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Impuls

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Wir aus den Gästehäusern Gussow möchten euch ab sofort täglich – von Montag bis Freitag – einen geistlichen Impuls mitgeben.

Wir hoffen, dass euch diese Worte ein bisschen Kraft, Mut und Zuversicht geben für die Herausforderungen, die wir derzeit alle meistern müssen.

Impuls - 14. April

Nicht das Internet sagt uns, wer wir sind! pixabay 2021

Der HERR hatte sie fröhlich gemacht. (Esra 6,221)

Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. (Lukas 10,20)

Das Internet macht vieles möglich. Durch Wikipedia oder Google haben wir nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, alles in Erfahrung zu bringen, was wir wissen wollen. Und mal Hand aufs Herz, haben Sie nicht auch schon man nachgeschaut, was man unter Ihrem Namen finden kann? Vielleicht der Eintrag Ihres Namens in einem Verein. Oder sie wurden in einer Umfrage erwähnt. Vielleicht haben sie auch mal einen Leserbrief veröffentlicht oder sind auf der Webseite von Ihrem Unternehmen präsent?

Wenn wir uns finden, dann lockt es ein Lächeln in uns hervor. Es gibt uns das Gefühl, nicht nur ein Mensch unter vielen, sondern etwas Besonderes zu sein. Ein Mensch, der es wert ist, schriftlich festgehalten zu werden. Die Menschen, deren Namen in der Zeitung stehen, haben ja meist irgendeine bedeutende Rolle. Sie sind wer oder machen etwas her. Sie sind oftmals beliebt, werden bewundert oder verehrt. Und wer möchte das nicht gerne? Seinen Selbstwert allerdings mithilfe (solch) einer Beliebtheitsskala zu messen oder davon abhängig zu machen, ist gefährlich.

Der ehemalige deutsch-brasilianische Nationalspieler Cacau sagte einmal in einem Interview, dass man heute noch umjubelt und gefeiert werden kann, am nächsten Tag aber schon der Depp für alle ist. Der Name, der heute durch ein Tor fröhlich in aller Munde ist, wird morgen schon in der Luft zerrissen. Gut, das ist vielleicht etwas dramatisch ausgedrückt, aber es macht deutlich, dass wir unseren Wert nicht durch andere Menschen und auch nicht vom Erscheinen auf einer Webseite abhängig machen dürfen. Wenn Cacou sich googlen würde, wären es unzählige Links, die er über sich finden kann. Interessanterweise ist die Berühmtheit für Cacau nicht das wichtigste in seinem Leben. Auch nicht der Fußball, sondern allein sein Glaube an Jesus und die persönliche Beziehung zu ihm.

Ich glaube, es ist ihm wichtig, dass sein Name im Himmel geschrieben steht, anstatt auf irgendeiner Internetseite oder in einer Zeitung. Denn unser Wert besteht darin, dass wir zu Gott gehören, dass wir seine Kinder sind. Jesus schreibt unsere Namen in den Himmel mit einer unlöschbaren Tinte, mit seinem Blut. Und das ganz egal, ob wir Tore schießen oder wie ich, über unsere eigenen Füße stolpern. Egal, ob wir berühmt sind oder nicht. Egal, ob wir in der Zeitung stehen oder nur auf Rechnungen. Jesus kennt unseren – Ihren – Namen, denn Sie sind für ihn ein "Star"!

Impuls - 13. April

Blitzblankes Herz pixabay

Wasche dein Herz von der Bosheit, auf dass dir geholfen werde. Wie lange wollen bei dir bleiben deine heillosen Gedanken? (Jeremia 4,14)

Bringt also Früchte, die der Umkehr entsprechen! (Lukas 3,8/ZUB)

Der Frühjahrsputz steht an. So schön die ersten Sonnenstrahlen auch sind, zeigen sie nur allzu deutlich wie schmutzig die Fenster inzwischen geworden sind. Da hilft es nicht, die Augen zu verschließen, sondern wir müssen etwas tun. Immerhin wollen wir ja auch die Sonne in unsere Wohnung hineinlassen. Schön ist das Fensterputzen nicht. Oder jedenfalls ist es keine Arbeit, die ich fröhlich pfeifend verrichte. Aber es muss sein und somit werde ich mich auch dieses Mal wieder dieser Herausforderung stellen.

Mit unseren Herzen sieht es ähnlich aus. Wie unsere Fenster können sie mit Schlieren versehen sein. Angefangen von schlechten Gedanken und Verhaltensweisen, den Alltagssünden, die uns allzu vertraut geworden sind, den Lastern, die wir in uns tragen. So ist es auch für unser Herz Zeit, einen Frühjahrsputz durchzuführen. Auch keine Arbeit, die in uns Fröhlichkeit auslöst, aber eine Arbeit die wichtig ist.

Wir müssen nicht einmal Handschuhe dafür anziehen oder das neueste Putzmittel kaufen. Wir stehen mit der Arbeit auch nicht allein da, sondern dürfen Jesus einladen, mit uns unser Herz zu putzen, zu reinigen. Er wird uns helfen, uns liebevoll ermahnend unterstützen. Altes loszulassen und uns aufzeigen woher der Schmutzfilm kommt.

Auch wenn es schmerzhaft sein kann, so wird er auch diesen Schmerz mit seiner Liebe heilen. Damit unser Herz gefüllt wird, mit seinen Gedanken. Gedanken des Friedens, Gedanken der Liebe, Gedanken des Vertrauens. Dann wird unser Herz strahlen wie frisch geputzte Fenster und Gott selbst wird in unserem Herzen strahlen.

Impuls - 12. April

Klavier im Haus am See in Gussow (c) Sarah Kienapfel

Das soll mein Ruhm und meine Wonne, mein Preis und meine Ehre sein unter allen Völkern auf Erden, wenn sie all das Gute hören, das ich Jerusalem geben will. (Jeremia 33,9)

Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zum Preis deines Volkes Israel. (Lukas 2,29-32)

Simeon war ein Mann mit einem tiefen, beständigen Vertrauen. Es waren viele Jahre ins Land gegangen, in denen er nichts von Gottes Zusage sah. Aber egal wie viele Tage des Wartens vergingen, er hielt an Gott und seinem Versprechen fest. Doch dann kam der Tag, an dem sein grenzenloses Vertrauen belohnt wurde. Und so hielt er Jesus, den Sohn Gottes, in seinen Armen.

Simeon muss wahrlich überwältigt gewesen sein. All sein Warten, sein Glauben, dass das Unsichtbare endlich sichtbar wird, mündete in diesem liebevollen Moment der Zweisamkeit eines alten Mannes und eines Babys. Simeon konnte gar nicht anders, als seiner Dankbarkeit und Freude Ausdruck zu verleihen.

Was wir lesen ist einer der fünf Lobpreispsalmen, die Lukas in seiner Erzählung von der Geburt Jesus aufgenommen hatte. Man kann ein solches zartes Bekenntnis leider viel zu schnell überlesen, ohne die Kostbarkeit wahrzunehmen, die darin verborgen ist. Das Verborgene, das Geglaubte, die jahrelange Hoffnung wurde spür- und erlebbar. Es verwandelte sich von einer wissenden Theorie in handfeste Praxis.

Wo stehen Sie gerade in Ihrem Glauben? Ist er für Sie erlebbar in ihrem Alltag? Oder sind Sie gerade in einer Zeit, in der Sie zwar wissen, aber es Ihnen zu theoretisch erscheint? Simeon ermutigt uns, auszuhalten, festzuhalten an Gott und seiner Liebe zu uns. Er lädt uns ein, ruhig in uns zu werden. Egal wie die Herausforderung, die damit einhergeht, auch sein mag. Er lädt uns ein, daran zu glauben, dass auch unser Glaube belohnt wird.

Egal, wieviel Zeit vergehen mag. Auch uns wird Gott handfest begegnen und auch in unserem Herzen wird dann ein Loblied erklingen. Vielleicht werden wir schon die ersten Klänge in uns hören, auch wenn es nur erste zarte Noten sind, wird es doch zu einer Melodie werden.

Impuls - 1. April

Gebet am Strand pixabay 2021

Warum willst du mit Gott hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man’s nicht. (Hiob 33,13-14)

Ich habe frei und offen vor aller Welt geredet. Ich habe allezeit gelehrt in der Synagoge und im Tempel, wo alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet. Was fragst du mich? Frage die, die gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe. (Johannes 18,20-21)

Es gibt so viele unterschiedliche Gründe zu beten: Das berühmte "Notfallgebet" oder "Last Minute-Gebet", wenn man das Gefühl hat, dass man nichts anderes mehr tun kann. Oder das "Tankstellen-Gebet", um im Gespräch mit Gott Kraft(stoff) neu aufzutanken. Man betet, wenn man dankbar ist oder nicht weiß, was als Nächstes passieren wird. Das wäre dann wohl sowas wie ein "Wegweiser-Gebet". Egal wie, wozu oder wofür man betet – eins ist gleich: man wünscht sich eine Reaktion vom Herrn.

Am besten wäre es, wenn die Zimmerdecke sich öffnet, pausbäckige Engel den Raum erfüllen, und die Stimme des Herrn deutlich vernehmbar Antworten auf unsere Fragen donnert. Gut, auf die Engel könnten wir verzichten, aber das Reden Gottes zu vernehmen, wäre schon gut. Leider gestaltet sich das Gebet dann aber doch meist eher als Monolog statt als Dialog. Diese Erfahrung machten auch schon viele Menschen vor uns. Auch sie haderten damit, dass Gott zu schweigen schien. Da können wir uns gut einreihen.

Hiob erging es während seiner Leidenszeit auch oft so. Und so beklagt er sich bei seinem Freund Elihu darüber, dass Gott schweigt. Die Antwort Elihus darauf ist, dass Gott zwar redet, aber wir es nicht beachten.
Diese Aussage kann uns auch heute noch zum Nachdenken ermutigen und herausfordern.

Ist es wirklich so einfach, dass wir einfach nicht sorgfältig genug auf Gottes Reden achten? Nein, einfach ist es bestimmt nicht, aber ein hilfreicher Tipp, aufmerksamer zu werden. Vielleicht gehört auch dazu, von meiner Vorstellung loszulassen, wie Gott mir zu antworten bzw. mit mir zu reden hat. Offen für die Art und Weise zu werden, wie Gott mit mir redet. Denn das kann sich in mindestens genau so vielen Arten zeigen, wie unsere Gebete. Manchmal redet er in Form von Eindrücken oder Gefühlen, die wir während des Gebets wahrnehmen.

In der Bibel begegnete Er den Menschen durch Träume. Andere haben plötzlich ein Bild vor sich, dass in ihre Situation passt. Manchmal redet Er durch andere Menschen zu uns und wieder ein anderes Mal durch sein Wort in der Bibel. Lassen Sie uns heute aufmerksam sein für Gottes Reden, egal wie.

Impuls - 31. März

Fehler sieht man leichter bei anderen pixabay 2021

Dein Herz eifre nicht gegen die Sünder, sondern jederzeit nach der Furcht des HERRN. (Sprüche 23,17)

Jesus sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! (Lukas 23,34)

Manchmal wissen wir wirklich nicht, was wir tun. Eigentlich wollen wir uns für das richtige entscheiden, stellen dann aber fest, dass es falsch war. Mit unserem Verhalten wollen wir nicht verletzen und erkennen dann, dass wir genau das getan haben. Wir wollen Gott nahe sein und erkennen zu spät, wie weit wir schon fortgelaufen sind. Gerne würden wir ein fehlerfreies stets wertschätzendes Leben führen. Leider vergehen zwischen unserem Vorsatz und dem ersten Scheitern darin oft nur wenige Stunden.

Paradoxerweise fällt es uns überhaupt nicht schwer, die Fehler und Schwächen bei anderen zu sehen. Wir haben Verständnis für unser eigenes Handeln, für das der anderen fehlt es uns jedoch oftmals. Wir lassen keine Gründe für die Fehler von anderen gelten, bei uns dagegen schon. Zum Teil regen wir uns über die Fehler der anderen so richtig auf.

In den Sprüchen lesen wir den Rat, dies eben nicht zu tun. Lieber sollen wir uns für den Herrn ereifern. Ihm alles unterstellen. Die Fehler und Schwächen der anderen seinem Urteilsvermögen unterstellen, nicht dem unserem. Gott sieht mehr als Schuld, Fehler und Schwächen. Er sieht das Herz. Er sieht, warum es so geworden ist. Kennt Gründe, Ursachen und ja, dennoch steht sein unbezähmbares "Ja".

Als Jesus gekreuzigt wurde und die Fehler, Schwächen sowie Sünden der Menschen zu spüren bekam, überwog dennoch seine Liebe. Er bat für sie zu Gott um Vergebung. Diese Liebe kann man nicht verstehen und das müssen wir auch nicht. Aber wir dürfen sie annehmen. Durch seine Liebe wird auch unser Herz verändert. Wir müssen niemandem seine Fehler vorhalten, müssen sie auch nicht gutheißen. Wir dürfen Sie Gott hinhalten mit dem Vertrauen, dass er handelt. So, wie er auch bei uns handeln wird oder bereits gehandelt hat.

Impuls - 30. März

Vater und Sohn pixabay 2021

Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter. (Jesaja 9,5)

Jesus Christus empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. (2.Petrus 1,17)

Es muss ein atemberaubender Moment gewesen sein, als Gottes Stimme laut und voller Liebe zu Jesus sprach: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe." Ein Zuspruch von höchster Stelle. Ein Zurechtrücken und Klarstellen von Jesus Identität. Ob Jesus diesen Liebes- und Vertrauensbeweis brauchte?

Wahrscheinlich eher nicht. Er war immerhin Gottes Sohn und es gab nichts, was ihm verborgen war. Vielleicht wollte Gott hörbar den Menschen zusprechen, mit wem sie es zu tun haben. Gott unterzeichnet die Identität und die Vollmacht, die damit einhergeht.

Wie sieht es mit uns aus? Sind wir uns in unserer Identität sicher? Wissen wir uns geliebt?

Wenn wir ehrlich mit uns sind, stellen wir fest, dass wir auf diese Fragen nicht immer eine zufrieden stellende Antwort haben. Daher bedarf es bei uns ein Erinnern daran, wer wir in und durch Jesus sind. Auch wenn wir es nicht immer hören, so können wir es jederzeit schwarz auf weiß nachlesen:

Ich bin ein Kind Gottes (Joh. 1,12; 1. Joh. 3,1-3).
Ich bin Christi Freund (Joh. 15,15).
Ich bin von Christus erwählt und berufen, Frucht zu bringen (Joh. 15,16).
Ich bin mit dem Herrn verbunden und bin ein Geist mit ihm (1. Kor. 6,17).
Ich bin heilig und gerecht vor Gott (Eph. 4,24).
Ich bin ein Bürger des Himmels (Phil. 3,20; Eph. 2,6).
Ich bin ein Kind des Lichts und nicht der Finsternis (1. Thess. 5,5).
Ich bin ein Kind Gottes und werde Christus gleich sein, wenn er wiederkommt (1. Joh. 3,1-2).
Ich bin nicht der große „Ich bin“ (2. Mose 3,14; Joh. 8,24.28.58), doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin (1. Kor. 15,10).
Ich bin gerechtfertigt – vollkommen befreit und gerechtgemacht (Röm. 5,1).
Ich bin in Christus verwurzelt und fest im Glauben (Kol. 2,7).

Und das sind nur ein paar Zusprüche, die Gott für Sie hat! Denn auch an Ihnen hat er Wohlgefallen und auch Sie sind sein Kind!!!

Impuls - 29. März

Buckingham Palace pixabay 2021

Der HERR wird König sein über alle Lande. An jenem Tag wird der HERR der einzige sein und sein Name der einzige. (Sacharja 14,9)

Seine Knechte werden ihm dienen und sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein.
(Offenbarung 22,3-4)

Vor ein paar Tagen schockten Harry und seine Frau Meghan mit Details über das anstrengende Leben am Hof. Nicht nur die Queen und die Königsfamilie waren entsetzt. Auch die britische Bevölkerung reagierte nicht gerade wohlwollend auf diese Enthüllungen. Denn nach wie vor haben die Royals einen hohen Stellenwert.

Dennoch gibt es nicht mehr viele Könige und Königinnen auf der Welt. In unserem demokratischen System begrüßen wir das auch. Denn die Geschichte zeigt, dass durch Alleinherrschaften viel Leid über die Menschheit hereingebrochen ist. Nicht alle Könige, nicht alle Kaiser oder Herrscher waren gut.
Davon könnte das israelische Volk ein Lied singen. Es erlebte viele Herrscher, die ihr eigenes Wohl über alles andere stellten. Es erlebte Belagerungen und auch Exil. Das gute Bild eines Königs hatte Risse und dennoch zieht sich eine tiefe Sehnsucht durch die ganze Bibel hindurch – die Sehnsucht nach einer Herrschaft durch Gott.

Er sollte führen, leiten, sollte König sein. In Jesus sahen viele Menschen den lang ersehnten König, der sie endlich von der Besatzung der Römer befreien könnte. Umso ernüchternder und enttäuschend war es dann, als scheinbar am Kreuz nichts mehr davon zu sehen war. Keine Krone aus Gold, sondern eine aus Dornen bedeckte sein Haupt. Die Hoffnung der Menschen, endlich ihren König gefunden zu haben, starb am Kreuz.

Vorerst – denn was wir an Ostern feiern, ist seine Auferstehung. Sein Tod war nicht vergebens, sondern gehörte zu der Heilsgeschichte, in die Gott alle Menschen mit hineinnehmen möchte. Jesus war keine leere Hoffnung, sondern ist die Hoffnung, die uns nach Hause bringen möchte.
Noch haben sich nicht alle Prophetien aus der Bibel erfüllt. Aber sie werden sich erfüllen und Jesus Herrschaft wird kommen. Eine Herrschaft, die kein Ende nehmen wird. Jedes Knie wird sich beugen und jede Zunge bekennen, dass Jesus Christus der König ist. Ein gerechter und guter König. Voller Liebe, voller Erbarmen, voller Gnade und Vergebung.

Es ist auch nicht eine wage Zukunftsmusik, sondern es hat bereits begonnen. Dort, wo wir anfangen, ihn als König anzuerkennen und uns durch Ihn verändern lassen. Wo wir beginnen, selbst Liebe, Erbarmen, Gnade und Vergebung in unserem Umfeld zu leben. Erkennen Sie es?

Impuls - 26. März

Weinrebe pixabay 2021

Ich hatte dich gepflanzt als einen edlen Weinstock, ein ganz echtes Gewächs. Wie bist du mir denn geworden zu einem schlechten, wilden Weinstock? (Jeremia 2,21)

Bedenke, aus welcher Höhe du gefallen bist, kehr um zu den Werken des Anfangs. (Offenbarung 2,5/ZUB)

Wenn man durch das schöne Baden-Württemberg fährt, dann sieht man unzählige Weinberge an den Hängen. Sie sehen so idyllisch aus. Allerdings verbirgt sich dahinter viel Arbeit! Bevor die Lese kommt, muss viel Pflege investiert werden. Angefangen vom Zuschneiden, bis hin zum Erkennen von Krankheiten oder dem Befall von Parasiten. Ein schnelles Handeln ist wichtig, damit am Ende der Saison die Trauben auch gelesen und ein guter Wein gekeltert werden kann. 

In Israel wurde viel Wein angebaut. Sie wussten wie ein Weinstock wuchs, welche Pflege er braucht. Daher war ihnen der Vergleich mit einem Weinstock durchaus vertraut. Aufrüttelnd versuchte der Prophet Jeremia ihnen klar zu machen, wo sie sich geistig gerade befinden. Und was passieren würde, wenn sie an ihrem Lebensstil nichts veränderten, nicht umkehrten. Denn ein schlechter Weinstock, ein schlechter Zweig wird abgeschnitten und verdorrt. Kein Leben in ihm, das Frucht bringen könnte.

Was war passiert? Die Israeliten hatten sich von Gott entfernt, sie verfielen dem Götzendienst und sogar Kinder wurden einer anderen Gottheit geopfert. Und das obwohl Gott selbst sie als einen edlen Weinstock gepflanzt hatte.

Nun opfern wir natürlich nicht unsere Kinder, davon sind wir weit entfernt. Aber auch wir können in unserem Leben Götzen haben, die uns wichtiger sind als Gott. Die Welt veröffentlichte 2008 eine Predigt vom Papst Benedikt XVI. „Hat sich die gegenwärtige Welt nicht ihre eigenen Götzen geschaffen? Hat sie etwa nicht, vielleicht auch unbewusst, die Heiden des Altertums nachgeamt, indem sie den Menschen von seinem wahren Ziel abbrachte, von der Glückseligkeit, ewig mit Gott zu leben? Dies ist eine Frage, die jeder Mensch, der sich selbst gegenüber ehrlich ist, sich stellen muss. Was ist wichtig in meinem Leben? Was setze ich an erster Stelle?"

Vielleicht den Reichtum, das schicke Auto, das tolle Haus, unsere Arbeit, die Karriere? Die Jagd nach ewigem Spaß in unserem Leben, die neuesten Klamotten ... Götzen haben viele Gesichter. Aber was alle gemeinsam haben ist, dass sie zerstörerisch sind. Zum Beispiel opfern wir für den Erfolg die Zeit mit unserer Familie. Sie bleibt auf der Strecke. Ganz zu schweigen von der Zeit mit Gott. Wie Papst Benedikt XVI. sagte, müssen wir ehrlich werden. Uns hinterfragen, aus den Fehlern lernen und umkehren. Umkehren zu dem einen Weinstock, der uns mit allem versorgt, was wir brauchen. An dem wir wachsen, gedeihen und Frucht bringen können.

Impuls - 25. März

Kreuzigung Jesus Christus pixabay 2021

Du bist meine Hilfe; verlass mich nicht und tu die Hand nicht von mir ab, du Gott meines Heils! (Psalm 27,9)

Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein. (Lukas 23,42-43)

Ein trauriges Bild, das wir zu Karfreitag sehen: Drei Männer wurden verurteilt und gekreuzigt. Zwei davon waren Verbrecher, einer war Gottes Sohn. Für die Menschen war es eine Sensation und sie kamen herbei, um zu sehen wie es dem "König der Juden" ergeht.

Zuvor umjubelt und gefeiert, nun ausgelacht und verspottet. Zuvor wurde sich Hilfe von ihm erhofft, jetzt schadenfroh beobachtet, wie er sich selbst nicht helfen kann. Auch die Verbrecher stimmten mit ein, lachten und verhöhnten Jesus. Sicherlich hatten sie von den vielen Wundern gehört, die Jesus zuvor vollbracht hatte. Sicherlich hatten sie von seinem vollmächtigen Reden gehört. Doch nichts davon drang zu ihren Herzen durch. Keines der Wunder ließ sie an ihn glauben.

Doch jetzt, an seinem Tiefpunkt, zerschunden am Kreuz hängend, regte sich etwas im Herzen des einen Verbrechers, der nur wenige Meter von ihm entfernt ebenso hing. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem eigentlich alle Hoffnung verloren war. Warum? Was wurde ihm in diesem Moment bewusst, was rührte sein Herz? Was ließ ihn glauben, dass Jesus der war, für den er sich ausgab? Nämlich Gottes Sohn, dessen Zugang zum Himmel offenstand.

Es ist einer der bewegendsten Momente, die wir nachlesen können. Dieser Räuber brauchte keine Wunder, kein spektakuläres Eingreifen, keine himmlischen Posaunen. Ihm reichte das Angesicht Jesus, sein Blick, der durch alle Misshandlungen ungebrochen vor Liebe für seine Menschen war. All das las er in den Augen Jesus. In ihnen erkannte er die Wahrheit. Eine Wahrheit, die Hochgelehrten verborgen blieb.

Und auch Jesus ist das Herz des Räubers nicht verborgen geblieben. Jesus sah den Menschen für den er dort am Kreuz sterben würde? Ungeachtet dessen, weshalb er am Kreuz hing, ungeachtet dessen was er getan hatte, ungeachtet so vieler Dinge. Allem zum Trotz, nahm er ihn mit zu Gott, dem Vater. So bleiben wir zurück, überrascht von einem neuen, tiefen Glauben eines Räubers und der noch tieferen Liebe Gottes, die für jeden Vergebung bereithält. Auch für uns.

Impuls - 24. März

Staudamm aus Sandsäcken pixabay 2021

Gott segnete Mann und Frau und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan. (1.Mose 1,28)

Alles ist euer, ihr aber seid Christi. (1.Korinther 3,22-23)

Als mein Mann und ich vor vielen Jahren heirateten, hielt eine Freundin von uns die Traupredigt. Anschließend gestand sie uns, wie aufgeregt sie gewesen sei. Es gab einen Vers, den sie bei ihrer Vorbereitung stets falsch gelesen hatte, nämlich: „Seid furchtbar und mehret euch". Aber nein, sie verhaspelte sich nicht und Lacher kamen an anderen Stellen.

Wenn wir heute auf unsere Welt schauen, dann kann einem das Lachen durchaus vergehen. Vielleicht nahmen wir Menschen unsere heutigen Verse zu ernst. Wir machten uns die Welt Untertan, denn sie gehört uns ja. Furchtbar sind wir mit ihr umgegangen. Die Folgen wie z. B. der Klimawandel, das Aussterben von Tierarten, Luftverschmutzung und auch neue Krankheiten treten auf.

All das ist verheerend. „Die ganze Schöpfung schreit nach Erlösung", lesen wir in der Bibel. Und mit Sicherheit ist das so. Das soll uns aber nicht ent-, sondern ermutigen, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für unsere Welt. Gott sah in den Menschen etwas, was uns oft verborgen oder nicht bewusst ist. Er sah die Fähigkeit, dass der Mensch über die Welt herrschen kann. Sicher war es ihm bewusst, dass der Mensch Fehler dabei machen wird. Dennoch vertraute er sie uns an.

Dabei müssen wir die Welt nicht in eine Sklaverei führen, müssen sie nicht ausbeuten oder Ressourcen ausquetschen, nicht „um jeden Preis". Es geht darum in einem gesunden, schützenden "Miteinander" zu leben. Wir müssen auch nicht denken, dass eh schon alles zu spät ist, sondern wir dürfen auch jetzt noch die Verantwortung annehmen. Am besten getreu dem "Sandsacksystem": Bei Hochwasser werden mithilfe von Sandsäcken Mauern gebaut, um das Wasser auszusperren. Ein Mensch alleine könnte die ganzen Säcke, die dafür nötig sind, nicht in Position bringen. Aber wenn jeder Einzelne einen Sack bringt, dann schon.

Im Umweltschutz schafft ein Mensch alleine auch nicht, alles zu beseitigen, alles zu verändern. Aber wenn jeder von uns einen "Sack" dazu beiträgt, wird ein Schutzwall, eine Mauer, daraus. Der eine verzichtet auf Plastik, der andere hat die Möglichkeit Bioprodukte zu kaufen. Der eine nimmt lieber das Fahrrad, der andere spart Energie auf anderem Wege... Verschiedene Säcke mit dem gleichen Ziel. Bauen Sie mit?

Impuls - 23. März

Die Gussower Impulse feiern Geburstag!

Habe ich dir nicht geboten: Sei getrost und unverzagt? (Josua 1,9)

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2. Timotheus 1,7)

Vor ungefähr einem Jahr waren die ersten Auswirkungen von Corona spürbar. Der erste Lockdown. Keiner wusste, wohin die Reise geht oder wie lange sie andauern würde. Viele Unsicherheiten, Ängste und Sorgen bestimmten die Gedanken der Menschen. Heute hat sich daran nicht viel geändert. Auch wenn es durch die Impfung einen Hoffnungsstreifen am Himmel gibt, ist der Alltag nach wie vor von diesen Gefühlen bestimmt.

Es ist heute aber auch ein Jahr her, dass wir mit unseren Impulsen starteten. Uns war es wichtig den vielen Unsicherheiten entgegenzutreten. Uns gegenseitig zu ermutigen und zuzusprechen, dass Gott auch trotz Corona da ist. Weder an eine Ausgangssperre gebunden noch nur noch über Zoom erreichbar ist.

Interessanterweise wurde uns dabei unser heutiger Vers besonders wichtig. Ob er Ausgangspunkt für den Beginn der Impulse war? Möglich. Zumindest zeigte er uns eine andere Sicht auf die Dinge auf. Nämlich sich nicht von den Ängsten, Sorgen und Nöten bestimmen zu lassen. Sondern sich zu erinnern, dass wir keinen Geist der Furcht, sondern der Liebe, der Kraft und der Besonnenheit bekommen haben.

Mit diesen Eigenschaften hat uns Gott ausgerüstet. Und an seinem Zuspruch hat sich nichts geändert. Seine Worte haben Bestand. Seine Worte bedürfen keiner Korrektur, keiner Entschuldigung, dass Gott sich getäuscht hat. Sie bedürfen lediglich einer Erinnerung: „Erinnere Dich, wer in dir lebt. Erinnere Dich, welche Eigenschaften ich dir mitgegeben habe. Halte daran fest, denn keine Kraft dieser Welt kann daran etwas ändern!"

Denn die Zeit von Corona ist endlich. Auch wenn die Folgen noch spürbar sein werden, so wünsche ich uns, dass Gottes Spuren in unserem Herzen deutlicher zu spüren und wahrzunehmen sind, als die Auswirkungen von Corona. Ich wünsche uns, dass wir erleben, wie wir von der Krise zur Herrlichkeit durchbrechen werden.

Impuls - 22. März

Gebet im Freien pixabay 2021

Als einer im Elend rief, hörte der HERR und half ihm aus allen seinen Nöten. (Psalm 34,7)

Wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. (Lukas 11,109)

Häufig wird unser Glauben auf die Probe gestellt. Was sich von der Kanzel gut anhört, erleben wir in unserem Alltag oft völlig anders. Wir haben um etwas gebeten, es aber nicht erhalten, wir haben gesucht, aber nichts gefunden, unser Anklopfen öffnete keine Türen. Bestimmt haben Sie solche Erfahrungen schon einmal gemacht. Und doch fordert uns Jesus heraus, es dennoch zu tun, darin nicht müde zu werden. Auch wenn es genau das ist, was wir manchmal geworden sind: Müde, erschöpft – ob des Betens, des Suchens oder des Anklopfens.

Er weiß um diese Gefahr und er weiß, dass ER manche unserer Bitten nicht erhören, manche Suchen nicht erfolgreich und manches Klopfen nicht beantworten wird. Das sind dann die Erfahrungen, die uns in unserem Glauben ermüden. Die Fragen, Zweifel und Enttäuschung in uns hervorbringen. Wir fragen uns, ob es überhaupt einen Sinn ergibt an Seiner Einladung festzuhalten. Warum sollte ich um etwas bitten, wenn eh nichts passiert? Mein Gebet an der Zimmerdecke zu verpuffen scheint? Sich keine Tür auftut und ich nichts finden kann.

Bestimmt kennen Sie solche Zeiten in Ihrem Leben. Aber vielleicht kennen Sie auch Zeiten in Ihrem Leben, in denen Sie durch Gottes Schweigen, Gottes Nicht-Eingreifen, im Endeffekt mehr erhielten, als durch Ihr anfängliches Bitten ersehnt. Zeiten, in denen Sie scheinbar mehr lernten und mehr erhielten, als wenn es diese Zeit des Wartens nicht gegeben hätte.

Das ist wiederum dann eine Zeit, in der unser Blick geschult, unser Glauben vertieft und unser Vertrauen gestärkt wird. Denn eines ist sicher: Gott hört unser Gebet, unser Klopfen. Gott sieht unsere Suche. Wenn Er nicht "reagiert", dann hat Er seinen Grund. Einen Grund, den wir nicht kennen, aber dem wir blind vertrauen dürfen.

Warum? Weil Gott voller Liebe zu uns ist. Seine Entscheidungen sind immer für, nie gegen uns. Und irgendwann wird der Tag kommen, an dem wir verstehen werden, warum. Das wird ein Tag der Freude und der Heilung sein. Bis dahin dürfen wir unsere müden Augen reiben, einen starken geistigen Kaffee trinken, der in uns unser Vertrauen stärkt.

Impuls - 19. März

Haus auf Felsen gebaut Norwegen pixabay 2021

Haltet meine Satzungen und tut sie; ich bin der HERR, der euch heiligt. (3. Mose 20,8)

Wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. (Matthäus 7,24)

"Schaffe schaffe Häusle baue!" Ja, das ist uns Schwaben schon sehr vertraut. In meiner Heimat war es früher einfach Gesetz, dass jeder sein eigenes Haus baut. Und das taten sie auch gut, denn die Häuser stehen immer noch. Um ein Haus zu bauen, bedarf es schon einiges an Können und an Wissen. Man informiert sich, welche Rohstoffe man einsetzen kann und welche gar nicht gehen. Welche nutzen sich schnell ab, welche nicht? Oder welche Stoffe sollte man nicht verbauen, da sie der Gesundheit schaden?

Die Liste an Dingen, die bedacht werden müssen, ist lang. Daher widmet man ihr und ihrer Umsetzung auch viel Zeit. So will man am Ende ja stolz auf sein Haus sein können, das nicht wie ein Kartenhaus zusammenfällt. Und man möchte solange wie möglich seine Freude daran haben.

Jetzt haben wir vielleicht schon ein Haus oder leben in einer Wohnung und müssen uns solche Gedanken nicht (mehr) machen. Aber die Einladung heute besteht darin uns zu fragen, auf was wir eigentlich unser Haus, unser Herz, bauen?

Jesus benutzt das Gleichnis mit einem Haus, das auf Felsen gebaut ist, um uns zu verdeutlichen, worauf es im Leben ankommt. Bauen wir unser Herz auf Sand, der uns gemütlich und schön erscheint? Oder bauen wir es auf einem Felsen, der auf den ersten Blick nicht so gut abschneidet? Baue ich mein Leben auf das, was die Welt mir verspricht oder auf das, was Gott mir sagt? Entscheide ich mich für das offensichtlich Einfache und Schöne oder für das oft herausfordernde und heutzutage Altmodische?

Was Bestand haben wird, macht Jesus mit diesem Vergleich auch gleich deutlich. Beim ersten Sturm und Wind, wird das Haus, das auf Sand gebaut wurde, einstürzen. Wohingegen das Haus auf dem Felsen standhaft bleiben wird. Wenn wir unser Leben nach den "Modeerscheinungen" der Welt aufbauen, werden wir scheitern. Auf Gott zu bauen, wird bestehen bleiben. Auf was bauen Sie?

Impuls - 18. März

Steuerrad pixabay 2021

Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt. (Sprüche 16,9)

Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott. (2.Korinther 3,5)

"Der Mensch denkt, der Herr lenkt", wer kennt diesen Spruch nicht?! Wir können ihn ironisch hören, als Appell oder auch als einen wohl gemeinten Zuspruch. Es gibt unzählige hoch wissenschaftliche Fachartikel, die uns die Verbindung unseres Gehirns mit unserem Denken aufzeigen. Was uns erschlagen kann, ist aber auch sehr interessant. So wurde festgestellt, dass man durch Denken, Leistung verbessern kann. So redete sich ein Tennisspieler zu, dass seine Rechte Vorhand besser wird und tatsächlich wurde sie besser.

So könnte man sagen, dass man mit dem Kopf, dem Hirn denkt. Im Gegensatz dazu begegnen wir Menschen in der Bibel, die mit dem Herzen denken. Für sie ist der Mensch ganzheitlich zu sehen, alles gehört zusammen. Das Denken gehört zum Herz, genauso wie der Verstand. So werden unsere Gedanken in unserem Herzen gebildet und nehmen Form an. Allerdings ist mein Herz keineswegs eine gute Fabrik, die nur gute Gedanken und Ideen hat. Zwar finden sich im Herzen Liebe, Barmherzigkeit, Freude und Glück. Aber dann ist es auch leider oftmals gefüllt mit Trauer, Wut und Leid. Es ist zerrissen durch Verletzungen und Enttäuschungen. Je nachdem, welche Gefühle gerade in uns die Oberhand haben, werden nicht immer gute Entscheidungen gefällt.

Vielleicht kann man auch so weit gehen, um zu sagen, dass unser Denken dadurch eben nicht immer das Nonplusultra ist. Kann es uns daher nicht auch einfach entspannen, zu wissen, dass egal, wie viele Überstunden meine Denkfabrik macht, Gott selbst der ist, der lenkt, leitet, führt?

Was natürlich nicht heißt, dass wir unseren Betrieb schließen sollten, sondern uns eher in eine neue Freiheit führen kann. Vielleicht gab es auch schon Situationen in Ihrem Leben, in denen Sie große Gedanken hatten, aber letztendlich etwas völlig anderes dabei herauskam? Etwas, an das Sie vielleicht gar nicht dachten, aber dann viel besser als Ihre eigenen Gedanken und Lösungen war? Etwas, das nicht den Stimmungen, den Gefühlen in uns ausgesetzt ist?  Der Menschen denkt, Gott lenkt. Uns darin Seiner Führung anzuvertrauen, sind Sie dabei?

Impuls - 17. März

Hunde im Wald pixabay 2021

Du bist ein Gott, der mich sieht. (1. Mose 16,13)

Der Zöllner stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! (Lukas 18,13)

Wenn ich mit unseren zwei Hunden bei uns in den Wäldern unterwegs bin, treffe ich oft unsere Freunde. Sie haben auch zwei Hunde und die vier genießen es dann immer, zusammen zu spielen. Allerdings sehe ich meine Freunde erst viel später, als meine Jungs. Oftmals nehme ich sie erstmal nur als irgendwelche unbekannten Menschen wahr, wobei den Hunden längst klar ist, um wen es sich handelt. Gut, dass mag natürlich an meinen schlechten Augen liegen und meine Freunde wissen, dass es keine böse Absicht von mir ist, wenn ich sie im ersten Moment ignoriere.

Dennoch in einer trubeligen Welt ist es eine große Wertschätzung, Menschen zu sehen und wahrzunehmen. In der Bibel entdecken wir immer wieder Menschen, die erlebten, dass Gott sie sieht. Egal, ob sie sich versteckten, weit weg waren oder sich abwandten. Auch Hagar lief davon. Sie wurde von Sara, der Frau Abrahams gepiesackt, wenn auch nicht ganz unverdient. Viele Emotionen trafen in Abrahams Haus aufeinander und Hagar sah nur noch die Möglichkeit der Flucht.

Zachäus ging es nicht viel anders. Durch seine Lebensweise, seine Sünden und Fehler traute er sich nicht, Jesus anzuschauen. Er wendete voller Scham seinen Blick ab. Aber wie reagierte Gott? Er sah beide. Gott sah Hagar in der Wüste sitzend, vielleicht etwas schmollend, mutlos. Er sah sie, und schickte seinen Engel, um mit ihr zu reden, um sie zu ermutigen, um ihr den Weg zurück aufzuzeigen. Jesus sah den Zöllner, ging zu ihm. Auch er wurde ermutigt und gestärkt, konnte für sein Verhalten Verantwortung übernehmen.

Wenn Gott uns sieht, dann verändert das unser Leben. Scheinbar braucht Gott dazu weder ein Fernglas noch eine Brille. Er wartet auch nicht, bis wir unser Versteck aufgeben und zu ihm zurückgehen, endlich den Mut finden, ihn anzuschauen. Nein, Jesus sieht uns, wo wir sind. Und wie wir sind. Die Augen seines Herzens sind auf uns gerichtet. Ich wünsche uns diese Erfahrung, die viele Menschen vor uns gemacht haben, damit wir wie Hagar dankend „Du bist der Gott, der mich sieht!" jubeln können.

Impuls - 16. März

Mutter und Sohn pixabay 2021

Lass mich deine Herrlichkeit sehen! (2. Mose 33,18)

Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater. (Johannes 14,8-9)

Wenn ich meinen kleinen Neffen anschaue, ist es erstaunlich, wie viele Züge er von meiner Schwester hat. Auch wenn er ganz anders aussieht, so erinnert er mich so sehr an sie. Sogar ihre Mimik spiegelt sich in seinem Gesicht wieder.

Das ist an sich nichts Besonderes, denn natürlich entdecken wir Ähnlichkeiten in den Gesichtern von Familienangehörigen. Genauso wie wir auch Verhaltensweisen entdecken, die anderen ähneln. „Ich werde ja wie meine Mutter" ist ein Ausspruch, der nicht nur Glückseligkeit hervorruft. Was eine gewisse Ironie hat, aber deutlich macht, dass man sehr wohl seine Familie in sich entdecken kann. Ob das immer gewollt ist, ist eine andere Sache.

Die Jünger waren bereits mit Jesus etwas länger unterwegs. Sicherlich war er ihnen vertraut geworden, auch wenn sie immer wieder von seinem Verhalten überrascht waren. Sein Handeln war stets voll Liebe und Wertschätzung, Er suchte die Sünder auf, hörte Menschen zu, die bis dahin „un-erhört" waren. Er war Gegenüber wie Herausforderer. Er ließ sich nicht vom Äußeren abhalten, ebenso wenig wie vom Inneren. Er war ganz Mensch und doch ganz Gott. Er war ganz Sohn und doch ganz Vater.

Wenn wir lieber keine Ähnlichkeiten mit anderen Personen haben, so war es für Jesus die Möglichkeit, Gott als Vater durch ihn kennenzulernen. Sie sind beide eins. In Jesus spiegelte sich Gott wieder. In seinem Verhalten, seinen Wesenszügen, in all seiner unfassbaren Liebe für seine Menschen.

Auch wir tragen ein Stück Gottes in uns. Daher können wir uns herausfordernd fragen, wie und wo man Gott durch uns sieht? Wie beeinflusst Gott unser Verhalten zu anderen? Wo spiegeln wir Gottes Liebe wieder? „Lass uns deine Herrlichkeit sehen! In anderen, in uns, und durch uns."

Impuls - 15. März

Brennendes Holz pixabay 2021

Unser Gott, den wir verehren, kann uns erretten aus dem glühenden Feuerofen. Und wenn er’s nicht tut, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten werden. (Daniel 3,17-18)

Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben. (Apostelgeschichte 4,20)

Die Szene ähnelt einem spannenden Actionfilm. Da sind drei Männer: Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Der König Nebukadnezar befiehlt ihnen unter Todesdrohungen sein goldenes Standbild anzubeten. Mit einer wilden Entschlossenheit und einer starken Portion Mut stellen sie sich der Aufforderung entgegen.

Im Film würden sie jetzt auf den Helden warten, der sie im letzten Moment befreit. Aber stattdessen berufen sie sich auf ihren Gott. Ihr Vertrauen in ihn wird nicht etwa kleiner im Angesicht ihrer Lage. Im Gegenteil, sie sind davon überzeugt, dass Gott eingreifen, dass Er ein Wunder vollbringen kann und wird. Ungeachtet dessen, was sie gerade erleben und wie aussichtslos ihre Lage ist.

Die drei Männer haben einen Glauben der mit dem Eingreifen Gottes, mit einem Wunder rechnet. Aber dann schenken Sie uns einen Einblick in einen noch tieferen, unzähmbaren Glauben, der auch dann noch ungebrochen ist, wenn Gott nicht eingreift und somit das Wunder ausbleibt: „Auch wenn er uns nicht errettet, werden wir das Standbild nicht anbeten!"

Darin können sie uns Vorbilder sein. Natürlich lieben wir Filme mit Happy End, mit Wundern. Wir lieben es, wenn Gott eingreift und das Unmögliche möglich macht. Was wir aber brauchen, sind auch Beispiele und Vorbilder, die uns darin ermutigen Gott zu vertrauen, auch wenn wir kein Wunder erleben und nicht das bekommen, was wir uns wünschen oder wenn es uns schlecht geht. Wir brauchen Vorbilder, die uns unseren Glauben lebendig werden lassen. Die uns Standhaftigkeit lehren, egal wie die Umstände sind. Die uns zeigen, dass es im Leben darum geht, Gott mehr zu glauben als Wundern.

Die Bibel ist voll mit Leuten, die ein fettes "trotzdem" über ihren Glauben haben. Wir brauchen keinen Helden, keinen persönlichen Superman. Wir brauchen Jesus selbst, der durch seinen heiligen Geist den Glauben in uns stärkt. Ganz egal, in welcher Lage wir uns befinden. Übrigens, Schadrach, Meschach, und Abed-Nego überleben. Aber in welch spektakulär Art und Weise dies geschah, können wir selbst nachlesen (Daniel 3,1-29).

Impuls - 12. März

Mutter und Kind pixabay 2021

Du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an. (Psalm 22,11)

Wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. (Römer 14,8)

Manchmal brauchen wir einfach einen Zuspruch, der uns im Alltag hilft. Der uns zeigt, dass wir nicht alleine vor uns hindümpeln oder kämpfen, sondern dass es jemanden gibt, der bei uns ist. Der mitgeht, durch alle Höhen und Tiefen. Jemand, dem wir nicht egal sind, der sich nicht abwendet, sondern seinen Blick und sein Herz auf uns ausrichtet.

Im Psalm 139 lesen wir: Herr du erforschest mich, und kennest mich. Ich sitze, oder stehe auf, so weißt du es. Du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich, und siehst alle meine Wege." Gott selbst ist derjenige, der uns in Allem nahe sein möchte. Weiter lesen wir: „von allen Seiten umgibst du mich, und hältst deine Hand über mir". Und zwar von Anfang an. „Denn du hast meine Nieren bereitet, und hast mich gebildet im Mutterleib."

Wir glauben an einen Gott, dessen „Ja" zu uns schon immer da war und immer sein wird. Wo unsere Geburt nicht nur eine Laune der Natur war, sondern geplant, gewollt, ersehnt war. Daher dürfen wir wissen, dass ihm auch unser Sterben nicht egal ist. Er wird auch auf diesem letzten Weg bei und mit uns sein.

Eine Bekannte erzählte mir, dass ihre Freundin verstorben sei. Sie hadere damit, aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht bei ihr gewesen zu sein. Es war ihr einfach nicht möglich, wurde ihr verwehrt. Starb sie alleine, umringt von piependen Monitoren, weit weg von ihren Lieben? Das wünscht sich niemand und trotzdem bin ich davon überzeugt, dass sie nicht allein war. Gott war bei ihr!!!

Denn, selbst wenn wir das niemandem wünschen und Mitleid haben. Wie groß muss dann erst Gottes Mitgefühl sein? Er, der unsere Nieren bereitet hat, der sich auf unser Kommen in diese Welt gefreut hat. Er, dem kein Weg von uns je verborgen war. Er selbst wird dann ganz nah bei uns sein. Er selbst wird über unseren letzten Weg zu Ihm wachen.

Impuls - 11. März

Gastfreundschaft pixabay 2021

Du sollst den Fremden lieben wie dich selbst. (3.Mose 19,34)

Übt Gastfreundschaft. (Römer 12,13)

Für jeden, der glaubt, dass die Bibel langweilig ist, steht heute unser Vers herausfordernd da. Es ist nämlich gar nicht langweilig, etwas zu lesen, das uns gerade in diesen Zeiten herausfordert. Die Flüchtlingswelle brachte uns viele Fremde ins Land. Wenn wir auch keinen direkten Kontakt haben, so sehen wir sie beim Einkaufen, auf der Straße oder im Bus. Wir unterscheiden uns vom äußeren Erscheinungsbild. Aber auch wenn dies nicht der Fall ist, merken wir schnell wer hier fremd ist. Wie reagieren wir auf das Andersartige, auf eine Kultur, die uns nicht vertraut ist? Obwohl Fremde ja auch schlicht Menschen sein können, die im Nachbardorf wohnen. Fremde zu lieben, geht das? Und was würde es für uns bedeuten?

Einfach ist es nicht, denn irgendwie haben wir gelernt, dass man sich doch lieber selbst der nächste ist. Vertrauen entgegenzubringen, fällt uns schwer und mal ehrlich: uns schenkt doch auch keiner etwas, oder?
Dem Fremden etwas Gutes tun, Gastfreundschaft zu leben ist sehr wichtig in anderen Kulturen. Mein Mann und ich lebten einige Jahre im Ausland und durften dies erfahren. Auch wenn wir völlig fremd waren, empfanden uns die Menschen nicht als abschreckend. Im Gegenteil, sie freuten sich, von uns zu hören, unsere Kultur kennenzulernen. Oft wurden wir eingeladen, immer freundlich angesprochen. Als wir uns als Team einmal in Nablus verliefen, kam sofort ein junger Mann zu uns und fragte, wohin wir wollen. Daraufhin hielt er ein Taxi an, erklärte dem Fahrer das Ziel und zu unserer Überraschung bezahlte er es sogar!

Wie wäre es, wenn auch wir uns darin üben, uns gegenüber dem „Anderssein“ zu öffnen? Wenn wir dem Fremden an der Kasse ein Lächeln schenken, anstatt wegzuschauen? Wenn wir unser Interesse für das Neue wecken, unseren fremden Nachbarn Zeit widmen? Wir müssen nicht gleich ein Taxi bezahlen, können aber vielleicht mal etwas Kleingeld dazugeben, wenn der andere hektisch im Geldbeutel kramt und nichts findet?

Es gibt viele Möglichkeiten, gastfreundlich zu sein. Viele Möglichkeiten, dem Fremden eine wertschätzende Haltung entgegen zu bringen. Egal, worum es sich dabei handeln wird, eins haben alle doch gemeinsam: Sie bringen Ein Stück Himmel auf die Erde.

Impuls - 10. März

Kennenlernen pixabay 2021

Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. (Jeremia 31,3)

Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. (1.Johannes 4,16)

Ende Februar wurde in Israel "Purim" gefeiert. Es ist ein "Yom Tov", ein Freudentag, ein Fest der Freunde und Gemeinschaft. Man erinnert sich daran, dass sich die Juden im 5. - 6. Jahrhundert vor Christus dem Ausrottungsbefehl des persischen Königs zur Wehr setzen durften und überlebten.

Nachzulesen ist dies im Alten Testament, im Buch der Esther. Zuvor war der damalige König auf der Suche nach einem Ersatz für seine Frau. Diese hatte er nämlich in die Wüste geschickt. Es wurde der Prototyp für die Show "Germanys Next Top Model" initiiert, bei der sich alle jungen hübschen Jungfrauen anmelden konnten. Und Esther „bewarb" sich um die Stelle. Allerdings wurde sie ein ganzes Jahr darauf vorbereitet, dem König entgegenzutreten und ihn davon zu überzeugen, dass Sie die neue Königin werden sollte.

Warum man dafür ein Jahr braucht, ist schon erstaunlich. Aber so war es, und so wurde sie rundherum vorbereitet. Wie verhält man sich auf dem Hof? Was erfordert die soziale Etikette? Ganz abgesehen von einem ausgetüfteltem Wellness Programm, um auch ihren Körper überzeugend werden zu lassen. Um es kurz zu fassen: Sie wurde Königin.

Ein Jahr Vorbereitung, um dann für seine Bemühungen geliebt zu werden? Klingt schon komisch, und auch anstrengend. Es bleibt ja auch eine Skepsis zurück, ob man dann nur durch das anerzogene, antrainierte Verhalten liebenswert ist. Was seltsam erscheint, ist im heutigen ersten Kennenlernen oftmals nicht viel anders. Man versucht alles, um dem anderen zu gefallen. Man wird witziger, verbringt mehr Zeit vor dem Spiegel. Auch die Kleidung wird schon beim Schatten eines Flecks gewechselt, plötzlich hat man ganz andere Interessen, und und und. Man "buhlt" um die Liebe.

Bei Gott ist das völlig anders. Gott braucht keine Vorbereitungszeit, kein langes Kennenlernen, um uns zu lieben. Er tut es einfach, seit jeher. Er sah uns bereits, als wir im Mutterleib gebildet wurden. Nichts an uns ist ihm verborgen. Und ja, trotzdem liebt er uns. Es bedarf kein Ausschmücken oder Aufpolieren des Körpers, kein Zeigen der Schokoladenseite, kein Zusammenreißen des Verhaltens.

Er liebt uns, seit jeher. Er hat uns zu sich gezogen, auch wenn wir schlechte Witze erzählen, manchmal peinlich sind, Fehler machen, oder mit bekleckerten Klamotten herumlaufen. Gott ist Liebe. Eine Liebe, die uns so liebt wie wir sind. Immer und seit jeher.

Impuls - 9. März

Dunkelheit und Licht pixabay 2021

Wenn ich auch im Finstern sitze, so ist doch der HERR mein Licht. (Micha 7,8)

Ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. (1.Thessalonicher 5,5)

"Sie hören wie laut mein Lachen klingt und wissen nicht, warum ein Kind im Dunkeln lauter singt." Dieser Vers eines Liedes zeigt ein besonderes Verhalten auf. Ein Verhalten oder einen Schutzmechanismus, mit dem sich ein Kind im Dunkeln Mut macht. Es singt einfach, um die Dunkelheit zu vertreiben. In der Dunkelheit eines Kinderzimmers ist der alte Teddy plötzlich ein großes Monster, der Ball unterm Bett ein außerirdisches Wesen, das schreckliches plant. Macht man allerdings das Licht an oder singt ein Lied, werden die Gegenstände wieder zudem, was sie eigentlich sind und verlieren die Macht, Angst einzujagen.

Mittlerweile haben wir vielleicht nicht mehr Angst in einem dunklen Zimmer. Auch Gegenstände bleiben, was sie sind und dennoch kennen wir dieses Gefühl der Angst. Dabei muss es nicht mal dunkel sein. Schon im Hellen können z. B. Begegnungen Angst in uns hervorrufen. Die Angst zu versagen oder nicht geliebt zu werden. Wir singen dann vielleicht nicht, aber wir versuchen, unsere Angst und Unsicherheit mit Lachen zu verscheuchen.

Aber vielleicht gibt es auch Momente in unserem Leben, in denen wir im Dunkeln sitzen. In der Dunkelheit mit uns, mit unseren Ängsten, mit unseren Fragen, Herausforderungen, mit unseren Zweifeln und Sorgen. Und sie scheinen, wie früher der Teddy, immer größer und mächtiger zu werden.

Vielleicht möchte uns Jesus ja heute ein Lied singen, um all das zu vertreiben, die Größe der Ängste schrumpfen zu lassen. Ein Lied, in dem ER uns vorsingt, dass ER unser Licht ist. Ein Licht, das keinen Strom braucht, sondern ein Licht, das in uns leuchtet und uns zeigt, dass ER da ist. Er selbst nennt uns Kinder des Lichts, über die keine Dunkelheit dieser Welt Macht besitzt.

Impuls - 8. März

Indianer pixabay 2021

HERR, du bist unser Gott, gegen dich vermag kein Mensch etwas. (2.Chronik 14,10)

Ich will mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne. (2.Korinther 12,9)

"Indianer weinen nicht". Haben Sie sich auch schon mal gefragt, ob dies auch wirklich stimmt? Ich mich schon. Vor allem in Situationen, in denen ich diesen Satz hörte oder zu hören bekam. Meist wird er Kindern zugesprochen, um sie zu beruhigen und zu trösten. Vielleicht liegt dem Wunsch das Kind zu beruhigen eine Hilflosigkeit zu Grunde. Denn so trostvoll ist dieser Satz eigentlich nicht. So impliziert er doch vielmehr, dass andere in dieser Situation nicht weinen, sondern nur "Weicheier" das tun. Und das will keiner sein, oder?

Jetzt sind wir "groß" und es gibt andere Situationen und Umstände als aufgeschlagene Knie, die uns zum Weinen bringen, uns "schwach" werden lassen. Aber natürlich meiden wir auch diesen Zustand. Schwach zu sein ist nichts, worüber man sich freut. Im Gegenteil, man schämt sich.

Ganz im Gegensatz zu Paulus. Er verleugnet seine Schwachheit nicht, noch gibt er ihr einen falschen Mantel um sich nicht schämen zu müssen. Nein, er rühmt sich seiner Schwachheit. Was ihn seine Schwäche spüren ließ, ist nicht ganz klar. Manche sehen in ihr den Schmerz über die Zerrissenheit in seiner Gemeinde, andere sprechen von einer Krankheit, die ihn heimsuchte.

Aber ganz gleich, ob psychischer oder physischer Natur, Paulus fühlte sich elend, schwach. Kein Indianer, unser Paulus. Und inmitten seiner Schwäche, vertraut er auf Jesus. Es geht ihm nicht darum, sich möglichst gut zu repräsentieren, von seiner Schwäche abzulenken oder sie irgendjemandem oder irgendetwas anzulasten. Es geht ihm in seiner Schwäche um die Kraft Gottes. Im Eingestehen seiner Schwäche lässt er Jesus den Raum, Seine Kraft in ihm wirken zu lassen. Wo er gegen die Mauer seiner eigenen Kraft geprallt ist, überlässt es Paulus Jesus, mit seiner Kraft über diese Mauern zu springen.

Deshalb müssen wir uns keine Kriegsbemalung auf die Wangen zeichnen, sondern wir dürfen das Indianerkostüm an den Nagel hängen. Wir dürfen zugeben, dass wir und auch wo wir schwach sind und darin vertrauensvoll erleben, dass gerade dann die Kraft von Jesus in uns wohnt, und wirken will.

Impuls - 5. März

Wie ein tosender Sturm pixabay 2021

Der Name des HERRN ist ein starker Turm, der Gerechte eilt dorthin und findet Schutz. (Sprüche 18,10)

Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! (Philipper 4,6)

Wir befinden uns mitten in der Fastenzeit. Traditionell fastet man Alkohol, Schokolade, und Fleisch. Dennoch gibt es keine Grenzen der Dinge, die man fasten kann. Bekannte von mir fasten zum Beispiel Social Media. Und ich habe mir dieses Jahr vorgenommen, "Sorgen zu fasten". Was einfach klingt, stellt mich jeden Tag vor eine Herausforderung, denn "im Sorgen machen" bin ich richtig gut. Im Sport wäre es eine Disziplin, die ich hervorragend beherrsche.

Und wer hat schon keine Sorgen? Oder macht sich keine? Gerade in dieser verrückten Zeit, wo nichts klar, nichts verlässlich ist. Wir sorgen uns um unsere Kinder, darüber, welche Auswirkung das Homeschooling hat, um unsere Arbeitsplätze und um unsere Lieben in der Ferne, die wir nicht besuchen können.

Wie in einen Sturm werden unsere Gedanken in unserem Herzen durcheinandergewirbelt und versuchen, sich als Sorgen irgendwo festzuklammern und einzunisten. Unsere Ermutigung heute stellt sich unseren Sorgen entgegen. Denn Gott lädt uns ein, Ihn in unserem Sturm aufzusuchen. In seiner Gegenwart sind wir sicher. Das laute Tosen des Sturms hat keine Macht mehr, sondern wir finden Ruhe. Wir können uns mit den Sorgen Ihm zuwenden. Wir dürfen mit Gott darüber reden, sie loslassen. Durch Bitten und Flehen ihm zeigen, wie es in uns aussieht und was wir brauchen. Wir dürfen uns aber auch in Dankbarkeit üben. Wegschauen von den Sorgen hin zu den Dingen, die gut sind, die wir erhalten haben, die uns ermutigen und freuen.

Dieser Blickwechsel kann uns helfen, bei all den Herausforderungen die wir haben, nicht zu vergessen, dass Gott uns sieht, beisteht, ermutigt und stärkt. Dann werden die tosenden Stürme in uns vielleicht nur noch säuselnde Windhauche, die zwar manchmal noch versuchen uns zu ärgern, allerdings keine Macht mehr haben, uns zu entwurzeln.

Impuls - 4. März

Hoffnung pixabay 2021

Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. (Jeremia 29,11)

Es hat Gott gefallen, alle Fülle in Christus wohnen zu lassen und durch ihn alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. (Kolosser 1,19-20)

Bestimmt haben Sie schon folgende Erfahrung gemacht: Es geht Ihnen gut, wenn Ihr Leben einfach wie „geschmiert“ läuft, Sie sich rundherum wohl und zufrieden fühlen, Sie vielem aus der Bibel wohlwollend zustimmen. Anders sieht es aus, wenn es uns nicht gut geht. Wenn nichts läuft, wie es soll, Probleme und Herausforderungen über uns hereinbrechen. Dann wird vieles neu in Frage gestellt und es erscheint mehr als schwer, daran festzuhalten.

Und dennoch stehen Gottes Worte felsenfest da. Gerade in solchen Zeiten. Israel lebte im Exil. Nicht in dem Land, wo Milch und Honig fließen, sondern in einem fremden Land. Die Menschen haderten mit ihrem Schicksal, und ich kann mir gut vorstellen, wie sie sich fühlten, und wie sie zweifelten. Auch wir leben oft in unserem eigenen, persönlichen Exil, scheinen weit weg von dem Leben zu sein, welches wir uns wünschen. Wir hadern und zweifeln.

Genau dorthinein spricht Gott uns Seine Gedanken zu. Gedanken des Friedens nicht des Leidens, der Zuspruch für eine Zukunft und der Hoffnung. Mitten hinein in unser Erleben, in unser Verzagen, in unsere Zweifel.

Das kann und wird in unserem Exil wie ein warmer Frühlingsregen sein, der uns stärkt und uns die Kraft schenkt, durchzuhalten. Das Exil, wie auch bei den Israeliten, wird nicht ewig sein. Schenken Sie der aufkeimenden Hoffnung Raum in Ihrem Herzen, damit sie alle anderen nagenden, zweifelnden Gedanken verdrängt.

Impuls - 3. März

Gemeinsam sind wir stark pixabay 2021

Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. (1.Mose 2,18)

Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
(Johannes 19,26-27)

Neulich schauten wir mal wieder "Herr der Ringe". Im ersten Teil wird ziemlich schnell offenbar, dass es in der Trilogie darum geht, einen mächtigen Ring zu zerstören. Diese Aufgabe kann nicht jeder ausführen, sondern derjenige, und zwar Frodo, wird dazu berufen. Berufen dazu, einen langen, schweren, gefährlichen und gruseligen Weg zurückzulegen, um diese Aufgabe zu meistern. Nicht einfach, zumal er ein Hobbit ist, sehr klein, eigentlich weder mutig noch sportlich.

Der erste Teil heißt "Die Gefährten". Und eigentlich könnten alle drei Teile so heißen, denn sein bester Freund Sam bleibt bis zum Schluss bei ihm. Nun müssen wir in unserem Leben keinen magischen Ring zerstören und auch nicht gegen mächtige Zauberer oder gefährliche Bestien kämpfen. Aber dennoch ist auch unser Weg oft schwer, steinig, voller Herausforderungen und Rückschläge. Allerdings auch mal mit vielen Blumen an der Seite, zwitschernden Vögeln und einer strahlenden Sonne.

Jesus waren und sind unsere Wege nicht verborgen. Ihm ist bewusst, was es uns abverlangen kann. Er kennt unsere Wege, die schweren wie die schönen. Und Er wusste, wie wichtig es ist, jemanden an seiner Seite zu haben. Und das muss nicht immer eine Partnerin oder ein Partner sein. Es können auch Freunde, Familie, Gemeinde oder Menschen sein, mit denen man ein gemeinsames Ziel verfolgt. Eine kleine Gemeinschaft, die sich gegenseitig stützt, ermutigt, stärkt. Eine kleine Gemeinschaft, die auch das Schöne miteinander teilt, sich zusammen freut, füreinander und miteinander. Eine kleine Gemeinschaft, die zusammen unterwegs ist, ihren Glauben lebt und sich darin ermutigt, die aneinander und miteinander wächst, zusammenhält, sich gegenseitig ins Leben reinredet, sich herausfordert und tröstet. Gemeinsam Sachen anpackt, ein Ziel hat.

Über alldem steht Gott der uns, wie Frodo, dazu berufen hat. Wer zählt zu Ihrer Gemeinschaft, zu Ihren Gefährten?

Impuls - 2. März

Weise und klug pixabay 2021

Lehre mich rechtes Urteil und Erkenntnis, denn ich vertraue deinen Geboten. (Psalm 119,66)

Wer ist weise und klug unter euch? Der zeige mit seinem guten Wandel seine Werke in Sanftmut und Weisheit. (Jakobus 3,13)

Es wäre interessant zu wissen, wie viele Menschen sich eigentlich auf Jakobus Frage gemeldet hatten. Und noch interessanter wäre zu wissen, wie viele Menschen sich heute mit einem kräftigen "Ja" melden würden.

Wenn wir unsere momentane Lage in der Politik anschauen, werden wir mit Menschen konfrontiert, die stets (irgend)etwas besser wissen, denken sie seien schlauer und die fest davon überzeugt sind, dass nur ihre Meinung die einzig wahre und weise ist. Wir Menschen denken allzu oft, für alles eine Antwort zu haben. Und mal ehrlich, wer von uns fühlt sich nicht auch geschmeichelt, wenn man uns um Rat fragt?

Die Weisheit, die Jakobus allerdings meint, ist weniger das Wissen eines weisen Menschen an sich, sondern eher die Art und Weise wie dieser Mensch sein alltägliches Leben mit seinem Wissen führt. Denn nicht allein das Wissen zählt, sondern wie man das Wissen im Alltag, im Zwischenmenschlichen anwendet.

Man kann sich noch so viel Wissen aneignen, wird dieses nicht lebendig umgesetzt, ist es schlicht weg nur eine gelebte Theorie. Jakobus sagt deutlich, dass zum Klug sein auch ein entsprechendes Handeln gehört. So ist Weisheit vielmehr die Fähigkeit, Erkenntnisse auch praktisch anzuwenden. Und das in Sanftmut, nicht von oben herab – und zur richtigen Zeit.

Ich möchte Sie einladen, darüber nachzudenken. Wo verfügen Sie über Wissen, das Sie für sich und für andere einsetzen könnten?

Impuls - 1. März

Zugfahrt pixabay 2021

Geh hin und sieh, ob’s gut steht um deine Brüder und um das Vieh. (1. Mose 37,14)

Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.
(Philipper 2,4)

Neulich war ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Weg nach Berlin. Inzwischen ist es zwar leider normal, dennoch erschreckt es mich immer wieder, wie viele Menschen ihre Ellenbogen ausfahren, um als erstes in den Zug einsteigen zu können. Irgendwie scheinen sie Angst zu haben, keinen Platz mehr zu bekommen oder dass sich gar die Tür vor ihnen schließen könnte. Es wird gedrängelt und gedrückt.

Aber nicht nur beim Einsteigen in einen Zug können wir dieses Verhalten beobachten. Egal ob beim Transport, im Kaufhaus oder im Job, wir fahren die Krallen aus, um das zu bekommen, von dem wir denken, dass es uns zusteht. Wir Menschen denken vielleicht, dass wir zu kurz kommen und alles drum geben müssen, um dem entgegenzuwirken. Zu Beginn der Corona-Pandemie war es die Jagd nach Toilettenpapier. Was auf den zweiten Blick amüsant ist, macht leider deutlich, dass wir in einer Ellenbogengesellschaft leben.

Im Gegensatz dazu stehen heute unsere Bibelverse. Sie zeigen uns eine andere Lebensweise auf, nämlich von uns weg auf andere zu schauen. Im Blick zu haben, was mein Gegenüber, mein Nächster, braucht. Dabei darf ich natürlich meine eigenen Bedürfnisse wahrnehmen, aber auch nicht aus den Augen verlieren, dass ich eben nicht Dreh- und Angelpunkt der Welt bin, sondern ein Leben in Gemeinschaft mehr ist, als nur mich zu sehen.

Dazu lädt uns Jesus ein. Ihm ist daran gelegen, dass es uns allen gut geht. Jeder ausreichend Toilettenpapier hat, nicht nur die schnellsten. Er hat die unter uns im Blick, die darin Hilfe benötigen und dankbar sind, wenn sie diese auch erfahren.

Vielleicht fällt Ihnen heute jemand ein, der sich über Ihre Unterstützung freuen würde?
Und vielleicht sind Sie mal derjenige, an den gedacht wird. Wäre das nicht großartig?

Impuls - 26. Februar

Buch Herr der Ringe ©C.Riesner 2021

Siehe: Der die Berge gemacht und den Wind geschaffen hat, der dem Menschen sagt, was er im Sinne hat - er heißt "HERR, Gott Zebaoth". (Amos 4,13)

Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt. (Johannes 17,6-7)

"Eine Rede, eine Rede!" Rufen die Hobbits Bilbo zu. Er feierte seinen 111. Geburtstag und die Mitfeiernden waren gespannt darauf, was er über sein Leben zu berichten hätte. Auch ich bin ein großer Fan von Reden. Von dem Erzählen, was man alles schon erlebt hat, von Dankbarkeit, die einen staunen lässt, von der Perspektive, auf das, was noch kommen mag. Und von Wünschen, die man für die Zuhörer hat.

Heute lesen wir von einer Rede, die Jesus hielt, bekannt auch als Abschiedsrede. Denn nur wenige Stunden entfernt vor ihm stand das Kreuz. In seiner Rede ergreift Jesus Partei für seine Jünger, die bei ihm sind. Er bringt sie in seinem Gebet vor Gott und setzt sich für sie ein.

Und das, obwohl die Männer nicht gerade immer glänzten, besonders liebenswürdig oder sehr begabt gewesen wären. Im Gegenteil, sie stritten sich und machten immer wieder Fehler. Wahrscheinlich waren sie einfach Menschen wie Sie und ich. Und ja, trotzdem hielt er an ihnen fest und war mit seinem Herzen und Gedanken in seinen letzten Stunden bei und mit ihnen. Auch wenn Jesus um all die Fehler und Schwächen seiner Freunde wusste, hielt er an ihnen fest.

Und die Jünger? Sie nahmen seine Freundschaft an. Eine Freundschaft, die über Jesus Tod am Kreuz hinausging und in der Auferstehung belohnt wurde. Jesus hatte sie und ihr komplettes Leben verändert. Sie erhielten mehr Kraft, mehr Vertrauen in Gott, konnten Sorgen loslassen und den Auftrag, den Jesus ihnen gab, mit einer hingebungsvollen Liebe ausführen.

Wir sind auch nicht perfekt. Auch wir haben Schwächen und Fehler, sind nicht immer liebenswürdig, manchmal zickig. Und auch wir dürfen uns in die Freundschaft mit Jesus stellen und seine Rede mit unseren Ohren für uns persönlich hören. Wir dürfen auf uns wirken lassen, dass Jesus mit seinem Herzen und Gedanken bei uns ist. Seine Liebe verändert unser Leben wie das der Jünger. Nehmen wir seine Freundschaft an?

Impuls - 25. Februar

Paar im Ruhestand pixabay 2021

Du bist mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vor Gewalt. (2. Samuel 22,3)

Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. (Römer 8,38-39)

Neulich in einem unserer Seniorenheime der Berliner Stadtmission erzählte mir eine Bewohnerin, dass sie 62 Jahre mit ihrem Mann verheiratet war. Er verstarb vor ein paar Jahren und sie vermisst ihn jeden Tag.

62 Jahre lang verheiratet!!! Was dem einen ein freudiges Seufzen entlockt, ist für den anderen schier unmöglich. So lange mit ein und demselben Mann bzw. derselben Frau zusammen zu sein? Geht das überhaupt?
"Irgendwann erlischt doch die Liebe."

"Da ist doch die Luft raus."
"Da lebt man sich auseinander."
Diese möglichen Reaktionen oder Gründe, weshalb eine Beziehung auseinandergeht, sind denkbar. Eine andere Frau antwortet auf die Frage, was das Geheimnis ihrer über 50 Jahre anhaltenden Ehe wäre: "Wir kommen aus einer Generation, in der wir noch repariert haben, anstatt wegzuwerfen."

Gott scheint auch zu dieser Generation zu gehören. Er tat alles, um die Beziehung zu seinen Menschen zu reparieren. Er sandte Propheten, um den Weg zurück aufzuzeigen. Er ließ Wunder geschehen und sandte zuletzt seinen eigenen Sohn. Jesus reparierte unsere Beziehung zu Gott und zahlte einen hohen und schmerzhaften Preis am Kreuz dafür.

Vielleicht sind wir noch ganz frisch mit Ihm unterwegs. Haben den „Petersilienhochzeitstag“ erlebt, die silberne oder schon die goldene Hochzeit gefeiert. Aber das ist gleich. Denn egal, wo wir mit Jesus stehen, nichts kann uns von seiner Liebe trennen. Dessen war sich Paulus sicher und dessen dürfen wir uns sicher sein. Die Liebe wird nicht erlöschen, noch die Luft entweichen, noch besteht die Gefahr des Auseinanderlebens. Nichts kann uns trennen – keine Laune der Natur, auch keine Laune in uns, noch so Hohes, noch so Tiefes, weder Engel, Mächte, einfach nichts! Eine Liebe lebenslang und dank Jesus auch darüber hinaus.

Impuls - 24. Februar

Ein Jeder hat sein Päckchen zu tragen!

Ihr sollt Brot die Fülle haben und sollt sicher in eurem Lande wohnen. (3.Mose 26,5)

Sie aßen alle und wurden satt und sammelten auf, was an Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll. (Matthäus 14,20)

Ein langer Tag liegt hinter Jesus und seinen Jüngern. Menschen folgten ihm, ganz gleich wie lang der Weg war. Denn eigentlich wollte Jesus sich etwas zurückziehen. Vielleicht um zu trauern, da ihn die Nachricht von der Ermordung von Johannes dem Täufer erreicht hatte. Aber als Jesus die Menschenmenge sah, denen kein Fußmarsch zu weit war, um ihn zu sehen, erbarmte er sich über sie. Er heilte die Kranken und hatte ein offenes Ohr und für jeden ein aufbauendes Wort.
Gegen Abend kamen die Jünger zu ihm. Sicherlich knurrte ihnen der Bauch nach diesem langen Tag. Praktisch veranlagt wie sie waren, wussten sie, dass ihr Vorrat nicht für diese Menge an Menschen reichen würde. Daher lag die Lösung nahe, die Menge wegzuschicken, damit sie sich irgendwo etwas zu essen besorgen konnten.

Jesus Lösung zu diesem Problem sah anders aus. Seine Lösung dafür war ein Wunder. Von den fünf Broten und zwei Fischen, die eigentlich nur für ihn und seine Jünger reichten, wurden 5000 Männer satt, Frauen und Kinder unter ihnen nicht mitgezählt. Jesus nimmt schlicht das, was sie hatten und vermehrte es. Ein großes Wunder, das damals überzeugte und auch heute noch eine Sprengkraft für unser Leben beinhalten kann.

Denn auch wir können zu ihm kommen mit dem, was wir haben. Nicht mit dem, was wir gerne hätten, sondern mit dem tatsächlichen Ist-Bestand. Mit unserer winzig kleinen Hoffnung, dem dünnen Vertrauen, oder dem fast erloschenen Glauben. Egal wie unsere Brote und Fische aussehen, Jesus nimmt sich dem Kleinen an, um etwas Großes daraus entstehen zu lassen. Und nicht nur so, dass wir damit irgendwie durch den Alltag kommen, sondern so, dass wir übermäßig davon haben. Übermäßig viel Hoffnung, übermäßig starkes Vertrauen, übermäßig großen Glauben.

Hört sich das nicht gut an? Ich möchte Sie heute ermutigen, Ihr Bündel zu packen und zu Jesus zu gehen. Geben Sie ihm, was Sie haben und es erwartet Sie ein Wunder!!!

Impuls - 23. Februar

Jesaja pixabay 2021

Ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich! (Jesaja 6,8)

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! (2.Korinther 5,20)

Folgendes Inserat in einer Zeitung: "Suchen Sie Veränderung in Ihrem Job? Wollen Sie selbstständig und global arbeiten? Haben Sie großes Interesse an anderen Menschen? - Dann sind Sie hier richtig! Wir bieten Ihnen einen unabhängigen Arbeitsplatz, mit geringem Verdienst, dafür aber einen engen und guten Kontakt zu Ihrem Chef. Ihre Perspektive ist nicht rosig, Zusatzleistungen nicht möglich. Aber Ihr Wirken ist von unsagbarem Wert. Ihre Arbeitszeiten sind rund um die Uhr, Ihr Einsatz jederzeit möglich. Ihre Arbeit wird in die Geschichte eingehen, auch wenn Sie von ihren Mitmenschen gemieden werden."

Würden Sie auf so eine Annonce antworten? Bestimmt nicht. Und dennoch gab es in der Geschichte immer wieder Menschen, die sich in solch einen Dienst gestellt haben. Es waren die Propheten, die Gott zu uns sandte. In unserem heutigen Text war es Jesaja. Sein Leben war nicht leicht und was er zu sagen hatte war nicht angenehm. Es endete tragisch durch Ermordung mit einer Holzsäge.

Auch heute sucht Gott nach Menschen, die seine Liebe in die Welt tragen. Menschen, welche sich nicht abschrecken lassen, von Ihm zu erzählen. Dabei können wir uns glücklich und dankbar schätzen, in einer Zeit und Kultur zu leben, die Christen weder verfolgt noch ermordet. In anderen Ländern sieht es leider noch ganz anders aus. Umso erstaunlicher, dass sich trotzdem Gottes Botschaft verbreitet - allen Versuchen, sie einzudämmen oder auszumerzen, zum Trotz. Gottes Liebe findet einen Weg. 

Vielleicht heute durch Sie. Vielleicht sind Sie heute sein Botschafter? Durch das richtige Wort zur richtigen Zeit, durch ein Gebet, durch eine helfende Hand oder ein offenes Ohr? Möglichkeiten, Gott zu repräsentieren gibt es viele. Die Frage ist: Lassen Sie sich darauf ein?

Impuls - 22. Februar

Babyfüße pixabay 2021

Hanna betete: HERR Zebaoth, wirst du das Elend deiner Magd ansehen und an mich gedenken und deiner Magd nicht vergessen? (1. Samuel 1,11)

Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. (Lukas 1,46-48)

Zwei Frauen, zwei Lebensgeschichten. Hanna wünschte sich nichts sehnlicher, als endlich ihr eigenes Kind in den Armen zu halten. Maria dagegen wurde plötzlich überraschenderweise schwanger. Beide wendeten sich an ihren Gott. Für beide war klar, dass nur Er allein ihnen helfen und beistehen kann. Beide waren überzeugt, dass der Herr sie hörte und sah. Und Gott reagierte. Hannas Bitte wurde erhört und Maria wurde in ihren Herzen gerüstet für die besondere Aufgabe als Mutter Jesus.

Man könnte jetzt "Friede, Freude, Eierkuchen" jubeln, denn scheinbar war doch alles in bester Ordnung. Aber ihre Geschichte ging weiter. Denn beide Frauen mussten ihre Kinder loslassen. Hanna, so dankbar und so lang ersehnt ihr Wunsch auch war, stellte ihren Sohn in den Dienst des Herrn und auch Maria ließ Jesus als Sohn Gottes ziehen.

Wie gewonnen, so zerronnen… Allerdings von Bitterkeit keine Spur. Im Gegenteil, ihre beiden Loblieder finden wir in der Bibel wieder. Sie fühlten sich gesehen, erhört und beschenkt. Auch wenn ein Loslassen des Glücks unumgänglich war.

Was besitzen diese zwei Frauen, das uns manchmal zu fehlen scheint? Was half ihnen loszulassen und ein „Ja“ zu finden, für einen Weg, der nicht leicht war? War es die Erfahrung von Gott gesehen und in ihren Bedürfnissen wahr genommen zu werden? Ein tiefes Vertrauen, dass dies keine einmalige Sache sei, sondern das Vertrauen in Gott sie durch ihr gesamtes Leben begleiten würde?

Wahrscheinlich eine Mischung aus allem und bestimmt mit noch weiteren Zutaten. Vielleicht steht hinter den Fragen auch schlicht die Beziehung, die sie zu Gott hatten. Eine Beziehung durch dick und dünn, durch Fragen und Antworten, durch Lachen und Tränen, durch halten und loslassen.

Wie steht es mit Ihrer Beziehung zu Gott?

Impuls - 19. Februar

Freundinnen pixabay 2021

HERR, du hast angefangen, deinem Knecht zu offenbaren deine Herrlichkeit und deine starke Hand. (5. Mose 3,24)

Gott wollte kundtun, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Völkern ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. (Kolosser 1,27)

Mit Geheimnissen ist das so eine Sache: Manche sind so geheim, dass man gar nicht weiß, dass es Geheimnisse sind, manche werden wiederrum nur „lose“ gehütet und unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit doch weitererzählt. Denn Geheimnisse zu wahren, kann ziemlich herausfordernd sein. Geheimnisse können wertvoll sein, mit dem Gefühl, etwas zu besitzen oder zu wissen, das einen reich macht. Wenn auch nicht materiell, sondern im Herzen. Es gibt aber auch Geheimnisse, die man über andere sammelt und die man gegen andere verwenden kann. Diese sind dann nicht so schön.

In unserem Fall geht es aber um ein derart besonderes Geheimnis, dass Gott selbst es weitererzählt. Ein Geheimnis, dem ein herrlicher Reichtum inne wohnt. Ein Reichtum, der die Herzen verändert - und zwar der Reichtum darüber, dass Jesus Christus, durch den heiligen Geist,  in uns lebt.

Wir dürfen uns reich wissen, weil wir nicht allein sind, Jesus uns Beistand, Trost und Hilfe ist. Wenn wir das Gefühl haben, dass unser Herz mit vielem überfordert ist und wenn uns die Kraft fehlt, kann Jesus – in uns – uns diese Kraft geben. Er kann unser Herz und unser Denken verändern, kann Unmögliches in uns möglich machen. Gerade, wo wir durch Gefühle herumgewirbelt werden, bleibt Er in uns, unsere sichere Burg, in der wir Zuflucht finden können.

Elias Schrank, ein deutscher Theologe (1831-1913), schrieb, dass „wir unseren Glauben nicht auf Gefühlen gründen können, es wäre ein Bauen auf Sand". Daher ist es wichtig, dass wir die Zusagen Gottes als Anker ergreifen, wenn uns unsere Gefühle etwas anderes vorgaukeln möchten. Das Geheimnis, die Zusage, dass Jesus in uns wohnt, sei heute und morgen und übermorgen, unser Anker. 

Impuls - 18. Februar

Im Vorbeigehen pixabay 2021

Herr, hab ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber. (1. Mose 18,3)

Ich muss heute in deinem Haus einkehren. (Lukas 19,5)

Jeden Tag gehen wir an etwas oder jemandem vorbei. Derzeit sind es geschlossene Geschäfte, aber wir begegnen auch Menschen, an denen wir vorbeigehen. Menschen, die wie wir selbst, die unterwegs sind oder leider aber auch begegnen wir Menschen, die vor uns auf der Straße sitzen. Wir schauen meist schnell weg, vermeiden den Augenkontakt, tun sehr beschäftigt und laufen weiter. Vielleicht nicht immer, vielleicht bleiben wir auch so manches Mal stehen und geben eine Kleinigkeit ab.

In der Bibel finden sich Begegnungen, in denen Gott Menschen sieht und nicht vorbei geht. Begegnungen, bei denen er die Nähe sucht und sich einladen lässt. Heute ist es einmal Abraham, der ihn einlädt und Gott nimmt an. Dann ist es Zachäus, der auf einem Baum sitzt. Jesus sieht ihn, und geht auch nicht vorbei. An beiden Begegnungen kommt Gott zu ihnen zu Besuch. Er lässt sich nicht abhalten vom Äußeren, von Erwartungen oder Bedingungen.  Sondern er tut, was ihm wichtig ist. Er nimmt sie wahr, und schenkt ihnen seine Zeit. Eine Zeit, die beider Leben verändern wird. Gott sieht sie nicht einfach als Wesen, sondern als Menschen, die er liebt. Als einen Menschen, dessen Freund Er sein möchte.

Auch Sie sieht Jesus. Und auch an Ihnen wird er nicht vorbei gehen, sondern Ihnen seine Zeit widmen und schenken. Eine Zeit, die auch Ihr Leben verändern wird.

Vielleicht kann uns Jesus‘ Verhalten auch dabei helfen, nicht einfach an Menschen vorbeizugehen. Ein nettes Wort, ein offenes Lächeln oder auch mal der "1 Euro" kostet uns nicht viel, kann aber Veränderung in einer Welt bewirken, die das Gegenüber als Gegenüber wahrnimmt und einen Wert zuspricht.

Impuls - 17. Februar

Geschenk pixabay 2021

Du bist die Zuversicht aller auf Erden und fern am Meer. (Psalm 65,6)

Jesus Christus ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. (Johannes 2,2)

Vor einiger Zeit war ich auf einem Seminar. Zum Ende hin stellte die Referentin ein Geschenk auf den Tisch. Es war liebevoll verpackt und nicht nur ich rätselte was wohl darin sei. Zu unserem Erstaunen fragte sie, wer dieses Geschenk haben möchte. Es trat ein kurzer Moment der Stille ein. Wer traute sich, ja zu rufen? Wer war so dreist, sich als erstes zu melden oder so mutig?

Schnell gingen die Hände nach oben. Aber es stand nur ein Geschenk da. Daher durfte die Erste es nehmen, die sich gemeldet hatte. Zugegeben, ich war etwas neidisch, denn das Geschenk war eine sehr schöne Tasse. Ich glaube, mit dem Gefühl war ich nicht allein und bestimmt fragten sich auch andere, warum sie nicht schneller, nicht mutiger, gewesen waren. Während wir noch grübelten, lächelte die Seminarleitung und gab jedem von uns das gleiche Geschenk wie der ersten Frau, die mutig genug war, es anzunehmen.

Auch Jesus ist ein Geschenk für alle! Dass Jesus für unsere Schuld gestorben ist, ist ein unverdientes Geschenk. Es steht da - fest, unumstößlich. Aber man muss es wollen. Man darf aufrufen "Ja, ich möchte dieses Geschenk! Ich möchte es annehmen, darin Freiheit erfahren und mit Gott versöhnt leben!"

Für jeden einzelnen von uns Menschen gilt: Wir müssen keine Sorge haben, dass es uns jemand anderes wegschnappt, dass es plötzlich zu spät ist. Nein, Er ist da! Sind Sie mutig genug, es anzunehmen? Mutig genug, in Ihrem Herzen die Hand und Stimme zu erheben?

Impuls - 16. Februar

Farbenfroh pixabay 2021

Alle Völker auf Erden sollen erkennen, dass der HERR Gott ist und sonst keiner mehr! (1. Könige 8,60)

Wer sollte dich, Herr, nicht fürchten und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig! Ja, alle Völker werden kommen und anbeten vor dir, denn deine Urteile sind offenbar geworden. (Offenbarung 15,4)

"Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist..." Auch wenn dieses Spiel noch so alt ist, erfreut es sich doch stets größer Beliebtheit. So ziemlich jeder kennt es und hat es in seinem Leben schon einmal gespielt. Man sucht sich in seinem Blickfeld einen Gegenstand aus und benennt dessen Farbe. Der Mitspieler muss dann nach Gegenständen jener Farbe Ausschau halten und so lange fragen, bis er den richtigen Gegenstand benennt.

Es ist erstaunlich, wie viele verschiedene Gegenstände man dann plötzlich sieht, die man zuvor gar nicht wahrgenommen hat. Sie waren zwar da, aber nicht im Bewusstsein. Wir Christen sehen auch etwas, was andere nicht sehen. Wir sehen Gott. Wir sehen ihn in Gesten, im Miteinander, wir sehen ihn durch Wunder, die geschehen, durch Herzen, die heil werden. Wir sehen ihn in den Menschen, egal ob hilfsbedürftig oder selbstständig. Wir sehen ihn im Kinderlachen oder in der Hand, die das Taschentuch reicht, wenn es weint. Wir sehen Gott in der Natur, in der Vielfalt seiner Geschöpfe. Das alles aufzuzählen wäre auch ein Spiel, das wir endlos fortsetzen könnten.

Aber es ist kein Spiel, sondern Realität. Gott ist da. Auch, wenn ihn viele weder sehen noch wahrnehmen. Aber der Tag wird kommen, an dem Gott für alle offenbar wird. Der Tag, an dem alle Völker erkennen, dass Er Herr ist. Wo sich jedes Knie beugen und jede Zunge bekennen wird, dass Jesus Christus der Herr ist. Bis dahin dürfen wir unsere Augen für ihn öffnen, ihn suchen und finden. Und vielleicht können wir Menschen, die ihn nicht erkennen können, einladen, mit uns "ich sehe Gott und zwar in ..." zu spielen.

Impuls - 15. Februar

Basar in Marrakesch von pixabay 2021

Die Israeliten sprachen zum HERRN: Wir haben gesündigt, mache du es mit uns, wie dir’s gefällt; nur errette uns heute! (Richter 10,15)

So wird Freude im Himmel sein über e i n e n Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen. (Lukas 15,7)

Auf einem orientalischen Basar geht es oft sehr laut und geschäftig zu. Anders als in Läden ist der Preis von Waren nicht gekennzeichnet und wenn doch, dann dient er eher als Verhandlungsgrundlage. Man feilscht und verhandelt um jeden „Groschen“ und das so lange, bis man sich irgendwo in der Mitte trifft und beide Seiten das Gefühl haben, einen guten Preis herausgeschlagen zu haben. Das gehört einfach dazu und wenn man sich daran gewöhnt hat, dann kann es sogar Spaß machen.

Das israelische Volk lässt mich oft schmunzeln, da es das Handeln auch in ihrer Beziehung mit Gott beibehalten. Oder mindestens immer ein "aber" miteinflechten. "Ja der Preis mag ok sein, aber..."Das Volk war dem Herrn untreu geworden. Die Menschen wandten sich von ihm ab, dienten anderen Göttern und taten, was ihnen gefiel. Als daraufhin Gott streng wurde, sahen sie ihre Schuld zwar ein, holten aber ein "aber" aus ihren Ärmeln: "Tu mit uns, wie es dir gefällt - aber errette uns!" Das lässt mich schmunzeln. Ein "aber" wie auf dem Basar, ein "aber", das schon miteinschließt, was der Herr tun sollte oder wie der Herr jetzt mit ihnen zu verfahren hätte.

Vielleicht lässt das Gott manchmal auch schmunzeln. Scheinbar stört es ihn nicht, wie es uns vielleicht stören würde. Gott rettet sie trotzdem. Er lässt sich auf das Feilschen ein, wie damals auch schon mit Abraham, als es um Sodom und Gomorrha ging.

Die Antwort, warum sich Gott auf ein Feilschen einlässt, lautet: Weil er seine Menschen liebt. Er liebt sie so sehr, dass er sich nichts mehr wünscht, als dass sie zu Ihm umkehren. Er freut sich über jeden einzelnen, der umkehrt und den Weg zurück zu Ihm findet.

Impuls - 12. Februar

Wegweiser pixabay 2021

Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen. (Sprüche 3,7)

Ein jeder prüfe sein eigenes Werk. (Galater 6,4)

Die "Sprüche" im Alten Testament haben es in sich. Oftmals erschließt sich der Sinn dahinter nicht immer sofort oder ist schwer zu verstehen. Man muss manchmal genau darüber nachdenken, was sie bedeuten. Und genau das war das Ziel von Salomo, der zum Nachdenken über Gott anregen wollte und darüber, wie ein gottesfürchtiges Leben gelingen kann.

Salomo war sehr weise, aber auch ihm war bewusst, dass er im Vergleich zu Gott schnell an seine Grenzen kommt. Vielleicht musste er sich das selbst ab und an vor Augen halten, damit er nicht gar überheblich wird?

Denn wenn ich uns Menschen anschaue, dann fällt mir auf, dass wir uns schnell für ganz weise, ganz clever halten. Deshalb fällt es uns auch leicht, anderen zu sagen, was sie tun müssten oder über die derzeitige Impfstoffstrategie zu schimpfen. Wir denken, wir wissen genau auf was es im Leben ankommt, was wichtig ist oder welchen Weg wir einschlagen müssen. Erst, wenn wir dadurch eine Bruchlandung erlebt haben, halten wir inne und räumen ein, dass wir vielleicht doch nicht alles genau wissen.

Daher haben die Worte Salomos auch nicht an Aktualität verloren. Er geht sogar noch weiter, denn vor unserem Spruch heute, lesen wir: Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlasse dich nicht auf deinen Verstand. Denn dieser hat Grenzen. Wir können nicht alles wissen und wir müssen es auch nicht.

Es reicht, wenn Gott das tut und wir uns auf Ihn verlassen. Wenn wir anerkennen, dass Er alles in seiner Hand hat und genau weiß, was er tut. Wenn wir anerkennen, dass Er ein allmächtiger und allwissender Gott ist. Dazu passt einer meiner Lieblingssprüche: "Es gibt einen Gott und ich bin es nicht. Es gibt einen Gott und Sie sind es nicht."

Impuls - 11. Februar

Meer und Sonne pixabay 2021

Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade! (Micha 7,18)

Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? (Römer 8,32)

Heute möchte ich Ihnen mal wieder ein Lied vorstellen, dass mich seit dem Lesen unserer heutigen Texte begleitet. Möge es auch Ihnen und Ihrem Herzen heute begegnen und seine Liebe zu Ihnen Sie ausfüllen.

Du hast Erbarmen

Du hast Erbarmen und zertrittst all meine Schuld,
Du hilfst mir auf in deiner Treue und Geduld.
Du nimmst mir meine Last, nichts ist für dich zu schwer,
Du wirfst all meine Sünden tief hinab ins Meer.
Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde verzeiht und das Unrecht vergibt?
Ooooh, wer ist ein Gott wie du?
Nicht für immer bleibt dein Zorn besteh‘n, denn du liebst es, gnädig zu sein.
Du hast Erbarmen und zertrittst all meine Schuld,
Du hilfst mir auf in deiner Treue und Geduld.
Du nimmst mir meine Last, nichts ist für dich zu schwer,
Du wirfst all meine Sünden tief hinab ins Meer.
Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde verzeiht und das Unrecht vergibt?
Ooooh, wer ist ein Gott wie du?
Nicht für immer bleibt dein Zorn besteh‘n, denn du liebst es, gnädig zu sein.
Ooooh, wer ist ein Gott wie du, der die Sünde verzeiht und das Unrecht vergibt?
Ooooh, wer ist ein Gott wie du?
Nicht für immer bleibt dein Zorn besteh‘n, denn du liebst es, gnädig zu sein.
Wer ist ein Gott wie du?

Writer(s): ALBERT FREY
Lyrics powered by www.musixmatch.com
https://youtu.be/vvW6Ebtch7w

Impuls - 10. Februar

Wandel pixabay 2021

Himmel und Erde werden vergehen, du aber bleibst. (Psalm 102,27)

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. (Hebräer 13,8)

Herrscher, Könige oder Kaiser gab es viele in den vergangenen Jahrhunderten. Karl der Große, Napoleon, König Ludwig, Kaiser Franz… Sie kamen und gingen. Mit ihnen verschwanden ihre Politik, ihre Ansichten sowie ihre eingeführten Maßnahmen: Diktatur, Demokratie, Kommunismus. Vieles kam und ging. Und das war und ist auch oft gut so.

Wir leben in einer Welt des Wandels. Und das ist nicht nur auf Politik oder Regierungsformen beschränkt, sondern findet sich in vielen Bereichen unseres Lebens wieder. Was gerade noch aktuell und wichtig war, verliert morgen schon an Bedeutung. Und schnell fragt man sich, was überhaupt noch Bestand hat, auf was wir uns überhaupt verlassen können. Was überdauert eine Welt, in der nichts so beständig ist, wie die Veränderung selbst?

Unsere heutigen Bibelverse geben uns Antwort. Sie ist ganz einfach und unheimlich befreiend. Wir müssen nicht lange suchen, sondern einfach unseren Blick Jesus zuwenden. Denn auch wenn alles vergeht, alles schwindet, Jesus Christus bleibt. Und zwar beständig. Er verändert sich nicht und wird sich auch nicht verändern. Darauf können wir uns verlassen.

Seine Liebe zu uns ist ebenso fest und zuverlässig wie vor 1000 Jahren. Seine Gnade und Barmherzigkeit überdauern alle Zeiten der Welt. Nichts kann seine Treue schmälern, keine Inflation vermag sie ins Wanken zu bringen. Keine noch so schwere Katastrophe bringt sie zu Fall. Ein König der ist, war und kommen wird. Auf ihn können wir bauen und uns verlassen. Eine starke Ermutigung gerade dann, wenn alles um uns und in uns sich verändert.

Impuls - 9. Februar

Schloss pixabay 2021

Ich will rühmen Gottes Wort; ich will rühmen des HERRN Wort. (Psalm 56,11)

Dieses kostbare Gut, das dir anvertraut ist, bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt. (2. Timotheus 1,14)

Meine große Schwester hat unserem Neffen einen kleinen Tresor geschenkt. Eigentlich nichts Besonderes, aber er ist unheimlich stolz darauf. So kann er seine Schätze verstecken und ist sich sicher, dass sie auch keiner stiehlt. Es ist nur ein kleiner Spieltresor. Es gibt bei weitem größere, einbruchsichere Tresore. Denn, was kostbar ist, muss geschützt werden. So investiert man vieles, um diesen Schutz zu gewährleisten. Was allerdings als kostbar zählt, muss vielleicht nicht gleich offensichtlich sein.

Die Schätze meines Neffen sind Kaugummis, Murmeln, das neueste Matchboxauto oder der letzte Zahn, den er verloren hat. Für andere sind es eine Rolex-Uhr, Aktien, Geld oder Goldbarren. Manche Schätze sind emotional oder finanziell sehr wertvoll. Daher ist es verständlich, sie wegschließen zu wollen. Zu schwer würde ihr Verlust wiegen.

Wie sieht es mit den Kostbarkeiten in unserem Herzen aus? Bieten wir ihnen auch solch einen Schutz?
Paulus spricht von einem kostbaren Gut, das uns anvertraut wurde. Ein Gut, mit dem unser Glaube gemeint ist. Aber warum ist er schutzbedürftig? Wir alle kennen Zeiten in unserem Leben, in der unser Glaube an seine Grenzen zu kommen scheint. Zeiten in denen es uns durch Schicksalsschläge, Traumas, Verluste, Frust oder zerplatzte Träume schwerfällt, zu glauben. Dann wackelt unser Glaube, zerbricht gar, geht uns verloren. Daher ist es wichtig, uns darum zu bemühen, ihm mindestens genauso viel Schutz wie unseren materiellen Kostbarkeiten zu schenken, oder?

Schutzmechanismen können sein, dass wir mit Menschen unterwegs sind, die uns im Glauben Vorbilder sind, die uns ermutigen, stärken, aber auch trösten. Es kann helfen, uns tiefer mit Gottes Wort auseinanderzusetzen, es in uns wirken zu lassen. In allem Gottes Nähe zu suchen, im Gespräch und Gebet mit Ihm zu bleiben. Das Ermutigende ist aber auch, dass der Heilige Geist selbst in uns ist und uns darin unterstützt, unseren Glauben zu bewahren.

Impuls - 8. Februar

Sonnenstrahlen durch Wolkendecke

Die den HERRN lieb haben, sollen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Pracht! (Richter 5,31)

Ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast. (Johannes 17,22)

Sind sie schon einmal einem Menschen begegnet, der etwas Besonderes an sich hatte? Vielleicht ein Funkeln in den Augen, eine besondere Ausstrahlung oder etwas anderes, weshalb Sie in seiner Gegenwart sich einfach wohlgefühlt haben? Interessant ist es, dass solche Menschen meist etwas zu haben scheinen, was wir an uns selbst vermissen. Etwas, das uns fehlt.

Unsere Mitarbeiter waren vor einigen Jahren auf einem Mitarbeitertag der Berliner Stadtmission. Als sie zurückkamen, waren sie bewegt darüber, dass sie Menschen getroffen hatten, die eine tiefe, wohlwollende Ruhe ausstrahlten. Sie meinten, sie hätten etwas, was sie nicht haben. Etwas, das sie mit Ruhe und Frieden ausgefüllt hätte. Und das war ihr Glaube an Gott.

Ein tolles Beispiel dafür, wie Gottes Herrlichkeit auszustrahlen vermag. Denn, was die beiden spürten, war ein Wesensmerkmal Gottes. Eines unter vielen, denn Gott hat viele Eigenschaften, die wir an und in anderen sehen und erleben dürfen. Manche strahlen Liebe oder Barmherzigkeit aus, andere ein festes Vertrauen, eine besondere Gastfreundschaft oder auch Mut.

Jesus selbst hat sein Wesen in uns gelegt und wünscht sich, dass wir ihn in die Welt hinaustragen. Durch Sie werden andere erkennen und spüren, wie Gott ist. Durch seine Eigenschaften in uns wird die Welt ein Stück heller, ein Stück freundlicher.

Impuls - 5. Februar

Ketten pixabay 2021

Du hast meine Seele vom Tode errettet, meine Füße vom Gleiten, dass ich wandeln kann vor Gott im Licht der Lebendigen. (Psalm 56,14)

Und siehe, der Engel des Herrn kam herein und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen. (Apostelgeschichte 12,7)

Alcatraz ist ein Hochsicherheitsgefängnis vor San Francisco. Nicht nur die Tatsache, dass es sich auf einer Insel befindet, sondern auch die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen machen eine Flucht fast unmöglich.

Als Petrus ins Gefängnis musste, war das sicher ähnlich. Er war immer an zwei Soldaten angekettet und vor der Zelle standen nochmal zwei Wächter. Fluchtchancen gleich null. Zumal Petrus über keine kriminelle Raffinesse verfügte. Aber er hatte Gott an seiner Seite. Durch einen Engel befreite er ihn, was eigentlich unmöglich ist. Amüsant ist die Reaktion der Gemeinde. Sie hatten unablässig für Petrus gebetet, aber als er dann tatsächlich plötzlich vor ihrer Tür stand, machten sie diese nicht auf. Sie konnten es erstmal nicht glauben. Die Tür blieb zu und Petrus musste erneut klopfen. Vielleicht hätte er auch gegen die Tür getreten, wer weiß.

Die Reaktion der Gemeinde ist zutiefst menschlich. Denn es ist das eine, wenn man für etwas Bestimmtes betet, aber etwas ganz anderes, wenn es dann erhört wird. Dann kann es uns doch erstmal staunend und ungläubig dastehen lassen. Gerade wenn es sich um Dinge dreht, die uns wie Ketten über lange Zeit festgehalten haben. Eiserne Ketten können z. B. falsche Verhaltensmuster, Gefühle, Sorgen, Ängste oder auch Süchte sein.

Auch unsere Ketten möchte Jesus zerbrechen, auch uns aus unserem Gefängnis führen. Und auch bei uns kann es dauern mit der Erkenntnis darüber, dass uns Gott wirklich frei gemacht hat!
Wir zweifeln erstmal darüber, ob es wirklich sein kann, bevor wir uns darüber freuen. Zu lange waren wir bewegungslos, zu gering erschien uns unser Gebet. Aber egal, was uns hindert sofort fröhlich zu jubeln, es hindert Jesus nicht daran, die Ketten zu zerbrechen.

Impuls - 4. Februar

Hoffnung pixabay 2021

Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. (Psalm 34,19)

Wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. (2. Korinther 1,5)

In verschiedenen Umfragen zum Thema „glücklich sein“ stehen immer wieder Gesundheit, Familie und Freunde ganz oben auf der Liste und gerade in der aktuellen Zeit haben diese Bereiche wahrscheinlich noch weiter an Bedeutung gewonnen. Niemand kann uns eine Garantie für Gesundheit geben und eine adäquate und wirksame medizinische Behandlung zu bekommen ist auch keine Selbstverständlichkeit.

So viel, was vor gut einem Jahr noch völlig normal war, ist im Moment nicht oder kaum mehr möglich. Sei es die kurze Umarmung zur Begrüßung eines guten Freundes, der Besuch in einem Café, ein Treffen mit Freunden… Neben den ganzen Einschränkungen im Alltag müssen viele Menschen mit der Trauer und dem Verlust eines geliebten Menschen umgehen lernen und gleichzeitig müssen viele Menschen wegen der Einschränkungen um ihre Existenz fürchten.

Die Pandemie hat so viele verschiedene Gesichter, und jeder ist in irgendeiner Weise von den direkten oder indirekten Auswirkungen betroffen. Eines wird dabei ziemlich deutlich: Auch wenn wir uns als Gesellschaft oft für äußerst fortschrittlich und hoch entwickelt halten, müssen wir uns in dieser Pandemie eingestehen, dass wir mit unseren Möglichkeiten und Fähigkeiten doch ziemlich schnell an unsere Grenzen kommen und letztendlich doch recht wehrlos sind.

Und trotzdem dürfen und sollen wir Hoffnung haben, weil wir einen guten Gott haben, der größer ist als alle Krankheit und alle Katastrophen. Wir dürfen mutig in die Zukunft blicken, weil Gott uns zur Seite steht. Er möchte uns trösten und uns gerade in solchen Zeiten nah sein. Wir können und müssen das nicht alleine durchstehen, sondern dürfen uns in seine Arme fallen lassen und bei ihm neue Kraft tanken.
D. M.

Impuls - 3. Februar

Wikingerkirche pixabay 2021

Wie kann ein Mensch sich Götter machen? (Jeremia 16,20)

Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.
(Johannes 5,20)
 
Wenn man zu dem Thema "Götter" googelt, erfährt man relativ wenig darüber, warum die Menschheit sich Götter erschuf – obwohl es eine große Palette an Göttern gibt: griechische, normannische, ägyptische, oder auch die Götter der Wikinger.

Im Duden wird erklärt, dass durch Götter etwas bildlich dargestellt wird. Ein Gegenstand oder Wesen, was als Gott verehrt wird, zu jemandes Lebensinhalt wird, von der man sich sklavisch abhängig macht, obwohl sie es nicht wert ist. Man geht davon aus, dass der Ursprung sich einen Gott zu erschaffen, darin liegt, dass man sich schon immer mit Fragen nach dem Sinn des Daseins beschäftigte. Nach dem Leben, nach dem Tod oder dem Wirken von Mächten, die man spürt, aber nicht erklären und begreifen kann. Auch wollte man jemanden haben, an den man sich wenden kann, wenn man Sorgen und Nöte hat, der eingreift. Und nicht zuletzt jemanden den man anklagen kann, wenn Schlechtes passiert oder das Gewünschte nicht eintritt.

Ist das heute noch aktuell? Versuchen wir uns Götter zu erschaffen, damit wir eine Adresse haben, an die wir uns wenden können? Der Duden formuliert ganz erstaunlich: "Profit und Konsum, so sind die Götzen/Götter der modernen Gesellschaft". Kann es sein, dass uns Dinge wie Geld, Wohlstand, Erfolg zu wichtig werden? Zuviel Raum in uns einnehmen und wir versklavt werden, ohne dass es uns bewusst ist? Haben wir Götter und Götzen erschaffen, ohne dass wir es wussten oder wollten?

Der Apostel Paulus räumt in unseren Gedanken auf, indem er ohne Schnörkel, unverblümt proklamiert, wer der einzige und wahrhaftige Gott ist. Kein Raum, sich andere Götter zu wählen – der einzige Wahrhaftige ist und bleibt Jesus Christus. Die Adresse, an die unsere Sorgen und Nöte gehen, derjenige der eingreift, der uns einen Sinn im Leben schenkt und ein Leben nach dem Tod möglich macht. Jesus Christus allein. Was proklamieren Sie?

Impuls - 2. Februar

Sternschnuppe pixabay 2021

Mein Wort wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende. (Jesaja 55,11)

Gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort. Strecke deine Hand aus zur Heilung und lass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.
(Apostelgeschichte 4,29-30)

"Wunder geschehen, ich hab's gesehen" singt Nena. Auch Samuel Harfst singt: "Es gibt auch heute noch Wunder, Stunde um Stunde, Tag für Tag." Das sind nur zwei Lieder, die mir spontan einfallen, sicherlich ist das Repertoire größer. Aber gibt es auch tatsächlich Zeichen und Wunder?

Dazu fällt mir immer wieder ein Wunder ein, dass wir vor vielen Jahren erleben durften. Wir hatten uns auf ein Eheseminar in der Schweiz angemeldet. Leider stellte sich im Nachhinein heraus, dass es uns viel zu teuer war. Daher meldeten wir uns wieder ab. Allerdings dachte ich, dass es gut für uns wäre und betete: "Herr, wenn du willst, dass wir dahin gehen, dann kommt die Mail mit unserer Absage nicht an". Sie kam nicht an, denn nach kurzer Zeit erhielten wir die schriftliche Zusage. Ich glaube, das ging noch zweimal so. Absage, Gebet, wieder eine Mail, dass wir erwartet werden. Irgendwann sagte mein Mann: "Wenn der Herr will, dass wir dahin gehen, dann muss er uns auch das Geld dafür geben!" Am nächsten Tag lag ein Kuvert ohne Absender in unserem Briefkasten. Darin war ein Bibelspruch und 700 €. Ein großes Wunder!!!

Gut, wenn man ein Wunder so deutlich zu spüren bekommt, fällt es einem leicht daran zu glauben, dass Gott auch heute noch Wunder Wirklichkeit werden lässt. Aber was passiert, wenn sie ausbleiben? Die Gefahr ist, dass wir – leider zutiefst menschlich – erneut zu zweifeln beginnen. Wir treten in die Falle, Wunder zu erwarten. Sonst meint es Gott doch nicht so gut mit uns. Vielleicht fallen sie deshalb auch nicht wie Sternschnuppen herab, weil wir Gott vertrauen lernen dürfen, nicht den Wundern.

Kann es daher sein, dass die schönsten Wunder in unseren Herzen passieren? Vielleicht gibt es kein großes Feuerwerk, keinen lauten Trommelwirbel. Aber vielleicht sind diese Zeichen und Wunder in unserem Herzen kostbarer und nachhaltiger, wenn sich unser Zorn in Barmherzigkeit, unser Hass in Liebe verwandelt. Wenn langsam Hoffnung gewachsen oder Angst vor der Zukunft einem tiefen Vertrauen gewichen ist. Sternschnuppen in unserem, in Ihrem Herzen. Können Sie sie sehen?

Impuls - 1. Februar

Hand in Hand ein Leben lang pixabay 2021

Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? (1. Mose 18,14)

Die Apostel sprachen zu dem Herrn: Stärke uns den Glauben! (Lukas 17,5)

Sara und Abraham. Ein Ehepaar aus der Bibel, die feststellten, dass für den Herrn wirklich nichts unmöglich ist. Das Ehepaar lebte ca. 2000 vor Christus. Von außen betrachtet ging es Ihnen gut. Sie waren ziemlich reich und mussten sich keine Sorgen machen. Aber bei all dem Wohlstand fehlte ihnen etwas sehr Wichtiges: Kinder! Sie waren schon lange verheiratet, aber die Kinder blieben aus. Auch heute noch unheimlich schmerzhaft, war ein unerfüllter Kinderwunsch und dessen Konsequenzen zur damaligen Zeit und in dieser Kultur nur sehr schwer zu ertragen.

Eines Tages bekamen sie Besuch und dieser sagte zu Abraham, dass die zwei in einem Jahr einen Sohn haben würden. Sara lauschte in der Küche und lachte über diesen Zuspruch. Ich finde das unheimlich sympathisch, zumal es auch völlig nachvollziehbar ist. Immerhin ging sie schon stramm auf die 90 zu. Auch war es bestimmt nicht gleich offensichtlich, dass es sich bei dem Besucher nicht um irgendwen handelte, sondern um den Herrn persönlich.

Mit 90 schwanger? Da würde ich auch lachen. Abraham war es sicher etwas peinlich, zumal es dem Herrn nicht verborgen blieb. Er hörte das Lachen von Sara. Sie lachte und ich kann mir vorstellen wie bitter und traurig das Lachen war. Sie sah an sich hinunter und sah die Spuren der Zeit. Ihr Körper nicht mehr jung und knackig, sondern alt. Und wenn etwas knackte, dann die Gelenke. Die Wechseljahre hatte sie längst hinter sich. Und in all den langen Jahren des Hoffens und Bangens, des Schmerzes und des Verlustes war ihr Herz müde geworden.

Dieses Lachen hörte der Herr und alle Gefühle die damit einhergingen. Daher rügte er sie nicht, sondern fragt einfach, warum sie lachen würde. Er fragte sie: "Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein?"
Ein Jahr später hatten sie einen Sohn. Wie Sara da wohl gelacht haben musste? Sicherlich war ihr Lachen nicht mehr so traurig, sondern voller Freude darüber, dass Gott das Unmögliche möglich gemacht hatte. Eine unmögliche, unglaubliche Geschichte? Eine Geschichte bei der unser Glaube auf unsere Vernunft trifft. Und trotzdem wahr.

Die Apostel baten viele Jahre später, dass ihr Glaube stärker werden sollte. Eine Bitte, in der wir uns einreihen können. Gerade in Situationen, die wir als unmöglich einstufen. Denn für Ihn ist nichts unmöglich!

Impuls - 29. Januar

Friedhof ©pixabay 2021

Viele, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande. (Daniel 12,2)

Der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn. (Römer 6,23)

Snoopy und Charly Brown unterhalten sich:
Charly Brown: "Eines Tages werden wir sterben."
Snoopys Antwort: "Ja, eines Tages werden wir sterben. Alle anderen Tage nicht."

Mir gefällt dieser Dialog. Charly, eher pessimistisch, weiß, dass sie sterben werden. Snoopy weiß das auch – aber auch, dass sie, an den anderen Tagen leben. Wenn es uns gut geht, denken wir nicht an den Tod. Wir leben ja. Und das ist gut so. Dennoch, eines Tages werden wir sterben. Das ist sicher – so schwer es uns auch fällt, uns damit auseinanderzusetzen. Kein Geld der Welt, kein Einfluss, kein Titel kann uns vor diesem Tag bewahren. Eines Tages werden wir sterben.

Das kann unser Herz ziemlich verdunkeln. Wenn da nicht Jesus wäre, der sich dem Tod entgegenstellt. Am Kreuz hat er ihn überwunden und verspricht uns, dass wir ewig leben. Dass der Tag danach kommt, an dem wir auferstehen. Der Tod hat nicht das letzte Wort.

Paulus verspottet den Tod sogar: "Tod, wo ist nun dein Sieg? Wo dein Stachel?"

Seine Zukunftsperspektiven waren nicht rosig. Dennoch sah er dem Leben, wie auch dem Tod, entspannt entgegen. Für ihn waren es nicht nur positive Gedanken, um seine Angst in den Griff zu bekommen. Für ihn waren sie gelebte Wahrheit! Er hatte keine Angst vor dem was kommt, sondern freute sich auf das "Danach", auf das Leben zusammen mit Jesus in Ewigkeit.

Impuls - 28. Januar

Stift und Notizbuch ©pixabay 2021

HERR, ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte getan hast. (1. Mose 32,11)

Jesus aber sprach zu Zachäus: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, denn auch er ist ein Sohn Abrahams. (Lukas 19,9)

Zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu wenig Glauben, zu wenig Vertrauen, zu wenig Durchsetzungskraft, die Nase zu klein, die Nase zu groß, zu schwach, zu stark, zu lethargisch, zu unkreativ... Ich weiß nicht, ob die Liste irgendwann ein Ende hat. Denn scheinbar fällt es Menschen schon immer leicht, zu sehen was man nicht an sich mag, wo man Fehler und Schwächen hat. Unser Selbstwertgefühl scheint nicht unser Freund, sondern vielmehr unser Ankläger zu sein.

Zachäus trug auch eine Liste mit sich. Obwohl es ihm augenscheinlich gut ging. Er lebte in einem großen Haus in Jericho, und war ziemlich reich. Von Beruf her ein Zöllner mit hohem Rang, luchste er den Menschen oft mehr Geld ab und schusterte es in die eigene Tasche. Verständlich, dass er nicht beliebt war. Daher hörte man in seinem großen Haus kein Gelächter und keine Feiern. Es war so einsam wie sein Besitzer. Zachäus hatte keine Freunde. Man ging ihm aus dem Weg oder machte sich über seine kleine Größe lustig.

Interessant ist, dass Jesus das völlig egal ist. Er lacht ihn weder aus als er ihn auf einem Baum vorfindet (obwohl einen erwachsenen Mann auf einem Baum zu sehen doch ziemlich lustig ist), noch klagt er ihn wegen seines Verhaltens und seiner Fehler an. Im Gegenteil, er geht mit Zachäus zu seinem Haus, verbringt Zeit mit ihm, baut eine Beziehung auf und schenkt seinem Herzen eine neue Identität. Er schreibt eine neue Liste in Zachäus‘ Herz. Dieser ist nicht mehr der ausgestoßene Schwindler und Betrüger, sondern wird großzügig und ehrlich. Er ist nicht mehr jemand, dem jeder aus dem Weg geht, sondern Gott selbst geht zu ihm. Er ist nicht mehr verachtet und unbeliebt, sondern geliebt von Jesus.

Was steht auf Ihrer Liste? Vielleicht stehen dort Eigenschaften, Fehler und Schwächen, die Ihnen das Leben schwer machen. Das Gute ist: Jesus kommt auch zu Ihnen! Dafür müssen sie nicht einmal auf einen Baum steigen, sondern nur ihr Herz öffnen. Damit Er ihre Liste neu schreiben kann.

Impuls - 27. Januar

Wissen und Weisheit ©pixabay 2021

Die in ihrem Geist irren, werden Verstand annehmen, und die, welche murren, werden sich belehren lassen. (Jesaja 29,24)

Wenn es jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden. (Jakobus 1,5)

"Wer wird Millionär?" ist eine bekannte Quizsendung, in der man durch das Beantworten von Fragen unheimlich viel Geld gewinnen kann. Weiß man die Antwort einer Frage nicht und sind die „Joker“ aufgebraucht, ist der Traum von der eigenen Million allerdings futsch. Deshalb ist es schon gut, wenn man schlau ist, über ein großes Allgemeinwissen verfügt.

Auch wir, die nicht mitspielen, wüssten bestimmt gern mehr. Auf viele Fragen allerdings fehlt uns die Antwort. Das stellen wir zum Beispiel schmunzelnd fest, wenn wir mit einem Kleinkind zusammen sind und nach dem hundertsten "Warum?" schulterzuckend dastehen. 

Der Mann, den man in der Bibel wohl am häufigsten mit Weisheit in Verbindung bringt, ist Salomo. Seine Weisheit überstieg alles und es wäre sicherlich interessant zu sehen, wie er sich bei Günther Jauch schlagen würde. Salomo wie auch David hatten eine gute Quelle, einen unschlagbaren "Joker". Sie baten Gott um Weisheit!

In unserem heutigen Text ermutigt uns Jakobus, ein Halbbruder von Jesus, es ihnen gleich zu tun und uns an Gott zu wenden. Dabei ging es damals nicht darum, der Quizchampion von Israel zu werden. Die Jünger wurden wegen ihres Glaubens an Jesus angefeindet und verfolgt. Und da ermutigt Jakobus seine Geschwister, Gott zu bitten, wie sie damit umgehen können. Wie sollen sie auf Anfechtung reagieren? Was sollten sie sagen?

Wir leben in einem freien Staat und werden nicht aufgrund unseres Glaubens verfolgt, was in anderen Ländern leider anders ist. Dennoch erleben wir häufig, dass wir ausgelacht werden. Es wird versucht, durch wissenschaftliche Argumente den Glauben klein zu machen oder man wird verspottet. Die Worte Jakobus können uns auch heute noch ermutigen, in solchen Situationen Gott um Weisheit zu bitten und zu erleben, dass wir eine Antwort bekommen. Denn Gott selbst verspricht uns, die richtigen Worte zur richtigen Zeit zu geben.

Impuls - 26. Januar

Geöffnete Bibel Blätter ©pixabay 2021

Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt? (Jeremia 23,29)

Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen; was wollte ich lieber, als dass es schon brennte! (Lukas 12,49)

"Ach, die Bibel ist nichts für mich, das ist doch längst überholt, eingestaubt."
"Voll langweilig, echt."
"Ich verstehe die Bibel eh nicht, ist auch viel zu dick!"
Diese Antworten gehen mit der Frage einher, wie das Verhältnis zur Bibel, zu Gottes Wort aussieht. Interessanterweise stehen sie im völligen Kontrast dazu, was wir heute in Jeremia lesen. Gottes Wort ist wie ein Feuer oder ein Hammer, der so stark ist, dass er Felsen zerbricht. Langweilig hört sich das nicht an oder?

Für andere Menschen ist die Bibel, Gottes Wort, auch nicht langweilig, sondern spannend. Sie verbringen Jahre damit, sie zu erforschen. Wieder andere finden in Gottes Wort Trost, Liebe, Ermutigung, einen Leitfaden mit dem sie durchs Leben gehen. Lebendig und kräftig, schärfer als jedes zweischneidige Schwert.

Zur Jeremias Zeit gab es viele falsche Propheten. Sie predigten den Menschen das, was sie hören wollten. Im Gegensatz zu Jeremia eckten sie damit auch nicht an, denn er predigte Gottes Wort unverfälscht. Manchmal hart und radikal, aber immer wahr. Es rüttelte auf, war unbequem. Von Langeweile keine Spur. Hat sich daran etwas geändert?

Wir lesen:
"Brich dem Hungrigen dein Brot!“
"Selig sind, die geistig arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich."
"Der Größte unter euch soll euer Diener sein."
"Liebt eure Feinde."

Das ist kein Wohlfühlprogramm, sondern kann uns ganz schön herausfordern. Auch hier: Von Langeweile keine Spur. Wenn wir zulassen, dass es in uns wirkt und wir unser Leben und Handeln danach ausrichten. Und dabei sind es nur wenige Sätze aus der Bibel. Gottes Wort hat noch mehr "Knaller" für uns bereit. Vielleicht sollten wir heute damit beginnen, es zu lesen. Sind Sie dabei?

Impuls - 25. Januar

Mädchenaugen ©pixabay 2021

Aber mit dir will ich nicht ein Ende machen. Ich will dich mit Maßen züchtigen, doch ungestraft kann ich dich nicht lassen. (Jeremia 30,11)

So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit. (1. Petrus 5,6)

Hausarrest, Fernseh- oder Süßigkeiten-Verbot, frühes Zubettgehen – jede Familie hat andere Konsequenzen, um Kindern Grenzen in ihrem Verhalten aufzuzeigen. Ziel dahinter ist, dass sie lernen, ihre Fehler nicht zu wiederholen. Ob es Erfolg hat, zeigt sich dann oder eben nicht.

Dennoch ist es nicht schön, wenn man bestraft wird. Auch dann nicht, wenn man weiß, dass man leider selbst daran Schuld hat. In der Bibel treffen wir auch auf einen Gott, der sein Volk für ihr Verhalten bestraft. Das lässt uns innerlich rebellieren und oft finden wir eine große Angst in uns, bei Gott etwas falsch zu machen.

Das beginnt schon früh in der Kindheit. Vielleicht kennen Sie noch das Kinderlied "Pass auf, kleines Auge, was du siehst"? Es handelt von einem Kind, welches aufpassen soll, was es sieht, sagt, tut oder wohin es geht. Denn der Herr sieht und weiß alles... Ich kann mich erinnern, dass mich das Lied ängstigte. Was ist, wenn ich etwas Falsches sage, sehe oder tue bzw. den falschen Weg einschlage?
Bei Gott, so dachte ich, müsste ich nicht früher zu Bett gehen. Bestimmt würde er mich härter bestrafen. In der Bibel finden sich ja auch Beispiele, die nicht gerade ermutigen. Also wie können wir einem strengen Gott begegnen?

Wenn man genauer forscht, dann findet man allerdings in der Strenge Gottes auch eine tiefe Liebe. Gott strafte sein Volk nicht willkürlich, nicht ohne Grund. Er schickte den Menschen Propheten, die ihnen klar machten, wo sie sich durch ihr Verhalten von Ihm entfernten. Er warb um sie, sehnte sich danach, dass sie zu ihm zurückkommen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Seine Liebe ist größer und schließt uns mit ein. Er schickte uns seinen einzigen Sohn, der für unsere Fehler und Schwächen, für unser Versagen ans Kreuz gegangen ist. Damit ließ Er Neues entstehen: den Weg der Vergebung, den Weg der Umkehr. Jeden Tag neu.

Impuls - 22. Januar

Sonnengeflutete Küche von pixabay 2021

Die Israeliten werden umkehren und den HERRN, ihren Gott, suchen, und werden mit Zittern zu dem HERRN und seiner Gnade kommen in letzter Zeit. (Hosea 3,5)

Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. (Philipper 2,13)

Denken Sie an einen alten, farblosen und zerknautschten Waschlappen. Natürlich weiß ich nicht genau, wie der Waschlappen sich fühlt, aber in meiner Vorstellung fühlt er sich genauso wie ich mich manchmal fühle. Und Eigenschaften wie alt, farblos und zerknautscht, kommen dem schon ganz nahe.

Vielleicht kennen Sie auch solche Tage. Vielleicht fallen Ihnen dazu auch noch viel aussagekräftigere Beschreibungen ein. Tage in denen einem alles zu viel ist, wo keine Kraft abrufbar erscheint. Wir vergessen dabei oftmals, dass die Kraft nicht aus uns kommen muss, sondern viel mehr Gott in uns wirkt. Vielleicht ähneln wir deshalb auch manchmal einem Waschlappen. Denn welcher Waschlappen kann sich schon von alleine aufpäppeln? Wir dürfen Gottes Hilfe annehmen und uns sicher sein, dass er in und durch uns wirken kann und wird. Er selbst lässt Wünsche und Ideen in uns aufsteigen. Und er selbst kümmert sich darum, dass auch etwas daraus wachsen wird.

Dann werden solche "Waschlappentage" zu Tagen in denen Jesus uns zuflüstert, dass seine Kraft in uns ist. Tage, in denen er uns nicht in einem komatösen Zustand belässt, sondern unseren müden Flügeln Kraft schenkt. Diese Zuversicht kann uns entlasten, uns den Druck wegnehmen irgendetwas Tolles leisten zu müssen. Wir dürfen uns sicher werden, dass Jesus in allem für uns ist. Auch wenn wir uns manchmal wie Waschlappen fühlen.

Impuls - 21. Januar

Scrabble Corona Virus von pixabay 2021

Gott der HERR machte den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
(1. Mose 2,7)

Mein Lieber, ich wünsche, dass es dir in allen Stücken gut gehe und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut geht. (3. Johannes 1,2)

Anfang dieses Jahres kam die Hoffnung auf, dass wir Corona in den Griff bekommen. Wenn man sich allerdings umschaut, dann scheint es nur noch schlimmer statt besser zu werden. Corona zielt immer noch deutlich auf unsere Gesundheit und die Trefferquote ist enorm. Gesund zu bleiben, gesund zu werden, scheint wichtiger denn je.

Aber, ist das alles worauf es ankommt? Interessanterweise habe ich schon Menschen kennengelernt, die gesund aber nicht glücklich waren. Dann wiederum habe ich Menschen kennengelernt, die krank, aber dennoch glücklich waren. Wenn wir manche Prominente betrachten, stellen wir fest, dass sie zwar neben ihrer Gesundheit alles zu haben scheinen, was sich andere erhoffen, aber innerlich leer und einsam sind. Viele greifen zu Drogen und sterben viel zu früh. Kann es vielleicht sein, dass Gesundheit wie auch Reichtum, Ruhm oder Anerkennung, nicht alles im Leben ist?

Was heutzutage in der Naturheilkunde Beachtung findet, nämlich den Menschen ganzheitlich zu sehen, war Johannes damals schon bewusst. Es muss auch der Seele gut gehen. Wenn sie krank ist, hilft uns auch die körperliche Gesundheit leider nicht viel. Daher ist es wichtig, dass wir uns dessen bewusst werden. Gesundheit ist nicht alles.

Was ist Ihnen wichtiger als Ihre Gesundheit? Wichtig ist, dass wir uns bewusst sind, dass wir in Gott gegründet und verwurzelt sind. Wo unser Körper hinkt und humpelt, ist Gott dennoch da. Seine Zusagen für uns humpeln nicht, seine Liebe vergeht nicht. Ich wünsche uns, dass uns diese Sicherheit mit Frieden erfüllt und uns zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt.

Impuls - 20. Januar

Loch im Zaun von pixabay 2021

Du gibst meinen Schritten weiten Raum, und meine Knöchel wanken nicht. (2. Samuel 22,37)

Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
(2. Korinther 3,17)

Neulich ist ein kleiner Vogel in unser großes Hühnergehege geflogen und kam von allein nicht mehr hinaus. Keine Ahnung, wie er da hineingekommen ist. Aber er war drin und flatterte aufgeregt gegen den Zaun. Gefangen; ohne unsere Hilfe wären seine Chancen schlecht gewesen, wieder frei zu sein.

Auch wir Menschen sind oftmals in einem Käfig gefangen. Gefangen in Strukturen, in Gefühlen, in Angst, gefangen in Krankheiten oder in Verhaltensweisen. Dass uns vieles davon nicht gut tut, ist selbstredend. Wer hilft uns aus diesem Käfig und zeigt uns den Weg in die Freiheit?

Dem Vogel war es leider nicht bewusst, dass er durch unser Eingreifen Hilfe bekommt. Je mehr wir ihm helfen wollten, desto aufgeregter wurde er. Was uns unverständlich erscheint, zeigt sich vielleicht auch in unserem Verhalten. Auch wir wissen, wir sind auf Hilfe angewiesen und flattern dennoch aufgeregt in unserem eigenen Käfig. Hilfe anzunehmen fällt uns schwer.

Und dennoch ist Gott da und zeigt uns den Weg hinaus. Wo sein Geist ist, da ist Freiheit. Da ist kein Leben im Käfig und kein Leben an Ketten. Denn Er hat uns dazu berufen, frei zu sein. Vielleicht sollten wir unsere Flügel anlegen und auf seine Stimme hören, die uns in die Freiheit ruft. Die uns hinausführt in ein Leben, das Gott sich für uns gedacht hat. Still werden, um den Käfig zu sehen, die Ketten zu spüren und unsere Hand wie auch unser Herz ihm entgegen zu strecken. Jesus führt uns hinaus.

Impuls - 19. Januar

Friedhof pixabay 2021

Der HERR hat mich gesandt, zu trösten alle Trauernden. (Jesaja 61,1.2)

Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. (Matthäus 5,4)

"Du bist doch nicht mehr ganz bei Trost." Haben Sie diesen Satz schon mal gehört oder schon selbst zu jemandem gesagt? Erst einmal klingt dieser Satz etwas negativ. Dennoch ist darin auch eine weise Tatsache versteckt. Denn es gibt Zeiten in unserem Leben, in denen wir nicht mehr ganz bei Trost sind. Wir sind ohne Trost, untröstlich. Nichts scheint den Schmerz unseres weinenden Herzens zu lindern. Es scheint, als sei da nichts, was es trösten könnte.

Eine Bekannte von mir durfte dieses Jahr in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Ihr Mann war schon einige Jahre zuvor in Rente gegangen. Und sie freuten sich jetzt auf eine gemeinsame, schöne Zeit, in der sie noch einiges zusammen erleben wollten. Doch dann bekam ihr Mann eine lebensbedrohliche Diagnose, welcher er leider erlag.

Plötzlich stand die Welt still. Plötzlich war nichts mehr wie es war. Plötzlich war da nur noch der tiefe Schmerz darüber, den wichtigsten Menschen verloren zu haben. Ein Verlust, der das Herz brechen lässt. Ein Schmerz fernab jeglichen Trostes.

Was kann ihr jetzt helfen? Was kann Ihnen helfen, wenn sie in einem Schmerz gefangen sind? Gott sind diese Zeiten weder fremd noch verleugnet er diese. Ihm ist sehr wohl bewusst, dass es Zeiten gibt, in denen wir "nicht mehr ganz bei Trost" sind. An diesen Zeiten führt kein Weg herum, auch nicht drüber hinweg oder drunter durch. Wir müssen durch sie hindurchgehen.

Diesen Weg sieht Gott, keine Träne ist ihm verborgen. Jesus ist gekommen, um uns zu trösten, um mit uns durch diese Zeiten zu gehen, uns das Taschentuch zu halten, unserem Herz liebevoll zuzuflüstern, dass es Hoffnung gibt und dass sich unser Herz wieder freuen wird. Irgendwann - ganz egal, wann das sein wird und wie lange es dauert - jeden Tag ist er dabei und hält uns fest. Damit wir nicht daran zerbrechen, sondern sich in uns eine Dankbarkeit entfaltet und eine tragende Hoffnung auf ein Wiedersehen entsteht.

Impuls - 15. Januar

Apfel © pixabay 2021

Die Frau nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. (1. Mose 3,6)

Kann denn ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? (Lukas 6,39)

In meiner Kindheit erfreute sich das Spiel: "Blinde Kuh" bzw. dessen Variante „Topfschlagen“ äußerster Beliebtheit. Irgendwie machte es Spaß, nichts zu sehen und dann mit dem Löffel doch etwas zu finden. Klar wurde man durch die Mitspieler unterstützt oder auch in die Irre geführt.

Eva war nicht blind. Sie hatte auch nicht ihre Augen verbunden, um den Prototyp des Spieles zu erfinden. Nein, sie sah, was sie tat. Und sie tat es dennoch. Ebenso Adam. Auch er sah und tat es dennoch. Und sie sahen nicht nur, sie wussten genau, dass ihr Verhalten falsch war. Denn Gott sagte ihnen zuvor deutlich, dass sie nicht von den Früchten essen sollten.

Jetzt mag es uns nachdenklich stimmen, warum Eva auch noch Adam anstiftete. Oder es mag uns nachdenklich stimmen, warum Adam nicht standhaft genug war, der Versuchung entgegenzutreten. Es soll nicht um Schuldzuweisung gehen. Denn beide wussten ja genau was sie da machten. Irgendwie waren die Augen ihres Herzens blind geworden oder ihre Ohren taub.

Wenn wir ehrlich sind, werden wir feststellen, dass eine Eva, so wie ein Adam auch in uns ist. Wir wissen oft genau, was wir tun sollen, tun es aber nicht. Wir wissen, unser Verhalten ist falsch, aber tun es dennoch... Wir lassen uns ablenken oder abbringen und tun das Falsche. Auch unsere Augen und Ohren scheinen manchmal blind und taub geworden zu sein.

Die Gefahr dabei ist größer als nur den Topf mit Süßigkeiten nicht zu finden. Die Konsequenz daraus wiegt oftmals sehr schwer. Vielleicht war es weder Eva noch Adam bewusst. Aber leben mussten sie dann mit den Folgen. Wir können aus ihrem Fehlverhalten lernen. Wir können Gott bitten, uns unsere Augen und Ohren zu öffnen. Ihn darum bitten, dass Er uns leitet und führt. Wir können uns dagegen entscheiden, uns von ihm abbringen oder ablenken zu lassen. Lassen Sie uns heute neu damit beginnen.

Impuls - 14. Januar

Bibel pixabay 2021

Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen! Denn der HERR ist ein großer Gott. (Psalm 95,2-3)

Dem König aller Könige und Herrn aller Herren, der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann, dem sei Ehre und ewige Macht! Amen. (1. Timotheus 6,15-16)

Ein bekannter Theologieprofessor erzählte in einem Seminar, dass ein Dozent während seines Studiums versuchte, ihn davon zu überzeugen, dass es Gott nicht gäbe. Glaube sei vielmehr eine Ideologie, ein Lebensstil. Interessant war seine Reaktion. Er wusste, dass es nicht nur hoch gebildete Menschen, sondern auch andere Stolpersteine gibt, die den Glauben an Gott ins Wanken bringen. Er entschied sich dafür, sich immer bewusst "Gott auszusetzen". Seine Antwort auf das Statement des Professors war: "Echt nicht? Komisch, gestern hab‘ ich gepredigt und ihn ganz deutlich gespürt!"

Glauben ist schon eine Herausforderung. Zu glauben, dass das Unsichtbare sichtbar wird. Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass es vielen Menschen so schwer fällt. In einem Gespräch mit Thomas greift Jesus genau diesen Punkt auf. Er sagt: "Thomas, weil du mich gesehen hast, glaubst du, aber selig sind die, die nicht sehen und doch glauben!"

Auch wenn wir Gott nicht sehen, so können wir ihn doch spüren, ihn wahrnehmen, ihm nahe sein. Einige spüren ihn durch sein Wort, andere indem sie Predigten hören, im Gebet oder durch das Singen und Hören von Kirchen-Lobpreisliedern. Egal wie Sie Gott spüren, selig sind Sie. Oder, wie an anderen Stellen übersetzt wird, glücklich. Und diesem Glück dürfen wir durch danken und loben Ausdruck verleihen. Selbst dann, wenn der Adressat unseres Dankes unsichtbar ist. Das Gute ist, das Unsichtbare wird eines Tages sichtbar werden. Denn Gott wird sichtbar, eines Tages. Ganz sicher.

Impuls - 13. Januar

Vater und Sohn pixabay 2021

Ein Sohn soll seinen Vater ehren. Bin ich nun Vater, wo ist meine Ehre?, spricht der HERR. (Maleachi 1,6)

Es hatte ein Mann zwei Söhne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, geh hin und arbeite heute im Weinberg. Er antwortete aber und sprach: Ich will nicht. Danach aber reute es ihn, und er ging hin.
(Matthäus 21,28-29)

Die Antwort des Sohnes gegenüber seinem Vater könnte auch von mir stammen. Der Sohn antwortet, ohne groß nachzudenken, Er hat im Moment nur seine eigenen Bedürfnisse im Blick und reagiert eher wie ein trotziges Kind. Ich glaube, der Sohn hätte anders reagiert, wenn nicht sein Vater sondern eine andere Person ihm diese Aufgabe gestellt hätte.

Mein eigenes Verhalten ist meist auch sehr abhängig davon, wem ich gerade gegenüberstehe. Je vertrauter eine Person ist, desto leichter legt man das höfliche Benehmen ab. Die Familie bildet für die meisten einen geschützten Rahmen, in dem man sich nicht verstellen muss und trotzdem angenommen und geliebt ist. Zum einen ist es schön, weil man wirklich ehrlich miteinander sein kann, zum anderen kommen dabei aber auch leicht die negativen Seiten des Einzelnen zutage.

Zwischen mir und meinen Eltern kommt es regelmäßig zu Konflikten. Meist geht es dabei nur um Banalitäten. Gerade bei meinen Eltern kann ich aber ziemlich stur sein, was nicht wirklich konstruktiv in solchen Situationen ist. Und jeder erwartet vom anderen den ersten Schritt.

Der Sohn aus dem Vers oben hat erst einmal spontan und impulsiv geantwortet. Aber er hat sich danach Gedanken gemacht, hat sein Verhalten reflektiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass seine Reaktion falsch war. Und er geht sogar noch einen Schritt weiter und setzt seine Gedanken auch in die Tat um.

Die eigene Familie nehmen wir leider viel zu oft als selbstverständlich an. Dabei sollten wir sie als ein kostbares Geschenk betrachten. Und gerade weil man in der Familie so vertraut miteinander sein kann, sollten wir hier anfangen und lernen, aufeinander zuzugehen, die eigenen Fehler zu bekennen und dem anderen mit Liebe und Respekt zu begegnen.

D.M.

 

 

Impuls - 12. Januar

Weideland pixabay 2021

Ich will die Übriggebliebenen meiner Herde sammeln aus allen Ländern und will sie wiederbringen zu ihren Weideplätzen, dass sie fruchtbar sein sollen und sich mehren. (Jeremia 23,3)

Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet? (Lukas 15,4)

Es war bestimmt ein lustiges Bild für meine Nichte und ihren Freund. Sie waren bei uns zu Besuch und ich wollte mit einer Freundin auf ein Konzert von Andreas Gabalier gehen. Dafür hatten wir uns ordentlich mit Dirndls herausgeputzt. Wir waren fertig zum losfahren – wenn unsere Hühner nicht gewesen wären! Ausgerechnet an dem Abend wollten sie uns ihren freien Willen zeigen und nicht in den Stall gehen. Im Gegenteil, die jungen Hühner flatterten über unseren großen Zaun und versteckten sich in Nachbars Garten. Die Zeit wurde immer knapper. Aber es half nichts, sie mussten ja in den Stall. Daher zog ich meine alten Gummistiefel an und kletterte mit meinem schicken Dirndl über den Zaun, um sie einzufangen.

Was lustig aussah, – und im Nachgang auch lustig war – wurde zunehmend zur Herausforderung. Denn wie gesagt, die Zeit wurde knapp... Irgendwann gelang es uns, auch das letzte verschreckte Huhn in den sicheren Stall zu bringen. Letztendlich schafften wir es auch noch rechtzeitig zum Konzert.

Meine Nichte musste dabei viel lachen und meinte später: "Ich wusste, Du würdest nicht zum Konzert gehen, solange auch nur ein Huhn nicht "zu Hause" wäre." Und sie hatte Recht! Ich glaube, ich hätte lieber das Konzert sausen gelassen, als ein Huhn der Dunkelheit und dem Fuchs auszusetzen. Ganz egal, wie anstrengend es auch war. Das verlorene Huhn musste gefunden und in Sicherheit gebracht werden.

Genauso ist es in der Beziehung zu Gott mit uns. Egal, wo Sie sich gerade verlaufen oder versteckt haben, Er geht Ihnen nach. Er sucht Sie, um Sie zu sich nach Hause zu bringen. Dabei ist ihm keine Mühe zu schwer, kein Weg zu lang. Er geht Ihnen nach, sucht Sie, um Sie an den Ort zu bringen, der Ihnen Sicherheit und Schutz bietet. Wärme, Annahme und Liebe. Zu ihm nach Hause.

Impuls - 11. Januar

Gemeinschaft pixabay 2021

Gott der HERR […] spricht: Ich will noch mehr sammeln zu der Schar derer, die versammelt sind.
(Jesaja 56,8)

Gott, unser Heiland, will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
(1. Timotheus 2, 3-4)

Jeder einzelne zählt! So könnte die Überschrift zu unserem heutigen Impuls lauten. Viele Organisationen versuchen, mit so einem Slogan Mitglieder zu werben. Die Zahl der Anhänger soll sich erweitern. Daran ist nichts auszusetzen. Denn mit mehreren Leuten kann man auch Größeres bewerkstelligen. So können geplante Projekte in die Tat umgesetzt werden und das ist gut.

Auch bei und für Gott ist jeder Mensch wichtig. Das dient nicht als eine anstrebende, hohe Zahl auf einem imaginären "Gläubigenkonto", sondern ist vielmehr ein weiterer Beweis für Gottes Liebe zu seinen Menschen. Für ihn zählt jeder einzelne Mensch, ob groß oder klein, dick oder dünn, reich oder arm. Jeder Einzelne ist ihm wichtig. Jeder Einzelne kann sich seiner Liebe sicher sein.

Anders als bei Organisationen geht es ihm nicht darum, was jeder mitbringt, leisten oder geben kann, sondern nur, dass er bei ihm ist. Nah an seinem Herzen, das für ihn schlägt. Wo Organisationen tolle Slogans haben, um auf sich aufmerksam zu machen, so hat Gott besondere Werbeträger, die das zu tun vermögen. Werbeträger wie Sie und mich. Durch Ihr Leben mit Gott können Sie Ihre Mitmenschen auf ihn aufmerksam machen. Dazu müssen Sie nicht mit T-Shirt herumlaufen, auf dem "Jesus liebt dich" steht, Sie müssen auch nicht Traktate verteilen oder gar Theologie studieren.

Sie dürfen nur Ihr Herz öffnen, andere teilhaben lassen an der Beziehung, die Sie mit Jesus haben. Erzählen Sie doch mal bei einem Gespräch wie Ihre Beziehung mit Jesus aussieht, wie er Ihnen begegnet, Sie ermutigt oder beschenkt. Manchmal zählen wenige Worte in bestimmten Zeiten mehr als 1000 Taten und mehr als gute Werbeslogans. Wollen Sie Gott dabei unterstützen, dass seine Schar wächst?

Impuls - 8. Januar

Fels in der Brandung pixabay 2021

Gott ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht wanken werde.
(Psalm 62,7)

Stärkt die müden Hände und die wankenden Knie und tut sichere Schritte mit euren Füßen.
(Hebräer 12,12-13)

Würden Sie heute dem Psalmisten zustimmen? Würden Sie bejahen dass Gott ihr Fels, ihre Hilfe und Schutz ist? Das wünsche ich Ihnen sehr und mir auch. Und dennoch gibt es Zeiten in unserem Leben, wo diese Überzeugung  auf die Probe gestellt wird, und die Antwort darauf etwas länger dauert und manchmal vielleicht sogar ausbleibt.

Wir kennen diese Zeiten. Was mich aber heute schmunzeln und mir Gott mal wieder unheimlich sympathisch werden lässt, ist die Tatsache, dass ihn das nicht verwundert, und er uns nicht anklagt. Im Gegenteil: Gott weiß dass uns das Leben mit all seinen Herausforderungen viel abverlangt. Unsere Füße stehen nicht immer sicher – nein, wir wanken. Rutschen aus in unseren Problemen, die ständigen Herausforderungen anzupacken, macht uns müde.

Das besondere an unserem Herrn ist, dass er uns darin begegnet. Er verlangt nicht von uns, dass wir immer gleich jubeln, immer gleich sicher auftreten. Sondern Er spricht uns zu, dass ER uns stärken wird, dass wir wieder zugreifen können, festen Stand bekommen.

Das ist nichts, was wir von uns heraus tun müssen und oft auch nicht können. Sondern Er tut es für und in uns. Unser Gebet kann sein, dass wir daran festhalten wollen, dass er unser Fels ist, der – auch wenn wir es tun – nicht wanken wird. Er ist unsere Hilfe und unser Schutz, weil Er uns darin stärkt. Unsere Knie werden nicht ewig wanken, unsere Hände nicht ewig müde sein. Seine Kraft gibt uns Kraft, in seiner Stärke werden wir stark.

Impuls - 7. Januar

Weinberge pixabay

Ich bin dein, hilf mir. (Psalm 119,94)

Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. (Johannes 15,7)

Meine Heimat ist für einen guten Wein bekannt. Unsere Landschaft ziert unzählige Weinberge. Jedes Jahr werden Helfer gesucht, um bei der Lese zu helfen. Aber um ehrlich zu sein, neben dem Pflücken der Trauben verstehe ich nicht allzu viel vom Weinbau. Allerdings muss man auch kein Winzer sein, um zu verstehen, dass wenn man die Reben zurecht schneidet, von den abgeschnittenen Zweigen nichts mehr zu erwarten ist.

Jesus benutzt in einem Gleichnis das Bild eines Weinstocks. Er selbst ist der Weinstock und wir die Reben. Wenn wir an ihm sind oder in ihm, dann bringen wir Frucht. Werden wir getrennt, verdorren wir. Ein hartes Bild, dass allerdings klar macht, wie wichtig es ist, an ihm und in ihm zu bleiben.

Nun ist es aber nicht so, dass ständig jemand mit einer riesigen Schere kommt und uns zu trennen versucht. Vielmehr können es kleinere Dinge sein, die unsere Verbindung zu Jesus  hemmen, ablenken, oder gar abschneiden. Und leider sind es oft wir selbst. Vielleicht weil wir im Glauben müde geworden sind oder enttäuscht. Weil uns vieles andere wichtiger erscheint oder wir uns selbst zu wichtig nehmen.

Aber was kann uns helfen, an Jesus dran zu bleiben? Es hilft uns, wenn wir in seinem Wort lesen und es in uns wirken lassen. Wenn wir Gottesdienste besuchen, sein Wort durch andere hören. Es hilft, wenn wir beten. Mit ihm reden – unverblümt und ungeschminkt. Es hilft, wenn wir uns mit anderen austauschen. Uns durch sie ermutigen lassen, an Jesus dran zu bleiben.

Vielleicht fallen Ihnen noch mehr Möglichkeiten ein, mit Jesus in eine lebendige Beziehung zu kommen und zu bleiben. Und vielleicht können Sie anderen helfen?

Impuls - 6. Januar

Seeblick vom Gästehaus Gussow am Dolgensee

HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt! (Psalm 84,13)

Da die Weisen den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter und fielen nieder und beteten es an. (Matthäus 2: 10-11)

Wir Menschen verlassen uns auf viele Dinge. Wir verlassen uns darauf, dass unser Arbeitsplatz sicher ist, das Einkommen geregelt. Wir verlassen uns darauf, gesund zu sein oder wenigstens in einem Land zu leben, in dem das Gesundheitssystem greift. Auch können wir uns auf Menschen verlassen, darauf dass unsere Familie zu uns steht, unsere Freunde bei uns sind. Und das sind nur einige Beispiele. Das letzte Jahr hat, gerade durch Corona, heftig an unseren Sicherheiten gerüttelt. Sie bekamen Risse. Plötzlich waren sie nicht mehr ganz so sicher oder sind gar wie ein Kartenhaus in sich zusammengebrochen.

Und das muss nicht nur durch Corona passieren. Es gibt leider viel zu viele Ereignisse, die unser sicher geglaubtes Leben ins Wanken bringen. Aber werden wir mit Einschlägen konfrontiert, wird in uns offenbar, auf was wir gesetzt haben. Oft steht dann anstelle der Sicherheit Verzweiflung, Angst, Ohnmacht.

Vielleicht ist es daher auch immer wieder sinnvoll, uns selbst zu hinterfragen, auf was wir uns eigentlich verlassen, was uns Sicherheit gibt. Natürlich können wir mit einer frommen Antwort glänzen, in der wir beteuern, dass natürlich Jesus der Einzige ist, auf den wir uns verlassen können. Und so einfach wie diese Antwort ist, so gewaltig ist sie in ihrer Wahrheit. Denn es stimmt: Jesus ist die Antwort. Jedoch ist sie auch die Antwort in unserem Herzen?

Ich möchte Sie einladen, Inventur in Ihrem Herzen zu machen und sich ehrlich dieser Frage zu stellen. Jesus möchte Ihnen begegnen und zusammen mit Ihnen eine, vielleicht neue, Antwort finden und darin leben.

Impuls - 5. Januar

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. (Psalm 23,6)

Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge. (Johannes 10,10)

Heute Nacht träumte ich, dass wir plötzlich ein Schaf hatten oder eine Ziege. Das war nicht so leicht zu erkennen, weil es von beiden Tieren etwas hatte. Aber es hieß Pauli. In meinem Traum ist Pauli mir überall hinterhergelaufen und schlief bei den Hühnern im Stall. Er wurde von mir versorgt und auch umsorgt, es ging ihm gut, er fühlte sich wohl. Und auch mir machte es Spaß und Freude, ihn um mich zu haben.

An vielen Stellen in der Bibel wird Jesus als der gute Hirte beschrieben oder betitelt sich selbst so. Auch wenn Schafe und Hirten eine romantische Vorstellung in uns hervorrufen, so kann die Realität doch ganz anders aussehen. In der Natur geht es oft härter zu. Hier in Brandenburg werden inzwischen wieder viele Schafe von Wölfen gerissen. Romantisch ist das weniger. Das Schaf braucht nicht nur die Versorgung, sondern auch den Schutz des Hirten, um zu überleben. Schaf und Hirte sind eine verbindliche Gemeinschaft. Und das setzt eine Beziehung voraus.

Jesus will ein Hirte für uns sein. Er will uns versorgen, uns aber auch Schutz und Trost bieten. Was mich an meinem Traum und meinem vielleicht etwas kindlichen Vergleich berührte, war, dass ich Spaß und Freude mit Pauli hatte. Neben der ganzen Arbeit, den Sorgen, war da eine Freude an ihm, die alles überdeckte. Wenn wir ehrlich sind, dann wird Jesus, unser Hirte, auch die ein oder andere Sorge mit uns haben. Auch wir können störrisch sein, Gottes Ratschläge abtun. Auch wir wollen oft nicht hören, lieber unseren Weg gehen. Auch wir tun uns mitunter schwer Dankbarkeit zu zeigen, sondern mosern lieber rum. Aber egal wie seine Sorgen mit uns sind - dennoch hat er Freude an uns! Und in seinem Haus dürfen wir bleiben immerdar.

Impuls - 4. Januar

Möge doch ihr Herz so bleiben, dass sie mich allezeit fürchten und meine Gebote halten, damit es ihnen und ihren Kindern gut geht, für immer! (5. Mose 5,29/ZUB)

Es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade. (Hebräer 13,9)
 
Ein neues Jahr hat begonnen. Noch ist es ganz frisch, aber für viele ist es jetzt schon voller Wünsche, Erwartungen und Hoffnungen. Gerade zum Jahreswechsel nimmt man sich einiges für das neue Jahr vor, viel erwartet man und vieles wünscht man sich.

In unserem heutigen Text formuliert Gott auch einen Wunsch, unabhängig von der Jahreszeit. Er wünscht sich, dass unser Herz nach - und zu ihm - ausgerichtet ist. Dass wir uns seiner Größe, Erhabenheit und Autorität bewusst sind. Und aus dieser vertrauenden Beziehungen seinen Rat für uns und unser Leben annehmen und danach leben. Gott wünscht sich, dass es uns gut geht. Nicht nur an Silvester oder den ersten Tagen im neuen Jahr, sondern immer.

Der Autor des Hebräerbriefes war sich dessen bewusst. Es scheint, dass sein Leben danach ausgerichtet und erfüllt war. Er wusste aber auch wie schwierig es sein kann, daran festzuhalten und wie schön es ist, wenn unser Herz fest im Glauben ist. Fest verwurzelt in Gott selbst - in seinen Zusagen, seinen Verheißungen, in seinen Wünschen für unser Leben.

Denn, wenn etwas fest ist, dann wird es nicht umhergetrieben, geht nicht mal hier hin, mal dort hin. Klammert sich weder an Dinge, Gefühle oder an Menschen. Ist nicht rastlos, nicht heimatlos. Wenn unser Herz fest ist, dann sind wir in und bei Gott zuhause. In unserem ersten Impuls in diesem Jahr möchte ich Ihnen Mut machen, sich zu fragen, wo Sie zuhause sind. Ist es Gott? Was brauchen Sie, um den Weg dorthin zu finden und zu gehen?

Impuls - 11. Dezember

Er ist ein lebendiger Gott, der ewig bleibt, und sein Reich ist unvergänglich. (Daniel 6,27)

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
(Hebräer 13,8)

Es bedarf keiner großen Worte. Vielmehr möchte ich Ihnen heute ein Lied vorstellen, das diesen ermutigenden Zusagen Ausdruck verleiht.

Du bleibst an meiner Seite

Du bleibst an meiner Seite,
Du schämst dich nicht für mich.
Du weißt, ich bin untreu
Und denoch gehst du nicht.
Du stehst zu unsrer Freundschaft.
Obwohl ich schwierig bin,
Hälst du mir die Treue,
Gehst mit mir durch dick und dünn.
Du bist treu Herr, an jedem neuen Tag.
Du bist treu, Herr, auch wenn ich versag,
Bist du treu, Herr.
Unerschütterlich hält deine Treue mich,
Du bleibst mir treu.

1995; Text und Musik: Tobias Gerster

https://youtu.be/QdpZWSFlhIw
https://youtu.be/QdpZWSFlhIw

Impuls - 10. Dezember

Die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des HERRN Mund hat’s geredet. (Jesaja 40,5)

Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
(Johannes 1,14)

In einem Lied heißt es: "Lass uns deine Herrlichkeit sehen". Wenn wir Gottes Herrlichkeit sehen, dann würden wir staunend, mit offenen Augen und Mündern, sprachlos stehen und aus dem Staunen nicht herauskommen.  Das zu erleben wäre großartig, oder?

Gerade alte, katholische Kirchen versuchten Gottes Herrlichkeit in ihren Bauten auszudrücken. Große, gewaltige Kirchen und Kathedralen wurden erbaut. Schon von außen erkennt man, wie viel Geld dafür erforderlich war. Kommt man ins Innere, wird man fast erschlagen von bunten Malereien, von Gold und kostbaren Relikten. Das brachte früher und heute viel Kritik ein. Man fragte sich, ob das dazu erforderliche Geld nicht an anderen Orten besser eingesetzt wäre. Aber den Kirchenvätern war es wichtig, dass man beim Eintritt in die Kirche einen Vorgeschmack auf die Herrlichkeit des Herrn bekommt. Das jedem klar wird, dass er oder sie sich inmitten seiner Herrlichkeit befindet. Eine Herrlichkeit, die nur so funkelt und uns den Atem raubt. Die den Alltag draußen lässt und uns ermöglicht, uns für Gott zu öffnen. Aber egal wie groß, wie prunkvoll eine Kirche ist, alles wird verblassen, wenn wir Gott persönlich gegenüberstehen.

Mich berührt ein Besuch in einer dieser Kirchen dennoch immer sehr. Die Jünger jedoch brauchten diese Hilfestellung nicht. Sie erkannten in Jesus selbst alle Herrlichkeit, alles Schöne und Kostbare. In der liebenden Gnade Jesu wurden ihre Herzen und Augen überwältigt, sie erkannten darin alle Herrlichkeit Gottes.

Gottes Herrlichkeit ist nicht an Kirchen und Kathedralen gebunden. Sie kann uns heute, in unseren Herzen begegnen. Da wo wir ihn suchen und ihn in uns finden. Wo er uns mit derselben Liebe und Gnade begegnen möchte. Daher lohnt es sich, gerade jetzt in der Adventszeit, wo auch alles funkelt und glitzert, unsere Herzen zu öffnen für den einen, der uns zum Staunen bringt.

Impuls - 9. Dezember

Der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Quellen sind und Wasser in der Tiefe. (5. Mose 8,7)

Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
(Römer 8,32)

Wassermangel ist ein Thema, auf das wir nicht nur in der Wüste stoßen. Zwar wird einem auf einer Tour durch endlos lange Sanddünen und bratende Hitze spürbar bewusst, wie wichtig Wasser ist, aber auch andere Orte leiden unter Wassermangel. Hier in Brandenburg ist die Waldbrandgefahr im Sommer erschreckend hoch. Wasser ist ein existentieller, ein essentieller Rohstoff. Ohne das flüssige Nass leben wir - und die Natur - nicht lange. Vielleicht wählt Gott daher dieses Beispiel immer wieder, um uns zuzusprechen, dass er uns versorgen wird. Und zwar mit allem was wir "wirklich" brauchen.

Er will nicht nur irgendeinen Mangel ausfüllen, sondern Gottes Zuspruch geht tiefer. Er will diesen besonderen Bereich in uns berühren und ausfüllen - nennen wir es unsere Seele - mit allem versorgen, was sie braucht, um zu überleben. Wissen Sie was Ihre Seele braucht? Antworten Sie nicht zu schnell, nehmen sie sich Zeit dafür. Manchmal ist das nicht gleich zu erkennen oder zu spüren. Denken wir, dass es vielleicht die Liebe eines Menschen ist, werden wir erfahren, dass wenn wir sie dann haben, unsere Seele immer noch nicht "satt" ist. Es bleibt eine Unruhe zurück.

Gott hat uns erschaffen, Gemeinschaft mit ihm zu haben. Und diese Gemeinschaft, diese Nähe kann nichts und niemand ausfüllen, nur Er alleine. Er ist das fehlende Puzzleteil. Daher finden wir die Antwort  nur bei Gott. Gott weiß was Ihre Seele braucht, daher schickte er seinen Sohn. Damit Jesus Sie nach Hause bringen kann.

Impuls - 8. Dezember

Der Tag des HERRN kommt und ist nahe. (Joel 2,1)

Wir warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.
(2. Petrus 3,13)

"Joseph waited 13 years
Abraham waited 25 years
Moses waited 40 years
Jesus waited 30 years
If God makes you wait, you are in good Company."

Ich weiß nicht, wie es Ihnen damit geht, aber Geduld, ist nicht gerade eine große Stärke von mir. Das abwarten, aushalten, darauf hoffen, dass sich etwas einstellt, klar wird oder eintrifft, ist anstrengend. Vielleicht wurde mir deshalb dieser Text von einer Freundin geschickt. Es ist nur eine kleine Auswahl von Menschen aus der Bibel, die sich damit auskennen, und alle hatten einen unterschiedlichen Beweggrund zu warten.

Das Warten darauf, endlich König zu werden,  dass sich Kinder einstellen, in das gelobte Land zu gelangen oder seinen Auftrag auszuführen. Warten darauf, endlich die Frau die man liebt, heiraten zu dürfen oder den Heiland zu sehen. Auf wen oder was warten Sie? Darauf, dass es anfängt zu schneien, sich Ihre Kinder endlich wieder vertragen, die Lottozahlen die richtigen sind oder eine Freundschaft wieder zueinanderfindet?

Auch wenn es vieles gibt, was uns Geduld und Warten abverlangt, einfach ist es nicht. Herausfordernd dabei ist, heute zu lesen, was es war, auf das Petrus wartete. Es war nicht etwa darauf, endlich frei von Jesus berichten zu können ohne verspottet oder verfolgt zu werden oder darauf in Frieden mit seiner Frau zu leben (denn dieses Ende blieb beiden vergönnt). Petrus wartete auf den neuen Himmel, auf die neue Welt, in der Jesus alle seine Zusagen und Verheißungen erfüllen wird.

Dieser Ausblick half ihm nicht nur über das Warten hinweg, sondern es half ihm auch sein Leben so anzunehmen wie es war. Mit allen Schwierigkeiten und Herausforderungen, mit allen Nöten und Qualen. Er wusste, das worauf er wartet, ist viel größer. Das worauf er wartet, ist ein ganzheitliches Happy End. Vielleicht sollten auch wir darüber nachdenken, auf was wir warten und auf was es sich lohnt zu warten?

Impuls - 7. Dezember

Die Verständigen werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich. (Daniel 12,3)

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! (2. Korinther 5,20)

Es gibt einen alten Kino- Klassiker aus den 80'ern: "Die Blues Brothers". Abgesehen von einer tollen musikalischen Begleitung, ist er ziemlich witzig. Zwei Brüder, frisch aus dem Gefängnis entlassen, besuchen ihr altes Waisenhaus, in dem sie aufwuchsen. Leider steht es, aufgrund finanzieller Schwierigkeiten, kurz vor der Schließung. Für die Brüder ist klar, dass dies nicht Gottes Wille ist, daher trommeln sie ihre alten Bandmitglieder zusammen, um durch Konzerte Geld zu sammeln. Selbstredend ist dies nicht leicht und viele haarsträubende Ereignisse geschehen. Aber egal wo sie sind oder was ihnen widerfährt - für sie steht felsenfest: "Sie sind im Auftrag des Herrn unterwegs!"
Warum sollte es daher nicht klappen?

Auch wir sind im Auftrag des Herrn unterwegs. Zwar müssen wir keine Band gründen und das ist wahrscheinlich die gute Nachricht. Aber wir sind aufgefordert anzunehmen wer wir sind. Wir sind mehr als nur Gottesdienstbesucher, wir sind Botschafter von Jesus! Wir sind dazu berufen, Jesus in dieser Welt widerzuspiegeln. Ganz egal, wo. Ob auf der Arbeit, Zuhause, im Stadion oder beim Friseur. Überall möchte Jesus durch uns Menschen berühren, ihnen die Möglichkeit geben, ihn kennenzulernen.

Dazu schenkt er uns seine Gegenwart und Nähe. Er hilft uns, mutig zu werden. Er gibt uns die richtigen Worte zur richtigen Zeit. Er öffnet unsere Herzen für Menschen um uns herum und schenkt uns Ideen, wie wir ihnen Jesus nahe bringen können. Das kann durch ein Gebet sein oder dadurch, dass sie durch unseren Lebensstil neugierig werden. Das kann durch tatkräftiges Mitanpacken in Zeiten der Not sein oder indem wir erzählen, was wir mit Gott erlebt haben... Unser Amt auszuführen und auszuleben bringt unendliche Möglichkeiten mit sich, die Frage ist: Nehmen wir diesen Auftrag an ?

Impuls - 4. Dezember

Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf. (Psalm 127,2)

Euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.
(Matthäus 6,8)

Meine Schwester managt einen sechsköpfigen Haushalt. Selbstredend wieviel Zeit und Arbeit sie damit hat, ihn auch am laufen zu halten. Darüber hinaus, weiß sie genau was wer, wann, wie braucht. Ist morgens Sportunterricht ihres Sohnes, liegen die passenden Klamotten bereit, hat mein Schwager einen THW-Einsatz, ist auch hierfür alles vorbereitet. Der Kühlschrank ist nie leer, sondern egal wann die hungrigen Mäuler ihn aufreißen, sie finden was. Und nicht nur das, sondern meist kauft sie die Dinge, die ihr Mann und ihre Kinder besonders mögen.  

Sie müssen meine Schwester nicht erst darum bitten, sie weiß es bereits und kümmert sich darum.
Meine Schwester kümmert sich, weil sie ihre Familie liebt und weil sie ihren Mann, ihre Töchter, ihren Sohn kennt. Ja, sogar die Freunde ihrer Töchter kennt sie und weiß was sie gerne haben. Dem geht eine vertrauensvolle und liebevolle Beziehung voraus. Sie sind im Kontakt miteinander und leben nicht nur nebeneinander her. Ich glaube, auch wenn dies der Fall wäre, meine Schwester wüsste dennoch genau um die verschiedenen Bedürfnisse.

Bei Gott ist das ähnlich. Auch er weiß was wir brauchen, bevor wir ihn darum bitten. Er kennt uns durch und durch, er weiß um unsere Fehler und Schwächen, genauso wie um unsere Stärken und Gaben. Aber auch er wünscht sich Beziehung zu uns. Dass wir, auch wenn wir wissen, dass ihm nichts verborgen ist,  dennoch zu ihm kommen, alles vor ihm ausbreiten. Er wünscht sich Nähe, Vertrauen. Eine Intimität, die zwar um alles weiß, sich aber in Beziehung zueinander und im Miteinander ausdrückt. Daher ist das Gespräch, das Gebet nicht etwa überflüssig, sondern die Grundlage für eine tiefe und wachsende Beziehung.

Impuls - 3. Dezember

Ein jeder gebe, was er geben kann nach dem Segen, den dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. (5.Mose 16,17)

Wenn der gute Wille da ist, so ist jeder willkommen nach dem, was er hat, nicht nach dem, was er nicht hat.
(2.Korinther 8,12)

Wenn man mich nach meinen Stärken und Schwächen fragen würde, könnte ich sofort eine Reihe von negativen Eigenschaften aufzählen. Auf der Seite der Stärken müsste ich erst einmal überlegen. Das liegt daran, dass ich einiges eher als „normal“ bezeichnen würde und nicht als eine besondere Stärke. Zum anderen, weil ich mir bei vielem denke, dass jemand anderes darin sowieso besser ist als ich. Es gibt so viele Dinge, in denen ich gerne besser oder anders wäre und wenn man dann noch sieht, was der Nachbar alles hat oder wie beliebt der Kollege ist, wie dem Bekannten alles in die Hände fällt, machen sich schnell Unzufriedenheit und Neid breit.

Wir Menschen neigen dazu, chronisch unzufrieden zu sein, weil wir uns vielmehr darauf fokussieren, was wir nicht haben oder nicht können, anstatt das zu sehen, was einem selbst alles geschenkt ist. Natürlich ist es gut, seine Schwächen zu kennen, Vorbilder zu haben und sich verbessern zu wollen. Mindestens genauso wichtig ist es jedoch seine Talente zu kennen, diese auszubauen und gezielt einzusetzen. Wenn wir immer nur dem hinterherlaufen, was andere gut können, verschwenden wir das Potential, das in uns steckt. Anstatt ständig unzufrieden zu sein, sollten wir uns vielmehr in Dankbarkeit üben, über das, worin wir beschenkt und gesegnet sind.

D.M.

Impuls - 2. Dezember

Ich traue auf den HERRN. Wie sagt ihr denn zu mir: Flieh wie ein Vogel auf die Berge! (Psalm 11,1)

Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. (Johannes 14,27)

"Das raubt mir den Schlaf", wir haben bestimmt alle schon einmal dieses Zitat gehört oder selbst gesagt. Denn vieles kann uns den Schlaf rauben. Die Liste ist lang. Schweres Essen vor dem Schlafengehen, eine falsche Matratze, unsere Katze, die scheinbar auf unserem Bauch am besten schläft... Und natürlich Sorgen und Gedanken, die uns quälen, uns den Schlaf rauben. Wie eine innere Sorgenfabrik, die gerade nachts Überstunden macht. Leider finden wir den Ausschaltknopf nicht, es rattert und rattert.

Was wir brauchen ist Frieden. Mitten hinein in unsere Sorgen und Ängste, in unsere Nöte und Gedanken. Einen Frieden, der selbst den stärksten Sturm ruhig werden, den brüllenden Löwen wie ein Kätzchen surren lässt. Diesen Frieden erhalten wir nicht von außen und auch lange nicht durch diese Welt. Das Einschalten des Fernsehers bürdet uns noch mehr Sorgen auf. Gerade in dieser Corona-Zeit. Alle Tipps und Tricks, die man dazu im Internet lesen kann, helfen nur bedingt oder kurzzeitig.
Einen Frieden, der uns im Sturm schlafen lässt, finden wir allein bei und in Gott.

Als Jesus mit seinen Jüngern auf einem Boot unterwegs war, zog ein derartiger Sturm auf, dass selbst die erfahrensten Fischer unter ihnen Angst hatten. Aber Jesus schläft. In ihm ist der Friede seines Vaters, der ihm trotz des tosenden Sturms Ruhe schenkt. Er weiß, er ist geborgen und sicher. Jesus  selbst ist der Friedensfürst. Sein Friede ist größer und stärker als jede Laune der Natur, jede Macht der Welt. Er ist größer als unsere Sorgen und unsere Gedanken. Und diesen Frieden will und wird er uns schenken, damit die Sorgenfabrik in unserem Herzen Konkurs anmeldet. 

Impuls - 1. Dezember

Bleibe als Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich segnen. (1. Mose 26,3)

Führt euer Leben in Gottesfurcht, solange ihr hier in der Fremde weilt. (1. Petrus 1,1)

Seit mehr als sieben Jahren wohnen wir hier in Brandenburg. Auch wenn wir fast alle Deutsche sind, so fühlten wir uns anfangs als Fremde im eigenen Land. Nicht nur am Dialekt war spürbar, dass wir irgendwie anders waren. Die Gebräuche sind unterschiedlich, die Einstellungen oder Verhaltensweisen. Das kann sicher jeder bejahen, der schon einmal in einem anderen Bundesland gelebt hat.

Den Israeliten ging es da nicht besser, wenn nicht sogar noch schlimmer. Sicherlich wäre es für sie  einfacher gewesen, an einen Ort zu gehen, wo alle genauso ticken, genauso sind wie sie. Und dennoch kam die Zusage von höchster Stelle zu bleiben. Gottes Plan war ein anderer, als ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse. Aber sein Plan sah auch vor, sie zu segnen, sein Plan sah vor, bei Ihnen zu sein. Egal wie die Herausforderungen waren.

Gottes Plan ist nicht immer der einfache Weg, nicht immer der bequeme und nicht immer erkennbar. Aber ER hat einen. Und wir dürfen lernen, ihm darin zu vertrauen. Durch Corona verändert sich vieles, gerade in unserer Arbeit ist nichts mehr wie es war. Gestern meinte eine Freundin und Mitarbeiterin zu mir, dass sie Angst hätte, wir könnten wieder gehen, woanders hin, wo die berufliche Herausforderung leichter wäre.

Diese Sorge konnte ich ihr erstmal nehmen. Denn auch wir durften und dürfen das Vertrauen in Gottes Plan entdecken und lernen. Auch wenn es bei uns ab und an noch sprachliche Hürden gibt, fühlen wir uns an diesem Ort berufen und darin gesegnet. Wir fanden Freunde, ein Zuhause in der Ferne. Menschen, die uns unterstützen, die uns zeigen, dass es sich lohnt dort zu sein, wo uns Gottes Plan berufen hat. Vielleicht fühlen Sie sich auch irgendwo, irgendwie fremd. Dann möchte ich Ihnen Mut machen, an Gottes Plan für Sie festzuhalten. Er ist bei Ihnen und wird sie segnen.

Impuls - 30. November

So spricht der HERR Zebaoth: Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an. (Sacharja 2,12)

Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. (Römer 8,33)

Neulich kam in unserer Gemeinschaft das Thema "Buße" auf. Nicht gerade das angenehmste Thema. Aufgewachsen bin ich in der katholischen Kirche, daher kam ich schon als Kind damit in Kontakt. Wir  "mussten" vor der Erstkommunion eine Beichte ablegen. Ich erinnere mich noch gut an das erste Mal im Beichtstuhl. Uns war es aber noch gar nicht so richtig bewusst, was das bedeutet und was wir eigentlich beichten müssen. Unser Pfarrer sagte:"Wenn euch nichts einfällt, dann sagt: Ich habe gelogen, ich habe betrogen, ich habe die Katze am Schwanze gezogen!". Dieses kindliche Bekenntnis lässt mich schmunzeln. Aber wie sieht es heute aus?

Uns Erwachsenen ist durchaus bewusst, was wir alles beichten können bzw. zu beichten haben. Da ist das Ziehen am Schwanz einer Katze fast schon harmlos. Es sind z.B. die negativen Gedanken gegenüber anderen Menschen, unsere Habgier, unser Neid, der uns quält. Die vielen Notlügen oder das Feilschen um die zu entrichtenden Steuern oder gar der Ehebruch. Wenn wir uns das vor Augen halten, sind wir alles andere als gerecht.

Aber - und das ist die gute Nachricht: Gott ist hier. Und er macht uns gerecht. Er hat den Preis für unsere Schuld am Kreuz bezahlt, damit wir gerecht werden. In der Buße nageln wir unsere großen und kleinen Sünden ans Kreuz und dürfen erleben, dass sie keine Macht mehr über uns haben. Er wirft sie ins äußerste Meer und niemand und nichts hat das Recht sie wieder herauszufischen. Auch wir nicht. Meist ist es schwerer, uns selbst zu vergeben, denn wir sind Meister darin uns, unsere Schuld, unsere Fehler, unser Versagen vorzuhalten. Aber wenn wir zu Jesus  kommen, nimmt er sie weg und macht uns gerecht.

Ich möchte Sie einladen, sich heute Zeit zu nehmen und Jesus alles hinzugeben was zwischen Ihnen und ihm steht. Beichten Sie ihm Ihre Schuld. Jesus vergibt gerne, immer und immer wieder. Nehmen Sie dieses Geschenk an. Er ist hier und wartet auf Sie.

Impuls - 27. November

Herr, vor dir liegt all mein Sehnen, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen. (Psalm 38,10/ZUB)

Wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt. (Jakobus 1,3)

Weihnachten war für uns Kinder immer etwas Besonders. Gut, wenn wir ehrlich sind, dann lag unsere Aufregung und Freude  darin, dass wir Geschenke bekamen. Darauf freuten wir uns am meisten. Wir konnten die Tage vor Neugier fast nicht aushalten. Um sie ein bisschen erträglicher zu machen, gab es den Adventskalender. Je mehr Türchen offen waren, desto schneller kam Weihnachten. Das half uns, uns zu gedulden.

Weihnachten ist aber mehr als die Geschenke unter einem Baum. Mehr als jeden Tag Schokolade hinter Türchen vorzufinden. Denn der König kommt! Er wird Mensch und kommt zu uns! Und zwar hinein in unser Sehnen, in unser Seufzen, hinein in unsere Ungeduld. Dafür hat sich Jesus entschieden. Er wartet nicht bis wir nur pure Freude in uns tragen oder unser Lachen bis zum Himmel reicht, sondern er kommt zu uns. Egal wie die Umstände sind.

Manchmal müssen wir in unserem Seufzern geduldig sein, was unheimlich schwer ist. Umso größer ist das Geschenk, wenn wir glauben können. Glauben an Gott, dass das Unsichtbare sichtbar wird, der König kommen wird. Lassen Sie uns mit diesem Wissen bewusst in die Weihnachtszeit starten. Es verändert vielleicht nicht unsere Umstände, aber unsere Haltung dazu und unser Herz.

Impuls - 26. November

Nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen. (1. Chronik 29,13)

Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus. (Epheser 5,20)

Wer unsere Impulse verfolgt, hat sicher festgestellt, dass uns das Thema Dankbarkeit schon öfter beschäftigt hat. Gott zu danken soll dabei aber keine Disziplin sein, in der man sich "Fleißpunkte" im Himmel verdienen kann. Zu danken ist vielmehr eine besondere Möglichkeit, sich bewusst zu werden, was man alles Gutes von Gott erfahren hat. Wir lenken unseren Blick und unsere Haltung weg von Dingen und Umständen, die uns schwer fallen, hin zu den Dingen und Erfahrungen, die uns gut getan haben und tun. Darin liegt eine Art Balsam für die Seele, die uns gerade in schweren Zeiten wieder Mut, Hoffnung und Zuversicht schenkt. So dürfen wir an unseren guten Zeiten Gottes Handschrift erkennen und lernen sie auch in schwereren wahrzunehmen.

Eine liebe Freundin von mir geht gerade durch ein ziemlich dunkles Tal. Bewegend ist ihre Haltung während sie jeden Tag versucht emotional zu überleben. Sie verschweigt die schlimmen Dinge nicht, die ihr widerfahren und jeden Tag neu herausfordern, aber sie sucht in ihnen Gott. Sie ist trotz allem Gott dankbar und findet immer wieder Gründe, ihm dankbar zu sein. Dadurch bleibt sie nicht in ihrem Schmerz, ihren Sorgen stehen, sondern ist sich sicher, dass Jesus auch mit diesem Kapitel ihres Lebens Geschichte mit ihr schreibt. Und es wird eine gute Geschichte werden. Kann es sein, dass Dankbarkeit gegenüber Gott vielmehr eine Hilfe für uns ist, als uns das bewusst ist? Lassen Sie es uns herausfinden und heute damit anfangen.

Impuls - 25. November

Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet! (Psalm 34,9)

Kommt, alles ist schon bereit!
(Lukas 14,17/ZUB)

Kommen Ihnen unsere Verse heute bekannt vor? Bestimmt, meist hören wir sie in den Gottesdiensten vor dem Abendmahl. Es ist ganz erstaunlich, dass sich der Herr wünscht, dass wir ihn mit allen Sinnen erfahren. Wir hören nicht nur von ihm, wir sollen auch sehen und schmecken wie freundlich er ist. Scheinbar ist es wichtig, dass wir Gott nicht nur einseitig erleben, sondern mit all unseren Sinnen.

Wenn wir an unseren letzten Urlaub denken, bleibt nicht nur die Tatsache, dass wir nicht arbeiten mussten in Erinnerung, sondern dass das Wetter toll war, die Natur nur so Funken sprühte, das Miteinander schön und das Essen lecker und reichhaltig war. So bleiben uns die Tage besser in Erinnerung und wir zehren noch in unserem Alltag davon.

Wie die Erinnerungen an unseren Urlauben uns über den manchmal tristen Alltag hinweghelfen können, so möchte auch Jesus uns im Alltag begegnen. Er wünscht sich - und uns, dass wir ihn so wahrnehmen, dass unsere Augen leuchten, wenn wir an ihn denken, von ihm erzählen. Noch erstaunlicher ist, dass wir kommen dürfen und alles ist vorbereitet. Wir müssen nicht erst sagen was wir möchten, es ist bereits da. Und Gott weiß genau, was Sie sich wünschen. Einen starken Kaffee, ein kühles Weißbier oder ein Glas Prosecco? Doch der vorbereitete Tisch von Jesus hält noch Besseres bereit. Vielleicht brauchen sie einen großen Schluck Vertrauen, einen Schluck Glauben. Ein Glas Hoffnung, Zuversicht. Oder Freude?!

Setzen Sie sich an seinen Tisch, er hat alles vorbereitet, greifen Sie zu.

Impuls - 24. November

Aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes. (Psalm 98,3)

Zündet man denn ein Licht an, um es unter den Scheffel oder unter die Bank zu setzen? Und nicht, um es auf den Leuchter zu setzen? (Markus 4,21)

Kennen Sie den Unterschied zwischen einer arabischen Hausfrau und einer deutschen Hausfrau? Wenn man bei einer Familie zu Gast ist und man riecht schon das Essen, entgegnet man ja meist mit den Worten: "Oh das riecht aber lecker!" Darauf antwortet eine deutsche Hausfrau meist: "Ja, ich hoffe, es schmeckt auch". Eine arabische Frau hingegen antwortet: "Ja, das schmeckt auch gut. Ich bin eine gute Hausfrau!".

Der Unterschied liegt auf der Hand. Während wir versuchen unser Können herunterzuspielen, ist sich die arabische Frau ihres Könnens bewusst und steht dazu. Warum fällt es uns schwer, zu unseren Leistungen zu stehen? Gut, man kann denken, dass es einem wirklich nicht bewusst ist, ob das Resultat auch schmeckt... Aber das Beispiel macht klar, dass wir dazu neigen, unsere Leistungen, unsere Gaben herunterzuspielen. Wir tun sie als normal und selbstverständlich ab, anstatt uns daran zu freuen. Und daran, dass wir etwas Tolles gemeistert haben.

Aber genau dazu werden wir ermutigt. Wir dürfen uns an uns und unseren Leistungen freuen. Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, wenn uns bewusst wird, wer in uns die Gaben gelegt hat. Gott selbst freut sich an Ihnen und an dem was Sie tun. Das zu glauben ist eine Herausforderung, die aber nicht leichter zu meistern ist, wenn wir uns und unsere Gaben eher verstecken, anstatt sie zu zeigen.

Impuls - 23. November

Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen. (Jesaja 57,15)

Jesus sah die große Menge; und sie jammerten ihn, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.
(Markus 6,34)

Was anfangs eher an einen Science Fiction-Film erinnerte, wurde weltweit bittere Realität. Die Pandemie hat uns fest im Griff und geht nicht spurlos an uns vorbei. Die Zahl der infizierten Menschen steigt, ebenso wie die Angst davor. Ganz zu schweigen von den schwindenden Intensivplätzen in den Kliniken. Für viele geht es an die Existenz. Einnahmen bleiben aus, zuvor sichere Arbeitsplätze stehen plötzlich in Frage. Und das sind nur einige Beispiele der Herausforderungen, mit denen die Menschen weltweit zu kämpfen haben. Da kann man schon sagen, dass wir zerschlagen bzw geschlagen sind...

Jesus hatte Mitleid mit einer großen Menschenmenge. Jetzt waren diese Menschen nicht durch eine Pandemie gebeutelt, auch wenn sicher ein paar dabei waren, die mit Krankheiten und anderen Leiden  kämpften. Denn jeder trägt sein Päckchen, manches ist schwerer, manches leichter. Und Jesus jammerte als er sie sah. Wieviel muss es ihn heute jammern, wenn er auf uns Menschen schaut? Wie wir in einer ständigen Unsicherheit leben, Ängste an uns zerren, sich Krankheit ausbreitet?

Ich glaube, es jammert ihn sehr. Und ich glaube, dass er sich auch wünscht, dass wir in dieser Zeit nicht wie Schafe umherirren, die sich verlaufen haben, sondern Ausschau nach dem Hirten halten. Ein Schaf braucht seinen Hirten, es muss seine Stimme hören, die den Weg nach Hause zeigt. Es braucht den Hirten, der es versorgt, dem Schaf Trost spendet, es nicht alleine lässt. Jesus möchte unser Hirte sein.
Ich wünsche Ihnen, dass sich seine Zusage wie ein Balsam um Ihr Herz legt und Hoffnung aufkeimen lässt. Denn gerade jetzt, ist es das, was wir brauchen.

Impuls - 20. November

Er ändert Zeit und Stunde; er setzt Könige ab und setzt Könige ein. (Daniel 2,21)

Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker. Wer sollte dich, Herr, nicht fürchten und deinen Namen nicht preisen?
(Offenbarung 15,3-4)

Der heutige herausfordernde Stolperstein in unserem Vers ist das Wort "fürchten". Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber irgendwie ist es doch komisch. Auf der einen Seite sollen wir uns "fürchten" vor Gott, auf der anderen Seite ist er unser Vater im Himmel. Also wenn sich ein Kind vor seinem Vater fürchtet, dann läuft doch irgendwas falsch, oder? Wenn mir mein Neffe Luca sagen würde, dass er sich vor seinem Papa fürchtet, würde mir das zu denken geben.

Also was ist gemeint mit dieser Gottesfurcht? Was sagt die Bibel dazu? Es gibt eine große Anzahl von Stellen in der Bibel, die sich um "Gottesfurcht" drehen. Ein tiefes Eintauchen würde den Rahmen sprengen, daher nur kurz zusammengefasst: Fürchten setzt immer eine Beziehung voraus.

Mit der Furcht vor Gott ist nicht Angst gemeint, sondern die Anerkennung und Achtung gegenüber Gott, der über mir steht. Es ist das Bewusstsein der Größe und Erhabenheit, der Autorität Gottes.
Ein tiefes Bewusstsein seiner Heiligkeiten verbunden mit dem Wunsch, unser Leben in seinem Willen und zu seiner Ehre zu leben.

Mein Neffe würde andere Worte finden. Er würde sagen:"Ja Papa, ich weiß ja, du bist größer als ich, du hast alles im Griff! Du bist mein Papa und ich hab dich lieb. Auch wenn ich nicht verstehe, warum ich noch kein Auto fahren darf, weiß ich, dass du es gut mit mir meinst und ich dir vertrauen kann."

Impuls - 18. November

HERR, unser Gott, es herrschen wohl andere Herren über uns als du, aber wir gedenken doch allein deiner und deines Namens. (Jesaja 26,13)

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. (Apostelgeschichte 5,29)

Wir haben viele Autoritäten in unserem Leben. Autoritäten, denen wir Folge leisten müssen. Zum Beispiel unserem Chef, unserem Arbeitgeber, früher unseren Lehrern. Er sagt mir, was er von mir erwartet, was ich zu leisten habe. Das mag uns oft nicht passen, dennoch ist es so.

Wenn wir Kinder haben, sind auch wir Autoritätspersonen für sie. Wem Autorität gegeben wurde, muss sich der Verantwortung stellen, die damit einhergeht. Gerade in der Familie entscheiden wir im Idealfall nicht aus unserer Macht heraus, sondern aus einer liebevollen Beziehung, in der wir für das Wohl unserer Kinder entscheiden. Auch da gibt es Spannungen, nicht immer verstehen sie unser Handeln. Diese Spannungen sind aber im Nachhinein wichtig und richtig. Diese Autorität hat nichts mit einem Herumkommandieren zu tun, sondern wurde uns von Gott übertragen, damit unsere Kinder  zu mündigen und gesunden Menschen heranwachsen können.

Vielleicht liegt darin die Einladung Gottes anzuerkennen, dass er uns Menschen gibt, auf denen er für uns Autorität legt. Nicht um uns zu knechten, sondern uns zusammen ans Ziel zu bringen. In all den unterschiedlichen Beziehungen, steht aber immer Gott an erster Stelle. Er ist die höchste Instanz, die stärkste Autorität. Er überträgt sie, trägt aber auch Sorge darüber, wie sie ausgelebt wird. Seien wir getrost darin, dass selbst wenn wir erleben müssen, wie Autoritätspersonen ihre Macht falsch ausleben, der Tag kommen wird, an dem Gott für Gerechtigkeit und Heilung sorgt.

Impuls - 17. November

Um meines Namens willen halte ich meinen Zorn zurück, und um meines Ruhmes willen bezähme ich mich zu deinen Gunsten, dass ich dich nicht ausrotte. (Jesaja 48,9/ZUB

Gott hat uns errettet und uns berufen mit heiligem Ruf, nicht aufgrund unseres Tuns, sondern aufgrund seiner freien Entscheidung und seiner Gnade, die uns in Christus Jesus zugedacht wurde. (2. Timotheus 1,9/ZUB)

"Das hat mir schon mal jemand gesagt!", antworten Sie auf die Feststellung einer Bekannten, dass ihr Blumenbeet das schönste im Umkreis ist. Oder Ihr Kuchen der leckerste oder Sie so gut zuhören und mit anpacken können. Oder, oder... vielleicht ist Ihnen so etwas vertraut. Irgendwie scheint jeder das Gleiche zu sagen. Das ist zwar schön, aber doch nicht notwendig. Und irgendwann nicken sie nur noch mechanisch.

Die Verse heute morgen fallen in dieselbe Kategorie. Irgendwie stoßen wir öfter auf die Zusage, dass wir bei Gott ohne unser Zutun geliebt und errettet sind. Nicht wegen unserer Arbeit, unserem Dienst in der Gemeinde oder weil wir besonders witzig oder klug sind, sondern einfach so - um unserer selbst willen. Weil Sie Sie sind und ich ich.

Jetzt können wir auch mechanisch nicken und antworten: "Das hat mir schon mal jemand gesagt!". Wir können uns aber auch fragen, ob wir uns dessen wirklich immer bewusst sind und welche Auswirkungen es in unserem Leben hat.

Der Weg zum Herzen ist lang. Was unser Kopf weiß, heißt noch lange nicht, dass es unser Herz auch glauben kann. Irgendwie gehen Gedanken, Komplimente und Zusagen auf dem Weg zum Herz oftmals verloren oder sie verwässern. Übrig bleibt ein Halbwissen, aber kein verwurzeltes "Dran glauben".

Ich glaube Gott ist das sehr wohl bewusst und deshalb erinnert er uns voller Absicht immer wieder daran, dass wir geliebt sind. Ohne Wenn und Aber, ohne Anstrengung, Leistung, ohne besonderes Hervorzustechen. Diese Zusage soll und darf sich in unseren Herzen verwurzeln. Damit es kein Sturm rausreißen kann, denn von diesen gibt es leider genügend. Daher müssen wir Gottes Zusagen immer wieder hören und vielleicht antworten wir beim nächsten Mal: "Ja, das hat mir schon jemand gesagt und es ist immer wieder gut zu hören!".

Impuls - 16. November

Bleibt fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. (Hebräer 13,1-2)

Wer genießt es nicht an einen Ort zu kommen, an dem man willkommen ist, wo Freundlichkeit herrscht und man sich rundrum wohl fühlt? Gastfreundschaft zu erfahren, tut jedem gut. In der Bibel begegnen uns zwei Frauen, die mit diesem Thema völlig unterschiedlich umgehen. Zwei Schwestern, Maria und Martha. Eines Tages kommt Jesus mitsamt seinen Jüngern zu Besuch. Während Martha in der Küche arbeitet, sitzt Maria entspannt bei Jesus. Und das obwohl es eine Menge zu tun gibt. Das Essen kocht sich ja nicht von allein.

Warum fällt es Maria so leicht nichts zu tun? Und Martha so schwer? Vielleicht liegt es daran, dass Martha vergessen hatte, um was es bei der Gastfreundschaft geht. Der Besuch von Jesus war für sie ein Riesenevent, alles musste perfekt sein. Vielleicht wollte sie Jesus auch beeindrucken? Für Maria hingegen war es der Besuch eines Freundes, mit dem sie gerne zusammen ist. An dem sie Interesse hat. (Wie Jesus damit umgeht, können wir in Lukas 10, 38-42 nachlesen, es lohnt sich.)

Wahre Gastfreundschaft stellt den Gast in den Mittelpunkt und nicht das Ambiente. Es ist wichtiger, dass sich der Gast wohl fühlt und nicht ob das Tafelbesteck auch funkelt. Ob sich jemand bei und mit uns wohl fühlt hängt viel davon ab, wie unser Interesse an ihm ist. Wie unser Herz ihm begegnet.
Und ehrlich gesagt -  wenn ich wüsste, dass Jesus zu mir kommt oder ich einen Engel zu Gast habe, dann wäre mir diese Begegnung wichtiger als eine imponierende Menükarte. Es würden mir bestimmt viele Gesprächsthemen einfallen, statt der Frage ob auch alles schmeckt. Das Interesse an seiner Person wäre höher als das, ob mein Hähnchen schmeckt oder die Nudeln al dente sind. Wie sehen Sie ihrem nächsten Gast entgegen? Wollen Sie ihn beeindrucken oder Zeit mit ihm verbringen?

Impuls - 13. November

Ich will Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre: ich will meinen Geist auf deine Kinder gießen und meinen Segen auf deine Nachkommen. (Jesaja 44,3)

Euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.
(Apostelgeschichte 2,39)

Kennen Sie die Rose von Jericho? Sie ist ein Gewächs, das mehr mit einer vertrockneten Blume als mit einer Rose gemein hat. Sie sieht verdorrt und trocken aus, ohne jegliche Schönheit. Legt man sie aber ins Wasser, geht sie plötzlich auf. Was ohne Leben schien, treibt plötzlich aus und öffnet sich. Wasser als notwendige Nahrung, als lebensnotwendig. Ohne Wasser sieht es trostlos aus. Gerade hier in Brandenburg haben wir oft eine hohe Waldbrandgefahr.

Ich möchte Sie einladen, weg von der Natur, in ihr Herz zu schauen. Was ist in Ihnen verdorrt, vertrocknet und dürr?  Vielleicht ist es Ihre Hoffnung, Ihr Glaube, Ihre Kreativität, Ihr Vertrauen, Ihre Liebe zu sich oder zu Ihrem Partner? Was braucht in Ihrem Herzen lebendiges Wasser, das diesen Bereich in Ihnen wieder zum Leben erweckt?

Jesus spricht uns zu, dass er dorthinein Wasser gießen möchte. Sein lebendiges Wasser, seinen Geist, der zur Entfaltung bringt, auferweckt, Schönheit entstehen lässt. Nehmen Sie sich Zeit seiner Einladung und Zusage Raum in Ihnen zu geben. Damit Ihr Herz blühen kann.

Impuls - 12. November

Wir, dein Volk, die Schafe deiner Weide, danken dir ewiglich und verkünden deinen Ruhm für und für.
(Psalm 79,13)

So lasst uns nun durch Jesus Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.
(Hebräer 13,15)

Ja, manchmal kann das Loben ein Opfer sein. Es gibt Situationen in unserem Leben, die uns das Loben schwer machen. Es ist nichts in uns, das loben könnte, zuviel zeid, zuviel Zerbruch, zuviel Tränen und Schmerz. Ein frommer Spruch lautet :" Loben zieht nach oben!". Wie kann das sein? Ist die Strategie "Think pink" im Angesicht unserer Sorgen und Nöte nicht ein Hohn an sich? Loben zieht nach oben. Ja, ich glaube das stimmt.

Dabei geht es nicht darum, wie Pipi Langstrumpf singend die Welt so zu machen, wie sie mir gefällt. All das Schlechte auszublenden, sondern mir zu vergegenwärtigen, dass es etwas weit Größeres gibt als meine Probleme. Gerade in der aktuellen Coronazeit, in der vieles in meinem Leben durchrüttelt und ins Wanken gebracht wird.

Loben ist viel mehr ein Wegschauen von mir und meinen Umständen, hin zu Gott. Nicht das Schlimme  totschweigen, sondern uns dem hinwenden was gut ist. Selbst im Zerbruch können wir  Gott loben, für das was er schon alles in unseren Leben getan hat. Und das ist sicherlich eine Menge, selbst wenn wir manchmal etwas nachdenken müssen.

Es schärft uns den Blick und unser Herz, lässt uns darauf vertrauen, dass Gott es auch jetzt wieder zum Guten wenden wird. Uns aus der Krise zur Herrlichkeit führen wird. Denn jede Krise ist endlich. Jede Krise hört irgendwann auf. Und Gott ist gut. Er verdient unser Lob. Ich wünsche Ihnen diese Erfahrung, heute und morgen - und übermorgen an jedem neuen Tag.

Impuls - 11. November

Besser wenig mit der Furcht des HERRN als ein großer Schatz, bei dem Unruhe ist. (Sprüche 15,16)

Was hilft es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und Schaden zu nehmen an seiner Seele?
(Markus 8,36)

Norma Jeane Mortenson. Eine Frau deren Kindheit nicht leicht war. Um dem Sumpf ihres bisherigen Lebens zu entkommen, tat sie vieles, denn sie wollte berühmt werden. So färbte sie sich ihr Haar blond, legte ihre Natürlichkeit ab, um sich ein anderes Image anzutrainieren. Sie posierte nackt, übernahm sämtliche Rollen und erlangte großen Ruhm. Aber privat wurde sie nicht glücklich. Zerbrochene Ehen und ungute Beziehungen, Kampf mit Alkohol. Sie starb im Alter von 36 Jahren unter fragwürdigen Umständen. Wir kennen sie als Marilyn Monroe.

Zwar lag ihr Welt zu Füßen, aber es kostete sie einen hohen Preis. Die Presse ist voll von Schauspieler die bewundert werden. Sie gewinnen die Welt und zahlen, wie Marilyn, einen hohen Preis. Ihre Seele bleibt auf der Strecke. Marilyn sagte einst in einem Interview: "Ich will doch nur geliebt werden." Sie wusste was sie tief in ihrem Herzen brauchte, aber nicht wie sie es erlangen konnte.

Die Seele schweigt nicht, auch wenn versucht wird, sie mit Geld, Ruhm, Alkohol, Drogen und Beziehungen zum Schweigen zu bringen. All das füllt uns weder aus, noch schenkt es das, was wir brauchen. Bedingungslose Liebe, Annahme, Bestätigung, Geborgenheit, Vertrauen... all das möchte uns Gott schenken, uns darin verwurzeln. Auch ohne Blitzlichter, rotem Teppich, ohne Applaus. Einfach so, weil Sie etwas Besonderes sind.

Impuls - 10. November

Wende dich zu mir und sei mir gnädig; stärke deinen Knecht mit deiner Kraft! (Psalm 86,16)

Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. (Philipper 4,19)

Grenzerfahrungen können unterschiedliche Gesichter haben. Im Sport suchen wir die Grenze unserer Leistung, unserer Kraft. Spätestens nach einer warmen Dusche stellt sich eine wohltuende Erschöpfung ein.

Aber es gibt noch mehr Grenzerfahrungen, die uns viel abverlangen. Wir alle kennen das Gefühl auch ohne Sport, kraftlos und ausgepowert zu sein. Wir sitzen da und haben eher das Gefühl ein Luftballon zu sein,  aus dem alle Luft entwichen ist. Die Arbeit, der Alltag, der Haushalt, unserer Kinder oder Partner, Beziehungen... All das hat uns, aus den unterschiedlichsten Gründen, viel Energie geraubt.
Wir sitzen da und wissen nicht, was uns neuen Aufschwung schenken könnte, was unseren Tank wieder auffüllen lässt. Unser Kraft ist an ihrer Grenze.

Die Antwort darauf kommt von Gott. Er möchte uns, in unserer Schwachheit begegnen, uns neue Kraft schenken. Wo wir an unsere Grenzen kommen, ist er da mit dem besten Energieriegel den es gibt: seine Kraft. Darauf darf ich vertrauen und erleben, wie er selbst den müdesten unter uns neue Kraft schenkt. Auf dass wir auffahren wie junge Adler. Vielleicht kämpfen sie heute mit Krafträubern. Sie sind eingeladen, sie Gott hinzuhalten, ihre Grenzen als Gottes Möglichkeit zu sehen, an dem er ihnen das schenkt, was Sie brauchen.

Impuls - 9. November

Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten. (Jesaja 65,1)

So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. (Römer 3,28)

Jeder kennt es auf der Suche zu sein. Auf der Suche nach dem perfekten Job, nach dem passenden Geschenk. Auf der Suche nach der großen Liebe, dem leckersten Rezept... Oder, wie ich mal wieder, auf der Suche nach dem Schlüssel. Wenn ich auf meiner Suche nach dem Schlüssel plötzlich 100 Euro finden würde, wäre es  schon eine tolle Sache..

Etwas  zu finden, nachdem wir gar nicht gesucht haben, etwas zu finden, was wir bis dato nicht vermisst hatten, ist schon was anderes. Gott spricht zu, dass er sich finden lässt. Auch von denen, die eben nicht nach ihm suchten, nichts von ihm wissen wollten. Wenn doch, dann vielleicht eher als Adressat für alles was schlecht läuft in der Welt. Ist das nicht paradox? Seine Zusage bringt mich ins Nachdenken, ich weiß, ich würde anders reagieren. Wenn jemand an meine Tür klopfen würde, gerade jemand von dem ich genau weiß, dass er sich bisher nicht im Geringsten für mich interessierte, wäre meine Reaktion: Rückzug. Und vielleicht eine Zurechtweisung. Frei nach dem Motto: "Du wolltest so lange nichts von mir wissen, dann brauchst du mich jetzt auch nicht mehr." Wie würden Sie reagieren?

Wenn jemand Jesus sucht, an seine Tür klopft, reagiert er anders. Er reißt förmlich die Tür weit auf, vielleicht sogar bevor wir anklopfen. Ohne Vorwürfe, ohne Anklagen, ohne Gardinenpredigt. Ein unverdientes Geschenk seiner Liebe zu uns.

Impuls - 6. November

Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der HERR, der dies alles tut. (Jesaja 45,6-7)

Der Herr richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus. (2. Thessalonicher 3,5)

Draußen tobt der Wind. Es ist kühl, aber die Sonne scheint und hüllt die Bäume in goldenes Licht. Nicht nur idyllisch, sondern auch das passende Wetter zum Drachensteigen. Es ist zwar schon etwas länger her, dass ich welche steigen lassen habe, aber ich kann mich noch gut an den Spaß erinnern, den ich dabei hatte. Genauso gut wie an den Frust, wenn der Drache nicht aufsteigen wollte oder so ganz anders flog als ich ihn mit meinen Amateurkünsten fliegen lassen wollte. Er war dem Wind oftmals ausgeliefert und auch von ihm abhängig. Nicht immer ein schöner Anblick, nicht immer nur Freude.

Unserem Herzen geht es oftmals ähnlich. Es wird von den Stürmen, dem Wind in unserem Leben ordentlich durchgewirbelt. Es verliert an Orientierung, scheint machtlos ausgeliefert. Wie ein Drache noch am Faden hängt, um zurück geholt zu werden , so will auch Jesus uns nach Hause ziehen. Er will unsere Herzen im Sturm auf ihn und seine Liebe richten, uns zeigen, dass das Seil zu ihm nicht reißt. Er lässt es nicht zu, dass wir davonwehen, sondern holt uns wieder ein. Selbst, wenn es uns manchmal zu lang erscheint. Und manchmal schenkt er uns auch den Auftrieb, den wir brauchen um zu fliegen, um voller Freude zu flattern. In Gewissheit, dass er da ist und eingreifen wird, falls der Wind zu stürmisch wird.

Impuls - 5. November

Von all dem Guten, das der HERR dem Haus Israel zugesagt hatte, war nichts dahingefallen; alles war eingetroffen. (Josua 21,45/ZUB)

Ihr aber, Brüder und Schwestern, seid wie Isaak Kinder der Verheißung. (Galater 4,28)

Gefühlt wimmelt es derzeit von Baustellen. Ständig stößt man auf Umleitungen. Und irgendwie habe ich das große Talent die Umleitungsschilder falsch zu lesen. Gerade wenn es sich über eine längere Strecke zieht. So passiert es nicht selten, dass ich mich verfahre, nochmal umdrehen muss, um dann doch noch völlig genervt, dort anzukommen, wo ich hinwollte.

In unserem Leben mit Gott kann es uns auch manchmal wie mitten in einer Umleitung vorkommen. Wir sind unterwegs und plötzlich erscheint ein Stoppschild oder eine Sackgasse. Wir sind eigentlich  nahe am Ziel, um dann doch wieder auf Hindernisse zu treffen und gezwungen zu werden, einen Umweg zu gehen. Anstrengend!  

Aber woher kommen diese Schilder? Die Umwege?! Warum fahren wir nur in seltenen Fällen einen geraden Highway? Manchmal liegt es an uns. Wir ignorieren Wegweiser, kürzen ab, legen unsere eigene Geschwindigkeitsbegrenzung fest oder stellen Bauschilder auf. Frustriert stellen wir irgendwann fest, dass wir zu schnell waren, die Warnungen uns haben schlingern lassen, die Abkürzung keine war...

Manchmal kann es aber auch sein, dass uns Gott Schilder aufstellt, vielleicht lässt er uns auch bewusst Umleitungen fahren, weil die eigentliche Straße voller Steine liegt oder hinter dem Stoppschild ein gefährlicher Abhang droht. Gründe dafür hat er viele, auch wenn wir sie meist nicht sehen und daran zu verzweifeln drohen. Vielleicht lehrt er uns in dieser Zeit viel mehr, als dass wir beim geradeaus fahren lernen würden? Aber ganz egal wie oft wir umdrehen müssen: Gott kommt mit uns an das Ziel! Er steht zu seinen Verheißungen.

Impuls - 4. November

Jauchze, du Tochter Zion! Frohlocke, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem! Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen. (Zefanja 3,14-15)

Jesus Christus ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. (1. Johannes 2,2)

Inzwischen hat man sich an den Anblick von Lebkuchen, Marzipankartoffeln oder Nikoläusen in den Regalen der Geschäfte gewöhnt. Und es ist ja auch nicht mehr so lange bis Weihnachten. Auch unser heutiger Vers hat etwas weihnachtliches. "Tochter Zion" wird weltweit zu dieser Zeit gesungen. Es ist sogar eines meiner Lieblingsweihnachtslieder, dass ich lauthals, trotz der hohen Töne, mitsinge.

Wir haben aber noch November und es würde schon etwas ungewohnt klingen dieses Lied zu singen. Umso schöner, dass wir es heute lesen dürfen. Die Verse, wie auch das Lied, sind voller Freude. Sie schenken uns eine Aussicht auf das Reich Gottes, welches kommen wird. Sie sprechen uns zu, dass der Herr uns frei macht, das hilft uns zu vergegenwärtigen, dass Gott sein Reich aufbauen wird. Das dürfen wir auch schon heute erleben.

Wir dürfen die Verse als Proklamation lesen, oder singen, vielleicht gerade dann, wenn es uns nicht nach Fröhlichsein oder Jauchzen zumute ist. Wenn alles dunkel und grau um uns und in uns ist. Es möchte uns daran erinnern, dass der König kommt! Zu mir! Zu dir! Zu Ihnen! Zu uns! Egal ob an Weihnachten, ob heute oder morgen, der König kommt!

Impuls - 3. November

Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie lieb habt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid. (Jesaja 66,10)

Hanna pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. (Lukas 2,38)
 
Es ist nicht immer leicht auf etwas zu warten - um was man weiß, auf was man hofft, aber man es nicht sehen kann. Die Frage ist natürlich auf was wir warten. Auf Veränderungen? Darauf, dass unsere Ideen und Visionen Form annehmen? Auf Möglichkeiten?

Hanna wartete schon lange. Ihr Herz war auf Gott ausgerichtet, sie war eine Prophetin und wartete auf den Tag, an dem Gott Mensch wurde. Seit Jahren lebte sie im Tempel und diente Gott. Wir wissen nicht, wie es ihr erging, ob sie immer voller Zuversicht war oder sich auch Zweifel in ihr regten. Immerhin war sie schon 84 und ich kann mir vorstellen, dass sie von dem einen oder anderen belächelt oder verachtet  wurde. Aber egal welche Gefühle in ihr waren und vielleicht manchmal gegeneinander kämpften, sie blieb Gott treu. Und sie wurde belohnt.

Als Maria und Josef mit Jesus zum Tempel gingen, erkannte Hanna sofort um welches kostbare Baby es sich in den Armen von Maria handelte. Der Sohn Gottes. Sie blickte in die Augen des einen, der sie so sehr liebt, dass er für sie ans Kreuz gehen wird. Wie unfassbar muss ihre Freude gewesen sein? Plötzlich purzelten alle Jahre zusammen in diesen Augenblick.

Uns kann das ermutigen in Zeiten des Wartens standhaft zu bleiben. Gott dabei nicht aus den Augen verlieren, ihm unser Herz hinhalten, ihn um Kraft und Ausdauer bitten. Dann werden wir vielleicht auch diesen Moment erleben, an dem die Tage, Wochen, Monate des Wartens, des Zweifelns  zusammenpurzeln und wir wissen, dass sich das Warten gelohnt hat.

Impuls - 2. November

Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. (Psalm 14,3)

Da ist kein Unterschied: Alle haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verspielt. Gerecht gemacht werden sie ohne Verdienst aus seiner Gnade durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. (Römer 3,22-24/ZUB)

Beim ersten Durchlesen der Verse dachte ich mir: "Na toll, diese Verse sind ja unglaublich aufbauend und ermutigend." Aber beim Nachdenken darüber können diese Verse einen durchaus ermutigen. Kaum jemand würde wahrscheinlich von sich behaupten, dass er fehlerlos sei. Es ist völlig normal und menschlich, dass einem Fehler unterlaufen, dass man Sachen vergisst, dass man durch sein Verhalten andere verärgert oder auch verletzt oder dass man negative Dinge macht oder sagt.

Wenn man irgendwo neu hinkommt und neue Leute kennenlernt, geht es gerade am Anfang viel darum, sich zu präsentieren, den anderen von sich zu überzeugen, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Man versucht sich von seiner besten Seite zu zeigen. Man muss sich besonders am Anfang das Vertrauen seines Gegenübers verdienen und erarbeiten. Gerade wenn man irgendwo ganz neu anfängt, ist das besonders mühsam, man steht gefühlt ständig unter Beobachtung.

Bei Gott aber ist das zum Glück völlig anders. Bei ihm müssen wir uns nicht erst durch unsere tollen Leistungen beweisen, um uns sein Vertrauen oder seine Gnade zu verdienen. Er kennt uns durch und durch und egal wie gut wir uns präsentieren, er kennt alle unsere Fehler und Macken. Aber trotzdem weist er uns nicht ab, sondern wir sind durch seine Gnade frei von all unseren Sünden und Fehlern. Bei Gott ist unser Wert nicht durch unsere Leistung definiert, sondern er gibt uns die Identität, seine Kinder zu sein, nicht weil wir uns das verdient hätten, sondern allein aus Gnade und seiner Liebe zu uns.
D. M.

Impuls - 30. Oktober

Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du ruhen. (2. Mose 34,21)

Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken!
(1. Timotheus 4,16)

Shabbat. Sonntag. Der Tag, an dem wir ruhen dürfen. Ein Gebot, das doch ziemlich schön und einfach klingt und dennoch ist es gar nicht so leicht einzuhalten. Endlich frei, endlich Zeit Dinge anzupacken, die doch schon lange darauf gewartet haben. Wir knallen uns den Tag voll damit und wundern uns, dass wir abends erledigt sind und nicht gerade ausgeruht in die Woche starten. Warum fällt es uns schwer einfach zu ruhen?

Gott selbst hält ihn ein. Alle sieben Tage. Er weiß, wie wichtig das für uns ist und er schenkt ihn uns. "Fünfe gerade sein lassen", einfach entspannen. Den Tag auch als Geschenk anzunehmen. Uns mit Sachen, Menschen beschäftigen, die uns gut tun. Unser Herz zu öffnen, um uns füllen zu lassen. Unseren Blick zu Gott wenden, der uns mit allem versorgt, was wir brauchen. Er schenkt uns Kraft, Ruhe, Zuversicht für das was vor uns liegt. Wir dürfen unsere Seele pflegen, uns freimachen von Verpflichtungen, die uns unter der Woche oft genug im Griff haben.

Denn so sollte er sein. Nicht wir sollen den Ruhetag einhalten weil es ein Muss ist, sondern wir dürfen herausfinden, dass der Ruhetag uns erhält. Versuchen Sie doch mal bewusst in den Sonntag zu starten. Nehmen sie sich bewusst Zeit für sich, für Dinge die Ihnen gut tun. Versuchen sie ihr Herz zu öffnen, damit sie Gott füllen kann.

Impuls - 29. Oktober

Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes. (5. Mose 4,2)

Meine Lieben, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr von Anfang an gehabt habt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt.
(1. Johannes 2,7)

Regeln, Gebote, Einschränkungen - unser Leben, gerade in dieser Zeit mit Corona, scheint voll davon zu sein. Ständig verändert sich etwas. Neue Auflagen kommen dazu, andere fallen weg. Nichts scheint für das Morgen noch richtig, vieles umso wichtiger. Da kann es schon sein, dass man den Überblick verliert.

Gott allerdings macht uns heute deutlich, dass sich an seinen Geboten, seinen Richtlinien nichts verändert hat und auch nichts verändern wird. Das ist uns eigentlich auch bewusst. Eigentlich. Denn  uneigentlich neigen wir Menschen dazu, seine Gebote meisterhaft zu umgehen. Sie für uns passend zu interpretieren. Oder uns noch mehr aufzuerlegen. Kleines Beispiel: Wir wissen, dass uns Jesus liebt, so wie wir sind. Nicht durch das was wir leisten oder tun, sondern um unser Selbstwillen.

Dennoch verirren wir uns darin zu denken, dass wenn wir noch mehr für ihn tun, noch mehr Bibel lesen, noch mehr beten, Er uns vielleicht doch auch noch mehr lieben könnte. Dies geschieht leider oft unbewusst und wird uns erst dann klar, wenn wir es weglassen. Dann meldet sich unser falsches, schlechtes Gewissen, dass uns vorgaukelt, Jesus könnte enttäuscht von uns sein. Weil wir seinen Ansprüchen nicht entsprechen. Dabei vergessen wir, dass es unsere Ansprüche sind, nicht die seinen. Das wir selbst es sind, die uns mehr auferlegt haben.

Die Bibelverse heute möchten uns davon frei machen. Gerade heutzutage ist es so wichtig zu wissen was wichtig ist und was nicht. Sie sprechen uns frei davon, uns mehr aufzubürden, als wir tragen oder leisten können.

Impuls - 28. Oktober

Wo ist ein Fels außer unserm Gott? (Psalm 18,32)

Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. (1. Korinther 3,11)

In meiner Heimat kam es vor vielen Jahren zu mehreren Explosionen in einer Firma. Dumm war, dass es sich um eine Dynamitfabrik handelte. Die Detonationen waren kilometerweit zu hören und zu spüren. Dynamit hat eine ungeheure Kraft. Ob Mauern, Steine, Beton oder Felsen, die Sprengkraft lässt alles zusammenfallen wie ein Kartenhaus.

Manchmal erleben wir in unserem Leben Sprengungen, die alles zusammenfallen lassen. Gescheiterte Beziehungen, Krankheiten, Konflikte, Kündigungen... der Sprengstoff hat viele Formen. Plötzlich liegt das, was in uns fest war, was wir uns aufgebaut haben, gebrochen und steinig vor uns.

In der Bibel wird Gott oft als Fels beschrieben. Heißt es dann, dass es ihn auch in Stücke zerreißt ?!
Kurz: Nein. Gott ist der Fels, der sich nicht sprengen lässt.Anders i st es mit unserem selbst zusammengezimmerten Gott. Mit unserem Bild, dass wir uns von Gott gemacht haben. Das kann sehr wohl zerbrechen und das ist gut so.

Jesus begegnet den Menschen oft so völlig anders, als wir das vielleicht erwartet hätten. Wenn wir ehrlich sind, dann denken wir, dass doch einige der Menschen die zu ihm kamen, selbst schuld an ihrer Lage sind. Wir würden vielleicht erwarten, dass Jesus ihnen jetzt mal ordentlich die Meinung sagt. So würden wir reagieren... Aber nicht Jesus. Vielmehr liegt in seiner unerwarteten Reaktion Liebe, Annahme, Vergebung und Heilung.  

Deshalb muss unser Bild von ihm zusammenfallen, damit sich Gott in uns aufrichten kann. Nicht so wie wir denken, sondern so wie er ist. Ein Fels der Zuflucht, Geborgenheit, der Sicherheit. Zuverlässig und erhaben. Die Zeiten überdauernd, treu und fest. Keine Sprengkraft vermag ihm etwas anzuhaben. Er bleibt.

Impuls - 27. Oktober

Ich weiß wohl, es ist so: Wie könnte ein Mensch recht behalten gegen Gott. Hat er Lust, mit ihm zu streiten, so kann er ihm auf tausend nicht eines antworten. (Hiob 9,2.3)

Der Schriftgelehrte sprach zu Jesus: Ja, Meister, du hast recht geredet! Er ist e i n e r, und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. (
Markus 12, 32-34)

"Warum ist die Banane krumm?" Kinder verlangen uns mit ihrer Wissbegier und ihren "Warum"-Fragen einiges ab. Sind die Fragen - wie die mit der Banane - auch oft lustig, kommt doch irgendwann der Punkt, wo wir keine Antwort mehr wissen. Gut, auf die Bananenfrage bekamen wir früher: "... weil niemand in die Wüste zog und die Banane gerade bog" zu hören. Noch schwieriger wird es aber, wenn die Kinder größer werden und die kindlichen Fragen sich oft in Diskussionen oder gar Konfliktgespräche verwandeln.

Wir Erwachsenen sind da nicht besser. Wir wollen Antworten, Erklärungen, gerade wenn wir Dinge nicht verstehen. In der Wissenschaft konnten dadurch große Erfolge erzielt werden, die sehr nützlich sind, von denen wir profitieren. Schwieriger wird es allerdings mit Fragen, die sich nicht beantworten lassen. Sei es physikalisch, biologisch oder menschlich. Fragen nach dem "Warum" im unserem Leben. Wir alle kennen sie und wir alle mussten schon feststellen, dass wir keine Erklärung, keine Antwort erhielten. Und wenn, dann keine, die uns zufriedengestellt hätte. Das hat zur Folge, dass sich unsere Fragen leicht in Anklagen verwandeln. Und diese schmettern wir dann Gott entgegen.

Die Herausforderung für uns besteht darin, Gott gerade dann zu vertrauen. Ihm darin zu vertrauen, dass er einen Plan hinter unserer "Warum"-Frage hat, auch dann wenn wir keine Antwort erhalten.
Dies ist wohl einer der schmerzhaftesten Lernerfahrungen, die wir machen. Und dennoch liegt darin auch eine Freiheit verborgen. Wir müssen nicht alles wissen, wir würden es vielleicht auch gar nicht verstehen. Aber wir dürfen darauf vertrauen, dass der Herr uns Antworten gibt, auch wenn es vielleicht erst im Himmel sein wird.

Und sind wir mal ehrlich, wer könnte mit jemanden diskutieren, der Himmel und Erde erschaffen hat? Selbst Stephen Hawking wäre an seine Grenzen gekommen. Aber wir dürfen lernen zu vertrauen und wissen, dass er uns in unseren Fragen begegnet. Selbst wenn es anders ist, als durch eine Antwort.

Impuls - 26. Oktober 2020

Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben? (Jesaja 51,12)

Der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist. (1. Johannes 4)

Menschenfurcht. Ein ziemlich altes Wort und wahrscheinlich würde keiner von uns sagen, dass er bewusst mit ihr zu kämpfen hat. Uns vor Menschen fürchten? Eher nicht oder doch? Furcht klingt gleich so dramatisch und dennoch ist es eine Angst, die sich in anderen Adjektiven versteckt.

Wir gehen beklommen zu unserem Chef, wenn ein Gespräch ansteht. Vor größeren Menschenmengen etwas zu erzählen. lässt uns unsicher werden. Einem Polizisten gegenüber schnürt sich unser Herz zusammen... Vielleicht sind Ihnen solche Momente vertraut, auch wenn wir uns wünschen, ihnen mit gesundem Selbstbewusstsein entgegen zu treten. Wir wären gerne Löwenherzen und finden uns doch als Hasenfüße wieder. Wir sorgen uns, was andere von uns denken könnten, wie sie auf uns reagieren, ob sie uns ablehnen oder gar auslachen. Das macht uns Angst oder eben Furcht.

Jesus will uns genau in solchen Momenten Mut zusprechen. Er der in uns lebt, ist größer, stärker und mächtiger, als jeder Mensch es je sein wird. Durch seine Kraft stärkt, ermutigt er uns. Und die entfaltet sich oft gerade in Momenten, wo wir uns anderen gegenüber schwach fühlen. Sie möchte sich entfalten, wenn wir auf ihn und nicht auf andere - oder auf unsere Umstände - schauen. Unsere Einladung besteht darin, mit dieser Gewissheit der Unsicherheit, Angst, Furcht oder wie auch immer wir sie nennen, entgegenzutreten. Nehmen wir sie an?

Impuls - 23. Oktober

Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen. (Jesaja 55,3)

Der Gott des Friedens, der den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt. (Hebräer 13,20-21)

Diesen  Sommer ließen  sich in unserer Gemeinde drei Jugendliche taufen. Der Gottesdienst fand bei strahlender Sonne am See statt. Bevor die Teenies zur Taufe in den See steigen durften, erzählte jeder warum dieser Schritt so wichtig für ihn ist und was Jesus für ihn bedeutet.

Schon alleine diese Zeugnisse sind berührend. Aber wenn die Taufe im See vollzogen wird, bleiben die wenigsten Augen trocken. Jeder spürt, dass etwas besonderes geschehen ist. Das ein Bund geschlossen wurde, der stärker und fester ist, als alle Herausforderungen die die Jugendlichen in ihrem Leben noch zu meistern haben.

Gottes Zusage zu uns, zu den Teenies, genauso wie zu Ihnen und zu mir, fand allerdings schon viel früher statt. Lange bevor wir uns für ihn entschieden haben, hat er sich für uns entschieden. Als wir noch nicht an ihn geglaubt haben, hatte er schon lange an uns geglaubt. Von den Jahren, die wir ohne ihn lebten, kannte er jeden einzelnen Tag, war an jedem bei uns. Er schloss mit uns Menschen einen Bund, auch wenn er wusste, dass es oft lange, manchmal leider auch gar nicht, dauert, bis wir diesen unsererseits bestätigen. Trotzdem tat er es.

Wenn wir schon tränenreich einer Taufe beiwohnen, wie überschwänglich, wie groß muss die Freude, wie laut sein Lachen darüber sein, wenn er unser "Ja" zu ihm hört? Hören Sie genau hin, er freut sich immer noch jeden Tag über Sie. Egal wo und wie sie gerade zu ihm stehen, sein "Ja" zu Ihnen steht, sein Bund mit Ihnen ist ewig!

Impuls - 22. Oktober

Siehe, meine Tage sind eine Handbreit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Ach, wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! (Psalm 39,6)

Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. (2. Timotheus 1,10)

Der Herbst hat Einzug gehalten Die Bäume verlieren ihre Blätter und stehen nackig, grau und dunkel da. Ausgerechnet heute will sich keine Sonne durch die Wolken zwängen. Es bleibt trist. Typisches Herbstwetter. Wenn wir dann auch noch lesen, dass unser Leben doch "nichts" vor Gott ist, kann sich das schon auf unsere, eh angeschlagene, Stimmung auswirken.

Sind wir wirklich nichts? Verlieren wir unsere Lebensjahre so wie ein Baum, um irgendwann grau und dunkel dazustehen? Na toll. Aber so ganz trist und traurig ist das gar nicht. Für David war dies kein Grund zum Verzweifeln, sondern vielmehr ein Grund sich bewusst zu machen, was wichtig ist, und wohin die Reise geht. In den Psalmen beschäftigt er sich mit dieser Frage. Er stellt sie Gott als Bitte: " Lehre mich, dass meine Tage vergänglich sind". Ihm war bewusst, dass der ganze Ruhm und Reichtum ihm zu Kopf steigen kann. Genauso war ihm bewusst, dass es aber nicht das ist, um was es im Leben geht. Es ist vielmehr eine Gefahr ihn von Gott zu trennen.

Sich dessen bewusst zu machen, half ihm und kann uns helfen, unser Prioritäten neu zu ordnen. Es kann uns helfen neu zu erkennen, was unser Ziel sein sein sollte. Und was unsere Hoffnung ist. Nämlich dass wir nicht knorrig und morsch sterben, sondern in und mit Jesus ein blühendes Leben in Ewigkeit haben.

Impuls - 21 Oktober

Ein Engel rührte Elia an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes. (1.Könige 19,5.8)

Wir haben diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. (2. Korinther 4,7)

Ich denke die wenigsten sind schon mal 40 Tage und Nächte am Stück unterwegs gewesen. Als Kind war ich öfters mit meiner Familie für eine Woche auf Fahrradtour oder beim Wandern von Hütte zu Hütte unterwegs. Nach einem ganzen Tag auf den Beinen war man jedoch froh über ein gutes Abendessen und ein Bett zum Schlafen, bevor es dann am nächsten Tag weiterging.

Ich bin immer wieder neu erstaunt, zu welchen Leistungen der menschliche Körper fähig ist, wie zum Beispiel bei Ultraläufen, Transalpin-Läufen oder auch dem Ironman. Ich mache zwar auch gerne Sport, aber bis auf einige Halbmarathons habe ich noch nicht viel vorzuweisen. Neben dem Sport an sich, fasziniert mich dabei vor allem, die eigenen körperlichen Grenzen auszutesten und dadurch auch zu erweitern.

Aber nicht nur im Sport, sondern auch im Alltag begegnen einem immer wieder neue Herausforderungen und anstrengende Zeiten. Ich neige dazu, erst einmal alles selbst schaffen zu wollen, anstatt Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei ist es keineswegs ein Zeichen von Schwäche, um Hilfe zu bitten, sondern eigentlich vielmehr von Stärke. Denn es zeigt, dass man sich selbst gut kennt, die Situation richtig einschätzen kann und vor sich selbst und vor anderen die eigenen Grenzen eingestehen kann.

Auch, oder gerade vor Gott sollten wir anfangen, ehrlich zu sein und uns bewusst werden, dass wir alleine früher oder später an unsere Grenzen kommen. Wir sind schnell dabei, uns selbst auf die Schulter zu klopfen und uns für unsere Leistungen zu loben. Doch sobald etwas nicht klappt, schreiben wir es gerne Gott zu und machen ihm Vorwürfe. Aber letztlich ist es eigentlich gerade anders herum. Letztlich können wir jeden Tag nur bestreiten, weil es einen Schöpfer gibt, der uns die Luft zum Atmen schenkt, der uns mit der Kraft für die großen und kleinen Herausforderungen im Alltag ausstattet und der uns überschwänglich liebt. Es geht dabei gar nicht darum sich selbst klein zu machen, vielmehr ist es ein unglaublicher Schatz zu wissen, woher die Kraft kommt.
D.M.

Impuls - 20. Oktober

Freu dich, wenn du einen Glückstag hast. Und wenn du einen Unglückstag hast, dann denke daran: Gott schickt dir beide, und du weißt nicht, was als Nächstes kommt. (Prediger 7,14)

Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. (Römer 8,28)

Wer kann das schon von sich behaupten, dass bei ihm alles gut läuft oder dass bei ihm alles zum Besten dient. Ich kann mich zwar aktuell nicht beschweren, aber trotzdem gibt es auch bei mir immer wieder mal Hoch- und Tiefpunkte. Aber heißt das jetzt, dass ich Gott nicht genug liebe, oder dass ich nicht berufen bin?

Bei solchen Versen läuten bei mir immer gleich die Alarmglocken und es machen sich schnelle Gedanken wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich bin nicht heilig genug“ breit. Uns wird von Kindheit an das Leistungsdenken eingeschärft, sei es in der Schule oder im Verein, später dann im Beruf. Überall lernen wir, dass nur wer hart arbeitet, vorankommt, nur wer sich anstrengt, erreicht etwas im Leben. Ich übertrage dieses Denken leider viel zu oft auch auf meinen Glauben und meine Beziehung zu Gott. Wenn ich mich anstrenge und anderen Menschen helfe, bin ich ein guter Christ, wenn ich viel bete und viel in der Bibel lese, bin ich besonders fromm.

Bei Gott funktioniert dieses Leistungsdenken aber nicht. Gottes Liebe kann man sich nicht verdienen, denn er liebt uns bedingungslos, noch bevor wir irgendetwas leisten konnten, hat er uns schon geliebt und angenommen. Und somit sind auch die Zahl an Glücks- oder Unglückstagen kein Hinweis darauf, ob wir nun gute oder schlechte Christen sind. Ich kann nicht sagen, wieso so viele schlimme Dinge passieren, wieso es so viel Leid gibt, wieso Dinge in deinem oder meinem Leben schief laufen, aber ich glaube, dass es in beiden Situationen einen Gott gibt, der dich sieht und für dich da ist. Egal wo du gerade stehst oder wie es dir geht, du kannst dich heute dazu entscheiden, Gott zu loben und ihm für seine Liebe zu danken. Und je mehr wir uns auf Gott fokussieren, desto eher kann Gott unsere Sichtweise auf die Dinge und unserer Prioritäten verändern.
D.M.

Impuls - 19. Oktober

Der HERR macht die Gefangenen frei. (Psalm 146,7)

Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.
(Johannes 8.36)

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern auf dieser Welt haben wir das Privileg in einem freien Land zu leben, in dem es Rechte und Gesetze gibt, die uns vor Willkür schützen. Wir dürfen uns frei bewegen, frei unsere Meinung äußern und frei unseren Glauben leben. Leider bin ich mir dieser Privilegien meist gar nicht bewusst. Wie so oft, merkt man es erst dann, wenn man diese Freiheiten nicht mehr hat. So fühlten sich zum Beispiel in Zeiten von Corona einige Menschen durch die vorübergehenden Maßnahmen wie Versammlungsverbote oder das Maskentragen ihrer Freiheit beraubt.

Doch obwohl wir äußerlich freie Menschen sind, so hat jeder Dinge, die einen gefangen nehmen können. Bei dem einen ist es vielleicht die Familie, von der er sich bestimmen lässt, vielleicht sind es alte angestaute Konflikte, die immer wieder hochkommen und Beziehungen lähmen und gegenseitiges Vertrauen unmöglich macht. Oder man lässt sich von seinen beruflichen Plänen gefangen nehmen, lässt sich und seinen Alltag nur von der Arbeit bestimmen und dem Streben nach Erfolg und Karriere.

Oftmals sind es aber subtilere Dinge, wie zum Beispiel Gedanken, die in bestimmten Situationen immer wieder hochkommen oder schlechte Erfahrungen, die man auf aktuelle Situationen immer wieder neu anwendet. Bei mir ist es unter anderem das eigene Leistungsdenken und die vermeintlichen Ansprüche anderer an mich. Ich möchte immer alles richtig und gut machen, wenn es nicht perfekt ist, bin ich unzufrieden mit mir und meiner Leistung. Die meisten Dinge, die einen gefangen nehmen können, sind nicht per se negativ, es kommt immer darauf an, wie man mit ihnen umgeht. Lässt man sich davon antreiben und motivieren oder eben beschränken und gefangen nehmen.

In der Apostelgeschichte 16 lesen wir von Paulus und Silas, die tatsächlich im Gefängnis sitzen. Von ihnen können wir lernen, wie wir mit solchen Situationen umgehen sollten. Trotz der ausweglosen Situation beginnen sie Gott zu loben und ihn zu preisen, woraufhin sich die Türen öffnen und die Ketten abfallen. Welche Ketten möchtest du heute von Gott sprengen lassen?
D.M.

Impuls - 16. Oktober

Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. (Psalm 121,4)

Jesus Christus wird euch auch fest machen bis ans Ende. (1. Korinther 1,8)

Wann habem Sie das letzte Mal schlecht geschlafen? Vielleicht ließen Sie Sorgen keine Ruhe finden oder Albträume haben sie nachts aufschrecken lassen.  Können Sie sich daran erinnern? Was hätten Sie sich in dieser Situation gewünscht?

Als wir noch Kinder waren, ist unsere Mama oder Papa, zu uns ans Bett gekommen. Sie haben uns liebevoll über die Haare gestreichelt, uns versichert, dass alles gut ist. Und das so lange bis wir wieder eingeschlafen waren. Heute sind wir groß und wenn wir Glück haben, so haben wir einen Partner, der diesen Part übernimmt. Aber auch wenn wir diesen nicht haben, gibt es jemanden, der an diese Stelle rückt: Jesus!

Er ist es, der uns voller Liebe betrachtet, selbst wenn wir schlafen. Er ist es, der uns unsere Sorgen, unsere schlimmen Träume, unsere Tränen weg streicheln möchte. Wenn sie das nächste Mal vor Sorgen nicht schlafen können oder aufwachen, dann versuchen Sie sich diese Tatsache bewusst zu machen. Versuchen sie sich vorzustellen, dass Jesus selbst an Ihrem Bett über sie wacht. Sie sind nicht alleine, sondern Jesus ist ganz nah bei Ihnen.

Impuls - 15. Oktober

Bekehrt euch, ein jeder von seinem bösen Wege und von euren bösen Werken. (Jeremia 25,5)

Ich habe Freude an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Verstand und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde. (Römer 7,22-23)

Wenn mein kleiner Neffe uns besucht, geniest er unseren Garten. Er baut, gräbt und buddelt ausgiebig. Hoch im Rennen steht das Spielen mit Wasser, das man ja auch unbedingt braucht. Erst mit Wasser kann man aus der Erde einen zähen, unüberwindbaren Geheimschlamm gegen Füchse und zum Schutz der Hühner, herstellen. Ist doch logisch!!

Für meine Schwester ist das bei einer Außentemperatur von 5 Grad allerdings nicht so. Und schnell gibt es eine klare Ansage. Luca ist pfiffig und eigentlich weiß er auch ganz genau, dass es zu kalt ist, dass er sich schnell erkältet und später unheimlich frieren wird. Er weiß dass, aber es ist ihm egal. Für ihn ist der augenblickliche Spaß wichtiger als die Konsequenzen.

Jetzt ist dieses Beispiel eher zum Schmunzeln und nicht dramatisch. Aber ich glaube wir alle kennen von uns das Spielen mit einem Wasser, dass schwerer wiegt. Es wird Sünde genannt. Sie gaukelt uns vor, dass der Spaß viel wichtiger ist, als die Schwere der Konsequenz. Wo sie uns fest im Griff hat, da wissen wir es auch genau, entscheiden uns aber dennoch dafür. Diesen inneren Kampf kannte auch Paulus. Seine Schwäche war ihm bewusst. Seine Stärke bestand darin, sie nicht zu ignorieren, sondern mit seiner Schwäche zu Jesus zu gehen. Sie ihm hinzuhalten, darauf zu vertrauen, dass Jesus ihn von allen Sünde frei gemacht hat.

Wenn wir den Kampf mit unserer Schwäche aufnehmen, wird Jesus uns helfen. Denn wo wir schwach sind, ist er stark.

14. Oktober

Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen. (Prediger 12,13)

Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und Recht tut, der ist ihm angenehm. (Apostelgeschichte 10,34-35)

Vielleicht geht es Ihnen heute so wie mir. Sie lesen die Verse und seufzen. Schon wieder geht es um  Gebote, schon wieder "du darfst nicht, du sollst". In mir erscheint dann ein kleiner Soldat, der es mir diktatorisch eintrichtert. Und dabei  gibt es doch schönere Verse in der Bibel ...

Dennoch. Dennoch erinnert uns Gott daran, dass wir seine Gebote halten sollen. Dass sie nicht an Wichtigkeit verloren haben. Wir können sie nicht aufweichen, für uns interpretieren, wie es uns gerade passt. Sie wurden nicht gebacken, sondern in Stein gemeißelt,  sie sollen Bestand haben.
Warum beschäftigen wir uns dann nicht so gerne mit Ihnen?

Vielleicht müssen wir unsere innere Einstellung dazu ändern. Sie nicht mit einem harten Befehlston lesen, sondern mit einer Stimme die voller Liebe und Mitgefühl ist. Mit einer Stimme, die weiß, dass wir in einer Welt leben, die uns durchrüttelt, die uns vieles ermöglicht, manchmal zu viel. In einer Welt, die nicht immer die besten Spuren in unserem Herzen hinterlässt. Denn leider merken wir oft erst hinterher, wenn Entscheidungen falsch waren. Die Konsequenzen die daraus resultieren,  sind schwerwiegend.

Wir brauchen eine Richtschnur, an der wir durchs Leben gehen können. Ob wir es nun Regel oder Gebote nennen. Gottes Gebote wollen uns vor schlimmen Folgen und schmerzhaften Spuren bewahren. Er will nicht, dass die Spuren in uns voller Schmerz sind, sondern voller Liebe.

Impuls - 13. Oktober

Gott der HERR wird die Hand nicht abziehen und dich nicht verlassen, bis du jedes Werk für den Dienst im Hause des HERRN vollendet hast. (1. Chronik 28,20)

Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse.
(1. Korinther 4,1)

Seit über zehn Jahren arbeite ich mit meinem Mann zusammen. Er ist mein Chef. Ich kenne viele, die sich eine so enge Zusammenarbeit mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin nicht vorstellen können. Und zugegeben, manchmal ist das auch gar nicht so leicht. Und trotzdem sehe ich es als Privileg an. Obwohl er mein Chef ist, er das Sagen hat, vermag er es, mich und meine Kollegen, gekonnt miteinzubeziehen. Es ist ihm nicht egal was wir denken, sondern er fragt uns nach unserer Meinung, nimmt uns ernst und mit hinein in Überlegungen und notwendige Schritte.

Unsere Arbeit, unseren Dienst schätzt er und ist dankbar, wenn wir mitdenken, uns selbstständig einbringen. Dabei unterstützt er uns. Auch wenn es ihm nicht bewusst ist, spricht er uns und unserem Dienst einen Wert zu.

Bei Gott ist das nicht anders. Er möchte uns nicht wie Marionetten behandeln, sondern nimmt uns und unseren Dienst ernst. Er freut sich an unserer Mitarbeit, lässt uns damit nicht alleine, sondern unterstützt uns. Er lässt uns sogar teilhaben an seinen Gedanken. An seinen Plan für seine Welt, für seine Menschen. Ist das nicht ein großartiges Privileg?

Impuls - 12. Oktober

Du bist ja der Herr! Ich weiß von keinem Gut außer dir. (Psalm 16,2)

Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. (Johannes 17,3)

Es ist schon erstaunlich was sich im Laufe der Zeit alles so ansammelt. Von Büchern, DVDs bis hin zu Haushalts-Elektrogeräten, Klamotten... Als wir vor Jahren nach Jerusalem gezogen sind, war klar, dass wir unseren ganzen Krempel nicht mitnehmen können. Wobei Krempel sich negativ anhört. Vielmehr waren es ja unter anderem Dinge, die uns lieb geworden waren, von denen wir dachten, dass wir sie unbedingt brauchen! Sie waren wichtig! Aber ganz egal wie wichtig manche Dinge waren, klar war, dass sie in 20 kg Gepäck keinen Platz haben.

Schweren Herzens verpackte ich unsere wertvollen Habseligkeiten in Kisten und ließ sie zurück. Interessant war, dass wir sie weder in Israel, noch zurück in Deutschland großartig vermisst haben. Im Gegenteil, wir haben immer noch unausgepackte Kisten herumstehen. Scheinbar waren die wichtigen Dinge doch nicht so wichtig und dennoch neigen wir dazu, Dingen einen derart wichtigen Stellenwert zu schenken, dass wir unser Glück daran fest machen.

Und das müssen nicht nur materielle Sachen sein. Es können auch z.B. Beziehungen, Freundschaften, Erfolge, Spaß, Urlaube sein. Wir messen Ihnen einen Wert zu und bemessen uns daran, ob wir genug davon besitzen. Das Tückische dabei ist, dass es ein ewiges "nie genug" in uns gibt. Erreichen wir unser festgelegtes Ziel, wird die Messlatte nochmal nach oben gesetzt.

David hatte dies erkannt. Für ihn war klar, dass es nichts gibt, dass ihn glücklich macht. Kein Reichtum, kein Ruhm oder Erfolg, nichts - außer Gott selbst. Als König lebte er in Saus und Braus, war von Kostbarkeiten, von Beziehungen, Erfolg und Ruhm umgeben. Aber keines seiner Güter machte ihn so glücklich, so reich, wie die Beziehung zu Gott. Wie sieht das bei uns aus? Was ist, wenn wir ehrlich mit uns sind, unser Gut? Vielleicht lohnt sich ein innerer Umzug, ein Umzug in dem wir unser bisheriges Gut in Kisten packen und erleben, dass wir es gar nicht brauchen, sondern Jesus allein uns reich und glücklich machen möchte.

Impuls - 9. Oktober

Ich dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst und unnütz. Doch mein Recht ist bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott. (Jesaja 49,4)

Seid fest und unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, denn ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn. (1. Korinther 15,58)

In meiner Heimat Baden-Württemberg gibt es ein Sprichwort: "Schaffe, schaffe Häusle baue". Irgendwie ist es mehr als nur ein paar Worte, wir können das richtig gut. Manchmal zu gut. Mein Mann erinnert mich oft daran, auch mal eine Pause zu machen, nicht immer nur zu schaffe, zu arbeiten. Während der Corona-Zeit musste ich auch in Kurzarbeit gehen. Was anfangs ganz nett war, ließ mich nach einiger Zeit hadern. Nichts zu arbeiten, fiel mir unheimlich schwer. Ich erinnerte mich an dieses Sprichwort und stellte fest, dass ich es so sehr verinnerlicht hatte, dass ich mich völlig nutzlos fühlte. Denn schwierig wird es, wenn wir uns durch unsere Arbeit definieren. Wenn wir unseren Wert davon abhängig machen. Natürlich erwarten wir durch unser Schaffen einen Lohn. Die Anerkennung durch andere oder vielleicht, dass das Häusle auch fertig wird. Was passiert mit uns, wenn dies ausbleibt?

Unser Lohn ist bei Gott. Vielleicht sollten wir öfter innehalten und uns dessen bewusst werden. Dies lerne ich immer noch. Ich darf - und Sie auch - aber auch lernen, dass es eine Arbeit im Reich Gottes gibt, die über das "schaffen am Häusle" hinausgeht. Das Mitarbeiten an seinem Reich, das, wenn man es auch nicht auf seinem Bankkonto sieht, nicht vergeblich ist. Und dies kann in vielfacher Weise geschehen. Zum Beispiel durch das Investieren in Menschen. Ihnen zuzuhören, sie zu ermutigen, zu stärken, mit anzupacken wo Not ist. Oder sie zu unterstützen, wieder das Gute in ihrem Leben zu sehen, zuzusprechen dass Gott da und für sie ist. Bestimmt fällt Ihnen noch mehr dazu ein. Seien sie erfinderisch! Und entspannt, denn der Lohn dafür ist, bei Gott zu sein.

Impuls - 8. Oktober

Josua sprach zum Volk: Ihr seid Zeugen gegen euch selbst, dass ihr euch den HERRN erwählt habt, um ihm zu dienen. Und sie sprachen: Ja! (Josua 24,22)

Lasst euch den Siegespreis von niemandem nehmen. (Kolosser 2,18)

In der Geschichte des jüdischen Volkes kam es immer wieder zu einer Abwendung von Gott. Sie suchten sich andere Götter oder lernten sie durch andere Völker kennen. Scheinbar erschienen sie ihnen in ihrer Situation verlässlicher, lukrativer zu sein, als Gott selbst. Was sie mit ihm erlebt hatten, war vergessen. Auch Joshua ermahnt sie, nicht anderen Göttern zu dienen, sondern sich immer wieder selbst daran zu erinnern, hinter welchem Herrn sie stehen. Wer ihr Gott ist.

Wie ist das in unserem Leben? Sicherlich würden wir vehement verneinen andere Götter zu haben, geschweige denn, ihnen zu dienen. Aber stimmt das auch? "Götter" sind nicht immer klar erkennbar, wie zum Beispiel durch goldene Statuen. Vielmehr sind sie pfiffig und vermögen uns zu täuschen. Götter können uns in Statussymbolen begegnen. Wir denken, wenn wir nur dieses eine tolle Auto haben, dann geht es uns gut. Wir legen mehr Vertrauen in einen Gebrauchsgegenstand, der für uns zu einer Art Gott geworden ist. Nicht Gott macht uns glücklich, sondern ein Auto.

Wir erheben Gegenstände, Menschen, von denen wir uns erhoffen, all das zu bekommen, was wir brauchen oder wir uns so sehr wünschen. Bleibt das aus, suchen wir das nächste Statussymbol, das uns bestätigt, der nächste Mensch, der uns lebendig macht. Oder wir "dienen" dem Geld, sind davon überzeugt, dass wenn wir erstmal reich sind,  uns alles zufliegen wird. Es fällt uns leichter, Vertrauen in weiße Kugeln ohne nachweisbaren Wirkstoff zu haben, als in ein Gebet zu Gott.

Wir könnten noch mehr Beispiele finden oder wir können uns selbst hinterfragen wie es bei uns persönlich aussieht. Wo erheben wir falsche Götter in unserem Leben? Zurück zum jüdischen Volk. Auch wenn sie sich oft von Gott abwandten, mit seiner Barmherzigkeit und Liebe nahm er sie immer wieder auf. Und so begegnet er uns heute auch immer wieder, wenn wir ihm den Platz einräumen, der ihm gebührt.

Impuls - 7. Oktober

Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt? (Hesekiel 18,23)

Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. (Johannes 12,46)

Wer schon mal einen arabischen Film geschaut hat, weiß, dass er sich nicht sehr von einem indischen Bollywood-Film unterscheidet. Sie erscheinen für uns Europäer oftmals kitschig und übertrieben. Vor einiger Zeit habe ich einen angeschaut und durfte diese Erfahrung machen. Die Handlung zeigte das Leben eines blinden Mannes, für mich etwas übertrieben schmalzig dargestellt. Aber an eine Szene kann ich mich gut erinnern: Der junge Mann war noch ein Kind und haderte ergreifend schluchzend mit seinem Schicksal, als ein alter Mann zu ihm sagte: "Ja, du kannst nichts sehen, das ist schlimm. Aber tröste dich, das Erste was du sehen wirst, ist Gott selbst. Und das ist schöner und atemberaubender als alles hier in dieser Welt."

Wenn alles dunkel und finster ist, strahlt eine kleine Kerze umso heller.  Jesus selbst ist als Licht in unsere Welt gekommen, damit wir nicht mehr in einer dunklen Finsternis leben müssen. Er will unser Licht sein, dass uns unser Leben hell wird.  Dass unser Blick auf ihn ausgerichtet ist, auch im dunklen. Der junge Mann im Film wurde nicht geheilt, er blieb blind bis zu seinem Tod. Aber durch die Worte des alten Mannes strahlte Jesus in seiner Dunkelheit. Vielleicht manchmal nur flackernd wie eine kleine Kerze, dann aber wieder hell wie eine starke Osram-Glühbirne. Dieses Licht musste er nicht mit seinen Augen sehen, sondern er sah es mit und in seinem Herzen.

Auch wir können lernen, Jesus als Licht mit und in unserem Herzen zu sehen. Selbst dann, wenn unsere Umstände alles dunkel und finster erscheinen lassen. Darin wird uns Jesus helfen, weil er sich so sehr wünscht, unser Licht zu sein. Er will unseren Lebensweg erleuchten, dass wir den Weg zu ihm nach Hause finden.

Impuls - 6. Oktober

Ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen, spricht Gott der HERR. (Hesekiel 39,29)

Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. Durch einen jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller. (1. Korinther 12,4-7)

Die Zeit vergeht schnell. Wir hoffen, dass es uns auch dieses Jahr möglich sein wird, unser NovemberCafé stattfinden zu lassen. Wir haben viele liebe Menschen, die uns unterstützen und von weit her anreisen, um zu helfen, ein Teil des Cafés zu sein. Natürlich möchten wie sie "gabengerecht" einsetzen. Wer hat Freude im Verkauf, wer grillt gerne, wer hat den Überblick.

In der Gemeinde in Korinth hatten sie zwar kein NovemberCafé, aber auch sie beschäftigten sich mit Gaben. Und zwar mit den Gaben, die sie durch den heiligen Geist erhalten haben. Sie waren im wahrsten Sinn des Wortes begeistert. Zum Beispiel konnten manche Kranke heilen, andere prophetisch reden, wieder andere gut predigen und noch einiges mehr.

Aber wo Menschen aufeinandertreffen, gibt es Herausforderungen. Die Christen in Korinth beurteilten die Gaben und fragten sich, welche denn die stärkste sei. Welche die beste. Leider neigen wir Menschen immer wieder dazu, uns zu vergleichen und zu bewerten. Aber vielleicht können wir das heute beiseite stellen und uns heute der Frage stellen, wo denn die Gaben bei uns, in unserem Leben, in unserem Tun und Handeln sichtbar sind.

Viel zu schnell lächeln wir verschmitzt und denken, dass dies doch bestimmt nur früher so war,und wenn heute, dann sicher nur bei Pfarrern, Leitern einer Gemeinde, besonders begabten Menschen. Sicher nicht bei uns selbst. Paulus verneint das. Er sagt: Jeder ist begabt. Niemand wird ausgeklammert, niemand hervorgehoben. Jeder kann mit seinen Gaben ein Stück Himmel auf die Erde holen.

Wir brauchen Menschen, die uns den Glauben vorleben, Menschen die beten, auch mit anderen. Die so mutig sind, Kranken die Hände aufzulegen und beten. Menschen, die uns ermutigen, die zuhören können. Wir profitieren von Menschen, die gut organisieren oder in Konflikten versöhnend eingreifen können. Und auch von denen, die Gastfreundschaft pflegen und auf Neue zugehen. Berührt sind wir von Menschen, die durch Musik unseren Gefühlen Worte schenken. Dadurch können wir uns ermutigen lassen, uns selbst fragen: Wo liegt meine geistliche Gabe und wie kann ich sie einbringen? Denn Paulus sagt es klar: Jeder ist begabt!

Impuls - 5. Oktober

Du Menschenkind, alle meine Worte, die ich dir sage, die fasse mit dem Herzen und nimm sie zu Ohren! (Hesekiel 3,10)

Wir sollen desto mehr achten auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben.
(Hebräer 2,1)

Wir hören viel. Geräusche prasseln auf uns herein. Autos, Baustellenlärm, Flugzeuge, grölende Menschen... Auch unsere Gesellschaft schweigt nicht. Deutlich sagt sie uns was erwartet wird, was wichtig zu sein hat und was nicht. All das strömt täglich auf uns ein. Naheliegend, dass wir uns überfordert fühlen, verunsichert werden. Bei all dem Lärm, bei all den vielen Stimmen hören wir oft nicht mehr, um was es wirklich geht...

Auch die Bibel ist laut. Übersprudelnd mit Gottes Wort möchte sie zu uns sprechen. Lesen, hören wir genau hin? Oder sind wir durch all den Krach um uns herum bereits abgestumpft und haben uns Ohrenschützer zur Verteidigung aufgesetzt? Das wäre schade. Denn die Bibel ist eine bedingungslose Liebeserklärung an uns Menschen. Durch sie spricht Gott zu uns. Er ist kein schweigender Gott, der nur nickend oder kopfschüttelnd  dasitzt. Er redet, in  unterschiedliche Art und Weise. Mal ist seine Stimme laut - wir hören Sie durch jeden Lebenssturm hindurch. Manchmal aber auch leise, wie in einem sanften Wind. Er kann uns persönlich ansprechen durch andere Menschen oder durch uns selbst. Ganz egal wie wir seine Stimme hören, wir sollen sie uns zu Herzen nehmen, nicht ignorieren, sondern in uns aufnehmen.

Etwas mit dem Herzen zu fassen, hat eine tiefe Bedeutung. Heutzutage würden wir es wahrscheinlich eher mit "sich etwas zu Herzen nehmen" beschreiben.  Doch die Bedeutung ist die gleiche. Man wird eingeladen, dem Gehörten auch Bedeutung beizumessen, Aufmerksamkeit zu schenken, es in sich zu verankern, sich bewusst werden und dadurch Einsicht zu erlangen.  Dadurch werden wir verändert, erfahren Hilfe und Wegweisung. Wie ein innerer Kompass, der uns nicht am Ziel - nämlich bei Gott zu sein - vorbeitreiben lässt.

Impuls - 2. Oktober

Ihre Wege habe ich gesehen, aber ich will sie heilen und sie leiten und ihnen wieder Trost geben. (Jesaja 57,18)

Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
(Markus 2,17)

"Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg ist steinig und schwer!" Ein Satz eines Liedes, das Xavier Naidoo vor einigen Jahren sang. Jeder Mensch hat einen anderen Weg. Mancher Weg erscheint von außen voller Blümchen am Wegesrand, ein anderer voller Steine und Abgründe.

Jesus sieht jeden einzelnen Weg eines jeden einzelnen Menschen. Er sieht die Blumen am Rand, aber auch die Steine, an denen wir uns unsere Knie anschlugen. Er sieht die Berge, die uns entmutigten. Und auch die Abgründe, die uns Angst machten. Er weiß welche Kraft wir gelassen haben, wie wir verletzt dalagen.

Er spricht uns zu, dass er alles auf unserem Weg sieht und er spricht uns zu, dass er uns heilen will, uns Trost schenkt. Er selbst reinigt unsere Wunden und verbindet sie. Wenn wir zurück blicken, sehen wir vielleicht auch die Begegnungen, die uns auf dem Weg stärkten. Begegnungen mit Menschen, durch die Jesus uns schon begegnete. Uns ermutigte weiter zu gehen, nicht zu verzagen.

Vielleicht sind Sie aber auch ihm selbst schon begegnet und haben erfahren wie seine Liebe sie getragen, manchmal vielleicht sogar ertragen hat. Für ihn gibt es keinen undurchdringlichen Weg, den er mit ihnen nicht gehen würde. Keinen noch so tiefen Dschungel. Können Sie das glauben?

Impuls - 1. Oktober

Weil dein Herz weich geworden ist und du dich gedemütigt hast vor Gott, so habe ich dich auch erhört, spricht der HERR. (2. Chronik 34, 27)

Ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. (1. Korinther 15, 9-10)

Wer sind Sie? Was macht Sie aus? Vielleicht sind sie ein kostbares Gegenüber für Ihre Familie, Ihren Freunde. Ein liebender Vater oder eine liebende Mutter. Sie können andere ermutigen, oft das Gute in allem sehen. Vielleicht können Sie gute Witze erzählen und andere zum Lachen bringen. Oder Sie sind ein vertrauensvoller Zuhörer, Sie können mitanpacken, anderen helfen.

Paulus war nicht immer ein treuer Apostel. Ganz im Gegenteil. Er hat die damaligen Christen erbarmungslos verfolgt und ermordet. Er nahm sich zum Ziel, die Anhänger dieses Jesus auszurotten. Bis ihm Jesus selbst begegnete. Plötzlich war nichts mehr für ihn wie es war. Er sah Gottes Herrlichkeit und seine bedingungslose Liebe, die ihm selbst als Mörder begegnete und ihm zeigte, dass er selbst trotz allem geliebt ist. Das hat ihn verändert und aus einem Jäger wurde ein demütiger Anhänger des Gottes, den er auszumerzen versuchte. Gottes Gnade wurde in ihm offenbar und gab ihm die Kraft zu dem Mann zu werden, den Gott selbst schon lange in ihm sah.

Wie sieht Gott Sie? Mit Sicherheit völlig anders als Sie sich sehen. Er sieht in Ihnen die Frau, den Mann die Er erschaffen hat. Mit allen dunklen Flecken, die Er berühren möchte, damit Sie selbst erkennen, wer Sie sind.

Impuls - 30. September

Ich glaube, auch wenn ich sage: Ich werde sehr geplagt. (Psalm 116,10)

Selig ist, wer Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben. (Jakobus 1,12)

Bedrängnis, Not und Leid haben viele Gesichter. Und überall begegnen sie uns. In unserer Arbeit, die uns zu sehr vereinnahmt und herausfordert, in unseren inneren Konflikten. In Verlusten und Krankheiten. Überall kann uns das Gesicht der Bedrängnis begegnen, uns ansehen, sogar hämisch an- oder auslachen, um uns zu fragen: wo ist nun dein Gott?

Diese Frage zermürbt uns, weil es eine Frage ist, mit der wir leider selbst oft hadern. Wo ist mein Gott? Wie kann es sein, dass wir so durchgerüttelt werden, wo wir doch an einen Gott glauben, für den es ein Leichtes ist uns herauszuholen?  

Interessant ist, dass wir dabei nicht alleine sind - im Gegenteil. Die Bibel ist voll mit Berichten von Menschen, die sich dieselbe Frage gestellt haben. Am Ende kamen sie - wenn auch in anderen Worten - zu der Erkenntnis: "Dennoch bleib ich stets bei dir, denn du hältst mich bei der Hand, du leitest mich nach deinem Weg und nimmst mich am Ende mit Freuden an!".

Ich glaube nicht an Jesus, weil er mich vor allem bewahrt. Ich glaube nicht an Jesus, weil es mir immer gut ging, im Gegenteil. Vieles in meiner Biografie hätte ich mir anders gewünscht.
Ich glaube an Jesus, weil er mir hilft, mit alldem zurecht zu kommen, ohne daran zu verzweifeln. Ich glaube an Jesus, weil er immer bei mir ist, auch und gerade dann, wenn ich nichts verstehe. Warum glauben Sie?

Impuls - 29. September

Liebt Wahrheit und Frieden! (Sacharja 8,19)

Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
(Johannes 8,32)

Als Jugendliche gab es ein Spiel, das in Schullandheimen oder auf  Partys gespielt wurde. Es hieß: "Wahrheit oder Pflicht". Wenn man an der Reihe war, dann durfte man zwischen Wahrheit und Pflicht wählen. Entweder man musste eine Frage wahrheitsgemäß beantworten oder man musste etwas tun. Leider wusste man vorher weder die Frage, noch das was man tun musste. So wurde es oftmals etwas peinlich, wenn nicht sogar unangenehm. Auch wenn die anderen in der Runde dadurch ihren Spaß hatten.

Auch stellt sich die Frage, wie wir mit der Wahrheit umgehen. Sagen wir immer die Wahrheit oder ertappen wir uns manchmal dabei, uns in einer Notlüge zu verstricken? Wahrheit kann manchmal unangenehm sein. Vieles was wir als wahr betrachtet haben, stellt  sich als falsch heraus. Aber auch vieles, was wir in unseren Gedanken als wahr und dadurch als verletzend empfunden haben, ist im Nachhinein gar nicht so schlimm. Und trotzdem heißt es, dass uns die Wahrheit frei machen wird.

Wenn etwas offenbar wird, ist das nicht länger ein unsichtbarer Gegner, sondern man kann erkennen gegen was man kämpft, was einen belastet. In manchen Fällen können wir uns dann sogar freuen, weil es ja gar nicht so schlimm ist, wie man sich vielleicht in seinen Gedanken ausgemalt hatte. Eine Freiheit in der Wahrheit kann uns verändern und frei machen, haben wir den Mut dazu, uns ihr zu stellen?

Impuls - 28. September

Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre sich nahen, da du wirst sagen: "Sie gefallen mir nicht."
(Prediger 12,1)

Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, Josefs Sohn, aus Nazareth. Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann aus Nazareth Gutes kommen! Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh!
(Johannes 1,45-46)

Jede Stadt hat einen sozialen Brennpunkt. Ein Gebiet, in dem es vermehrt zu Übergriffen kommt, wo eher Gewalt anstatt Frieden herrscht. Wenn ich früher als Kinderkrankenschwester einen Hausbesuch in so einer Gegend hatte, wusste ich genau was mich da erwartete. Zwar wurde ich auch positiv überrascht, aber meistens leider nicht.

Nazareth war zwar nicht durch eine hohe Kriminalität bekannt, aber sie galt als eine unwichtige Kleinstadt, deren Einwohner verachtet wurden. So war es nicht verwunderlich, dass Nathanael - wie ich, wenn ich zu einem Einsatz gerufen wurde - erstmal die Luft anhielt und sich fragte, was denn von dort Gutes kommen sollte. Die Antwort von Philippus ist einfach und genial. Er rät ihm nicht, seine Vorurteile zu überdenken, auch zählte er nicht die Wunder von Jesus auf, sondern sagt ganz schlicht: "Komm und sieh!"

Komm, mach dir dein eigenes Bild, erkenne durch die Begegnung mit Jesus wer er ist. Schenke ihm einen Vertrauensvorschuss! Philippus wusste, dass Nathanael nicht enttäuscht werden würde, sondern in Jesus den Sohn Gottes erkennen wird.

Vielleicht ist ein "komm und sieh" auch in unserem Leben angebracht. Menschen einen Vertrauensvorschuss zu geben, um zu erkennen dass sie viel mehr sind, als vielleicht die Umstände in denen sie wohnen. Dass die soziale Schicht, durch die sie stigmatisiert sind, nichts über sie selbst aussagt. Denn egal woher jemand kommt oder wo und wie er lebt, der Mensch bleibt Gottes Kind und trägt seine Handschrift in sich.

Zugegeben, vielleicht ist es manchmal schwer zu erkennen, doch wenn wir Menschen mit einem offenen Herzen begegnen, kommen und sehen, dann erkennen wir die Einzigartigkeit in ihnen. Und vielleicht können wir ihnen dabei helfen, dass sie dies selbst wieder erkennen.

Impuls - 25. September

Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben; sie werden nicht straucheln. (Psalm 119,165)

Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit. (Kolosser 3,16)
 
Gesetze und Regeln begegnen uns überall. Mir ist das oftmals gar nicht so bewusst, weil vieles normal erscheint. Natürlich gibt es das Grundgesetz, natürlich gibt es Strafen für rechtswidriges Verhalten, natürlich gibt es klare Regeln im Straßenverkehr und natürlich gibt es auch in jeder Familie oder Gemeinschaft bestimmte Regeln. Überall dort, wo Menschen zusammenkommen, gibt es offizielle und inoffizielle Regeln, die Grenzen definieren und ein gutes Zusammenleben ermöglichen.

Gerade in meiner Familie oder bei Freunden bin ich gerne mal besserwisserisch und binde es meinem Gegenüber dann auch auf die Nase, was er falsch macht oder wie es eigentlich richtig wäre. Mein besserwisserisches Verhalten ist zwar in der Regel nicht böswillig gemeint, aber es entspricht auch nicht unbedingt dem, was die Bibel uns lehrt. Mein Verhalten hat nicht unbedingt primär zum Ziel, dem anderen etwas Gutes zu tun, sondern eher, um mich selbst zu profilieren.

In der Bibel werden wir auch dazu aufgefordert uns gegenseitig zu ermahnen und zu belehren. Aber dies soll nicht dazu führen, dass wir uns besser oder schlechter als der andere fühlen, sondern das Ziel sollte sein, dass wir und der andere Gott dadurch näherkommen. Es geht nicht darum, dem anderen zu zeigen, was er alles falsch macht, sondern wir sollten ihn aus Liebe auf sein Fehlverhalten aufmerksam machen, damit er Gott besser kennenlernt. Einen anderen zu belehren sollte also nicht zum Selbstzweck geschehen, oder um meine Meinung oder Ansichten durchzusetzen, sondern immer im Hinblick auf das Wohl des Anderen.

Ich handle viel zu oft leider nicht so selbstlos, aber ich glaube, je mehr wir uns auf Gott konzentrieren und ihn lieben lernen, desto mehr lernen wir auch unsere Mitmenschen zu lieben und ihnen zu dienen, wie Jesus selbst es uns ja vorgelebt hat.
D.M.

Impuls - 24. September

Sie gieren alle, Klein und Groß, nach unrechtem Gewinn, und Propheten und Priester gehen alle mit Lüge um und heilen den Schaden meines Volks nur obenhin, indem sie sagen: »Friede! Friede!«, und ist doch nicht Friede. (Jeremia 6,13-14)

Ein jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Denn man pflückt nicht Feigen von den Dornen, auch liest man nicht Trauben von den Hecken. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens. (Lukas 6,44-45)

Auch wenn die Temperaturen noch sommerlich sind, sieht man an den Blättern deutlich wie sie sich verfärben. Der Herbst zieht ein, die Zeit der Ernte ist da. Unser Hof ist übersät mit Kastanien. Kürbisse können geerntet werden und in meiner Heimat ist die Weinlese zugange. Worin monatelang investiert wurde, zeigt jetzt hoffentlich den erwünschten Erfolg. Auch erntet man, was man sät.

Die Balance zwischen Saat und Ernte finden wir nicht nur in der Landwirtschaft, sondern sie bewahrheitet sich auch in unserem Leben. Was ich in meinem Herzen gesät habe, wird auch nach außen sichtbar. Leider ist uns das oftmals nicht bewusst. Wir stecken mehr Arbeitskraft in die äußeren "Weinberge", in unsere Arbeit, in unseren Garten, in unser Haus... als in uns selbst. Wenn Ihr Herz ein Garten wäre, wie würde er aussehen?

Ist er eher verwuchert oder liegt viel Müll herum, wundert es nicht, dass es sich auch in unserem Leben widerspiegelt. Zum Beispiel indem wie wir mit anderen Menschen, uns selbst umgehen oder wie wir auf Geschehnisse reagieren. Leider ist es so, dass andere Menschen in unseren Herzensgarten gesät haben, die ihn verwildern lassen. Unkraut, Dornengewächse die wachsen und uns weh tun. Daher ist es zwar schmerzhaft, aber umso wichtiger Gartenhandschuhe anzuziehen und ums darum zu kümmern.

Wie in einem Weinberg, bedarf unser Herz Pflege, Zuwendung, Liebe - damit Früchte wachsen und sichtbar für uns und andere werden. Oft helfen uns Freunde, mit denen wir die Pflanzen anschauen und das Unkraut jäten. Oder auch Therapeuten die uns helfen, dem Herr zu werden. Nicht zuletzt hilft Ihnen Gott selbst, wenn Sie ihn einladen, mit ihm durch Ihren Garten zu gehen. Auch können wir selbst entscheiden, was wir in uns säen möchten. Da kann uns die Frage helfen, mit welchen Dingen wir uns beschäftigen. Nach was wir uns ausstrecken. Was soll in unserem Garten wachsen? Ich möchte Sie ermutigen, heute Gummistiefel anzuziehen und sich Ihrem Garten anzunehmen. Er ist es wert.

Impuls - 23. September

Er wird den Tod verschlingen auf ewig. (Jesaja 25,8)

Wir sind bedrückt und stöhnen, solange wir noch in diesem Körper leben; wir wollen aber nicht von unserem sterblichen Körper befreit werden, sondern in den unvergänglichen Körper hineinschlüpfen. Was an uns vergänglich ist, soll vom Leben verschlungen werden.
(2. Korinther 5,4/GNB)

Der Tod ist ein Thema, dem wir uns nicht so gern stellen. Nicht verwunderlich, da er mit viel Schmerz verbunden ist. Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist mehr als nur schwer. Menschen zu begleiten, die einen verloren haben auch. Und trotzdem steht die Welt nicht still, sie dreht sich einfach weiter, hat nicht gemerkt, dass ein kostbarer Mensch ausgestiegen ist. Obwohl das Sterben zum Leben dazu gehört, fühlen wir uns machtlos ausgeliefert. Denn das sind wir auch. Es gibt nichts, was wir dagegen  tun können. Stimmt das? Oder können wir doch etwas tun? Gibt es doch irgendetwas, was uns hilft mit dem Tod klar zu kommen?

Ja. Wir können die Zusage Gottes in allem annehmen. Jesus hat die Macht des Todes zerbrochen und lädt uns ein, ihm darin zu vertrauen, dass es bei ihm keinen Tod gibt. Sondern ein Leben mit ihm in Ewigkeit. Wir nennen es Himmel. Ein einfaches Wort für ein so besonderes und kostbares Zuhause in seiner Gegenwart. In der niederländischen Sprache gibt es kein Sterben, sondern es wird mit "overlefen" beschrieben. Ein "Über-leben" von dieser Welt, in die Welt Gottes. Es macht den Verlust nicht weniger schmerzhaft, aber es zeigt uns auf, dass wir über-leben. Der Tod ist nicht die letzte Station, sondern der Anfang in ein neues Leben.

Impuls - 22. September

HERR, wie lange willst du mich so ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir? (Psalm 13,2)

In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.

(Johannes 16,33)

Die Welt ist kein Ponyhof, kein Bullerbü. Sie macht uns in vielem Angst. Angst vor der Zukunft, vor der Arbeit, Angst vor Ehrlichkeit und Gefühlen. Angst liebe Menschen zu verlieren, Angst zu versagen... die Liste lässt sich endlos weiter führen. Jeder Mensch hat vor etwas anderem Angst. Die Frage soll heute aber nicht sein, was uns ängstigt, sondern viel mehr, wie wir mit unserer Angst umgehen? Lassen wir uns durch sie bestimmen? Oder versuchen wir alles, um sie zum Schweigen zu bringen? Oder wenden wir uns jemandem zu, der genau wusste, dass wir Angst haben werden?

Jesus erlebte selbst, dass die Welt nicht immer so schön ist wie in einer "Geo-Zeitschrift", sondern knallhart. Er weiß das genau. Daher malt er uns auch keine rosa Welt vor Augen, auch spricht er uns unsere Angst nicht ab oder redet sie schön. Sondern Jesus ermutigt uns durchzuhalten. Selbst dann, wenn wir das Gefühl haben, dass Gott weit weg von uns ist. Wenn wir glauben, er hat uns vergessen. Selbst in diesen Zeiten ist er da!  Auch David, einem Mann Gottes, sind Ängste nur allzu vertraut. Doch er findet Worte um sie Gott hinzuhalten. Er wendet sich in aller Bedrängnis an dem, dem er vertraut. Und seine Klage wandelt sich, er singt weiter: "Doch ich will deiner Liebe vertrauen und mein Herz soll sich freuen! Denn du warst gut zu mir und wirst es wieder sein."

Lassen Sie uns heute David gleich tun. Wenden wir uns mit unserer Angst, mit unseren Fragen und Klagen zu Jesus und lassen Sie unserem Herzen vor Augen führen, dass wir in allem Gott vertrauen, weil Er es gut machen wird.

Impuls - 21. September

Ich liege gefangen und kann nicht heraus, mein Auge vergeht vor Elend. HERR, ich rufe zu dir täglich.
(Psalm 88,9-10)

Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.
(Johannes 17,15)

"Wie geht es dir?" - Eine Frage die wir heute bestimmt noch hören und sicherlich auch selbst jemandem stellen werden. Es ist aber auch eine der häufigsten Fragen, die nicht ehrlich beantwortet wird. Ein schnelles "gut" ist meist die Antwort darauf und viel zu selten wird nachgehakt. Wir möchten oft nicht, dass jemand weiß, wie es uns wirklich geht. Und wenn wir ehrlich sind, dann möchten wir auch oftmals nicht wirklich wissen, wie es dem anderen geht. Warum? Weil wir uns überfordert fühlen. Denn was wäre, wenn unser Gegenüber oder wir selbst, zugeben, dass es uns schlecht geht? Wie würden die anderen darauf reagieren oder wie würden wir reagieren?

Ein Leben auf der Sonnenseite erscheint uns erstrebenswert. Ein Leben im Schatten weniger. Und trotzdem befinden wir uns häufig darin. Gefangen in trüben Gedanken und Gefühlen, mit Tränen in unseren Herzen. Tage, an denen wir am liebsten die Decke über unseren Kopf ziehen würden. Die Erfahrung, dass dies nichts hilft, haben wir bestimmt schon gemacht.
Leider gehören solche Zeiten zu unserem Leben dazu.

In der Bibel lesen wir von vielen Menschen, die ebenso empfanden, in solchen Zeiten gegangen waren.. Wir lesen aber auch, dass sie sich in ihrem Schmerz immer wieder zu Gott ausstrecken. Sie rufen zu ihm, klagen ihn sogar an, verschönigen nichts, sondern lassen ihre Gefühle raus. Scheinbar wissen sie genau, dass Gott damit kein Problem hat. Im Gegenteil, er wünscht sich, dass wir ehrlich zu ihm und zu uns selbst sind. Nur dann kann Licht dort hineinscheinen, wo Dunkelheit herrscht. Wenn wir ehrlich werden, kann Heilung uns dort berühren, wo es schmerzt. Veränderung geschehen wo es drückt. Und Jesus selbst fragt sie heute: "Wie geht es dir?" Er meint es ernst. Werden Sie ehrlich antworten?

Impuls - 18. September

Ich bin der HERR, der das Recht liebt und Raub und Unrecht hasst. (Jesaja 61,8)

Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr straft dies alles. (1. Thessalonicher 4,6)

Ungerechtigkeit scheint in unserer Welt an der Tagesordnung zu sein. Die Zeitungen und Nachrichten sind voll davon. Leider müssen wir nicht immer das Fernsehen einschalten oder Zeitungen lesen. Denn auch wir erleben Ungerechtigkeit. Wir werden ungerecht behandelt und fühlen uns dem machtlos ausgesetzt. Wir erleben, dass wir dem oftmals nichts entgegen zu setzen haben.

Bei Gott gibt es keine Ungerechtigkeit. Vielleicht lässt uns diese Tatsache heute aufhorchen, gerade dann, wenn wir denken, dass es Gott selbst ist, der uns ungerecht erscheint. Gott allerdings sagt uns sehr deutlich, dass er Ungerechtigkeit nicht nur unangebracht findet, sondern er sagt, dass er sie hasst. Ungerechtigkeit widerfährt uns durch Menschen, nicht durch ihn.

Und wo wir Ungerechtigkeit erlebt haben, wird Gott uns Gerechtigkeit zuteil werden lassen. Er selbst wird eingreifen. Er wird heilen, wo durch Ungerechtigkeit Wunden entstanden sind, wird zusammenfügen was zerbrach. Wiederherstellen, was kaputt gegangen ist.

Vielleicht erleben wir dies nicht immer sofort und vielleicht auch nicht in dieser Welt. Aber unsere Hoffnung liegt nicht nur im Hier und Jetzt, sondern sie liegt auch in der Zukunft. In Gottes Welt, in der die kommen wird. Lassen Sie uns ermutigt vorausschauen, denn der Tag wird kommen, an dem uns Gott jede einzelne Träne von unserem Gesicht wischen wird.

Impuls - 17. September

Ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir! (Jesaja 41,13)

Als Petrus den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, rette mich! Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn. (Matthäus 14,30-31)

Wenn Sie heute auf Ihren Tag schauen, was sehen Sie? Vielleicht liegt noch viel vor Ihnen, vielleicht liegt schon manches an Herausforderungen hinter ihnen. Auf was schauen Sie? Und haben Sie geschaut?

Wenn unser Alltag Herausforderungen bereit hält, dann neigen wir dazu, unseren Blick nur auf sie zu richten. Wir schätzen ab, was uns möglich ist oder was zu schwer. Oftmals verzweifeln wir und fühlen uns überfordert. Petrus macht es uns vor. Er hat genügend Vertrauen in Jesus, um aus dem sicheren Boot zu steigen, um auf dem Wasser zu Jesus zu gehen.

Das schon alleine lässt uns die Köpfe schütteln... auf dem Wasser zu gehen? Hallo? Wie soll das funktionieren?

Auch wir sind oft vollen Mutes im Angesicht von Herausforderungen, die sich uns stellen. Wir steigen aus unseren Sicherheiten, aus unserer Komfortzone heraus, um sie anzugehen, um sie zu meistern. Wir tapsen auf dem Wasser und dann? Dann gehen wir unter. Warum?
Auch Petrus passiert das. Mit all seinem Mut und der Überzeugung, dass er es schafft auf dem Wasser zu gehen, macht er sich auf. Aber dann, dann geht er unter. Er sah und nahm nur noch die Herausforderung, die Gefahr, den starken Wind war und sinkt. Er hatte Jesus aus dem Blick verloren.

Passiert uns das nicht leider auch oft? Wie oft verlieren wir den Blick zu Jesus? Interessant dabei ist, dass es nicht etwa einen riesigen Platsch macht und Petrus im Wasser liegt, sondern er sinkt. Er geht langsam unter und hat noch genügend Zeit die Hand von Jesus zu ergreifen, um mit ihm die letzten Schritte zu gehen. Auch wenn sein Blick abgelenkt war, seine Ohren hören Jesus genau. Im starken Wind, in der Herausforderung die ihn einbrechen lässt.

Das kann uns ermutigen, dass selbst, wenn wir unseren Blick abgewendet haben, unsere Herausforderungen aber nicht die Macht haben, über uns zusammen zu brechen. Jesus Stimme ist lauter, seine Hand stärker. Wir dürfen Sie ergreifen und uns von Jesus herausziehen lassen.

Ich möchte Ihnen heute Mut machen, Ihren Blick nicht von Jesus abzuwenden. Halten Sie ihren Fokus auf ihn. Aber ich möchte Ihnen auch Mut machen, dass da, wo ihre Herausforderungen sie abgelenkt haben, leise zu werden, seiner Stimme zu lauschen. Er ruft sie und reicht Ihnen seine Hand. Sie dürfen sie ergreifen.

Impuls - 16. September

Ehre den HERRN mit deinem Gut. (Sprüche 3,9)

Leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Höchsten sein. (Lukas 6,35)

Ein Freund von mir hat einen besonderen Draht zu den Menschen in seinem Kiez. Stets hört er ihnen zu, ermutigt, betet für sie und nicht selten leiht er ihnen in Notlagen Geld. Nicht nur kleine Beträge, sondern auch öfters höhere. Dafür hat er sogar ein extra Konto angelegt, auf dem er Geld spart und sammelt, um es auch weitergeben zu können. Das Besondere ist, dass er genau weiß, dass er oftmals nichts mehr von dem geliehenen Geld zurück bekommt. Darüber ist er nicht etwa enttäuscht, vielmehr sieht er es als seinen persönlichen Dienst an. Gerne und mit Liebe gibt er, was er selbst von Gott, durch andere Menschen, erhalten hat. Für mich ist das ein herausforderndes Zeugnis.

Zwar leihe ich auch gerne was. Seien es materielle Dinge, wie auch Geld. Aber oft weiß ich im Vorhinein, dass ich es wieder zurück bekomme. Gut, manchmal nicht, aber wenn ich ehrlich bin, rechnen tu ich dann schon damit. Jesus macht uns deutlich, dass der Lohn denn wir erhalten, bei weitem mehr und wertvoller ist, als das Geld, die Bohrmaschine oder den Wasserkocher. Unser Lohn ist, dass wir zu seiner Familie gehören. Eine Familie, die er so sehr liebt, dass er für sie ans Kreuz ging. Eine Liebe, die nicht mit Geld zu bezahlen ist. Eine Liebe die uns durch alle Höhen und Tiefen des Lebens hindurch trägt, uns niemals los lassen wird.

Impuls - 15. September

Abram zog aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte.
(1. Mose 12,4)

Die aus dem Glauben sind, das sind Abrahams Kinder.

(Galater 3,7)

Zwei Namen ein Mann

Eine kleine Herausforderung, aber fällt Ihnen an unseren Versen heute etwas auf? Bestimmt. Zwei unterschiedliche Namen für ein und denselben Mann. Dabei handelt es sich nicht etwa um einen Schreibfehler, Abram bekam ganz bewusst von Gott einen neuen oder veränderten Namen.

Namen spielten und spielen im Orient eine wichtige Rolle. Man bekommt den Namen nicht aufgrund des schönen Klanges oder weil er gerade in Mode ist, sondern man spricht mit dem Namen etwas über das Kind aus. Der Name hat eine Bedeutung und der kleine Mensch soll in diese Bedeutung und somit in diese Berufung hineinwachsen - und leben.
Abram bedeutet "erhabener Vater". Er zog aus wie es der Herr ihm gesagt hatte. Allerdings gleicht sein Leben einem Auf und Ab, mal lebte er auf Gottes Wegen, mal  weniger. Er war  Gott nah und dann wieder fern. Aber für sein Volk war er der erhabene Vater, das Oberhaupt.

Als Abram 99 Jahre alt war, gab ihm Gott einen neuen Namen. Aus Abram wurde Abraham: "Vater einer Menge". Im hohen Alter sprach ihm Gott zu, dass er ihn zum Vater vieler Völker und sehr fruchtbar  machen wird. Was für uns undenkbar ist und für den alten Abraham bestimmt auch, traf aber ein. Selbst wenn es noch ein paar Jahre dauerte. Gott selbst stand hinter der Berufung des Namens und erfüllte dessen Bedeutung.

Was bedeutet Ihr Name? Vielleicht lohnt es sich, ihn nachzuschlagen. Vielleicht sehen Sie schon selbst wie die Bedeutung Ihres Namens schon jetzt sichtbar ist. Vielleicht liegt die Berufung noch in der Zukunft. Und vielleicht trauen Sie sich, Gott darum zu bitten, dass Ihr Name in ihrem Leben zur Entfaltung kommt.

Impuls - 14. September

Du wirst fröhlich sein über den HERRN und wirst dich rühmen des Heiligen Israels.
(Jesaja 41,16)

Wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.
(Römer 5,11)

Happy Ends gehören doch zu einem guten Film einfach dazu. Er mag noch so traurig oder schwer sein, gibt es aber ein gutes Ende, seufzen wir und sind zufrieden. Alles was so schlimm war, erscheint dann dazu geführt zu haben, dass das Ende umso schöner ist.

In unserem Text heute morgen ist es ähnlich. Erstmal klingt es schön und ermutigend, dass wir über dem Herrn fröhlich sein werden. Aber der Weg dahin war für das Volk Israel steinig und schwer. Sie hatten sich von Gott entfernt, sind weggelaufen. Haben ihre Ziele verfolgt und ihn aus den Augen und aus dem Herzen verloren. In ihrem sündhaften Leben waren sie gefangen und fühlten sich auch eigentlich ganz gut dabei. Obwohl Gott sie immer wieder ermahnte, änderten sie nichts. Und aus dem freien Volk, wurde ein Volk in Gefangenschaft.

Aber unser Gott kann nicht anders, als sein Volk wieder zu befreien.Egal w ie groß sein Zorn war, seine Liebe ist größer. Keine Sünde wiegt so schwer, als dass sie Gottes Liebe schmälern könnte.  Sein Herz sprudelt einfach über vor Liebe. So geht er seinem Volk nach und zieht sie wieder zu sich. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Ich weiß nicht wie Ihr Weg aussieht. Ob er steinig, holprig oder an einem Abgrund zu enden scheint, aber Jesus weiss es. Er weiß auch, dass wir uns oftmals selbst die Steine in den Weg legen, in unserem Verhalten, in unseren Sünden gefangen sind. Aber trotzdem geht er uns, geht er Ihnen nach. Vielleicht  kommt Er Ihnen auch entgegen, um den Weg mit Ihnen gemeinsam  zu gehen, Ihnen zuzusprechen, dass der Tag kommen wird, an dem sie fröhlich über ihn sein werden. Und diese Fröhlichkeit wird reiner und tiefer, geläutert, versöhnt und fest sein. Ein Happy End. Ihr Happy End.

Impuls - 11. September

Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen.
(Psalm 39,13)

Die kanaanäische Frau fiel vor Jesus nieder und sprach: Herr, hilf mir!
(Matthäus 15,25)

Die Begegnung von Jesus mit der kanaäischen Frau gehörte bislang nicht zu meinen Favoriten. Denn als sie Jesus bat ihrer Tochter zu helfen, reagierten seine Jünger und auch Jesus, meiner Meinung nach ziemlich forsch. Sie gehörte nicht zu dem jüdischen Volk und Jesus sagte: "Es ist nicht recht, dass man das Brot der Kinder nimmt und es den Hunden vorwirft!" Eine klare und verletzende Abfuhr, oder?

Inzwischen würde ich dies verneinen. Denn vielleicht ist es vielmehr so, dass Jesus sie nicht abwimmeln wollte, sondern vielmehr etwas in ihrem Herzen herauslockern wollte, was bis dahin nicht sichtbar war. Und zwar Ihren persönlichen Glauben.

Vielleicht hatte er in ihrem Herzen noch keinen Raum gefunden oder er hatte noch keine Stimme. Vielleicht war es ein wackeliges Hoffen auf Heilung? Wir wissen es nicht, aber mit seiner "Abfuhr" kristalliesierte der Glauben sich heraus und wurde laut. Die Bekenntnis Ihres Herzens, das Lautwerden ihres Glaubens wurde nicht nur von Jesus gehört, sondern reichte bis zum Himmel.

Sie antwortet ihm: "Ja Herr und doch essen die Hunde von den Brotsamen, die vom Tisch der Herren fallen." Ihr Herz bekennt sich zu ihm. Er ist ihr Herr und wenn nur Brotsamen fallen, ist das genug. Jesus belohnt ihren Glauben, Und ihre Tochter war geheilt.

Manchmal muss auch unser Glaube laut werden, um sich in uns zu festigen. Damit er nicht auf wackeligem Gerüst steht, sondern fest auf Stein gebaut. Wo werden Sie derzeit herausgefordert, damit ihr Glaube laut werden kann?

Impuls - 9. September

Es sollen hertreten und dir helfen die Sterngucker, die an jedem Neumond kundtun, was über dich kommen werde! Siehe, sie sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennt.
(Jesaja 47,13-14)

Lasst euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.
(Hebräer 13,9)

"Mein Glaube war in einer Art Pubertät", erzählte mir neulich eine Freundin. Sie ist in einem frommen Elternhaus aufgewachsen, in dem es normal und wichtig war an Gott zu glauben. Allerdings wurde ihr auch gesagt wie sie zu glauben hatte, welche Gemeinde die einzig richtige war  und was sie zu tun und zu lassen hatte. Mit ihrem Auszug und auf ihrem Weg erwachsen zu werden, begegnete sie aber anderen Christen, die sich völlig von ihrem vorgelebten Glauben unterschieden. Plötzlich wurde mit Gitarre und Schlagzeug Gott angebetet, ganz ohne Orgel. Und gesungen wurden völlig andere Lieder. Oder es wurde frei und offen gebetet und zwar von jedem in der Gemeinde. Für sie war das Neuland und sie strampelte sich von ihren Glaubenssätzen frei, entfernte sich von ihrem Glauben, kam in eine Revolution, fand dann aber wieder, ganz persönlich und intim zu Jesus.

Es gibt viele unterschiedliche Gemeinden und viele unterschiedliche Überzeugungen. Darunter sind leider auch Lehren, die nichts mit dem Wesen Gottes gemein haben. Vielleicht ist es manchmal wichtig seinen Glauben neu durchzubuchstabieren. Sich neu mit Gott auseinanderzusetzen. Um ihn kennenzulernen, intim und persönlich.

Wie kann unser Herz nun fest werden ? Wie können wir herausfinden was richtig und was falsch ist? Egal was uns begegnet, das Zentrum muss Jesus sein. Er ist der Mittelpunkt! Nichts anderes! So ist es wichtig in seinem Buch, in der Bibel zu forschen. Sie ist unser Leitfaden und sollte die Basis unseres Glaubens werden. Wenn wir uns auf die Suche machen, wird uns Gott Gnade schenken. Der heilige Geist in uns festigt und verwirft.

Impuls - 8. September

Ihr werdet erfahren, dass ich der HERR bin, wenn ich so an euch handle zur Ehre meines Namens und nicht nach euren bösen Wegen und verderblichen Taten.
(Hesekiel 20,44)

Er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
(Lukas 6,35)

Es scheint, dass unser heutiger Impuls an den von gestern anknüpft oder ihn noch unterstreicht. Wenn ich mit Menschen über den Glauben ins Gespräch komme, dann ist es oft so, dass man Fußspuren von Jesus in ihrem Leben entdecken kann, obwohl sie doch eigentlich nichts mit ihm zu tun haben. Eine junge Frau erzählte mir, dass sie bereits früher auf jemanden getroffen war, der ihr von Jesus erzählte. Auch dass sie schon Bewahrung erlebt hätte und Versorgung an einem Punkt ihres Lebens, an dem ihr das eigentlich unmöglich erschien. Sie sagte, dass sie sich gefragt hätte, ob nicht doch Gott seine Hände im Spiel gehabt haben könnte, verwarf diesen Gedanken aber wieder. Doch dann begegnete sie immer wieder einzelnen Menschen, die sie "schon wieder" in ein Gespräch mit Gott verwickelten. Gott geht ihr nach. Irgendwie lässt er sie nicht los.

Das ist nicht verwunderlich, denn Gott ist für jeden da. Er sehnt sich danach für jeden, der Herr zu sein - auch und gerade für diejenigen, die ihn noch nicht kennen. Auch Ihnen möchte er Liebe, Annahme und Geborgenheit schenken. Vielleicht sind Sie auch schon auf solche Menschen getroffen oder Sie erkennen in Ihrem Leben im Nachhinein sein Wirken. Lassen Sie uns mutig werden, solche Gespräche zu suchen, damit Menschen ihre persönlichen Begegnungen mit Jesus entdecken. Und ihre Augen und Herzen öffnen für seine Liebe.

Impuls - 7. September

Deine Augen stehen offen über allen Wegen der Menschenkinder.
(Jeremia 32,19)

Wir haben unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen.

(1. Timotheus 4,10)

Die Überschrift für heute könnte lauten: "Gott macht keine Unterschiede". Wir lesen, dass Gottes Augen über die Wege aller Menschenkinder offen sind. "Aller" schließt jeden ein, ohne Wertung. Egal ob groß oder klein, dick oder dünn, braun oder weiß. Und auch, egal ob sie Gott kennen oder nicht. Er ist da für alle Menschenkinder, für jeden möchte er der Heiland sein.

Das ist eigentlich eine gute Nachricht und dennoch kann es uns herausfordern. Es kann sich in uns eine Frage formen, was denn dann der Unterschied zu uns Christen ist. Wenn er doch eh über alle wacht.

Eine Geschichte, die Jesus einmal erzählte macht es deutlich. Die Geschichte des verlorenen Sohnes. Wir erinnern uns, das dieser Vater zwei Söhne hatte. Der eine forderte sein Erbe zu Lebzeiten des Vaters ein. Verprasselte alles Geld und kam wehmütig zu seinem Vater zurück. Dieser freute sich sehr, sah über das Fehlverhalten liebevoll hinweg und nahm ihn, ohne Fragen oder Vorwürfe, wieder auf. Das konnte der andere Sohn so überhaupt nicht verstehen, er war richtig sauer.

Wenn ich ehrlich bin, kann ich diesen Sohn gut verstehen. Denn immerhin war er für den Vater da. Er half ihm doch stets, auf ihn konnte er sich verlassen. Der Vater musste weder Angst, noch Sorgen um ihn haben. Aber dann kam das "schwarze Schaf", welchem doch scheinbar egal war, wie es dem Vater erging, der nur sich sah. Und trotzdem empfing er ihn mit offenen Armen? War das ihm gegenüber nicht auch ungerecht?

Wie ist das bei uns? Wir leben mit Gott, versuchen seine Wege für uns zu gehen, begehren nicht auf. Werden wir dann, wenn wir ehrlich sind, nicht auch etwas ungehalten, wenn scheinbar trotzdem jeder kommen kann, ganz egal was er vorher angestellt hatte? Also wenigstens eine ordentliche Strafpredigt wäre doch angebracht.... oder nicht?

So könnten wir Menschen reagieren, aber Gott ist anders. Er hält weder eine Predigt, noch macht er einen Unterschied. Warum?! Weil wir alle seine Kinder sind und er uns alle liebt. Jeden einzelnen, egal was war oder sein wird. Das ist die wirklich gute Nachricht, auch für uns. Denn wer weiß schon, ob wir einmal in den falschen Fußspuren wandeln. Seine Liebe kann uns für andere Menschen die Augen und das Herz öffnen.

Impuls - 4. September

Der HERR segne dich und behüte dich.
(4. Mose 6,24)

Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
(Johannes 1,16)

Dietrich Bonhoeffer schrieb einst:"Segnen heißt: Die Hand auf etwas legen und sagen: du gehörst trotz allem Gott." Ein schönes Zitat, das uns zuspricht, dass der Herr selbst, nicht auf irgendwas oder irgendwem seine Hand auflegt, sondern auf uns. Auf Sie, auf mich. Uns persönlich und intim zuflüstert, dass wir trotz allem zu ihm gehören (und das beinhaltet trotz unserer Schwächen, unserer Fehler, unserer Vergehen und Sünden, unserer Launen und Zweifel). Ein Zuspruch, Hoffnung und Trost zugleich. Ein besonderes und großartiges Geschenk, das uns eine tiefe Zugehörigkeit und Identität zuspricht. Mit dieser Sicherheit können auch wir zu Segnenden werden.

Bonhoeffer schrieb weiter: "So tun wir es mit der Welt, die uns solches Leid zufügt. Wir verlassen sie nicht. Wir verwerfen, verachten, verdammen sie nicht, sondern wir rufen sie zu Gott. Wir geben ihr Hoffnung, wir legen die Hand auf sie und sagen: Gottes Segen komme über dich. Wir haben Gottes Segen empfangen, im Glück und im Leiden. Wer aber selbst gesegnet wurde, der kann nicht mehr anders als diesen Segen weiterzugeben. Ja, er muss dort wo er ist, ein Segen sein. Nur aus dem Unmöglichen kann die Welt erneuert werden, dieses Unmögliche ist der Segen Gottes."*

Lassen Sie uns heute zu Segnenden werden, damit die Welt Stück für Stück erneuert wird.

*(Dietrich Bonhoeffer am 8.6.1944, DBW 8, 675)

Impuls - 2. September

Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchtenden Sterne! Denn er gebot, da wurden sie geschaffen.
(Psalm 148,3.5)

Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.
(Offenbarung 4,11)

Wann wurden Sie das letzte Mal gelobt? Oder wann haben Sie jemanden das letzte Mal gelobt? "Was für ein herrliches Essen!", "Du machst deine Arbeit so gut!" - Loben, so in etwa könnte es aussehen. Aber was meint eigentlich die Bibel, wenn sie davon spricht Gott zu loben? Wie können wir Gott loben?

Wenn wir etwas tiefer in der Bibel forschen und uns die hebräischen Wörter für Lob und Lobpreis übersetzen, dann ist die Bedeutung vielschichtig. Loben wird mit "preisen, dank sagen, bekennen, singen, ehren und empfehlen“ beschrieben. So ist loben mehr als ein gutes Wort für ein leckeres Essen oder getaner Arbeit. Es  beinhaltet eine Dankbarkeit, die einen jubeln und singen lässt. Man kann gar nicht anders als die Größe Gottes anzuerkennen und ihn dafür zu ehren.

Vorneweg bedarf es da von unserer Seite vielleicht manchmal offene Augen für Gott selbst, für das was Er getan hat und immer noch tut. Es bedarf eine innere Demut anzuerkennen, dass Gott seine Schöpfung erschaffen hat. Weg schauen von uns, hin zu ihm. Lassen Sie uns heute versuchen, unsere Augen und Herzen weit für ihn zu öffnen, damit sich in uns ein Lob, ein Lied Bahn bricht, denn Gott ist aller Dank allen Lobes wert. 

Impuls - 1. September

Es wird geschehen zu der Zeit, dass die Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker.
(Jesaja 11,10)

Als Jesus aus dem Wasser stieg, sah er, dass sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

(Markus 1,10-11)

Als Jesus von Johannes getauft wird und aus dem Wasser stieg, wird Gottes Stimme laut und hörbar für alle, die dabei waren. Gott selbst bestätigt, damit jeder es hören kann, dass Jesus sein Sohn ist. Seine Identität, seine Vollmacht und Autorität wird damit unterstrichen. Außerdem erinnerte Gott daran, was vor ca. 700 Jahren bereits prophezeit wurde und jetzt eingetroffen ist. Gott wurde Mensch und das für alle Menschen. Natürlich wusste Jesus wer er war und bestimmt brauchte er diese Zusage nicht zwingend. Aber wie sieht es bei uns aus?

"Net gschimpft isch gnuag globt" (nicht geschimpft ist genug gelobt) ist ein altes Sprichwort aus Baden Württemberg. Mit Lob und Bestätigung knausert man in dieser Gegend, obwohl wir doch eigentlich wissen wie wichtig es ist.  Für einen selbst und auch für das was man tut.
Daher reicht es uns auch nicht, wenn wir nicht ausgeschimpft werden.

Bestätigung kann uns in vielen Bereichen stärken und ermutigen. Vorneweg in unserer Arbeit oder in unserem Mutter-Vatersein. Auch in unseren  Beziehungen und Freundschaften. Dabei muss man nicht mal etwas Großes geleistet oder einen Friedensnobelpreis bekommen haben. Gründe gibt es immer.

Stellen Sie sich vor, sie sind mit einem Freund oder Freundin auf einer Party und stellen ihn/sie vor: "Das ist Gabi, eine gute und treue Freundin, die ich echt lieb hab!". Was wäre es für ein Unterschied für die Anwesenden und für Gabi selbst? Jedem wäre die Bedeutung Ihrer Freundschaft klar und Gabi wäre sich Ihrer sicher. Sie lachen jetzt, weil es uns eher unangenehm wäre jemanden so vorzustellen oder vorgestellt zu werden. Aber es würde einen Unterschied machen. Wer weiß, vielleicht trauen Sie sich?


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