn die Hand des HERRN zu kurz?
(4. Mose 11,23)

Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?

(Matthäus 6,28-29.31)

Eigentlich stehen diese Zeilen für sich, erklären sich selbst. Eigentlich könnte ich schreiben:" Ohne Kommentar". Eigentlich sind diese Verse gerade in Zeiten von Corona ein großer Zuspruch, ein großer Trost. Eigentlich... denn uneigentlich fällt es uns immer wieder so schwer genau darauf zu vertrauen.

Darauf, dass Gottes Hand eben nicht zu kurz ist, sondern er eingreifen wird. Darauf, dass Gott uns mit allem versorgt was wir brauchen. Auch dann, wenn wir immer noch Kurzarbeit haben und noch kein Ende in Sicht ist. Warum fällt uns das oft so schwer?! "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" - stimmt das ?

Vieles hatten wir doch unter Kontrolle. Der Kitaplatz steht, Arbeitsvertrag unbefristet, Urlaub gebucht und auch beim Toilettenpapier litten wir keinen Mangel. Und dann? Dann schnippte der Virus mit den Fingern und lachte uns dabei aus. Spätestens in diesen Tagen erleben wir, dass wir gar nichts unter Kontrolle haben. Was fest war, wackelt, aus Sicherheit wurde Unsicherheit, Angst.

Wo wir doch jetzt erleben, dass wir nichts unter Kontrolle haben, ist es da nicht mal einen Versuch wert, das Vertrauen auszuprobieren? Vielleicht ist heute der Tag für Sie, sich dafür zu entscheiden. Sich zu entscheiden zu vertrauen. Oder es zu versuchen, sich darin zu üben. Erste Schritte darin zu gehen, Gott mehr Glauben zu schenken, als den Umständen um Sie herum.

Im oberen Bibeltext bei Matthäus 6, der Vers 30. fehlt eine tolle Zusage: "Wenn sich Gott so wunderbar um die Blumen kümmert, die heute aufblühen und morgen wieder verwelkt sind, wie viel mehr kümmert er sich dann um euch?"

Impuls - 20. Mai

Gott ist nicht ungerecht, dass er vergäße euer Werk und die Liebe, die ihr seinem Namen erwiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient. (Hebräer 6,10)

In Jerusalem waren wir immer mit anderen Menschen zusammen, wir genossen diese Gemeinschaft sehr. Mit dem Umzug vor sieben Jahren nach Gussow,  in ein völlig neues Umfeld, fiel das natürlich erstmal weg und wir fühlten uns ziemlich einsam. Umso mehr hatten wir uns gefreut, als wir zu einem Grillen eingeladen wurden. Viele Leute waren da, aber eine Frau kam freudestrahlend auf uns zu, hieß uns willkommen und sagte wie sie sich freute uns kennenzulernen. Das mag auf den ersten Blick nichts Besonderes sein, aber für uns war es schön und ermutigend  so wahrgenommen zu werden. Aus  dieser Begegnung wuchs eine tiefe Freundschaft, die uns heute noch verbindet. Wenn ich sie an unser Kennenlernen erinnere, weiß sie das gar nicht mehr so genau. Ich aber schon. Ich habe es nicht vergessen. Für mich war und ist es etwas Besonderes.

Oft haben wir das Gefühl, dass es nicht wichtig ist, was wir tun. Vielleicht sind wir auch enttäuscht darüber, dass sich scheinbar niemand daran erinnert, wenn wir etwas Gutes getan, uns investiert haben. Und oftmals vergessen wir es selbst oder stufen es als nicht wichtig ab. Aber Gott ist da anders. Er sagt uns heute zu, dass er nichts davon vergisst.
Als Dirk Geburtstag hatte, stellte ich ein Buch zusammen, indem die unterschiedlichsten Menschen, Freunde, Familie, Arbeitskollegen, ihm etwas schreiben konnten. Eine Freundin bedankte sich bei ihm, weil er ihr vor vielen Jahren einen Osterhasen geschenkt hatte. Auch das war auf den ersten Blick - und wahrscheinlich auch für Dirk in dem Moment - nichts Besonderes. Für sie aber schon! Sie hatte das damals in ihrer Situation so berührt, dass sie sich Jahre später noch daran erinnerte. Ein kleines Geschenk mit einer großer Wirkung.

Ich möchte Sie heute einladen, nachzudenken, wer ihnen mal etwas Gutes getan hat. Etwas, an dass sie sich heute noch erinnern können. Begegnungen, Taten, die ihnen in zeigten, dass sie nicht alleine sind, nicht übersehen werden, sondern geliebt sind. Vielleicht war es ein Anruf zu einem Zeitpunkt, der genau richtig war oder ein Strauß Blumen, eine helfende Hand oder eine Einladung zum Kaffee.  Dann rufen sie doch diese Person einfach mal an, erinnern sie daran, was für ein Segen sie für sie war. Und vielleicht fällt Ihnen heute jemand ein, dem sie etwas Gutes tun können. Mag es noch so klein erscheinen, es hat eine größere Wirkung als sie glauben.

Impuls - 18. Mai

Zachäus aber trat herzu und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück.
(Lukas 19,8)

Zachäus hatte einen nicht gerade gut angesehenen Beruf. Er war Oberzöllner, besser gesagt ein richtiger Halsabschneider, der den Leuten den letzten Shekel aus der Tasche zog. Finanziell war er natürlich gut aufgestellt. Einen Mangel zu haben, kannte er nicht. Und seine Mitmenschen die durch ihn Mangel erleiden mussten, interessierte ihn nicht. Durch seinen Reichtum stand er wohl auf der Sonnenseite des Lebens. Aber so richtig glücklich war er nicht. Seine Taschen  waren zwar voll, aber sein Herz ließ sich nicht mit Geld füllen. Irgendwo in seinem Herzen war eine Leere, ein Loch, eine Sehnsucht, die sich durch das Anhäufen von Kapital nicht stopfen ließ. Vielleicht würden die Fragen nach seinem Sinn im Leben lauter, als das Klingeln der Münzen. So laut, dass er sie nicht mehr ignorieren konnte.

Zachäus hörte von diesem Jesus. Diesem Mann, der voller Autorität und Vollmacht von Gott erzählte, der Blinde sehend, Taube hörend machte. Der Mann, der den Menschen darin begegnete wo sie waren, Ihnen einen neuen Wert schenkte. Als er erfuhr, dass Jesus in seine Stadt kam, stand für ihn fest, dass er ihn sehen, ihn hören musste.

Aber - konnte er einfach zu ihm hingehen? Würde ihn Jesus nicht einfach ignorieren? Immerhin hatte er keine reine Weste, im Gegenteil, er wusste genau, dass er Schuld auf sich geladen hatte. So kletterte er auf einen  Baum, um wenigstens diesem Jesus von weitem zuhören zu können.

Mal ehrlich, einen älteren Mann auf einem Baum zu sehen, ist schon ziemlich lustig und in seiner Stellung sicherlich auch etwas peinlich. Ihm war das scheinbar egal. Er wusste, wenn es jemanden gab, der sein Herz füllen könnte, dann dieser Mann.

Bestimmt erschrack er erstmal als Jesus zu ihm kam und ihn aufforderte vom Baum zu steigen. Sicherlich rechnete er mit allem, aber nicht damit, dass Jesus sich selbst zu ihm nach Hause einlud. Zu ihm! Dass er zu ihm kommt! Ohne Vorwürfe, ohne moralischer Predigt, einfach so, um Zeit mit ihm zu verbringen... Selbst beim Essen wurde kein Wort über sein Verhalten gesprochen. Zachäus fand in Jesus Augen keine Anklage, sondern nur Annahme und Liebe.

Er fand in ihm diesen Ort, wo er er sein konnte. Kein Geld der Welt konnte dies. Diese bedingungslose Annahme und Liebe von Jesus veränderte ihn radikal. Er gab nicht nur die Hälfte seines Vermögens den Armen, sondern gab den von ihm Betrogenen das Vierfache zurück. Sein Herz kam zur Ruhe, seine Fragen wurden beantwortet.

Und das wünschen wir uns doch alle. Glücklicherweise müssen wir nicht auf einen Baum klettern, müssen keine Angst haben zu Jesus zu kommen. Wir dürfen wissen, dass sich Jesus auch an unseren Tisch setzt, egal was wir getan haben oder wer wir sind. Auch wir dürfen in seinen Augen die Liebe und Annahme zu uns sehen und uns durch sie verändern lassen. Veränderung kostet uns manchmal etwas. Bei Zachäus war es mitunter das Geld. Was ist es bei Ihnen? Auch Geld? Oder etwas anderes? Vielleicht das Loslassen immer recht haben zu wollen, das Festhalten von Bedürfnissen, die uns eh nur auf den ersten Blick gut tun. Oder Vergebung zu lernen? Veränderung kostet etwas. Die Frage ist heute, wollen wir das?

Impuls - 18. Mai

Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
(Johannes 14,26)

Nie hätte ich gedacht, dass ich mal zu einem Lied von AC/DC weinen würde. Am Samstag war die Beisetzung des Vaters meiner Freundin. Seine Urne wurde mit einem alten Traktor zur Trauergemeinde gefahren, begleitet mit einem Lied dieser Band. Die Zeremonie war nicht nur traurig, sondern sehr bewegend. Soviel Liebe war von allen Seiten für ihn spürbar und soviel Schmerz auf ihn verzichten zu müssen. Worte vermögen nicht auszudrücken, was sein  Verlust bedeutet. Lieder, seine Lieder, vermochten dies. Und mehr noch, sie ließen ihn, in allem Abschied, lebendig werden.

In den Sprüchen finden wir die Einladung Gottes Gebote auf "die Tafeln unserer Herzen" zu schreiben. Ich glaube, dies gilt nicht nur für die Gebote sondern für all seine Worte, seine Zusagen, seine Verheißungen. Ein Rabbi sagte einst, dass wenn wir das tun, uns seine Worte auf unser Herz schreiben und unser Herz dann bricht, all seine Zusagen, all seine Verheißungen, Ermutigungen mitten in unser Herz fallen. Inmitten der Tränen, inmitten der Scherben, inmitten der Traurigkeit. Dann werden sie das tun, für was sie gesandt sind. Dann werden Sie vermögen uns zu trösten, zu ermutigen, uns helfen daran festzuhalten, dass die Sonne auch in unseren Herzen wieder scheinen wird. Sie werden in uns Wurzeln schlagen, die kein Wind, kein Sturm rauszureißen vermag.

Gott heilt die, die zerbrochenen Herzens sind und verbindet ihre Wunden. Er ist unser Hirte der bei uns ist, sein Stecken und Stab trösten uns, bei ihm finden wir Zuflucht. Jesus sagt: "In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden, Ich bin bei euch alle Tage, bis zum Ende de Welt." Seine Worte sind nicht nur Schall und Rauch sondern sie haben Bestand. Gestern, heute und für immer.

Impuls - 15. Mai

Der HERR erhörte unser Schreien und sah unser Elend, unsere Angst und Not.
(5. Mose 26,7)

Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er bei ihnen lange warten?

(Lukas 18,7)

Szenenwechsel. Männer in einem Boot. Erfahrene Männer, von Beruf Fischer. Das Boot ist ihnen vertraut, das Wasser auch. Sicherlich erlebten sie in ihrem Leben schon den ein oder anderen Sturm. Sicherlich wurden sie schon öfter durchgeschüttelt und bis auf die Knochen nass. Das gehört zu dem Leben eines Fischers dazu. Doch dann kam ein Sturm, der alles bisher erlebte auf die Spitze trieb. Er war so heftig, dass ihnen die Kontrolle über das Schiff entglitt, sie bekamen Angst. Aber einer der Männer störte der Sturm nicht. Im Gegenteil. Während das Boot umhergewirbelt wurde, lag er da und schlief. Nichts konnte ihn aus der Ruhe bringen. Weder die tobenden Wellen, noch die enorme Lautstärke des Sturms. Dieser Mann war Jesus.

Aber dann riefen ihn seine Jünger voller Angst. Jesus wachte auf und befahl dem Sturm still zu werden. Das Wasser beruhigte sich, Frieden kehrte ein. Jesus hörte seine Jünger durch den Sturm hindurch. Wenn seine Kinder rufen, hört sie der Herr.

Ein beruhigender Gedanke, dass inmitten unserer Stürme der Herr unsere Stimme hört. Auch dann oder gerade dann, wenn wir glauben er würde es nicht tun. Gott schaut nicht weg, er sieht uns in unserer Angst, in unserer Not. Er wird uns helfen.

Zugegeben, manchmal musste ich lernen, zu warten und es kam mir vor, dass Gott zu spät helfen würde. Manchmal musste ich leise werden, um ihn zu hören. Um zu hören, wie er mich ermutigt, stärkt und tröstet. Und manchmal auch ganz anders eingriff als ich es mir vorgestellt hatte. Aber er war da, er navigierte mich durch meine Stürme hindurch. Zu seiner Zeit.

Ich wünsche Ihnen, dass sie dies heute in ihrem Sturm erleben. Dass Sie trotzallem ruhig werden, seine Stimme hören, die Ihnen sagt : "Ich bin da !"

Impuls - 14. Mai

Meint ihr, dass ihr Gott täuschen werdet, wie man einen Menschen täuscht?
(Hiob 13, 9)

Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr an euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist?
(2. Korinther 13, 5)

Es war einmal vor langer Zeit, da wurde den Mönchen eines Klosters während der Fastenzeit ein Stück Fleisch geschenkt. Natürlich wollten sie es essen und damit Gott nicht merkte, was es ist, hackten sie das Fleisch klein, vermischten es mit Kräutern und Spinat und ummantelten es mit einem Nudelteig. Es wurde "Herrgottsbescheißerle" genannt. Wir kennen es unter dem heutigen Namen " Maultaschen".

In meiner Heimat sind sie ein traditionelles Gericht und fast jeder kennt diese Geschichte. Sie lädt zum Schmunzeln über die Mönche ein, die wohl wirklich dachten sie könnten Gott damit täuschen.
Wenn wir unser Herz erforschen, stoßen wir auf die verschiedensten Dinge. Wir finden Lustiges, Trauriges, Schönes und weniger Schönes.

Wir entdecken Gefühle, Verhaltensmuster, die wir am liebsten sofort vor die Tür setzen würden. Da das nicht geht, versuchen wir alles, damit Keinem auffällt, wie es in uns aussieht. Wir versuchen unsere  Mitmenschen auszutricksen. Wir versuchen stärker zu wirken, als wir wirklich sind, lustiger, unkomplizierter oder auch eigenständiger.

Und wenn wir ehrlich sind, dann geht es uns mit Gott - bewusst oder unbewusst - manchmal auch so. Wir geben vor, mehr Vertrauen zu haben, mehr Glauben oder dass Zweifel nicht existieren. Aber kopfschüttelnd wissen wir, dass es wie bei den Maultaschen nicht funktioniert, ist es überhaupt einen Versuch wert? Notwendig ist er nicht. Denn - Jesus lebt in uns! Er lässt sich nicht täuschen, er kennt jeden kleinsten Winkel in unserem Herzen. Kein Gefühl ist ihm fremd.

Und trotzdem bleibt er da! Wir können darauf vertrauen, dass Jesus mit uns in unserem Herzen Inventur machen möchte. Vielleicht muss Manches raus, Anderes heil gemacht und wiederum Neues gepflanzt und gepflegt werden. Frühjahrsputz, Inventur, ganz egal. Mit dem Herrn lohnt es sich allemal. Haben Sie Lust innerlich die Ärmel hochzukrempeln und mit ihm ans Werk zu gehen?

Impuls - 13. Mai

Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.
(1. Könige 8, 39)

Unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort.
(2. Thessalonicher 2, 16-17)

In unseren Gästehäusern beherbergen wir die unterschiedlichsten Gruppen, z.B. Chöre, Freizeiten, Familienfeiern, Vereine und natürlich Kindergartengruppen und Schulklassen. Vor ein paar Jahren hatten wir eine sehr tolle Grundschulklasse zu Besuch, mit der wir einen engeren Draht und viel Spaß hatten. Es war die Zeit der Europameisterschaft 2016 und das Halbfinale Deutschland gegen Frankreich stand an. Wir versuchen solche Spiele mit Hilfe einer Leinwand und eines Beamers  zu zeigen, um es auch allen Gästen zu ermöglichen zuzusehen.

Von der Lehrerin und mir bekamen die Kinder noch unsere Flagge auf die Backe gemalt und es konnte losgehen. Leider wurde relativ schnell klar, das Deutschland unterlegen war, so stand es in der Halbzeit schon 2:0 für Frankreich.

In der Pause kam Tim zu mir, er fragte mich traurig: " Steffi, was machen wir denn jetzt?". Ich seufzte, legte meinen Arm um ihn und antwortete nicht gerade theologisch richtig:"Jetzt können wir nur noch beten!".

Plötzlich schaute mich Tim mit großen, strahlenden  Augen an und sagte: " Steffi, du das stimmt echt mit Gott. Ich geh in die Kirche, echt jetzt, ich bin echt heilig." Ich musste lachen und nahm ihn in den Arm und sagte:" Ja, Tim das stimmt, du bist wirklich heilig!"

"Heilig" wird auch oft mit "zu Gott gehörend" beschrieben. Für Tim war ganz klar, dass er heilig, dass er zu Gott gehört. So klar dass er  es auch einfach fröhlich rausposaunte. In diesem Moment war das Fußballspiel vergessen. Wir beide strahlten, weil wir beide wussten, dass es etwas weit Größeres gibt als das Spiel. Wir wussten, wir gehören zu Gott.  Und wenn wir zu Gott gehören, dann kennt ER unsere Herzen genau und ER wird es trösten auch wenn es "nur" aufgrund eines verlorenen Fußballspiel weint.

Impuls - 12. Mai

Bitte, was ich dir geben soll! Salomo sprach: Du wollest deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, dass er dein Volk richten könne und verstehen, was gut und böse ist.
(1. Könige 3, 5.9)

Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, sodass ihr prüfen könnt, was das Beste sei.

(Philipper 1, 9-10)

"Bitte was ich dir geben soll!" Das ist doch mal eine tolle und verlockende Aufforderung! König  Salomons Antwort hingegen überrascht mich. Er hatte ein großes  Volk zu regieren, was sicherlich ziemlich anstrengend  war und einige Herausforderungen und Probleme mit sich zog. Mir wäre da schon das ein oder andere eingefallen. Vielleicht die derzeitigen Probleme, hätte vielleicht um eine gute Ernte gebetet, damit auch jeder genug zu essen hat. Oder darum, dass Frieden herrschen wird, keine versteckte Meuterei sich anbahnt.

Aber Salomo bittet um ein gehorsames Herz. Ein Herz das auf Gott ausgerichtet ist, ein Herz dass ihn hört. Das Gott ihm zeigt, was gut, was böse ist. Ich frage mich, was unsere Politiker derzeit bitten würden. Auch Sie sehen sich großen Herausforderungen und großen Problemen gegenüber. Auch sie regieren über viele Menschen und gerade in der Corona-Zeit gibt es viele ungelöste Fragen.

Was würden sie antworten?  Würden Sie um sofortige Lösungen bitten? Um ein Eingreifen, den passenden Impfstoff, das nötige Geld, Einsicht der Bevölkerung? Aber um ein gehorsames Herz? Würden sie darum bitten? Und mit Verlaub, Sie wissen doch eh genau was gut und böse ist. Oder?

Salomo unterstellt sich in allem Gott. Er ist sich seinen Grenzen bewusst und weiß wie sehr er von Gott abhängig ist, wie sehr er ihn braucht. Gott erhörte Salomon. Er gab ihm Weisheit wie kein andere König sie hatte, von allen Seiten kamen Menschen, Könige zu ihm, um von seiner  Weisheit zu hören, um sich Rat einzuholen. Und auch finanziell war es um ihn mehr als gut gestellt. Nah an Gott zu sein, sich immer wieder nach ihm auszustrecken, segnete ihn in allen Bereichen.

Wäre es da nicht auch für unsere Politiker lohnenswert, sich Rat und Kraft bei dem einzuholen, für den nichts unmöglich ist, der selbst alles erschaffen hat? Nicht nur ihnen, auch uns täte es sicherlich mehr als gut. Trauen wir uns?

Impuls - 11. Mai

Gott, wir haben mit unsern Ohren gehört, unsre Väter haben’s uns erzählt, was du getan hast zu ihren Zeiten, vor alters.
(Psalm 44, 2)

Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu.
(Lukas 10, 39)

Wir sind wieder am Anfang der Woche. Während dem wir vielleicht schon die ersten oder nächsten Arbeitsschritte planen, die vor uns liegen, lesen wir von einer Frau die genau das Gegenteil macht. Maria sitzt zu Jesus Füßen und hört ihm zu. Von Arbeit keine Spur. Schauen wir kurz mal genauer in diese Begegnung.

Wer Maria kennt, weiß, dass sie eine Schwester hatte. Martha. Sie finden wir nicht bei Jesus, denn
während ihre kleine Schwester bei Jesus sitzt, ist sie diejenige, die arbeitet. Jesus ist nicht alleine bei den zwei Schwestern, sondern hat seine Jünger mitgebracht. Sie sind zum Essen eingeladen und Martha ist damit beschäftigt, das Essen vorzubereiten und aufzutragen. Wer schon mal 13 junge Männer zu Gast hatte, weiß was die verputzen können. Und dann ist es auch nicht irgendwer der da sitzt, sonden Jesus! Da sollte bestimmt etwas besonders Leckeres auf der Tafel stehen. Selbstredend wie viel Arbeit das bedeutet. Anstatt ihrer Schwester zu helfen, hat Maria aber nichts Besseres zu tun, als zu "gammeln".

Nur zu verständlich, dass Martha das ärgert. Sie geht zu Jesus hin und beschwert sich darüber. Was meinen Sie, wie Jesus reagiert?

Jesus reagiert, wie sooft, völlig anders als erwartet. Er schickt Maria nicht zu Martha um ihr zu helfen, wie wir das vielleicht machen würden, sondern nimmt sie in Schutz. Lässt sie bei sich sitzen. Was auf den ersten Blick vielleicht Martha gegenüber gemein erscheint. Aber Maria darf ihm zuhören. Jesus weiß wie wichtig dass ist und wieviel Kraft sie daraus schöpfen wird, wenn es auch für sie wieder an die Arbeit geht.

Der Sonntag liegt hinter uns. Der Tag es Herrn. Der Tag, an dem er uns Ruhe "verordnet" hat. Mehr noch, uns dazu ermutigt, Zeit mit ihm zu verbringen. Uns zu ihm zu setzen, ihm zuzuhören. Um uns zu stärken für die Woche. Jesus weiß, dass es uns unheimlich gut tut, mehr als das emsige Arbeiten, dass uns oft davon abhält. Natürlich hat alles seine Zeit und das Arbeiten gehört auch zum Leben. Aber das was wir hören, bestimmt unser Handeln.

Und im Hören auf Gott wird der Anfang gelegt wird, um gestärkt in den Tag, in die Woche, in die Arbeit zu starten. Das kann z.B. durch Bibellesen geschehen oder durch das Anhören von Predigten. Das Tolle ist, dass es unzählige Gemeinden gibt, die es uns das online ermöglichen. Selbst dann, wenn wir es gestern vielleicht versäumt haben.

Impuls - 8. Mai

HERR, lass mir deine Barmherzigkeit widerfahren, dass ich lebe.
(Psalm 119,77)

Die Schwiegermutter Simons aber lag darnieder und hatte das Fieber; und alsbald sagten sie Jesus von ihr. Und er trat zu ihr, ergriff sie bei der Hand und richtete sie auf; und das Fieber verließ sie.
(Markus 1,30-31)


"Wunder gibt es immer wieder, heute oder morgen können sie geschehn", so sang Katja Ebstein vor vielen Jahren. Wir alle sehnen uns nach Wundern. Wunder in unserem Leben.

Heute früh schlüpfte bei unserer Paula das erste Küken. Für mich ist es immer wieder ein Wunder wie aus so einem kleinen, leblosen Ei plötzlich so ein süßes, kleines Büschel Federn schlüpft. Ganz ohne Zutun, einfach durch die Nestwärme der Henne. Ok, der Hahn hatte auch seinen Anteil. Trotzdem bleibt es ein kleines Wunder. Ein Wunder das Leben hervorbringt.

Fieber hatte die Schwiegermutter Simons ans Bett gefesselt. Die Begegnung mit Jesus war ein  Wunder und Leben zugleich. Und ich glaube, danach war ihr Leben nicht mehr wie es vorher war. Wahrscheinlich hätte sie mit Katja Ebstein im Duett gesungen. Aber da sie ja noch lange nicht geboren war, hat sie bestimmt  alleine von dem Wunder gesungen, das ihr widerfahren war. Und sicherlich hat sie es auch allen erzählt. Es war etwas Besonderes, noch nie da gewesen.

Haben Sie schon mal ein Wunder erlebt?
Vor vielen Jahren wollten mein Mann und ich an einem Eheseminar teilnehmen, das über eine ganze Woche ging. Auch wenn wir beide dachten, dass es gut für uns wäre, war es uns zu teuer. Nach vielen kleinen Wundern (z.B. kam die Mail, in der wir absagten, nicht an), sagte  Dirk: "Wenn der Herr will, dass wir hingehen, dann muss er uns auch das Geld dazu geben."

Am nächsten Tag lag in unserem Briefkasten ein Kuvert mit  500€! Wir haben bis heute keine Ahnung, wer uns da beschenkt hatte, und ein Wunder möglich machte. Vielleicht sind sie heute jemand, durch den der Herr ein Wunder tun möchte? Es müssen ja nicht gleich so hohe Geldbeträge sein. Vielleicht kommt ihnen plötzlich in den Sinn, jemandem was Gutes zu tun. Blumen zu schenken, einen Kuchen zu backen, anzurufen...

Vielleicht ist das für denjenigen ein Wunder, weil er sich genau das wünschte oder gebraucht hat. Es bedarf nicht immer eines großen Wunders. Vielleicht reicht auch ein kleines, gelbes, piepsendes  Federknäul, das uns zeigt, dass hinter allem ein großer Gott steht.

Impuls - 7. Mai

Du bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte.
(Nehemia 9,17/ZUB)

Sind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.
(2. Timotheus 2,13)

Nein, Gott kann sich selbst nicht verleugnen und ich glaube, dass würde er auch nicht wollen. Gott steht zu seinem Wort, er steht zu seinen Menschen. Und das selbst dann, wenn wir untreu sind. Seine Vergebung kennt keine Grenzen, seine Gnade, Barmherzigkeit und seine Güte ist nicht an Bedingungen geknüpft. Eine enorme Zusage. Ein festes Versprechen.

Wenn ich einen Regenbogen sehe, dann fällt mir das jedes Mal wieder ein. Denn leider bedarf es manchmal dieses Farbenspiels im Himmel, um mich daran zu erinnern. Eigentlich, Entschuldigung, ist das doch doof. Eigentlich wünsche ich mir, dass ich nicht daran erinnert werden muss, sondern mir Gottes Wesen immer bewusst ist. Und trotzdem muss mich Gott von Zeit zu Zeit darauf hinweisen.

Wie geht es Ihnen damit? Ist es Ihnen immer bewusst wie Gott zu Ihnen steht? Das er Ihnen gerne vergibt?

Wir Menschen scheinen allzu schnell zu vergessen, welchen Schatz wir in Jesus haben. Umso berührender, dass ER uns dennoch nachgeht, uns darauf hinweist und zwar egal, wie es uns gerade geht, wo wir gerade feststecken. Und wenn in uns der Regen und der Sturm tobt, dann schenkt ER uns einen Regenbogen. Spricht uns zu, dass sein "Ja" über unserem Leben nicht wankelmütig ist. Er erinnert uns an seine Vergebungsbereitschaft.

Möge ER selbst uns heute unsere Augen öffnen, um seinen Regenbogen, sein Versprechen zu uns, zu sehen.

Impuls - 6. Mai

Ich will die Finsternis vor ihnen her zum Licht machen und das Höckerige zur Ebene.
(Jesaja 42, 16)

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, auf dass es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
(Lukas 1, 78-79)

Seit 30 Jahren trage ich nun schon eine Brille. Gleich zu Anfang meiner Karriere als Brillenträgerin wurde deutlich, dass meine Augen ziemlich schlecht sind. Selbst bei den großen Lesetafeln konnte ich nichts lesen, egal wie ich mich angestrengt hatte. Ich las Zahlen anstatt Buchstaben und hab es nicht mal gemerkt. Ohne Brille bin ich ziemlich blind. Licht alleine hilft mir leider nicht, ich würde trotzdem gegen Türen laufen, über alles Mögliche stolpern, Menschen nicht erkennen, mich nicht zurecht finden.

Und genau das verspricht uns auch der Herr. Selbst das Höckerige wird er eben machen. Aus dem Weg räumen, was uns zu Fall bringen könnte. Da wo wir in einem dunklen Tal sitzen, wird er uns besuchen, unsere Füße auf dem Weg des Friedens führen. Zwei wichtige Zusagen , die wir alle brauchen. Licht in uns, in unseren dunklen Gedanken, in unsere innere Sorgenfabrik, damit sie bankrott gehen kann. Wir brauchen Frieden in uns und oft auch mit uns und mit anderen.

Vielleicht lesen Sie gerade diese Zeilen und Ihnen fällt sofort ein, wo Sie Gottes Licht und seinen Frieden benötigen. Gerade heute. Gerade jetzt. Dann möchte ich Ihnen Mut machen, Jesus dorthin einzuladen. Er hat kein Problem damit, sondern er wünscht sich, uns darin zu begegnen.

"Jesus ich danke dir, dass du da bist. Du bist kein Gott der irgendwo in der Ferne thront, sondern du bist hier. Bei mir. Deine Berührung brauche ich heute, dein Licht, dass die Dunkelheit in mir vertreibt. Deine Hand, die mir hilft aufzustehen, mit der Gewissheit, dass deine Hand mich hält, führt und leitet. Du kennst die Stellen in mir, die Gedanken, die rastlos sind und mir keine Ruhe gönnen. Erfülle du mich heute mit deinem Frieden, der größer ist als meine Gedanken. Meine Schwächen, meine Ängste. Dir befehle ich mich an. Amen"

Impuls - 5. Mai

Gott breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meers. Er macht den Großen Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens.
(Hiob 9, 8.9)

Wir können den oberen Text in einem Buch in der Bibel lesen, das ziemlich herausfordernd ist. Hiob.
Auch in unserem Sprachgebrauch ist er zu finden. Eine "Hiobsbotschaft" haben bestimmt schon viele erhalten. Eine Nachricht, die unsere Welt ins Schwanken bringt. Gerade jetzt sind die Tagesthemen gefüllt mit einer Hiobsbotschaft nach der anderen. So erging es auch Hiob selbst. Als vermögender Mann verlor er alles was ihm lieb und teuer war. Seine Kamel- und Rinderherden werden geplündert, oder verbrennen, seine Knechte werden niedergemetzelt, sieben Söhne und drei Töchter sterben. Und seit Körper ist voll mit schrecklichen Geschwüren, so dass er außerhalb des Dorfes in einem Abfallhaufen sitzen muss.

Seine Lebensgeschichte ist schrecklich, und es lohnt sich, sie ganz zu lesen. Wir lesen von einem Mann, der zwar alles verlor, aber dennoch an seinem Gott festhielt. Auch dann wenn sogar seine Frau ihm den Vogel zeigte, sich Freunde abwandten. "Gibt es einen Gott, wenn er so was zulässt?".

Hiob durfte erleben, wie Gott ihn wieder ins Leben zurück holte. Wie er ihn wieder segnete, was er verloren hatte, bekam er doppelt zurück. Es ist keine "Ende gut, alles gut"-Geschichte, sondern sie zeigt uns auf, dass für Gott nichts unmöglich ist. Sondern, dass er so viel Größe ist, als dass wir es jemals erfassen können. Er ist der Ursprung allen Lebens, der Anfang und auch das Ende. Alpha und Omega. Alles hält er in seiner Hand, nichts ist ihm verborgen.

Fällt es Ihnen leicht das zu glauben? Wo fällt es Ihnen heute schwer? Ich möchte Sie einladen, ihm ihre Antworten hinzuhalten. Er verspricht uns, dass wenn wir ihn suchen, er sich finden lässt. Gerade in Hiobsbotschaften. Finden Sie es heraus.

Impuls - 4. Mai

Die er aus den Ländern zusammengebracht hat von Osten und Westen, von Norden und Süden: Die sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut.
(Psalm 107, 3.8)

Montag. Wir starten in eine neue Woche, und diese  beginnt damit, dass wir angehalten sind, zu danken. Ich sitze gerade in unserem Garten. Die Vögel zwitschern, die Hunde liegen entspannt neben mir und die Hühner gackern munter vor sich hin. In solchen Momenten fällt es mir nicht schwer dankbar zu sein. Dankbar für das schöne Wetter, was mir ermöglicht draußen zu sitzen und überhaupt einen Garten zu haben, in dem ich sitzen kann. Dankbar über so eine Idylle, fern ab vom Trubel einer Stadt.

Natürlich gibt es noch viel mehr Gründe Gott zu danken. Leider scheinen sie manchmal verschüttet zu sein. Andere Dinge liegen obenauf und verschütten den Blick. Aber genau in solchen Zeiten ist es wichtig, dass wir lernen, den Blickwinkel wieder zu ändern. Uns bewusst zu machen wofür wir alles dankbar sein können. Manchmal ist das eine echte Herausforderung, die uns eben nicht immer leicht fällt. Dankbarkeit bekommen wir nicht in die Wiege gelegt, wir müssen sie erlernen. Vielleicht erinnern Sie sich noch, als Sie klein waren und Ihre Eltern sie ermutigten, wenn Sie etwas bekommen hatten: "Wie sagt man?".

Schon David betete einst um ein dankbares Herz. Auch er wollte sich dafür entscheiden, sein Leben aus einer dankbaren Perspektive heraus zu sehen. Dankbarkeit schärft unseren Blick, das Gute zu sehen, auch gerade dann wenn es mal nicht so rund in unserem Leben läuft. Unser Herz wird verwandelt, das Schwere in uns, verliert an Macht und wird kleiner.

Es gibt so vieles für was wir danken können. Für unsere Gesundheit, für unsere Familie, unseren Arbeitsplatz. Für unsere Freunde, die zu uns stehen, für das Dach über unseren Köpfen. Dankbar für unser tolles Gesundheitssystem oder die vollen Regale in den Läden... Für jeden gibt es andere Gründe. Wenn wir Gott bitten uns unsere Augen für seine Güte zu öffnen, wird er unseren Blick dafür schärfen. Deshalb lade ich Sie ein, sich zu fragen, für was sind Sie heute dankbar?

Impuls - 30.4.

Gott ist dennoch Israels Trost für alle, die reinen Herzens sind. (Psalm 73,1)

Als ich diesen Vers las, stolperte ich sofort über "reinen Herzens". Gott schenkt denen Trost die reinen Herzens sind.

Biblisch ist das Herz der Sitz unserer Gedanken, Gefühle. Auch unser Verstand und die Weisheit findet sich darin. Genauso wie unser Willen. Positiv, wie auch negativ. Unser Herz ist sowas wie unser innerer Kompass. Unser Tun hat hier seinen Ursprung.

Wenn ich mein Herz so anschaue, frage ich mich, ob ich ein reines Herz habe? Um ehrlich zu sein, finde ich da schon den ein oder anderen Krater. Gefühle, die oft mein Handeln begleiten, sind alles andere als rein.

Und vielleicht ist es Gott deshalb auch so wichtig, dass wir uns mit unserem Herzen auseinanderzusetzen. Mit den Kratern in uns, den blinden Flecken. Immerhin finden wir in der Bibel 876 Stellen über das Herz.

Ich glaube nicht dass es Gott nur darum geht, dass unser Herz möglichst schnell rein von schlechten Gedanken wird. Im Laufe unseres Lebens wird das Herz von unseren Erfahrungen geprägt. Und jede Erfahrung bringt auch Gefühle mit sich. Manche davon sind toll, andere hingegen schwer und bitter. Ich glaube vielmehr, dass ER genau weiß, dass uns die blinden Flecken, die Kratern, von dem Leben abschneiden, dass ER sich für uns gedacht hat. Und wenn wir ehrlich zu uns sind, dann wissen wir selbst, dass uns vieles einfach nicht gut tut. Hass frisst uns auf, Neid vermittelt uns dauernd zu kurz zu kommen ... die Liste davon ist unendlich, aber egal was es ist, es hilft uns nicht weiter, drückt uns eher zu Boden.

Wenn wir beim Bild des inneren Kompass bleiben, stellen wir fest, dass vieles was wir tun, einer falschen Motivation heraus entspricht. Weil unser Herz vom Leben geprägt ist. Aber was würde passieren wenn wir es von Gott prägen lassen? Wenn wir ihn einladen, unser Herz mit allem drum und dran anzuschauen, um es von ihm prägen zu lassen?

Impuls - 29. April

Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu.
(Prediger 9, 10)

"Schaffe, schaffe, Häusle baue." Mit diesem Motto bin ich in Süddeutschland aufgewachsen. Aber auch darüber hinaus,ist dieses Sprichwort bekannt. Gerade in einer leistungsorientierten Gesellschaft ist es nicht leicht, dem nachzukommen. Viel wird von uns erwartet, viel abverlangt. Dem Leistungsdruck standzuhalten, zwingt uns oft auf die Knie. Und leider zerbrechen wir auch oft daran.

Und jetzt lesen wir auch noch, dass wir alles was uns vor die Hände kommt, auch tun sollen. Vielleicht gerade jetzt, wo wir uns doch gerade wieder aufgerappelt haben. Ein neuer Auftrag. Na toll. Muss das sein?

Wenn wir aber genau lesen, dann birgt dieser Satz etwas sehr Interessantes. Denn es heißt "mit deiner Kraft". Interessant, aber vielmehr auch entspannend. Ich darf die Sachen, Dinge, Herausforderungen tun, aber mit "meiner" Kraft. Mit der Kraft die ich gerade habe. Nicht mit der Kraft die ich gerne hätte oder die Menschen in meinen Umfeld gerade haben, sondern mit "meiner" Kraft. Ich muss mich nicht quälen, nicht mit anderen vergleichen, die mehr Power haben sondern ich darf mit meiner Kraft "schaffen". Mit der Kraft, die ich gerade habe, nicht mehr nicht weniger. Das genügt .

Impuls - 28. April

Lauft so, dass ihr den Siegespreis erlangt.
(1. Korinther 9, 24)

Mein Mann und ich sind beide Läufer. Zusammen sind wir schon den einen oder anderen Marathon gelaufen. Manche waren gut, andere haben uns alles abverlangt. Einfach war es selten und trotzdem war es hinter der Ziellinie immer ein großartiges Gefühl die Kilometer geschafft zu haben.

Als wir in Jerusalem lebten, sind wir einmal mit unserem ganzen Team gelaufen. Für unsere zwei Volontäre war es der erste Wettkampf. Eine besondere Herausforderung in einem anderen Lande, in einem anderen Klima, mit etlichen Höhenmetern. Wir waren alle ziemlich aufgeregt. Dadurch dass Dirk und ich früher starteten, waren wir früher im Ziel. So warteten wir auf unsere zwei Mitläuferinnen. Bei einer Volontärin waren wir uns alle etwas unsicher, ob sie es schaffen wird. Aber endlich sahen wir sie und wir feuerten sie lautstark an durchzuhalten, weiter zu laufen, bald hätte sie es geschafft! Und sie hat es geschafft! Total verschwitzt schloss ich sie im Ziel in die Arme. Wir waren alle so stolz.

Abends beim Sabbatessen erzählten wir uns gegenseitig wie der Lauf für Jeden war. Anfangs voller Euphorie starten wir los, alles läuft prima. Dann gibt es Etappen, die so lang erscheinen, die schwer und anstrengend sind, uns die Puste ausgehen lässt, und nur der pure Gehorsam oder die Disziplin lässt uns weiterlaufen. Dann wieder treffen wir unterwegs Menschen, die uns ermutigen, uns zurufen, helfen durchzuhalten. Auch dann wenn wir uns schnaufend fragen, ob sich das alles überhaupt lohnt.

Und wir erinnerten uns daran, dass Paulus auch von einem Lauf des Glaubens schrieb. Der Lauf des Glaubens ähnelt da schon sehr einem Marathon. Denn im Glauben ist das oftmals genauso. Manchmal erscheint es uns so leicht zu glauben, dann wiederum erleben wir Wüstenzeiten, Dürre im Herzen. An Gott festzuhalten fällt schwer. Und selbst wenn wir Menschen treffen, die uns darin stärken, laufen müssen wir selbst.

An diesem Abend wurde uns klar, dass egal wie anstrengend unser persönlicher Lauf ist: Am Ende, in der Zielgeraden steht dann nicht mehr das Team das anfeuert sondern die himmlischen Heerscharen jubeln uns zu! Es steht nicht "Ziel" am Ende, sondern "Zuhause ". Und nicht die verschwitzte Steff steht da, sondern Jesus selbst, der uns in seine Arme  nimmt und zu uns sagt : "Du hast es geschafft, ich bin so stolz auf dich !"

Impuls - 27. April

Ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
(Römer 8,15)

"Mensch Papa!", seufzt mein Neffe, indem er dabei  theatralisch die Augen rollt. Nein, mein Schwager hat keine Lust zum 100 mal "UNO" mit ihm zu spielen. "Mensch Papa".

Ich selbst bin ohne Vater aufgewachsen, kann mir aber sehr gut vorstellen, zu welcher Gelegenheit ich auch "Mensch Papa" rufen würde. Und ja, bestimmt würde ich auch oft die Augen verdrehen. Ihnen geht es da sicherlich ähnlich. Die Art und Weise wie wir unsere Väter ansprechen, ist verschieden. Von schmunzelnd, bis traurig, wütend oder auch resignierend. Die Bandbreite ist groß.

Schwierig ist es auch, wenn wir kein gutes Bild eines Vaters haben. Und dennoch sehnt sich Gott danach diese Rolle, diesen  Platz  in unserem Leben auszufüllen. Sie sind eingeladen, sich mit ihm auf den Weg zu machen, herauszufinden was das für sie bedeutet, wie es sich für sie anfühlt, einen Vater zu haben auf den sie sich 100% verlassen und vertrauen dürfen. Er selbst hat sie dazu erwählt. Das anzunehmen ist manchmal ein langer Weg, aber er wird sich lohnen.

Gott selbst weiß, was sie für ein Bild des Vaters Sie haben, er hilft Ihnen dabei, es Stück für Stück abzutragen und ihn als einen Vater kennenzulernen, wie Er es sich gedacht hat, und wie Er es sich für sie wünscht zu sein.

Als Kind Gottes habe ich einen Vater, der zwar nicht UNO mit mir spielt, aber immer ein offenes Ohr, ein offenes Herz für mich hat. Mich ermutigt, stärkt, mir die Tränen abwischt, manchmal auch ermahnt. Der mich zum Lachen bringt, mich versorgt, mir immer wieder hilft. Seine Geduld ist grenzenlos.

Egal wie sie heute zu Gott, ihrem Vater im Himmel, kommen. Schmunzelnd, traurig, glücklich,
Hauptsache sie kommen zu ihm.

Impuls 24. April

HERR, gedenke doch an deinen Bund mit uns und lass ihn nicht aufhören!
(Jeremia 14,21)

Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.
(1. Korinther 1,9)

Die ganze Bibel ist voll von Aussagen Gottes, die im Verlauf der Zeit in Erfüllung gehen. Von einigen prophetischen Aussagen aus dem Alten Testament lesen wir schon im Neuen Testament, dass sie sich bewahrheitet haben. So ist zum Beispiel vieles von Jesu Leben und Sterben schon im Alten Testament berichtet worden. Und auch bei Gottes Geschichte mit seinem Volk können wir immer wieder die Erfüllung früherer Aussagen Gottes erkennen.

Gott ist sich und seinem Wort treu. Und so kann auch ich ganz persönlich Gottes Aussagen über mich annehmen und glauben, weil ich weiß, dass Gott zu seinem Wort steht. Auch mein eigenes Verhalten, in dem ich so oft vor Gott weglaufe, in dem ich Gott auch immer wieder verleugne, kann an Gottes Treue nichts ändern. Ich darf immer wieder umkehren und zu Gott kommen. Denn Gott steht zu mir, er ist treu, selbst wenn ich untreu bin.

Impuls - 23. April

Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.
(Hebräer 10,35)

Gerade hat mich die Nachricht erreicht, dass der Vater einer Freundin plötzlich verstorben ist. Einfach so und einfach nur schrecklich. Worte erscheinen sinnlos und drücken nicht im Entferntesten aus was sie eigentlich sollten. Zurück bleibt ein gebrochenes, weinendes Herz.

"Werft euer Vertrauen nicht weg" lesen wir, seufzend frage ich mich, ob das nicht zuviel verlangt ist.
Viele von uns kennen Momente und Zeiten, wo uns der Boden unter den Füßen weggerissen wird, unser Herz in 1000 Stücke zerbricht, nichts mehr ist wie es war. Das, was wir fest geglaubt haben, wird nochmal neu durch buchstabiert...

Zu glauben fällt schwer und dann auch noch zu vertrauen, ist eine noch größere Herausforderung. Und dennoch ermutigt Gott uns, unser Vertrauen eben nicht wegzuwerfen sondern festzuhalten. "...welche eine große Belohnung hat."

Natürlich können wir uns jetzt fragen wie diese Belohnung den aussieht. Vielleicht besteht sie darin, im Festhalten des Vertrauens zu spüren, dass wir eben nicht zerbrechen sondern zurück ins Leben finden werden. Vielleicht besteht sie auch in der Voraussicht, dass wir im Himmel völlig heil werden und uns der Herr wie versprochen jede einzelne Träne von unserem Gesicht abwischen wird?

Jesus selbst weiß, was leiden ist. Er selbst hat es erfahren. Und egal wie und worin die Belohnung liegt, ich will mich dazu entscheiden mein Vertrauen in ihm festzuhalten, erleben wie Jesus selbst mir die Kraft dazu gibt. Jeden Tag neu.

Wo es uns schwer fällt, lasst  uns, uns gegenseitig immer wieder ermutigen, füreinander glauben, uns tragen und halten. Bis wir es selbst wieder glauben können. 365 mal steht in der Bibel "Habt keine Angst, fürchtet euch nicht !" Täglich ein neuer Zuspruch, denn jeder Tag bringt das seine, und vielleicht brauchen wir jeden Tag diese Zusage von Gott.

Impuls - 22. April

Ich schwor dir’s und schloss mit dir einen Bund, spricht Gott der HERR, und, du wurdest mein. (Hesekiel 16,8)

Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. (Galater 3,26)

In Gummistiefel durch eine große Pfütze hopsen, Schneeflocken mit offenem Mund einfangen, oder einen Schneeengel im  Schnee machen, Schlüsselblumen pflücken, Kirschkernweitspucken, Brausepulver aus der Hand schlecken...die Liste von Dingen, die ich als Kind gern gemacht habe, ist lang. Aber das ist natürlich nicht alles was ein Kind ausmacht. Ein Kind schenkt Vertrauensvorschuss, verlässt sich auf ihre Eltern oder Bezugspersonen, ist neugierig, mutig, für Abenteuer zu haben. Es ist begeisterungsfähig, probiert aus. Selbst wenn es dann manchmal in die Hose geht... Ein Kinderlachen lässt die Sonne aufgehen.

Gott selbst nennt uns "sein". Er selbst hat uns durch Jesus zu seinen Kindern gemacht. In seine Familie aufgenommen. Ich will Gottes Kind sein, aber dabei nicht kindisch. Kindisch wäre zum Beispiel schnell beleidigt zu reagieren, wenn etwas nicht so läuft, eh ich mir das wünsche. Sauer zu sein, wenn ich nicht das bekommen was ich will... Auch da gibt es sicher noch mehr Beispiele.

Auch wenn ich nicht so sein will, ertappe ich mich doch manchmal genau so zu empfinden. Obwohl ich weiß, dass auch ich meinem Neffen nicht alles gebe, was er will. Nicht um ihn zu strafen, sondern oft um ihn zu schützen (mit fünf Jahren Auto zu fahren, ist sicherlich keine gute Idee). Auch ich bin darin unterwegs.

Ich wünsche mir Kind zu sein: Vertrauensvoll, mutig, neugierig, lustig, vielleicht auch schelmisch...und in all dem will ich Gott begegnen, und erleben was es heißt zu seiner Familie zu gehören.

Wo fällt es Ihnen heute leicht, Gottes Kind zu sein?

Und wo verhalten Sie sich manchmal kindisch?

Impuls - 21. April

Sie zogen Daniel aus der Grube heraus, und man fand keine Verletzung an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut. (Daniel 6,24)

Ist es so einfach? Wer Gott vertraut, kommt ohne Schaden aus der gefahrvollen Zeit heraus? Vertraue ihm nur wirklich – und du wirst nicht krank?

Von den ersten Jüngern bis heute haben unzählige Christen eine andere Erfahrung gemacht. Sie wurden um ihres Glaubens, ihres Vertrauens auf Gott willen verspottet, verraten, gefoltert, wilden Tieren vorgeworfen, umgebracht. Menschen haben Gott vertraut – und wurden dennoch todkrank, wurden nicht vor Unfällen bewahrt, nicht vor Leid und Tod. Zwar gibt es auch viele Bewahrungserfahrungen, aber die Regel ist das nicht.

Dennoch haben ganz viele mitten im Leid eine andere Erfahrung gemacht: Gott ist trotzdem da. Und er gibt, was niemand uns nehmen kann: Seine Liebe, in der wir in Ewigkeit mit ihm verbunden sind. Deshalb kann kein Leid, kein Tod uns von ihm trennen. Das gibt mir Halt. Auch jetzt.

Impuls - 20. April

Befreit von der Sünde und in den Dienst Gottes gestellt, habt ihr die Frucht, die Heiligung schafft, und als Ziel ewiges Leben.
(Römer 6,22)

Das Wort „ewig“ hat in meinem normalen Sprachgebrauch oft einen negativen Unterton. Ich musste heute ewig anstehen. Ich stand ewig im Stau. Das hat wiedermal ewig gedauert.

Doch wie sieht es mit ewigem Leben aus? Manchmal macht mir der Begriff ein wenig Angst, weil die Ewigkeit so groß ist, und ich sie nicht wirklich begreifen kann, aber andererseits steckt in diesem Begriff so viel Hoffnung. Gott verspricht uns eine Zukunft mit ihm, eine Zukunft an seiner Seite, die nie enden wird, eine Zukunft, in der es meine jetzigen Probleme und Sorgen nicht mehr geben wird.

Die Ewigkeit kann aber auch mein jetziges Leben verändern. Wenn ich an die Ewigkeit denke, dann lässt es mich aufschauen zum Himmel, ich richte meinen Blick auf Gott. Ich kann mich neu fokussieren auf das, was wirklich wichtig ist. Mit der Perspektive Ewigkeit bekommen die Dinge in meinem Leben plötzlich einen neuen Stellenwert, ich habe ein neues Ziel vor Augen und das erfüllt mich mit Hoffnung und Freude.

Was ist für dich ewiges Leben? Welche Gedanken verbindest du mit der Ewigkeit?

Impuls - 17. April

Sei mir ein starker Hort, dahin ich immer fliehen kann, der du zugesagt hast, mir zu helfen.
(Psalm 71, Vers 3)

Der Psalmbeter bittet Gott um Obdach, er soll ihm ein Schutz, Schild oder Zufluchtsort sein. Er möchte sich zu ihm flüchten, da er fest daran glaubt bei ihm die Hilfe zu finden, die er gerade braucht. Gerade in diesen Zeiten brauchen wir, mehr als wir es manchmal für wahr haben wollen, so einen Rückzugsort.

Wenn ich an ein Schutzschild denke, fällt mir sofort der letzte Star Trek-Film ein, den ich geschaut habe. Dieser Schutzschild schützt das Raumschiff vor vielen Gefahren, die es im Weltraum gibt. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre schützt der Schild das Schiff vor dem Verglühen.

Science-Fiction ist doch nicht das wahre Leben höre ich jetzt einige sagen. Stimmt. Aber auch im richtigen Leben gibt es Beispiele, die uns zeigen, dass es einen Schöpfer geben muss, der sich das mit dem Schutz ausgedacht hat. Ich denke zum Beispiel an den Schutzpanzer einer Schildkröte, die harte Schale einer Muschel im Meer oder auch das so zerbrechlich scheinende Ei. Es ist geschützt durch Eihaut und Eischale.

Doch wo ist Gott in diesen Zeiten? Ich kann ihn nicht sehen, ich kann ihn nicht spüren! Ist er überhaupt da? Manchmal fühlen wir uns allein, überhaupt nicht geschützt, schutzlos ausgeliefert. Den Hamsterkäufern, weil sie uns genau das weggekauft haben, was wir gerade dringend brauchten. Oder den Menschen, die Verantwortung in unserer Gesellschaft haben und die uns gerade sagen was wir tun dürfen und was nicht.

Ich habe Gott in meinem Leben schon oft als einen Zufluchtsort erleben dürfen, wenn ich nicht mehr weiter wusste oder ich mich ausgeliefert fühlte, habe ich gebetet. Mein lieber Papa, der Anfang Februar ganz plötzlich verstorben ist, hat uns Kindern früher abends am Bett vorgesungen und Gebete gesprochen. Er hat uns damit einen wunderbaren Schatz hinterlassen, aus dem ich schöpfen kann. So wird mir Gott in diesen Momenten zu einem starken Schutzschild. Folgendes Gebet von Hugo Specht kann auch euer Gebet sein:

„Gottes Hände halten die weite Welt, Gottes Hände tragen das Sternenzelt, Gottes Hände führen das kleinste Kind, Gottes Hände über dem Schicksal sind. Gottes Hände sind meine Zuversicht, aus allem Dunkel führen sie doch zum Licht. Im Frieden geborgen, oder vom Kampf umtost, in deinen Händen, Herr, bin ich getrost!“


Impuls - 16. April

Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, damit wir wissen, was uns von Gott geschenkt ist.
(1. Korinther 2, 12)

"Willkommen im Haus des Lachens" – so heißt das Buch von Christoph Zehendner, das er über die Organisation Lifeggate in Beit Jala geschrieben hat. Ein Buch das von der Hoffnung und Liebe erzählt, welche die Kinder und Jugendlichen mit Behinderung dort erfahren.

Ich lese es gerade wieder und bin ganz begeistert von der Freude der Kinder, denen dort geholfen wird. Freude, dass sie durch ein OP jetzt endlich im Rollstuhl sitzen können und nicht mehr den ganzen Tag liegen müssen. Freude über die Möglichkeit mit ihrer dort erhaltenen Ausbildung, Geld zu verdienen womit sie ihre Familie unterstützen können.

Sie schauen nicht auf das, was sie nicht haben, nicht können oder was "hip" ist. Sie freuen sich über Dinge, die für die meisten von uns normal sind und die wir jeden Tag nutzen, ohne darüber nachzudenken. Denn unser Gott beschenkt uns reich. Viele Dinge fallen mir ein, wenn ich darüber nachdenke - dir sicher auch! Gottes Geist hilft uns dabei diese Geschenke der Liebe in unserem Leben zu entdecken. Danke Gott!

Impuls - 15. April

Der HERR, dein Gott, ist bei dir gewesen. An nichts hast du Mangel gehabt.
(5. Mose 2,7)

In allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten; als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben und doch alles haben.
(2. Korinther 6,4.10)

Herr, es tut so gut zu wissen, dass du Gott in allem bei mir gewesen bist und sein wirst! Oftmals verliere ich das aus meinen Gedanken und aus meinem Herz. So oft bin ich im Strudel des Alltags gefangen und sehe dich nicht.

Ich bitte dich, hilf mir zu spüren, dass du da bist, gerade in Momenten, an denen ich mich so einsam und verlassen fühle. Du sagst mir zu, dass du bei mir bist und bleibst. Unabhängig  von meinem Gefühlen. Dafür danke ich dir! Ich danke dir dafür, dass ich keinen Mangel habe. Öffne mir die Augen für deine Versorgung, lass mich daran festhalten, dass du nicht nicht nur materiell versorgst, sondern auch meinem Herzen das gibst, was es braucht.
Du füllst mein Herz aus.
Du schenkst mir Freude, auch in Zeiten der Tränen.
Du hilfst mir, in meiner Angst auf dich zu sehen und zu erkennen dass du es bist, den ich darin finden kann.
Dass du es bist, der mich hält, mir die Kraft gibt weiterzugehen.
Du bist es, der mir einen Reichtum schenkt, denn die Welt nicht schenken kann.
Stärke in mir das Vertrauen und die Sicherheit dass du mich liebst, dein Ja über meinem Leben steht, und du alles in deiner Hand hast.
Amen

Impuls - 14. April

Meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil tritt hervor, und meine Arme werden die Völker richten.
(Jesaja 51,5)

Manche Christen fragen sich in diesen Zeiten, welche tiefere Bedeutung die Krise für uns hat. Will Gott uns dadurch etwas sagen? Schickt er solche Notzeiten, um uns zu ihm zurück zu rufen? Erleben wir gerade sein Gericht?

Das Motiv des Gerichtes Gottes ist in der Bibel weit verbreitet. Doch worum geht es dabei? Tatsächlich gibt es mehrere Linien: Ein Gott, der Vergehen straft. Der durch schlimme Zeiten zur Umkehr aufruft. Der Menschen neu ausrichtet. Der deutlich macht, welche Konsequenzen unser Handeln hat. Der Schuld beim Namen nennt, aber selbst für Rettung sorgt.

Jesaja macht mir Mut: Gottes richtende Arme haben mit seiner Gerechtigkeit – die von Barmherzigkeit geprägt ist – und mit seinem Heil zu tun. Und deshalb ist jede Krise eine Chance für uns, dass unser Leben heilen kann.

Impuls - 9. April

Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir wollen mit euch gehen.
Sacharja 8,21

Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.
Markus 14,26

Szenenwechsel! Jesus hat zusammen mit seinen Jüngern das Sedermahl gefeiert. Die Gedächt-nisfeier des Bundes, den Gott mit seinem Volk geschlossen hat. Sie haben sich erinnert an den Auszug aus der Knechtschaft in Ägypten in ein neues Land – in die Freiheit. Er hat ihnen die Füße gewaschen, das Brot gebrochen und noch ein paar vorbereitende Worte zu seinen Jüngern ge-sprochen, was in naher Zukunft auf sie zukommt. Es ist sicher schon spät als sich auf den Weg zum Garten Gethsemane zu machen.

Jesus weiß bereits was auf ihn zukommt: Der Verrat, die Gefangenschaft, die Geißelung, der Spott und Hohn und schließlich sein Tod am Kreuz. Die eben gefeierte Freiheit verblasst im Angesicht dessen, was nun auf ihn zukommt. Und trotzdem geht Jesus den Weg. Damit wir die neue Freiheit erleben dürfen, die er mit seinem Tod am Kreuz für uns erkauft. Die Freiheit, eine Beziehung mit unserem Vater und Schöpfer haben zu können. Diese Freiheit feiern wir an Ostern!  

Impuls - 8. April

Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus.
Psalm 51,14

Eure Traurigkeit soll zur Freude werden.
Johannes 16,20
 
Eigentlich hätten wir jeden Tag tausend Gründe zum Feiern und Jubeln über Gott, seine Liebe, Güte, Herrlichkeit, Gerechtigkeit… Der Alltag schaut leider viel zu oft anders aus. Immer wieder gibt es Situationen und Menschen, die uns verletzten, traurig oder wütend machen. Und das ist auch okay, so zu fühlen, das gehört zum Leben dazu.

Die Frage ist, wie wir damit umgehen. Vergraben wir uns in unserem Leid oder rennen wir damit zu Gott? Bleiben wir bei unserem eigenen Versagen oder dem unserer Mitmenschen stehen oder suchen wir Zuflucht bei Gott. Gott freut sich und wartet darauf, dass wir ehrlich vor ihn kommen und ihm unser Herz ausschütten, denn er kann und will uns verändern. Er bringt Licht in der Finsternis und schenkt Hoffnung, wenn wir keinen Ausweg sehen, und erfüllt uns mit seiner Freude.

Impuls - 7. April

Der HERR, der König Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unheil mehr fürchten musst.
(Zefanja 3,15)

Seit Wochen jagt eine Nachricht die andere, Sondersendungen im Fernsehen informieren uns über die neuesten Auswirkungen der Pandemie. Bilder von Leichenzügen, überfüllten Krankenhäusern und leeren Kaufhallen-Regalen machen die Runde. Angst geht um, Angst vor dem Unbekannten, das unsere Sicherheit bedroht. Plötzlich ist nichts mehr sicher, weder der Arbeitsplatz noch die Versorgung oder die geliebten Menschen – und schon gar nicht die Zukunft.

Und da kommt die Bibel und behauptet, dass wir uns vor keinem Unheil mehr fürchten müssen, weil Gott ja bei uns ist? Das klingt nach Verdrängung, nach dem Versuch, sich etwas einzureden, die Angst durch lautes Pfeifen zu übertönen. Oder?

Und doch: Menschen machen die Erfahrung, dass im Bewusstsein von Gottes Nähe ein Friede erlebt wird, der höher ist, als menschliche Vernunft und Erkenntnis. Probieren Sie es aus!

Impuls - 6. April

Wenn ich auch noch so viele meiner Gebote aufschreibe, so werden sie doch geachtet wie eine fremde Lehre.
Hosea 8,12

Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.
Johannes 18,37

Draußen kräht Andy - unser Hahn. Er ruft seine Mädels zusammen. Die, welche gerade noch ein Ei legen, wissen wo sie anschließend hin müssen. Und die, die wie Paula ihren eigenen Kopf haben, und gerne mal alleine in den Wald gehen, werden zurückgeholt. Er ruft seine Mädels auch, wenn er einen besonderen Leckerbissen gefunden hat. Er hat sie im Griff.

Eigentlich kommen die Hühner auch ganz gut ohne mich klar. Und trotzdem bedarf es ein paar Regeln. Regeln, die sie schützen sollen. Zum Beispiel müssen sie abends in den Stall, und morgens dürfen sie auch erst raus, wenn es hell genug ist. Wenn es nach Hühnern ginge, würden die schon in der ersten Morgendämmerung raus. Aber da kann Andy noch so krähen, da bleibe ich hart.

Verstehen tun sie es nicht. Sie verstehen nicht, dass der Fuchs um diese Uhrzeit noch sein Unwesen treibt, und ein zu frühes Öffnen des Hühnerhauses, den Tod mit sich bringen könnte. Regeln? "Kikeriki,  nicht mit uns!"

Uns geht es mit den Geboten oftmals ähnlich. Wir empfinden sie als Regeln, Gesetze. Sie engen uns ein, sind doch eh abgedroschen, nicht mehr wichtig. Manche mögen ja noch ganz vertretbar sein, aber andere? Eigentlich doch eher nicht, oder?

Auch ich schlucke oft, wenn ich mich dabei erwische, wie ich neidisch auf meine Mitmenschen schaue, die doch soviel mehr haben als ich... "du sollt nicht begehren deines Nächsten Haus" lesen wir im 9. Gebot.

Ist es wirklich so ein hartes Gebot, ein Befehl der mich einengt? Oder würde es mir nicht besser gehen, wenn ich mich nicht vergleiche, sondern glücklich werden kann, über das, was ich habe? Bringt es nicht sogar eine innere Freiheit, eine Zufriedenheit mit sich? Würde es mir dadurch nicht einfach besser gehen?

Und trotzdem fällt es mir oft leichter über jemanden zu schimpfen, anstatt mir vor Augen zu halten, es, wie im 8. Gebot steht, es eben nicht zu tun...

Unsere Hühner-Gang kümmern sich wenig, um mein Regeln, um das was ich sage. Egal wie wichtig es für sie ist, diese einzuhalten. "Kikeriki,  nicht mit uns, wir gehen unseren Weg." Und was mache ich? Ich laufe Ihnen immer wieder in den Sumpf hinterher, um sie rauszuholen, wenn sie mal wieder die Zeit vergessen haben und es dunkel wird. Ich suche sie trotzdem immer wieder, wenn sie durch ein Loch im Zaun ausgebüxt sind und den Weg nicht mehr zurück finden... Immer wieder.  

Wenn ich schon so viel Geduld mit den Hühnern habe, wieviel mehr an Geduld hat der Herr für mich? Für dich? Wieviel Geduld mir zu zeigen, dass mich seine "Regeln" nicht knechten, sondern befreien? Wieviel Geduld und Liebe, muss er für uns haben, dass er seinen eigenen Sohn zu uns schickte, damit wir das erkennen? Mit ihm dürfen wir lernen Gottes Gebote als Einladungen zu sehen, damit unser Leben gelingen kann.

Impuls - 3. April

Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln.
Psalm 89,16

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Epheser 5,8-9

Wie herrlich ist es in der Früh von strahlendem Sonnenschein geweckt zu werden oder
im Wald die Sonne immer wieder zwischen den Bäumen durchblitzen zu sehen oder erst das Funkeln der Sonne über dem Wasser zu beobachten.

Wenn schon das Licht der Sonne so wunderschön ist und uns so begeistern kann, wie viel mehr werden wir vom Licht, das von Gottes Antlitz ausgeht, begeistert sein. Aber das ist noch nicht alles. Gott möchte uns dazu gebrauchen, sein Licht zu verbreiten. Wir sollen als Kinder des Lichts diese Herrlichkeit in die Welt tragen und unsere Mitmenschen dadurch zum Strahlen bringen. Gott möchte uns mit seinem Licht füllen und befähigt uns, Lichtquellen für andere zu sein.

Impuls - Donnerstag, 2. April

Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder.
(Psalm 71,17)

Immer hatten wir Toilettenpapier. Das war ganz selbstverständlich. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht. Und nun ist Toilettenpapier fast schon zur Hehlerware geworden. Plötzlich denke ich an früher und spüre: Ich habe mir gar nicht bewusst gemacht, was für ein Geschenk es ist, dass ich Vieles so selbstverständlich zur Verfügung habe, das ich Essen, Trinken, Putzen und alles dafür im nächsten Laden kaufen kann.

Ich lerne immer noch Neues über mein Leben, über mich und über den, der mein Leben möglich macht, über Gott. So wie es schon immer war: Wenn ich meine Sinne öffne und alles um mich wahr nehme, entdecke ich Botschaften Gottes an mich. Ich werde dankbar, neu ausgerichtet, spüre tiefere Liebe in mir, werde fähig, in seinem Namen zu handeln. Danke, Gott!

Impuls - Mittwoch, 1. April

Ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.
(Jesaja 65,19)

Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.
(Johannes 16,22)

Jesus bereitet seine Jünger auf eine Krise vor, dass sie traurig sein werden weil er am nächsten Tag am Kreuz sterben wird. Sie werden um ihn als Freund und Meister trauern und auch vielleicht darum, dass sie möglicherweise dem falschen Mann gefolgt sind. Ihr Leben und ihre Nachfolge scheint sinnlos gewesen zu sein. Denn ein Messias lässt sich doch nicht hinrichten. 

Vieles kann heute unser Leben traurig machen. Verlust, Depression, Frust, Unerfülltes, Streit und sicher noch einiges mehr. Es gibt kein Leben ohne Krise - und Jesus mutet uns die Krise zu, auch die Traurigkeit.

Jesus gibt einen Ausblick auf das, was nach der Krise kommt. Freude, tief in unserem Herzen, die keiner wegnehmen kann.  Freude, dass Jesus uns nicht alleine lässt und wir in ihm geborgen sind. Freude, die unser Leben bestimmt. Jesus schenkt diese Freude ohne Vorleistung und ohne Anstrengung von uns. Er will uns wiedersehen – er kümmert sich darum. Was für eine tolle Zusage!!

Impuls - Dienstag, 31. März

Jene, die fern sind, werden kommen und am Tempel des HERRN bauen.
(Sacharja 6,15)


Am Zaun des Pfarrhauses in Gräbendorf hängt ein Bettlaken, bemalt mit einem Regenbogen und den Worten: "Alles wird gut". Alles wird gut? Wo die Angst umgeht vor dem Virus? Vor Krankheit und Schaden für geliebte Menschen? Vor wirtschaftlicher Talfahrt und Verlust von Arbeitsplätzen? Vor dem schwer Fassbaren, das uns bedroht? Alles wird gut? Wer das in diesen Tagen behauptet, der wird vielleicht schräg angesehen. So wie Menschen, die in anderen bedrohlichen Situationen von Hoffnung sprechen. Phantasten, Träumer, gar Spinner?

Auch Sacharja ist so einer. Als alles zerstört darniederliegt und klar ist, dass weder die Ressourcen noch die Kräfte reichen, da sieht er schon in Zukunft Hilfe kommen, die den Wiederaufbau ermöglicht. Warum er darauf vertraut? Weil er Gott vertraut! Trotz aller äu-ßeren Bedrängnis. Das können wir auch!

Impuls - Montag, 30. März

Wo ist jemand, wenn er fällt, der nicht gern wieder aufstünde? Wo ist jemand, wenn er irregeht, der nicht gern wieder zurechtkäme?
Jeremia 8,4

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.

Johannes 6,37

Natürlich! Natürlich wollen wir wieder aufstehen! Und natürlich wollen wir uns wieder zurechtfinden, wenn wir uns verlaufen haben.
Aber eigentlich, eigentlich will ich weder hinfallen, noch mich verlaufen ! Mein Leben soll  nicht auf dem Boden, oder im Irrgarten stattfinden, sondern auf der Sonnenseite des Lebens. Keine Stürze, kein Verirren. Alles habe ich im Griff .
Und dennoch - meine Realität sieht oft so anders aus.  Im Alltag stolpere ich über Probleme, scheuer mir die Knie auf, und verirre mich in meinen eigenen Gedanken. Eine Kluft zwischen Wunsch und Erleben.
In der Bibel finden wir oft Beispiele von gescheiterten,verzweifelten  Menschen. Sie haben nicht nur Pflaster an den Beinen, sondern sind sogar oft voll eingegipst... Es ist nicht schön zu fallen, es ist nicht schön sich zu verlaufen, aber scheinbar ist es menschlich. Ich muss mich nicht verurteilen, wenn ich mein Leben mal nicht im Griff habe. Sondern ich darf wissen, dass Jesus selbst mir hilft aufzustehen, weiterzugehen. Mir aus meinem Labyrinth den Weg zeigt.
Menschen die zu Gott gehören, zeichnen  sich nicht dadurch aus, dass sie nie hinfallen, sondern dass sie immer wieder aufstehen !

S.K.


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