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Wir aus den Gästehäusern Gussow möchten euch ab sofort täglich – von Montag bis Freitag – einen geistlichen Impuls mitgeben.

Wir hoffen, dass euch diese Worte ein bisschen Kraft, Mut und Zuversicht geben für die Herausforderungen, die wir derzeit alle meistern müssen.

Impuls - 18. September

Ich bin der HERR, der das Recht liebt und Raub und Unrecht hasst. (Jesaja 61,8)

Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr straft dies alles. (1. Thessalonicher 4,6)

Ungerechtigkeit scheint in unserer Welt an der Tagesordnung zu sein. Die Zeitungen und Nachrichten sind voll davon. Leider müssen wir nicht immer das Fernsehen einschalten oder Zeitungen lesen. Denn auch wir erleben Ungerechtigkeit. Wir werden ungerecht behandelt und fühlen uns dem machtlos ausgesetzt. Wir erleben, dass wir dem oftmals nichts entgegen zu setzen haben.

Bei Gott gibt es keine Ungerechtigkeit. Vielleicht lässt uns diese Tatsache heute aufhorchen, gerade dann, wenn wir denken, dass es Gott selbst ist, der uns ungerecht erscheint. Gott allerdings sagt uns sehr deutlich, dass er Ungerechtigkeit nicht nur unangebracht findet, sondern er sagt, dass er sie hasst. Ungerechtigkeit widerfährt uns durch Menschen, nicht durch ihn.

Und wo wir Ungerechtigkeit erlebt haben, wird Gott uns Gerechtigkeit zuteil werden lassen. Er selbst wird eingreifen. Er wird heilen, wo durch Ungerechtigkeit Wunden entstanden sind, wird zusammenfügen was zerbrach. Wiederherstellen, was kaputt gegangen ist.

Vielleicht erleben wir dies nicht immer sofort und vielleicht auch nicht in dieser Welt. Aber unsere Hoffnung liegt nicht nur im Hier und Jetzt, sondern sie liegt auch in der Zukunft. In Gottes Welt, in der die kommen wird. Lassen Sie uns ermutigt vorausschauen, denn der Tag wird kommen, an dem uns Gott jede einzelne Träne von unserem Gesicht wischen wird.

Impuls - 17. September

Ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir! (Jesaja 41,13)

Als Petrus den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, rette mich! Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn. (Matthäus 14,30-31)

Wenn Sie heute auf Ihren Tag schauen, was sehen Sie? Vielleicht liegt noch viel vor Ihnen, vielleicht liegt schon manches an Herausforderungen hinter ihnen. Auf was schauen Sie? Und haben Sie geschaut?

Wenn unser Alltag Herausforderungen bereit hält, dann neigen wir dazu, unseren Blick nur auf sie zu richten. Wir schätzen ab, was uns möglich ist oder was zu schwer. Oftmals verzweifeln wir und fühlen uns überfordert. Petrus macht es uns vor. Er hat genügend Vertrauen in Jesus, um aus dem sicheren Boot zu steigen, um auf dem Wasser zu Jesus zu gehen.

Das schon alleine lässt uns die Köpfe schütteln... auf dem Wasser zu gehen? Hallo? Wie soll das funktionieren?

Auch wir sind oft vollen Mutes im Angesicht von Herausforderungen, die sich uns stellen. Wir steigen aus unseren Sicherheiten, aus unserer Komfortzone heraus, um sie anzugehen, um sie zu meistern. Wir tapsen auf dem Wasser und dann? Dann gehen wir unter. Warum?
Auch Petrus passiert das. Mit all seinem Mut und der Überzeugung, dass er es schafft auf dem Wasser zu gehen, macht er sich auf. Aber dann, dann geht er unter. Er sah und nahm nur noch die Herausforderung, die Gefahr, den starken Wind war und sinkt. Er hatte Jesus aus dem Blick verloren.

Passiert uns das nicht leider auch oft? Wie oft verlieren wir den Blick zu Jesus? Interessant dabei ist, dass es nicht etwa einen riesigen Platsch macht und Petrus im Wasser liegt, sondern er sinkt. Er geht langsam unter und hat noch genügend Zeit die Hand von Jesus zu ergreifen, um mit ihm die letzten Schritte zu gehen. Auch wenn sein Blick abgelenkt war, seine Ohren hören Jesus genau. Im starken Wind, in der Herausforderung die ihn einbrechen lässt.

Das kann uns ermutigen, dass selbst, wenn wir unseren Blick abgewendet haben, unsere Herausforderungen aber nicht die Macht haben, über uns zusammen zu brechen. Jesus Stimme ist lauter, seine Hand stärker. Wir dürfen Sie ergreifen und uns von Jesus herausziehen lassen.

Ich möchte Ihnen heute Mut machen, Ihren Blick nicht von Jesus abzuwenden. Halten Sie ihren Fokus auf ihn. Aber ich möchte Ihnen auch Mut machen, dass da, wo ihre Herausforderungen sie abgelenkt haben, leise zu werden, seiner Stimme zu lauschen. Er ruft sie und reicht Ihnen seine Hand. Sie dürfen sie ergreifen.

Impuls - 16. September

Ehre den HERRN mit deinem Gut. (Sprüche 3,9)

Leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Höchsten sein. (Lukas 6,35)

Ein Freund von mir hat einen besonderen Draht zu den Menschen in seinem Kiez. Stets hört er ihnen zu, ermutigt, betet für sie und nicht selten leiht er ihnen in Notlagen Geld. Nicht nur kleine Beträge, sondern auch öfters höhere. Dafür hat er sogar ein extra Konto angelegt, auf dem er Geld spart und sammelt, um es auch weitergeben zu können. Das Besondere ist, dass er genau weiß, dass er oftmals nichts mehr von dem geliehenen Geld zurück bekommt. Darüber ist er nicht etwa enttäuscht, vielmehr sieht er es als seinen persönlichen Dienst an. Gerne und mit Liebe gibt er, was er selbst von Gott, durch andere Menschen, erhalten hat. Für mich ist das ein herausforderndes Zeugnis.

Zwar leihe ich auch gerne was. Seien es materielle Dinge, wie auch Geld. Aber oft weiß ich im Vorhinein, dass ich es wieder zurück bekomme. Gut, manchmal nicht, aber wenn ich ehrlich bin, rechnen tu ich dann schon damit. Jesus macht uns deutlich, dass der Lohn denn wir erhalten, bei weitem mehr und wertvoller ist, als das Geld, die Bohrmaschine oder den Wasserkocher. Unser Lohn ist, dass wir zu seiner Familie gehören. Eine Familie, die er so sehr liebt, dass er für sie ans Kreuz ging. Eine Liebe, die nicht mit Geld zu bezahlen ist. Eine Liebe die uns durch alle Höhen und Tiefen des Lebens hindurch trägt, uns niemals los lassen wird.

Impuls - 15. September

Abram zog aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte.
(1. Mose 12,4)

Die aus dem Glauben sind, das sind Abrahams Kinder.

(Galater 3,7)

Zwei Namen ein Mann

Eine kleine Herausforderung, aber fällt Ihnen an unseren Versen heute etwas auf? Bestimmt. Zwei unterschiedliche Namen für ein und denselben Mann. Dabei handelt es sich nicht etwa um einen Schreibfehler, Abram bekam ganz bewusst von Gott einen neuen oder veränderten Namen.

Namen spielten und spielen im Orient eine wichtige Rolle. Man bekommt den Namen nicht aufgrund des schönen Klanges oder weil er gerade in Mode ist, sondern man spricht mit dem Namen etwas über das Kind aus. Der Name hat eine Bedeutung und der kleine Mensch soll in diese Bedeutung und somit in diese Berufung hineinwachsen - und leben.
Abram bedeutet "erhabener Vater". Er zog aus wie es der Herr ihm gesagt hatte. Allerdings gleicht sein Leben einem Auf und Ab, mal lebte er auf Gottes Wegen, mal  weniger. Er war  Gott nah und dann wieder fern. Aber für sein Volk war er der erhabene Vater, das Oberhaupt.

Als Abram 99 Jahre alt war, gab ihm Gott einen neuen Namen. Aus Abram wurde Abraham: "Vater einer Menge". Im hohen Alter sprach ihm Gott zu, dass er ihn zum Vater vieler Völker und sehr fruchtbar  machen wird. Was für uns undenkbar ist und für den alten Abraham bestimmt auch, traf aber ein. Selbst wenn es noch ein paar Jahre dauerte. Gott selbst stand hinter der Berufung des Namens und erfüllte dessen Bedeutung.

Was bedeutet Ihr Name? Vielleicht lohnt es sich, ihn nachzuschlagen. Vielleicht sehen Sie schon selbst wie die Bedeutung Ihres Namens schon jetzt sichtbar ist. Vielleicht liegt die Berufung noch in der Zukunft. Und vielleicht trauen Sie sich, Gott darum zu bitten, dass Ihr Name in ihrem Leben zur Entfaltung kommt.

Impuls - 14. September

Du wirst fröhlich sein über den HERRN und wirst dich rühmen des Heiligen Israels.
(Jesaja 41,16)

Wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.
(Römer 5,11)

Happy Ends gehören doch zu einem guten Film einfach dazu. Er mag noch so traurig oder schwer sein, gibt es aber ein gutes Ende, seufzen wir und sind zufrieden. Alles was so schlimm war, erscheint dann dazu geführt zu haben, dass das Ende umso schöner ist.

In unserem Text heute morgen ist es ähnlich. Erstmal klingt es schön und ermutigend, dass wir über dem Herrn fröhlich sein werden. Aber der Weg dahin war für das Volk Israel steinig und schwer. Sie hatten sich von Gott entfernt, sind weggelaufen. Haben ihre Ziele verfolgt und ihn aus den Augen und aus dem Herzen verloren. In ihrem sündhaften Leben waren sie gefangen und fühlten sich auch eigentlich ganz gut dabei. Obwohl Gott sie immer wieder ermahnte, änderten sie nichts. Und aus dem freien Volk, wurde ein Volk in Gefangenschaft.

Aber unser Gott kann nicht anders, als sein Volk wieder zu befreien.Egal w ie groß sein Zorn war, seine Liebe ist größer. Keine Sünde wiegt so schwer, als dass sie Gottes Liebe schmälern könnte.  Sein Herz sprudelt einfach über vor Liebe. So geht er seinem Volk nach und zieht sie wieder zu sich. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Ich weiß nicht wie Ihr Weg aussieht. Ob er steinig, holprig oder an einem Abgrund zu enden scheint, aber Jesus weiss es. Er weiß auch, dass wir uns oftmals selbst die Steine in den Weg legen, in unserem Verhalten, in unseren Sünden gefangen sind. Aber trotzdem geht er uns, geht er Ihnen nach. Vielleicht  kommt Er Ihnen auch entgegen, um den Weg mit Ihnen gemeinsam  zu gehen, Ihnen zuzusprechen, dass der Tag kommen wird, an dem sie fröhlich über ihn sein werden. Und diese Fröhlichkeit wird reiner und tiefer, geläutert, versöhnt und fest sein. Ein Happy End. Ihr Happy End.

Impuls - 11. September

Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen.
(Psalm 39,13)

Die kanaanäische Frau fiel vor Jesus nieder und sprach: Herr, hilf mir!
(Matthäus 15,25)

Die Begegnung von Jesus mit der kanaäischen Frau gehörte bislang nicht zu meinen Favoriten. Denn als sie Jesus bat ihrer Tochter zu helfen, reagierten seine Jünger und auch Jesus, meiner Meinung nach ziemlich forsch. Sie gehörte nicht zu dem jüdischen Volk und Jesus sagte: "Es ist nicht recht, dass man das Brot der Kinder nimmt und es den Hunden vorwirft!" Eine klare und verletzende Abfuhr, oder?

Inzwischen würde ich dies verneinen. Denn vielleicht ist es vielmehr so, dass Jesus sie nicht abwimmeln wollte, sondern vielmehr etwas in ihrem Herzen herauslockern wollte, was bis dahin nicht sichtbar war. Und zwar Ihren persönlichen Glauben.

Vielleicht hatte er in ihrem Herzen noch keinen Raum gefunden oder er hatte noch keine Stimme. Vielleicht war es ein wackeliges Hoffen auf Heilung? Wir wissen es nicht, aber mit seiner "Abfuhr" kristalliesierte der Glauben sich heraus und wurde laut. Die Bekenntnis Ihres Herzens, das Lautwerden ihres Glaubens wurde nicht nur von Jesus gehört, sondern reichte bis zum Himmel.

Sie antwortet ihm: "Ja Herr und doch essen die Hunde von den Brotsamen, die vom Tisch der Herren fallen." Ihr Herz bekennt sich zu ihm. Er ist ihr Herr und wenn nur Brotsamen fallen, ist das genug. Jesus belohnt ihren Glauben, Und ihre Tochter war geheilt.

Manchmal muss auch unser Glaube laut werden, um sich in uns zu festigen. Damit er nicht auf wackeligem Gerüst steht, sondern fest auf Stein gebaut. Wo werden Sie derzeit herausgefordert, damit ihr Glaube laut werden kann?

Impuls - 9. September

Es sollen hertreten und dir helfen die Sterngucker, die an jedem Neumond kundtun, was über dich kommen werde! Siehe, sie sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennt.
(Jesaja 47,13-14)

Lasst euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.
(Hebräer 13,9)

"Mein Glaube war in einer Art Pubertät", erzählte mir neulich eine Freundin. Sie ist in einem frommen Elternhaus aufgewachsen, in dem es normal und wichtig war an Gott zu glauben. Allerdings wurde ihr auch gesagt wie sie zu glauben hatte, welche Gemeinde die einzig richtige war  und was sie zu tun und zu lassen hatte. Mit ihrem Auszug und auf ihrem Weg erwachsen zu werden, begegnete sie aber anderen Christen, die sich völlig von ihrem vorgelebten Glauben unterschieden. Plötzlich wurde mit Gitarre und Schlagzeug Gott angebetet, ganz ohne Orgel. Und gesungen wurden völlig andere Lieder. Oder es wurde frei und offen gebetet und zwar von jedem in der Gemeinde. Für sie war das Neuland und sie strampelte sich von ihren Glaubenssätzen frei, entfernte sich von ihrem Glauben, kam in eine Revolution, fand dann aber wieder, ganz persönlich und intim zu Jesus.

Es gibt viele unterschiedliche Gemeinden und viele unterschiedliche Überzeugungen. Darunter sind leider auch Lehren, die nichts mit dem Wesen Gottes gemein haben. Vielleicht ist es manchmal wichtig seinen Glauben neu durchzubuchstabieren. Sich neu mit Gott auseinanderzusetzen. Um ihn kennenzulernen, intim und persönlich.

Wie kann unser Herz nun fest werden ? Wie können wir herausfinden was richtig und was falsch ist? Egal was uns begegnet, das Zentrum muss Jesus sein. Er ist der Mittelpunkt! Nichts anderes! So ist es wichtig in seinem Buch, in der Bibel zu forschen. Sie ist unser Leitfaden und sollte die Basis unseres Glaubens werden. Wenn wir uns auf die Suche machen, wird uns Gott Gnade schenken. Der heilige Geist in uns festigt und verwirft.

Impuls - 8. September

Ihr werdet erfahren, dass ich der HERR bin, wenn ich so an euch handle zur Ehre meines Namens und nicht nach euren bösen Wegen und verderblichen Taten.
(Hesekiel 20,44)

Er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
(Lukas 6,35)

Es scheint, dass unser heutiger Impuls an den von gestern anknüpft oder ihn noch unterstreicht. Wenn ich mit Menschen über den Glauben ins Gespräch komme, dann ist es oft so, dass man Fußspuren von Jesus in ihrem Leben entdecken kann, obwohl sie doch eigentlich nichts mit ihm zu tun haben. Eine junge Frau erzählte mir, dass sie bereits früher auf jemanden getroffen war, der ihr von Jesus erzählte. Auch dass sie schon Bewahrung erlebt hätte und Versorgung an einem Punkt ihres Lebens, an dem ihr das eigentlich unmöglich erschien. Sie sagte, dass sie sich gefragt hätte, ob nicht doch Gott seine Hände im Spiel gehabt haben könnte, verwarf diesen Gedanken aber wieder. Doch dann begegnete sie immer wieder einzelnen Menschen, die sie "schon wieder" in ein Gespräch mit Gott verwickelten. Gott geht ihr nach. Irgendwie lässt er sie nicht los.

Das ist nicht verwunderlich, denn Gott ist für jeden da. Er sehnt sich danach für jeden, der Herr zu sein - auch und gerade für diejenigen, die ihn noch nicht kennen. Auch Ihnen möchte er Liebe, Annahme und Geborgenheit schenken. Vielleicht sind Sie auch schon auf solche Menschen getroffen oder Sie erkennen in Ihrem Leben im Nachhinein sein Wirken. Lassen Sie uns mutig werden, solche Gespräche zu suchen, damit Menschen ihre persönlichen Begegnungen mit Jesus entdecken. Und ihre Augen und Herzen öffnen für seine Liebe.

Impuls - 7. September

Deine Augen stehen offen über allen Wegen der Menschenkinder.
(Jeremia 32,19)

Wir haben unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen.

(1. Timotheus 4,10)

Die Überschrift für heute könnte lauten: "Gott macht keine Unterschiede". Wir lesen, dass Gottes Augen über die Wege aller Menschenkinder offen sind. "Aller" schließt jeden ein, ohne Wertung. Egal ob groß oder klein, dick oder dünn, braun oder weiß. Und auch, egal ob sie Gott kennen oder nicht. Er ist da für alle Menschenkinder, für jeden möchte er der Heiland sein.

Das ist eigentlich eine gute Nachricht und dennoch kann es uns herausfordern. Es kann sich in uns eine Frage formen, was denn dann der Unterschied zu uns Christen ist. Wenn er doch eh über alle wacht.

Eine Geschichte, die Jesus einmal erzählte macht es deutlich. Die Geschichte des verlorenen Sohnes. Wir erinnern uns, das dieser Vater zwei Söhne hatte. Der eine forderte sein Erbe zu Lebzeiten des Vaters ein. Verprasselte alles Geld und kam wehmütig zu seinem Vater zurück. Dieser freute sich sehr, sah über das Fehlverhalten liebevoll hinweg und nahm ihn, ohne Fragen oder Vorwürfe, wieder auf. Das konnte der andere Sohn so überhaupt nicht verstehen, er war richtig sauer.

Wenn ich ehrlich bin, kann ich diesen Sohn gut verstehen. Denn immerhin war er für den Vater da. Er half ihm doch stets, auf ihn konnte er sich verlassen. Der Vater musste weder Angst, noch Sorgen um ihn haben. Aber dann kam das "schwarze Schaf", welchem doch scheinbar egal war, wie es dem Vater erging, der nur sich sah. Und trotzdem empfing er ihn mit offenen Armen? War das ihm gegenüber nicht auch ungerecht?

Wie ist das bei uns? Wir leben mit Gott, versuchen seine Wege für uns zu gehen, begehren nicht auf. Werden wir dann, wenn wir ehrlich sind, nicht auch etwas ungehalten, wenn scheinbar trotzdem jeder kommen kann, ganz egal was er vorher angestellt hatte? Also wenigstens eine ordentliche Strafpredigt wäre doch angebracht.... oder nicht?

So könnten wir Menschen reagieren, aber Gott ist anders. Er hält weder eine Predigt, noch macht er einen Unterschied. Warum?! Weil wir alle seine Kinder sind und er uns alle liebt. Jeden einzelnen, egal was war oder sein wird. Das ist die wirklich gute Nachricht, auch für uns. Denn wer weiß schon, ob wir einmal in den falschen Fußspuren wandeln. Seine Liebe kann uns für andere Menschen die Augen und das Herz öffnen.

Impuls - 4. September

Der HERR segne dich und behüte dich.
(4. Mose 6,24)

Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
(Johannes 1,16)

Dietrich Bonhoeffer schrieb einst:"Segnen heißt: Die Hand auf etwas legen und sagen: du gehörst trotz allem Gott." Ein schönes Zitat, das uns zuspricht, dass der Herr selbst, nicht auf irgendwas oder irgendwem seine Hand auflegt, sondern auf uns. Auf Sie, auf mich. Uns persönlich und intim zuflüstert, dass wir trotz allem zu ihm gehören (und das beinhaltet trotz unserer Schwächen, unserer Fehler, unserer Vergehen und Sünden, unserer Launen und Zweifel). Ein Zuspruch, Hoffnung und Trost zugleich. Ein besonderes und großartiges Geschenk, das uns eine tiefe Zugehörigkeit und Identität zuspricht. Mit dieser Sicherheit können auch wir zu Segnenden werden.

Bonhoeffer schrieb weiter: "So tun wir es mit der Welt, die uns solches Leid zufügt. Wir verlassen sie nicht. Wir verwerfen, verachten, verdammen sie nicht, sondern wir rufen sie zu Gott. Wir geben ihr Hoffnung, wir legen die Hand auf sie und sagen: Gottes Segen komme über dich. Wir haben Gottes Segen empfangen, im Glück und im Leiden. Wer aber selbst gesegnet wurde, der kann nicht mehr anders als diesen Segen weiterzugeben. Ja, er muss dort wo er ist, ein Segen sein. Nur aus dem Unmöglichen kann die Welt erneuert werden, dieses Unmögliche ist der Segen Gottes."*

Lassen Sie uns heute zu Segnenden werden, damit die Welt Stück für Stück erneuert wird.

*(Dietrich Bonhoeffer am 8.6.1944, DBW 8, 675)

Impuls - 2. September

Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchtenden Sterne! Denn er gebot, da wurden sie geschaffen.
(Psalm 148,3.5)

Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.
(Offenbarung 4,11)

Wann wurden Sie das letzte Mal gelobt? Oder wann haben Sie jemanden das letzte Mal gelobt? "Was für ein herrliches Essen!", "Du machst deine Arbeit so gut!" - Loben, so in etwa könnte es aussehen. Aber was meint eigentlich die Bibel, wenn sie davon spricht Gott zu loben? Wie können wir Gott loben?

Wenn wir etwas tiefer in der Bibel forschen und uns die hebräischen Wörter für Lob und Lobpreis übersetzen, dann ist die Bedeutung vielschichtig. Loben wird mit "preisen, dank sagen, bekennen, singen, ehren und empfehlen“ beschrieben. So ist loben mehr als ein gutes Wort für ein leckeres Essen oder getaner Arbeit. Es  beinhaltet eine Dankbarkeit, die einen jubeln und singen lässt. Man kann gar nicht anders als die Größe Gottes anzuerkennen und ihn dafür zu ehren.

Vorneweg bedarf es da von unserer Seite vielleicht manchmal offene Augen für Gott selbst, für das was Er getan hat und immer noch tut. Es bedarf eine innere Demut anzuerkennen, dass Gott seine Schöpfung erschaffen hat. Weg schauen von uns, hin zu ihm. Lassen Sie uns heute versuchen, unsere Augen und Herzen weit für ihn zu öffnen, damit sich in uns ein Lob, ein Lied Bahn bricht, denn Gott ist aller Dank allen Lobes wert. 

Impuls - 1. September

Es wird geschehen zu der Zeit, dass die Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker.
(Jesaja 11,10)

Als Jesus aus dem Wasser stieg, sah er, dass sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

(Markus 1,10-11)

Als Jesus von Johannes getauft wird und aus dem Wasser stieg, wird Gottes Stimme laut und hörbar für alle, die dabei waren. Gott selbst bestätigt, damit jeder es hören kann, dass Jesus sein Sohn ist. Seine Identität, seine Vollmacht und Autorität wird damit unterstrichen. Außerdem erinnerte Gott daran, was vor ca. 700 Jahren bereits prophezeit wurde und jetzt eingetroffen ist. Gott wurde Mensch und das für alle Menschen. Natürlich wusste Jesus wer er war und bestimmt brauchte er diese Zusage nicht zwingend. Aber wie sieht es bei uns aus?

"Net gschimpft isch gnuag globt" (nicht geschimpft ist genug gelobt) ist ein altes Sprichwort aus Baden Württemberg. Mit Lob und Bestätigung knausert man in dieser Gegend, obwohl wir doch eigentlich wissen wie wichtig es ist.  Für einen selbst und auch für das was man tut.
Daher reicht es uns auch nicht, wenn wir nicht ausgeschimpft werden.

Bestätigung kann uns in vielen Bereichen stärken und ermutigen. Vorneweg in unserer Arbeit oder in unserem Mutter-Vatersein. Auch in unseren  Beziehungen und Freundschaften. Dabei muss man nicht mal etwas Großes geleistet oder einen Friedensnobelpreis bekommen haben. Gründe gibt es immer.

Stellen Sie sich vor, sie sind mit einem Freund oder Freundin auf einer Party und stellen ihn/sie vor: "Das ist Gabi, eine gute und treue Freundin, die ich echt lieb hab!". Was wäre es für ein Unterschied für die Anwesenden und für Gabi selbst? Jedem wäre die Bedeutung Ihrer Freundschaft klar und Gabi wäre sich Ihrer sicher. Sie lachen jetzt, weil es uns eher unangenehm wäre jemanden so vorzustellen oder vorgestellt zu werden. Aber es würde einen Unterschied machen. Wer weiß, vielleicht trauen Sie sich?

Impuls - 31. August

Erkennet, dass der HERR Gott ist!
(Psalm 100,3)

Er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir.

(Apostelgeschichte 17,27-28)

Wer eine Brille trägt, weiß wie störend sie manchmal ist. Wenn es regnet, sieht man nichts mehr. Genauso wenn man im Winter plötzlich ins Warme kommt und sie beschlägt oder man die  Backofentür aufmacht. Sehen kann man nur vernebelt und eingeschränkt. Die Brillengläser müssen erstmal geputzt werden, um freie Sicht zu haben.

Leider ist es oft so, dass die  "Brillengläser unserer Herzen" genauso schmutzig sind. Der Blick auf Gott bleibt verborgen. Der Schutzfilm oder der Nebel auf unsere Brille können ganz unterschiedlich sein. So fokussieren wir uns vielleicht nur auf Dinge, die mit ihm nichts zu tun haben oder andere Menschen um uns herum nebeln uns mit ihren Überzeugungen ein. Vielleicht sind wir durch schlimme Erfahrungen gestolpert, die Gläser haben Risse bekommen.

Deshalb  ist es gut, ab und an, die "Brillengläser unserer Herzen" zu putzen, um Gott zu erkennen. Ihn nicht nur irgendwie vernebelt wahrzunehmen, sondern klar und deutlich zu sehen. Um zu erkennen, dass er nicht ein ferner Gott ist, der irgendwo hoch im Himmel thront, sondern mitten unter uns ist. Und zwar überall. In unserem Alltag, in unserer Arbeit, in unseren Gedanken, unserem Handeln, in unserem Herzen. In allem Lachen, wie auch in den Tränen.

Wir können das, was unser Blickfeld einschränkt, entfernen, auch wenn es manchmal gar nicht so leicht ist und es vielleicht auch manchmal einer neuen Brille bedarf. Aber in dem allem dürfen wir glauben und darauf vertrauen, dass Jesus selbst uns dabei hilft unsere Brille zu putzen oder zu reparieren. Ob Putztuch oder Werkzeug, er kennt sich aus und weiß was wir brauchen.

Impuls - 28. August

Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir.
(Psalm 63,2)

Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!

(Johannes 7,37)

Was ich mich immer frage, was ist eigentlich das Gegenteil von durstig? Nicht mehr durstig? Durstsatt? Flüssigkeitsversorgt? Getränkt? Bewässert? Nach einer Umfrage kam das Wort " sitt" diesbezüglich auf, was sich aber in unserem Sprachgebrauch nicht durchsetzen konnte.
An heißen Tagen haben wir Menschen viel Durst. Die Hitze lässt uns viel Flüssigkeit verlieren, unser Körper verlangt nach Ausgleich. Außerdem ist es sehr gesund, wenn wir reichlich Wasser zu uns nehmen. Es sorgt für einen guten Transport unseres Blutes, die Gehirnleistung und unsere Konzentrationsfähigkeit wird verbessert. Schadstoffe werden ausgeschwemmt und noch vieles mehr. Aber ganz egal wieviel Liter wir zu uns nehmen, wir werden immer wieder Durst haben.

Aber nicht nur unser Körper hat Durst. Auch unsere Seele. Durst nach Liebe, Anerkennung, Bestätigung. Nach Geborgenheit, Vertrauen, Sicherheit. Durst kann sich auch in Sehnsucht ausdrücken, nach der Sehnsucht nach dem "mehr" im Leben. Wir werden auf unsere Suche danach feststellen, dass wir diesen Durst nicht gestillt bekommen. Egal was wir versuchen, unsere Seele wird, wie unser Körper, weiter dürsten. Wir geraten in ungute Beziehungen oder in Süchte. Es muss doch  etwas oder jemanden geben, das oder der uns "sitt" macht.

Schmerzhaft spüren wir, dass dies nicht gelingt.  Fälschlicherweise denken wir oft, andere Menschen könnten diesen Durst in uns stillen. Wir vergessen, dass wir unseren Mitmenschen damit zu viel aufbürgen, denn sie können und müssen es auch nicht.

Aber es gibt jemanden, der uns dies anbietet: Jesus! Gott, der uns erschaffen hat, der unsere Seele bis ins kleinste Detail kennt, möchte unseren Durst stillen. Und nur er kann das tun. Denn es ist diese Sehnsucht nach unserem Schöpfer, die Sehnsucht nach seiner Gegenwart die uns durstig werden lässt. Dies ist in uns verwurzelt, weil wir zu ihm gehören. Geschaffen dazu ihm nahe zu sein. Jesus lädt Sie ein, aus seiner Quelle zu trinken. Nehmen Sie diese Einladung an?

Impuls - 27. August

Der HERR, unser Gott, hat uns behütet auf dem ganzen Wege, den wir gegangen sind.
(Josua 24,17)

Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
(Matthäus 28,20)

Ein bekanntes Gedicht sagt hierzu mehr als 1.000 Worte:

Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen
war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur
zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am
meisten brauchte?"

Da antwortete er:
"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen."

Originalfassung des Gedichts Footprints © 1964 Margaret Fishback Powers.
Deutsche Fassung des Gedichts Spuren im Sand © 1996 Brunnen Verlag, Gießen.

Impuls - 26. August

Mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten. Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht.
(Jesaja 43,24-25)

Einst standet ihr Gott fremd und feindlich gegenüber und habt das durch eure bösen Taten gezeigt. Aber weil Christus in seinem menschlichen Leib den Tod auf sich nahm, hat Gott jetzt mit euch Frieden gemacht.
(Kolosser 1,21-22/GNB)

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, muss ich eingestehen, dass es meine Eltern nicht immer leicht mit mir hatten. Ich hatte schon früh meinen eigenen Kopf und wenn mir etwas nicht passte, habe ich das durchaus auch kundgetan. Entweder habe ich mich mit meinen Eltern gestritten oder ich habe es sie mit Trotz und Renitenz spüren lassen. Und dennoch haben sie mir immer wieder mein Verhalten verziehen. Nicht, weil ich es verdient hätte oder weil sie mir Recht gegeben hätten, sondern weil ich ihr Kind bin und sie mich lieben.

Genauso geht es Gott mit uns. Wir sind seine geliebten Kinder und das alleine ist der Grund, warum Jesus ans Kreuz gegangen ist. Man könnte meinen, dass man irgendwann erwachsener und vernünftiger wird. Aber so oft verhalte ich mich Gott gegenüber wie ein trotziges kleines Kind, das sich etwas in den Kopf gesetzt hat und um jeden Preis seinen Willen durchsetzen will, egal wie sinnvoll oder sinnlos etwas ist. Hauptsache Recht bekommen.

Wenn Dinge nicht so laufen, wie ich es mir vorgestellt habe, beginne ich schnell mich bei Gott zu beklagen, fühle mich ungeliebt, weil Gott sich ja nicht ordentlich um mich kümmert und so weiter. Total kindisch, aber so sieht oft genug die Realität aus. Ich bin so froh, dass Gott so geduldig und gnädig mit mir ist. Und gleichzeitig möchte ich auch lernen, reifer zu werden, einen Schritt weiter zu denken, nicht bei meinem Selbstmitleid stehen zu bleiben, sondern in allem Gott zu loben und ihm zu danken, selbst wenn nicht alle meine Wünsche erfüllt werden. So wie ich jetzt retrospektiv erkennen kann, dass meine Eltern immer nur das Beste für mich wollten, so dürfen wir auch lernen, dass Gott uns trotz all unserer Fehler liebt.
D.M.

Impuls - 25. August

HERR, ich freue mich über deine Hilfe.
(1. Samuel 2,1/ZUB)

Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.
(Lukas 1,46-48)

Im Lukas-Evangelium finden wir den oberen Vers. Den Lobgesang der Maria, auch als  Magnifikat bekannt. Voller Freude und Dankbarkeit lobt und preist Maria den Herrn. Erstaunlich ist nur, was sie eigentlich so jubeln lässt.

Maria ist ein junges Mädchen, erst so 14 Jahre alt, kommt aus ärmeren Verhältnissen und ist mit einem Handwerker verlobt. Und: Sie ist schwanger! Zwar wurde sie von einem Engel in Kenntnis gesetzt, was schon wirklich imposant ist, aber dennoch... Und als dann auch noch ihre Tante Elisabeth, ohne Vorwissen, aber voller Freude bestätigt, dass es Gottes Sohn ist, denn sie unter ihrem Herzen trägt, singt sie dieses Loblied.

Maria, eine  Frau, die nicht herausragte aus der Menge und dennoch schrieb Gott Geschichte mit ihr. Er sah ihn ihr mehr.  Eine Größe, Stärke, ein tiefes Vertrauen. Es ist schon erstaunlich wie Maria reagiert. Immerhin hatte sie sich ihr Leben an der Seite von Joseph bestimmt anders vorgestellt, anders gewünscht. Hatte sie Angst vor dem was kommt ? Dass ihr keiner glauben wird? Dass sie ausgelacht wird, verspottet?

All diese Gedanken und Zweifel wären nachvollziehbar, doch lesen wir nichts darüber. Scheinbar war für Maria klar, dass wenn der Herr ihr das verheißt, dann ist das so. Ihm vertraut sie, kein Platz für Zweifel oder Angst vor den Konsequenzen. Sie glaubt ihm, Punkt.
Und das können wir von ihr lernen.

Wir können lernen Gott zu glauben. Und zwar mehr als unseren inneren Gedanken und Zweifeln. Wir können darauf vertrauen, dass wenn Gott uns eine Aufgabe aufträgt, er uns auch die Kraft dazu gibt. Wir können erleben, dass der Herr mit unserem Leben, egal wie klein es uns vorkommen mag, Geschichte schreibt.

Und wir können lernen, Gott auch in unserem Wirrwarr von Gefühlen, in den Aufgaben die uns herausfordern, zu loben. Dankbar zu werden. Weil Er uns sieht, die Stärke und Kraft in uns, das tiefe Vertrauen, dass uns "Ja" sagen lässt zu seinen Plänen.

Impuls - 24. August

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
(Psalm 23,5)

Dieser Psalm ist einer der bekanntesten in der Bibel. Wir lernen Gott als guten Hirten kennen und sehnen uns danach, ihn so in unserem Leben zu spüren. Oft wird er zitiert und auf Beerdigungen hört man ihn ebenso häufig. Der Psalm schenkt uns Trost, Hoffnung und Zuversicht. Der heutige  Vers ist nur ein kleiner Ausschnitt dieses Psalmes, aber kann uns mit einer großen Kraft dahinter begegnen.

Einen gedeckten Tisch im Angesicht unserer Feinde. Nun leben wir nicht in einem Kriegsgebiet, in dem man mit vermeintlichen Feinden zu tun hat. Dennoch gibt es Feinde in unserem Leben. Sie können ganz unterschiedlich sein. Menschen, die uns verletzt haben und es noch tun, Verhaltensweisen die uns knechten, Süchte, die uns knebeln. Jeder hat andere Feinde mit einem anderen Gesicht. Gott schmälert diese Tatsache nicht. Er weiß genau, womit oder mit wem wir in unserem Leben zu kämpfen haben. Auch dann, wenn wir mit ihm leben, denn Feinde gibt es leider überall. Und inmitten dieser "Gesellschaft" bereitet er uns einen Tisch. Dort werden wir versorgt, den Feinden zum Trotz. Es darf uns weder jemand oder etwas angreifen, anklagen, verspotten oder auslachen. Egal wie die Feinde aussehen, sie haben dort keine Macht. Jesus möchte uns Erholung und Ruhe inmitten der Kämpfe schenken.

Er salbt unser Haupt mit Öl, was zur damaligen Zeit ein Begrüßungsritual war und spricht uns dadurch zu: "Schön, dass du da bist!" Aus dieser Freude heraus schenkt er uns ein. An seinem Tisch haben die Gläser keine Markierung. Er gibt mehr, nicht nur ein bisschen, sondern voll. Ich weiß nicht mit welchen Feinden Sie gerade zu kämpfen haben, aber der Tisch ist gedeckt, der Stuhl für Sie bereit.

Impuls - 21. August

Du hast dich müde gemacht mit der Menge deiner Pläne.
(Jesaja 47,13)

Die Jünger traten zu Jesus und sprachen: Wer ist nun der Größte im Himmelreich? Und er rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.
(Matthäus 18,1-3)

Jedes Jahr gehen mein Mann und ich mit meiner großen Schwester und ihrem Mann campen. Sie finden es stets lustig, dass ich schon beim Frühstück einen Plan für den Tag machen möchte. Wir sind im Urlaub und Pläne braucht man eigentlich nicht. Trotzdem brauche ich das immer irgendwie.

So mache ich auch immer im Alltag Pläne. Wann ich was tun sollte, wann was angebracht oder notwendig ist, wie ich was wann mache etc. Ich verbuche es unter "vorausschauendes Arbeiten", merke aber auch leider oft, wie es mich unter Stress setzt. Ja, es macht mich müde, an alles zu denken und zu planen. Kennen Sie das?

Es ist ein menschlicher Zug, sich Pläne zu machen. Selbst die Jünger taten dies und vielleicht dachten sie insgeheim, wenn sie nur dieses und jenes tun, dann könnten sie damit vielleicht erreichen, der Größte, Beste, Angesehenste im Himmelreich zu sein. Vielleicht erkennen Sie im Kleineren, dass sie selbst davon nicht weit entfernt sind. "Wenn ich nur täglich in der Bibel lese, dann ist mir Gott gnädig", "wenn ich nur lange genug bete, dann hört mich Gott."

Jesus macht klar, dass wir nicht auf Pläne angewiesen sind. Vielmehr dürfen wir sein wie die Kinder. Kinder haben ein tiefes Vertrauen in ihre Eltern. Sie wissen einfach, dass sie geliebt sind, egal was sie anstellen. Sie bedürfen keiner Pläne um sich ihren Platz zu verdienen, sondern sind sich sicher, dass sie zur Familie gehören. Dass sie versorgt und umsorgt werden.

Leider erleben wir Familien - und oft auch in unseren eigenen - dass dies nicht so ist. Daher fällt es uns schwer, es bei Gott anzunehmen. Aber Gott hat sich das anders gedacht. Er wünscht sich, dass wir wie lustig, aufgeweckte, abenteuerlustige Kinder voller Vertrauen zu ihm kommen. Unser Platz bei ihm ist uns sicher. Ihr Stuhl bei ihm ist für Sie reserviert, als sein Kind.

Impuls - 20. August

Hass erregt Hader; aber Liebe deckt alle Übertretungen zu.
(Sprüche 10,12)

Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
(Johannes 13,35)

Vor kurzer Zeit, das muss ich leider zugeben, war ich ziemlich gestresst und genervt. Es gab gar keinen richtigen Grund, aber ich war einfach schlecht drauf. Meine Launen bekam mein Mann deutlich zu spüren. Nicht gerade ruhmreich für mich, aber es war leider so. Mein Mann würde jetzt lachen und zustimmend nicken. Und obwohl ich so unausstehlich war, kam er plötzlich zu mir und schenkte mir ein lang gewünschtes, gelb-schwarzes Trikot meiner Lieblingsfussballmannschaft. Einfach so. Nicht nur einfach so, sondern trotzdem. Er weiß, dass Geschenke meine Sprache der Liebe sind und obwohl ich so zickig war, wollte er mir dadurch zeigen, dass er mich liebt. Auch zickig. Mich hat das ungemein berührt. Denn ich hatte es wirklich nicht verdient.

Liebe deckt unsere Verfehlungen zu. Sie schweigt sie nicht weg, aber sie lässt uns spüren, dass wir trotzdem geliebt sind. Selbst dann wenn wir uns selbst gerade nicht mögen. Wenn wir unserem Partner, unserer Familie, Arbeitskollegen, Mitmenschen Liebe, in welcher Form auch immer zukommen lassen, gerade dann, wenn es nicht "verdient" ist oder schwer fällt, wird das Auswirkungen haben. Die Herzen werden berührt. Und der oder die Beschenkte, kommt ins Nachdenken. Oder sie wird sicher in der Beziehung zu Ihnen. Und mehr noch: Wir spiegeln dadurch Gottes Liebe wider. Die Liebe, die einfach immer da ist. Unverdient, aber wahr und echt.

Vielleicht sind Sie heute der Beschenker oder Sie werden beschenkt. Egal welche Rolle Sie haben, auch Ihr Herz wird berührt werden.

Impuls - 19. August

Sieh doch, dass dies Volk dein Volk ist.
(2. Mose 33,13)

Gott hat euch berufen durch unser Evangelium, damit ihr die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus erlangt.
(2. Thessalonicher 2,14)

Gott hat es wirklich nicht leicht mit uns Menschen. Allein wenn ich mich und meinen Alltag anschaue, gibt es leider unzählig viele Situationen, in denen ich zweifle und mich von Gott abwende. Manchmal macht sich in mir der Gedanke breit: Ja, wenn ich Gott so von Angesicht zu Angesicht sehen würde oder so eineindeutige Wunder erleben würde, ja dann würde ich zu 100% glauben und ihm in allem blind vertrauen können. Aber wenn ich ehrlich bin, ist das vielmehr ein Versuch meine Zweifel und Sünden zu rechtfertigen. Denn auch wenn ich Gott jetzt nicht visuell als Person vor mir sehe, kann ich ihm trotzdem real begegnen. Und selbst wenn Gott die verrücktesten Wunder tut, können immer noch Zweifel aufkommen.

Das beste Beispiel dafür ist das Volk Israel im Alten Testament. Sie haben so viele und krasse Wunder erlebt und eigentlich hatten sie keinen Grund, an Gott zu zweifeln. Und trotzdem wenden sie sich immer wieder von Gott ab und beten andere Götter an. Manchmal denke ich, nach so vielen Wundern kann man doch gar nicht mehr an Gott zweifeln, aber auf der anderen Seite muss ich mir eingestehen, dass ich mich oft genug genauso uneinsichtig verhalte. Auch wenn ich es besser wissen könnte, begehe ich doch immer wieder die gleichen Fehler.

Ich bin so froh, dass Gott trotz allem so treu und gnädig ist und mich immer wieder mit offenen Armen empfängt. Und mehr noch, er hat er uns sogar zu seiner Herrlichkeit berufen. Und in seiner Gegenwart ist dann wirklich kein Platz mehr für Zweifel oder Sünden. Ich glaube, dass Gottes Herrlichkeit so gewaltig und faszinierend ist, dass wir in seiner Nähe gar keine Zeit haben, uns mit anderen Dingen zu beschäftigen, außer ihn anzubeten und uns voll und ganz auf ihn zu fokussieren. Und ein Stück weit können wir diese Herrlichkeit auch jetzt schon erleben, im Gebet oder im Lobpreis, eben dann, wenn wir uns Zeit nehmen, vor Gott zu kommen und mit ihm Gemeinschaft leben.
D.M.

Impuls - 18. August

Der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
(Psalm 100,5)

Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig - nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit.
(Titus 3,4.5)

Als ich noch Kind war, gab es bei uns einen Weltspartag. Jeder hatte ein Sparschwein oder etwas ähnliches. Darin warfen wir das Geld, dass wir an Geburtstagen bekamen oder uns irgendwie verdient hatten. An dem Tag brachten wir es zur Bank, wo es gezählt und auf unser Sparbuch gutgeschrieben wurde. Dafür dürfte man sich immer ein kleines Geschenk aussuchen.

Es erscheint mir manchmal, als ob wir heute immer noch so ein Sparbuch hätten. Ein inneres Sparbuch, auf dem wir unsere guten Taten gut schreiben wollen. Wenn ich treu bete, jemandem etwas Gutes tue, mich ordentlich anstrenge, Gewohnheitssünden weglasse... vielleicht, so hoffen wir, wenn auch unbewusst, lässt sich Gott dadurch irgendwie beeindrucken. Vielleicht sieht er dann, wie toll wir doch eigentlich sind. Wir neigen dazu, uns Gottes Liebe erkaufen oder "ersparen" zu wollen.

Vielleicht kommt ihnen das irgendwie - wenn auch ganz klein in ihrem Herzen - bekannt vor. Bei Gott gibt es aber keinen Weltspartag. Wir müssen ihm weder unser inneres Konto hinhalten, noch Angst davor haben, dass wir uns im Saldo bewegen. Jesus liebt uns einfach. Einfach so. Wir müssen ihm nichts beweisen, nichts vorlegen. Wo unser Konto abgebrannt ist, steht er mit seiner Barmherzigkeit, mit seiner Gnade, mit seiner ganzen Liebe da. Denn Er liebt uns einfach, weil wir wir sind. Weil Sie Sie sind. Er liebt uns, Sie und mich, um unser selbst willen.

Impuls - 17. August

Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist.
(Sacharja 8,23)

Sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk.
(Apostelgeschichte 2,46-47)

Vor einiger Zeit waren meine Kollegen auf einem "Mitarbeitereinführungstag" der Berliner Stadtmission in Berlin. Sie erzählten, dass es sie am meisten bewegt hat, dass die christlichen Mitarbeiter etwas ausgestrahlt hätten, was sie nicht haben. Eine innere Ruhe, eine ausgehende Freude, die sie sich nicht erklären konnten.

Glaube zieht an. Gerade wenn der Glaube an Jesus in uns lebendig ist und sich auf vielerlei Arten zeigt. Das kann wie oben durch eine innere Ruhe sein oder Freude. Aber auch durch ein Vertrauen, in Zeiten wo andere an ihre Grenzen kommen. Eine Liebe zu Menschen, eine Großzügigkeit, wo man doch besser seine Schafe für sich behalten möchte, gegenseitiges Helfen und Ermutigen oder eine ausstrahlende Stärke selbst in Schwachheit. Sicher gibt es noch mehr Eigenschaften, die  Jesus in uns widerspiegeln.

Vielleicht ist Ihnen schon etwas davon an anderen aufgefallen und vielleicht fällt es Ihnen bei sich selbst auf. Glaube zieht durch Jesus in uns, nicht nur andere Menschen an, es verändert auch. Unsere Umwelt und uns selbst. Wir dürfen Kanal seiner Liebe sein. Gerade heute. Gerade in der Situation, die sie heute erleben werden. In den Begegnungen, in den Gesprächen, selbst beim Einkaufen. Seien sie sich sicher, Gott lebt durch Sie!

Impuls - 14. August

Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
(Psalm 73,25)

Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt un erkannt: Du bist der Heilige Gottes.
(Johannes 6,67-69)

Die Worte von Simon Petrus sind Wahrheit pur. Und dennoch können Sie uns heute herausfordern, wenn wir uns die Frage von Jesus einmal selbst stellen. Werden wir weggehen, wenn der Glaube ungemütlich wird? Wenn er uns vielleicht nicht das gibt, was wir erhoffen? Zwar werden wir in Deutschland aufgrund unseres Glaubens nicht verfolgt, aber oft als naive Spinner abgestempelt oder ausgelacht. Bleiben wir dennoch bei ihm?

Ich weiß nicht, wie Ihre Antworten sind, aber ich kenne Zeiten, in denen die Antwort nicht immer so schnell kommt, wie bei Petrus.  Es gibt Zeiten in unserem Leben, in denen wir vor Gott davon laufen. Vielleicht sind wir enttäuscht, haben Verlust erlebt, Schicksalsschläge erfahren.

Petrus selbst macht es uns vor. Eben noch voller Glaube an Jesus, kurze Zeit später verleugnete er Jesus. Vielleicht tat er es aus Angst ebenfalls abgeführt zu werden, aus Verzweiflung weil seine ganze Hoffnung zerbrach? Wir wissen es nicht, aber es macht deutlich, dass wir alle an einem Punkt kommen können, wo es uns leichter fällt zu gehen. Nicht körperlich, sondern mit unserem Herzen.

Petrus prompte Antwort kam vielleicht etwas zu schnell. Seine Selbstsicherheit mit der er Jesus antwortete, starb mit dem Krähen des Hahnes. Auch da wissen wir nicht, was in seinem Herzen vorging, aber er tut das einzig Richtige: Er wendet sich in seinem Zerbruch Jesus zu, geht zurück zu ihm. Nach Jesus Auferstehung wirft er ihm sein Verhalten nicht einmal vor oder schustert ihm nur kleinere Aufgaben zu, im Gegenteil: Petrus soll seine Gemeinde bauen! Die schnelle Antwort von Petrus, wie auch sein Herz wurden geläutert und machten ihn innerlich so stark, dass er sein ganzes Leben - und auch sein grausamer Tod - in den Dienst Gottes stellte.

Impuls - 13. August

Durch seine Wunden sind wir geheilt.
(Jesaja 53,5)

Jesus sollte sterben für das Volk und nicht für das Volk allein, sondern auch, um die verstreuten Kinder Gottes zusammenzubringen.
WJohannes 11,51-52)
 
"Wir machen den Weg für Sie frei!" - ein bekannter Slogan einer Bank, an den sich bestimmt noch der ein oder andere von uns erinnert. Natürlich meint die Bank einen Weg, der mit ihrer Hilfe vielleicht zum Eigenheim oder zum Traumauto führt.

Dabei gibt es  jemanden, zu dem dieser Spruch besser passt. Denn er hat wahrlich den Weg für uns frei gemacht. Und nicht etwa den Weg zu einem Ziel, das mit Geld verknüpft ist, sondern den Weg zu Gott. Dieser jemand ist Jesus.

Was Millionen Menschen nicht glauben können, ist dass dieser Weg nur durch seinen Tod am Kreuz freigemacht werden konnte. Als Jesus das erste Mal öffentlich auftrat, nief Johannes der Täufer: „Seht, hier ist das Opferlamm Gottes, das die Sünde der ganzen Welt wegnimmt“. Wurde ein Mensch zur Zeit des Alten Testaments schuldig, d. h. verstieß er gegen das göttliche Gesetz, dann musste er ein Sühneopfer darbringen. So konnte er die beschädigte Heiligkeit und Reinheit des Volkes und Landes durch das Blut des Lammes wiederherstellen. Jesus selbst hat den Platz des Lammes eingenommen. Denn der Weg zu Gott war durch unsere Schuld, unsere Sünden versperrt. Jesus selbst hat mit seinem Blut für unsere Schuld bezahlt und den Weg frei gemacht. Und nicht nur für die Juden, sondern für alle Menschen. Um uns mit hineinzunehmen in seine Liebe. Ein unglaubliches Geschenk.

Impuls - 12. August

Lass deine Augen offen sein für das Flehen deines Knechts und deines Volkes Israel, dass du sie hörst, sooft sie dich anrufen.
(1. Könige 8,52)

Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun.

(Johannes 14,14)

Meine kleine Schwester ist mit Leib und Seele Mama. Sie liebt ihre drei Kinder über alles. Ich liebe meine Nichten und Neffen auch sehr, aber meine Schwester ist so sehr mit Ihnen verbunden, dass sie nie ein Babyphone brauchte, um zu hören, wenn sie nachts unruhig waren. Sie wachte sofort auf, spürte ihr Unbehagen oder ihren unruhigen Schlaf.

Heute sind sie schon älter und haben nicht mehr soviel Ängste, die sie unruhig schlafen lassen. Aber es ist so, als ob sie ihre Ängste, ihre Sorgen hört, bevor sie überhaupt was sagen. Mein kleiner Neffe kommt dieses Jahr in die Schule, der Abschied vom Kindergarten fällt ihm schwer. Er hat trotz der Vorfreude auch Angst vor dem Neuen, das ihn erwartet. Meine Schwester wusste dass, bevor er ihr was sagte. Sie spürte es einfach. Ihr inneres Ohr ist wie auf ihre Kinder programmiert.

Ich glaube, darin spiegelt sie ein Stück von Gott wieder. Gott hört, wenn seine Kinder ihn rufen und er hört sie sogar dann, wenn sie nicht rufen. Sondern nur ihr Herz still schreit. Auch Er braucht kein Babyphone um unser Rufen wahrzunehmen. Er kennt und liebt uns so sehr, dass ihm nichts verborgen ist.

Können Sie das glauben? Denn das dürfen Sie! Sie dürfen glauben, dass Jesus Sie hört und sei ihr Rufen auch noch so leise. Er hört genau hin und flüstert Ihnen zu: "Hab keine Angst, denn ich bin bei dir!"

Impuls - 11. August

Die Gerechten freuen sich und sind fröhlich vor Gott und freuen sich von Herzen.
(Psalm 68,4)

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!
(Philipper 4,4)

Man merkt, dass man alt wird, wenn jüngere Freunde die Musik nicht mehr kennen, die man mag. Oder wie bei mir, als mir gesagt wurde: "Genesis? Doch die kenne ich, mein Vater hört die." Leider gibt es diese Band nicht mehr, aber ich finde deren Musik nach wie vor super. Als sie vor Jahren doch noch einmal gemeinsam auf Tournee gingen, wollte ich unbedingt dabei sein. Leider waren die Karten dafür innerhalb von zwei Minuten ausverkauft und die wenigen, die man noch erwerben konnte, einfach viel zu teuer. So begrub ich diesen Wunsch. Aber dann kam Weihnachten und mein Mann schenkte uns zwei Karten zu einem Konzert. Ich weiß noch genau wie sehr ich mich gefreut hatte! Aus lauter Freude musste ich weinen und konnte mich gar nicht beruhigen.

Wann haben Sie sich so gefreut, dass ihnen die Tränen kamen? Heute lesen wir, dass wir uns im Herrn freuen sollen! Und ich wünsche mir, dass ich mich so an Jesus freue, dass mein Herz und meine Augen überlaufen. Eine Freude, die tief aus meinem Herzen kommt. Eine Freude darüber, dass der Herr bei mir ist, mich liebt, mir vergibt, mich durch alle Zeiten trägt und sich mit mir freut. Auch wenn es vielleicht nur banale Konzertkarten sind.

Eine tiefe und echte Freude an ihm, will uns der Herr schenken. Jeden Tag neu. Dafür müssen wir nicht mehr tun, als unsere Herzen für ihn zu öffnen. Ihn bitten, dass er in uns, diese Freude lebendig werden lässt. Selbst dann, wenn wir in uns vielleicht gerade keinen Grund zum Freuen haben. Denn egal ob wir Wünsche erfüllt bekommen oder nicht - Jesus  ist immer da! Seine Gegenwart ist unabhängig von materiellen Dingen, von Umständen in und um uns. Jesus bleibt!

Impuls - 10. August

Gideon sprach: Ich will nicht Herrscher über euch sein, sondern der HERR soll Herrscher über euch sein.
(Richter 8,23)

Nicht der ist bewährt, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt.
(2. Korinther 10,18)

Wenn man sich um einen neuen Job bemüht, ist es selbstverständlich, eine Bewerbungsmappe zusammen zu stellen. Alles was man an Fortbildungen, Zertifikaten und Zeugnissen hat, wird abgeheftet. Je mehr, desto besser. Man versucht das beste Bild von sich zu vermitteln. Und auch im persönlichen Gespräch wird versucht Selbstbewusstsein auszustrahlen, sich so zu präsentieren, dass jeder sieht wie toll, richtig und wichtig man für dieses Stelle ist.

Daran ist auch nichts Verwerfliches, es zeigt uns vielmehr auf, dass es für uns völlig normal ist, wenn nicht sogar erwartet wird, dass wir uns selbst "rühmen", um etwas zu erreichen. Zwar habe ich auch schon erlebt, dass gerade christliche Arbeitgeber sich für jemanden entschieden haben, gerade weil sie dachten, dass es Gottes Wille sei. Aber gängig ist es heutzutage eher nicht.

Dazu im Gegensatz steht unser heutiger Vers. Vielleicht kennen Sie das: Sie sind völlig sicher, dass sie eine Aufgabe meisten und müssen dann leider feststellen, dass sie dem nicht gewachsen waren. Sie scheiten und dies ist meist ziemlich schmerzhaft.

Wenn Gott uns eine Aufgabe zutraut, dann weiß er auch, dass wir sie bewerkstelligen können. Auch dann, wenn wir selbst das erstmal nicht glauben. Er sieht nicht nur den Ist-Zustand, sondern auch das was kommen wird. Die Talente, die noch in uns schlummern, von denen wir nichts wissen, aber gerade dann zur Entfaltung kommen. Er schenkt uns die richtigen Werkzeuge zur richtigen Zeit, die notwendige Kraft und Freude.

Impuls - 7. August

Der HERR wird Zion wieder trösten.
(Sacharja 1,17)

Aus großer Todesnot hat er uns errettet und wird er uns erretten; auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt.
(2. Korinther 1,10)

Haben sie schon einmal in ihrem Leben Trost erfahren? Eine Portion Balsam für Ihr müdes Herz, ihre wunden Augen? Vielleicht durch eine richtiges Wort zur richtigen Zeit? Durch eine Umarmung, eine ermutigende Geste, einen Telefonanruf, ein gereichtes Taschentuch?

Trost kann uns vielerlei begegnen. Und meist sind es dann die Erinnerungen, die wir nicht mehr so schnell vergessen. Trost bleibt, auch wenn sich die Gründe, für die wir getröstet werden müssen, nicht in Luft auflösen. Trost umgibt uns inmitten dieser Gründe.

Vor einigen Jahren war ich "trostlos". Nichts konnte mich trösten. Ich war auf einem Seminar und weinte viel. Ehrlich gesagt sah ich aus wie ein totgefahrenes Frettchen. Mit verquollenen Augen, laufender Nase, voller Traurigkeit. Ich sah nicht nur so aus, ich fühlte mich auch so. Auf diesem Seminar gab es einen Gebetsraum. Dort konnte beten, lesen, einfach sein. Die Mitarbeiter hatten diesen Raum mit vielen Dingen ausgestattet. Kuschelige Decken, Bücher, Kerzen, Blumen, Kissen. Auch Schwerter waren dort, Puppen, Kuscheltiere... Man durfte sich einfach durch diese Sachen ansprechen lassen, sie auch anfassen. Oder sich zum Beispiel in die Decken einkuscheln. Als ich als totgefahrenes Frettchen diesen Raum betrat, ging ich umher. Nichts sprach mich an, bis ich plötzlich auf dem Boden ein besonderes Kuscheltier fand: ein Frettchen!!!

Selbstredend was sich sogleich in meinen Armen befand. Es war als ob Gott selbst zu mir sagte: "Du magst zwar ein totgefahrenes Frettchen sein, aber du bist mein totgefahrenes Frettchen!" Meine Situation hatte sich nicht geändert, aber inmitten dieser Situation wurde ich von Gott getröstet, der mir zusprach, dass Er mich sieht.

Gott  möchte und will uns trösten. Und darin ist er, wie in meinem Beispiel, ziemlich kreativ. Er will uns das richtige Wort zur richtigen Zeit zusprechen. Uns das Taschentuch hinhalten, um uns die Nase zu putzen. Jede einzelne Träne unseres Angesichtes abwischen. Er will uns ummanteln in seiner Liebe. Mögen wir das heute erfahren.

Impuls - 6. August

Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat.
(Psalm 103,10)

Wir glauben, durch die Gnade des Herrn Jesus selig zu werden.
(Apostelgeschichte 15,11)

"Wenn du das machst, dann bin ich net mehr deine Freundin!" Vielleicht kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor. Als Kinder haben wir diesen vielleicht schon zu hören bekommen oder selbst ausgesprochen.

Heute sind wir erwachsen. Und sicherlich ist er nicht mehr in unserem Sprachgebrauch. Oder? Oder kann es sein, dass - auch wenn wir ihn nicht äußern - ihn aber dennoch in unserem Herzen sprechen?
Das kann völlig unbewusst ablaufen. Aber wir neigen dazu, wenn  jemand etwas tut, was wir nicht wollen, nicht verstehen, ihn von unserer Freundschaft auszuschließen.  In vielen Fällen ist das leider auch verständlich. Aber zum Glück ist Gott  da anders. Diesen Satz würde er niemals zu uns sagen, im Gegenteil. Er würde sagen: "Und trotzdem bist du mein Freund, meine Freundin! Egal was war, egal was vorgefallen ist, meine Türen und meine Arme sind immer offen für dich!" Wie sieht ihre Beziehung heute zu Gott aus?

Vielleicht liegt etwas zwischen Ihnen und Jesus. Es mag nicht groß sein, aber dennoch sind sie gehemmt einfach zu ihm zu gehen. Sie sind sich unsicher, haben Angst oder schämen sich. Dann lassen sie diese Wahrheit in ihren Gedanken groß werden: Jesus steht da - mit offenem Herzen, mit weit offenen Armen und wünscht sich nichts mehr, als sie festzuhalten, Ihnen zu sagen: "Und trotzdem liebe ich dich!"

Impuls - 5. August

Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen.
(2. Chronik 30,18-19)

Manchmal scheint es so, als ob Gott sich versteckt hat. Vielleicht ist er in den Urlaub gefahren, nimmt sich eine Auszeit, hat das Telefon ausgeschaltet, ist unauffindbar. Irgendwie ein komisches Gedankenspiel, aber es ist oft so. Gott scheint nicht da zu sein. Kennen Sie das in ihrem Leben mit ihm?

Wir haben gelernt und wissen es auch: Gott ist da. Immer. Und überall. Ich bin tief davon überzeugt, dass dies stimmt. Und dennoch erleben wir dieses Gefühl, dass er es eben nicht ist. Oder wir lesen, dass wir ihn suchen sollen. Warum? Warum sollen wir Gott suchen, wenn er doch da ist?

Wenn wir ehrlich mit uns werden, dann stellen wir fest, dass wir in ziemlich vielen Gelegenheiten Gott nicht wahrnehmen. Das Gute was uns widerfährt, schustern wir gern uns selbst zu. Wir haben uns das selbst verdient. Wenn wir Erfolg haben, dann liegt es an unserer Anstrengung, an unserer Arbeit. Wir neigen dazu, uns selbst mehr wahrzunehmen als Gott.

Erst wenn wir scheitern, etwas nicht gut läuft, geht unser Blick zu ihm. Spätestens dann suchen wir ihn. In unseren Zweifeln, in unseren Umständen, in unserer Situation, in unseren Gefühlen. Und Gott ist treu, er ist voller Gnade und Liebe und wird sich finden lassen. Aber vielleicht sollen wir einmal anfangen Gott auch dann zu suchen, wenn es uns gut geht. In unserer Freude, in unserem Reichtum, in unserem Lachen - in Allem.

Denn wenn wir Jesus suchen, bedeutet das, dass wir unsere Augen und unser Herz für ihn öffnen. Wir werden dankbar, weil wir spüren, dass er uns wirklich immer nah ist. In der Freude, wie auch im Schmerz, im Lachen wie auch in den Tränen. Wir lernen Gottes Details zu erkennen, dass Er uns zeigt, wissen und spüren lässt, dass Er da ist. So wird es uns möglich, ihn immer schneller zu finden. Gerade in Zeiten wo es uns so schwer fällt, weil wir gelernt haben genau hinzusehen, genau hinzuhören.. Probieren Sie es aus!

Impuls - 4. August

Ich will den HERRN loben in den Versammlungen.
(Psalm 26,12)

Wie ist es nun, Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung!
(1. Korinther 14,26)

In den letzten Monaten mussten leider die Gottesdienste ausfallen. Für einige war es auch fast mal schön, keinen "Termin" sonntags zu haben, für andere war es sehr traurig, nicht in die heimische Gemeinde gehen zu können. Glücklicherweise veranstaltete unsere Gemeinde Online-Gottesdienste, die uns ermöglichten dennoch an einem teilzunehmen - wenn auch in einer anderen Form.

Interessanterweise empfanden wir trotz der Ferne eine tiefe Nähe und Verbundenheit. Es wurde trotzdem gesungen - jeder in seinem Zuhause - und trotzdem gemeinsam. Es wurde gepredigt, füreinander gebetet und erzählt. Das ist es was einen Gottesdienst ausmacht. Die Gemeinschaft mit anderen, Gottes Wort zu hören, füreinander zu beten, füreinander da zu sein. Gottesdienste sollen uns dort abholen wo wir und wie wir gerade sind. Im Gottesdienst  will uns Gott in unserem Leben ansprechen, hineinsprechen, ermutigen oder auch herausfordern. Und zwar nicht nur in einer Ein-Mann-Show, sondern in einem Zusammenspiel von uns allen. Denn Jeder hat seinen Platz, jeder hat eine Aufgabe. So ist es auch nicht egal, wenn Sie nicht da sind, sondern Sie sind Teil von Gottes Wirken. Vielleicht sind Sie derjenige oder diejenige, die ein ermutigendes Wort für jemanden hat. Oder sie lesen laut einen Psalm, den nur Sie so sprechen können, dass er jemanden mitten ins Herz trifft. Gott möchte uns berühren, durch uns. Durch Sie.

Vielleicht ist das ihnen nicht immer bewusst, aber Gott möchte durch Sie wirken. Das macht den Unterschied zu einem "ich muss hingehen, das gehört sich so". Es wird viel mehr zu einem "es ist gut, dass ich da bin". Es ist nicht nur ganz persönlich wichtig für uns, sondern  auch wichtig für andere.
Mein Mann ging einmal in einen Gottesdienst. Eigentlich hatte er keine Lust, aber er ging trotzdem. Dort traf er eine Freundin, die gerade in einer Krise steckte. Sie redeten miteinander und er sagte ihr ein paar ermutigende Dinge. Irgendwie traf sie dieses Gespräch ins Herz, und sie fand dadurch einen neuen Weg heraus aus ihren Umständen. Wäre er nicht da gewesen, hätte er sich nicht von Gott gebrauchen lassen, wäre sie nicht ermutigt geworden, neue Schritte zu gehen. Gottesdienst ist mehr. Das sind Sie, das bin ich, das sind wir.

Impuls - 3. August

Den Demütigen wird der HERR Gnade geben.
(Sprüche 3,34)

Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst.
(Philipper 2,3)

Wenn man im Duden "demütig" nachschlägt, dann wird Demut mit "unterwürfig, ergeben" erklärt. Und schnell bekommt Demut damit einen negativen Beiklang. Denn das will man doch wirklich nicht sein. Weder wollen wir uns unterwerfen noch ergeben. Das hört sich doch eher als eine Charaktereigenschaft an, die uns nicht gefällt oder? Aber was meint dann die Bibel, wenn sie über Demut spricht?   

Demütig zu sein heißt nicht, sich immer kleiner zu machen als man ist, alles zu ertragen, was an uns herangetragen wird. Es ist viel mehr das Anerkennen, dass alles was wir tun und haben von Gott kommt. Dass Er uns Kraft schenkt, gerade in unsere Schwachheit. Wir erkennen die Macht Gottes an, seine Fähigkeiten, die in unserem Tun zu finden ist. Daher  dürfen wir uns auf ihn verlassen und ihm unser Leben hinhalten. Weil wir wissen, dass Jesus es "gut machen wird".

Jesus tat viele und große Wunder und heutzutage ständen diese auf den Titelseiten der bekannten Zeitungen. Wir Menschen würden uns bestimmt dafür feiern lassen. Einen Orden da, eine Auszeichnung hier... aber für Jesus war es klar, dass er nichts von sich heraus tun konnte. Sondern Gott, der Vater, gab ihm Kraft, Autorität und Vollmacht. Wie stände es uns zu Gesicht, wenn wir uns dessen in unserem Leben, in unserem Tun bewusst wären?

Als Jesus ein Kind zu sich nahm, sagte er, dass wir werden sollen (und dürfen!) wie die Kinder: "Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dieses Kind, der ist der Grösste im Himmelreich." Ein Kind vertraut bedingungslos seinen Eltern, es ist abhängig von Ihnen. Und das ist  nicht schlimm, es ist keine negative Unterwerfung oder Erniedrigung, sondern völlig normal. Es braucht die Liebe, Zuneigung, die Versorgung von ihren Eltern. Darf es dann für uns nicht auch normal werden, uns in seiner Vaterschaft  demütig umsorgen zu lassen?

Impuls - 31. Juli

Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten.
(2. Mose 23,1)

Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als ein angesehener und untadeliger Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht vertritt.

(2. Timotheus 2,15)

"Hast du schon gehört, dass ....", "Stell dir dir nor, neulich war der Herr Krause da, der hat ja voll das Problem ...", "Also die Angelika die nervt ja so, weil..." Kommt Ihnen das bekannt vor?

Mir leider schon. Erschreckend stelle ich fest, dass es viele Gespräche mit Freunden, Bekannten, Familie gibt, in denen die Probleme, Schwierigkeiten von anderen Personen oben auf liegen. Und leider - ich würde zwar gerne etwas anderes schreiben - aber leider neige ich dann oft dazu mit einzustimmen. Mich mit anderen über andere zu unterhalten.

"Wer über andere redet, hat lange nichts mehr von sich selbst gehört." sagte einmal jemand. Und recht hatte er. Denn kann es manchmal sein, dass wir lieber über andere reden, als über uns? Vielleicht haben wir wirklich lange nichts mehr von uns, von unserem Herzen gehört. Da fällt es leichter, andere zum Gesprächsthema zu machen. Oder wir versuchen von uns abzulenken, weil wir nichts von uns erzählen wollen. Aus welchen Gründen auch immer, es bleibt falsch.

Szenenwechsel: König David fragt einen seiner Landsleute nach dem Sohn seines verstorbenen Freundes Jonathan. Sein Diener sagte: "Ja der lebt, aber er ist behindert.." (Er hatte eine Behinderung, die ihm das Gehen schwer machte.) Interessant. Das Erste, das er über ihn sagte, war nicht etwa, dass er ein guter Vater oder Ehemann ist. Dass er gut Witze erzählen kann oder unheimlich gut kocht. Nein, er nennt eher den "Makel". Das zeigt nicht, dass es normal ist, so über Menschen zu sprechen, sondern dass es leider menschlich ist. Wir neigen scheinbar dazu. Dem nicht nachzugeben ist die Kunst. David allerdings lässt sich nicht darauf ein, im Gegenteil. Er lässt ihn zu sich, zu seinem Hof holen.

Wir können daraus für uns lernen, auch nicht auf solche Gespräche einzugehen. Vielmehr können wir dem Gespräch eine andere Wendung geben, versuchen den Blickwinkel auf das Gute zu lenken. Uns nicht im Getratsche zu verlieren, sondern uns davon zu distanzieren. Denn es gibt so viel mehr im Leben eines jeden, als nur das offensichtlich Negative. Und vielleicht können wir auch mehr auf uns selbst hören. Auf unser Herz. Und das mit anderen teilen.

Impuls - 30. Juli

Seid stille vor Gott dem HERRN, denn des HERRN Tag ist nahe.
(Zefanja 1,7)

Wer Ohren hat zu hören, der höre!
(Markus 4,9)

Jeden Morgen trinke ich zusammen mit dem Herrn meinen ersten Kaffee. An manchen Tagen ist das ziemlich früh. Zwar bin ich generell eher ein Frühaufsteher, doch morgens um halb fünf auch noch keine Quasselstrippe. Die Zeit ist dann doch ziemlich ruhig. Ich bin still. Und dennoch ist es herausfordernd, weil meine Gedanken ziemlich laut sind. Ruhig zu werden im Herzen und in meinen Gedanken, fällt mir nicht leicht.

Aber Gott lädt mich, uns, ein, ruhig vor ihm zu werden. Unseren Gedanken abzusagen, uns ihm zuzuwenden, ihm zuzuhören. Gott ist nicht immer laut wie ein Orkan oder wie ein knisternder, brennender Dornenbusch, sondern oft leise wie ein zarter Windhauch. Wenn alles in uns laut ist, verpassen wir die Möglichkeit seine Stimme wahrzunehmen. Wir schenken uns selbst mehr Gehör als ihm. Aber seien wir gewiss: Er hat etwas zu sagen! Vielleicht möchte er Ihnen genau heute etwas Ermutigendes zusprechen. Ihnen sagen, dass gerade in der Situation, die ihre Gedanken umtriebig machen, Er bei Ihnen ist. Ganz nah. Ganz vertraulich. Oder er möchte Ihnen einen völlig neuen Gedanken schenken, in einer Sache die ihren Alltag heute ausmachen wird? Das habe ich schon häufig erlebt. Und das wünsche ich Ihnen!

Impuls - 28. Juli

Bis hierher hat uns der HERR geholfen.
(1. Samuel 7,12)

Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht.
(2. Korinther 4,8)

Mein  Mann und ich beschlossen vor einigen Jahren für ein paar Jahre nach Jerusalem zu gehen. Da wir beide unabhängig voneinander bereits früher schon einmal in Israel lebten, wollten wir in diesem Land einmal gemeinsam leben und arbeiten. Mit unserer Gemeinde war dies möglich und wir erfüllten uns damit einen kleinen Traum. Wir freuten uns auf unsere neue Aufgabe, auf dieses neue Abenteuer.

Doch als wir startklar waren, unsere Habseligkeiten verpackt in Kisten, fanden wir uns plötzlich in einer "Bedrängnis" wieder. Völlig unvorbereitet wurde Dirk krank. Ziemlich schnell wurde klar, dass es mehr als eine Grippe, als eine vorübergehende Laune war, und er musste zur Abklärung in die Klinik. Plötzlich war nichts mehr wie es war. Alles was so selbstverständlich erschien, wurde in Frage gestellt. Neben der Angst vor einer schlimmen Diagnose, quälte uns die Frage wie es weitergehen wird. Wie gesagt, unsere Koffer waren gepackt, unsere Jobs, wie auch die Wohnung gekündigt. Uns war nicht nur bange, wir waren nicht nur verzagt, sondern hatten pure Angst.

Viele Menschen kennen solche Situationen der Angst, der Bedrängnis, haben solche Zeiten erlebt oder befinden sich noch darin. Wie gehen wir damit um? Wie können wir damit umgehen? Um ehrlich zu sein, fiel es mir damals schwer Gott zu suchen. Für mich fiel gerade mein Leben zusammen. In Angst um meinen Mann, in Angst vor der Zukunft fühlte ich mich gefangen.

Die Antwort auf meine Fragen kam von einer völlig unerwarteten Seite. Ich saß mit meiner Freundin, die selbst nicht an Gott glaubte, zusammen und klagte ihr mein, unser Leid. Ich redete  all meine Bedrängnis von der Seele, auch meine Zweifel warum Gott das ausgerechnet jetzt zulässt. Und dann sagte sie mir:" Steff, ja das ist echt alles doof. Aber ich kann mir nicht vorstellen dass euch euer Chef - sie meinte niemand anderen als Gott - im Stich lassen wird." Dieser einfache Satz fiel in mein Herz, in meine Gedanken, in meine Fragen, in all meine Angst. Und ich konnte sagen und spüren: "Nein das wird er nicht!!

Plötzlich verschwanden alle Zweifel und Ängste und neues Vertrauen stellte sich ein. Ich wusste, egal was kommen würde, Gott ist da und lässt uns nicht allein. Ich erlebte, dass alles an was ich glaubte zwar durcheinander geriet, aber neu zusammengesetzt wurde. Inmitten der Bedrängnis wuchs ein tiefes Vertrauen in Jesus. Diese Erfahrung wünsche ich Ihnen heute von Herzen!

Ach und nach gefühltem, endlosem Warten in der Klinik war die Diagnose nicht schlimm und Dirk wurde wieder völlig gesund. Unser Vertrauen nicht wegwerfen, sondern hinwerfen zu Jesus. Ein Lernprozess, der sich lohnt.

Impuls - 27. Juli

Der HERR gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Einsicht.
(Sprüche 2,6)

Wenn es jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden.

(Jakobus 1,5)

Kennen Sie die Schlümpfe? Sie sind blau und ziemlich niedlich. Als Kind hab ich viel mit ihnen gespielt. Allerdings haben sie einen Gegenspieler, der immerzu versucht sie zu fangen. Er heißt Gargamel. Als ich meine Ausbildung in einer Kinderklinik absolvierte, gab es einen sehr sympathischen Professor. Jeder mochte ihn und seine liebevolle Art mit den kleinen Patienten und ihren Familien umzugehen. Sein Spitzname war leider Gargamel, weil er so aussah wie derselbige. Ein Satz von ihm begleitet mich noch heute. Er sagte zu uns Azubis: "Wenn ihr etwas nicht wisst, dann fragt immer! Lieber ihr seid einmal durch euer Nichtwissen der Depp, als dass Ihr einer bleibt."
Das nehme ich mir heute noch zu Herzen und versuche es auch umzusetzen. Doch manchmal erscheint mir das gar nicht so leicht. Manchmal schäme ich mich fast, wenn ich etwas nicht weiß.
Kennen Sie dieses Gefühl? Manchmal wären wir lieber selbst weise, wüssten gerne sofort die Antwort auf Fragen ohne nachhaken zu müssen.

Warum ist das so? Warum fällt es uns oft nicht leicht? Ist es das Eingestehen müssen, mit unserem Latein am Ende zu sein? Die Scham die sich dahinter verbirgt? Oder die Angst wie jemand darauf reagieren könnte? Das uns jemand auslachen könnte? Vielleicht haben wir auch genau diese Erfahrung schon einmal gemacht.

Gott ist da so anders. Er lädt uns ein, ihn um Weisheit zu bitten, gerade dann, wenn wir nicht weiter wissen. Und das ohne Vorwürfe, ohne dass er uns auslacht. Er ermutigt uns darin und verspricht uns Antwort. Ratgeber Wunderbar. So wird Jesus in der Bibel beschrieben. Und das möchte Er für uns sein.

Impuls - 24. Juli

Ach dass du den Himmel zerrissest und führest herab!
(Jesaja 63,19)

Erlöse uns von dem Bösen.
(Matthäus 6,13)

Zwar ist es komisch bei 28 Grad an Weihnachten zu denken, aber dennoch fällt mir heute ein altes Kirchenlied ein, dass in der Adventszeit gesungen wird: "Oh Heiland, reiß den Himmel auf".

Dieses Lied singe ich besonders gern und es lohnt sich, sich dieses Lied einmal genau im evangelischen Gesangsbuch durchzulesen.Auch vom Autor können wir viel lernen. Geschrieben hat es vor fast 400 Jahren der Jesuit Friedrich Spee. Gelebt hat er in einer grausamen Zeit. Inmitten des 30-jährigen Krieges wütete die Pest und die Hexenverfolgung war im vollen Gange. Als Beichtvater muss er die sogenannten "Hexen" jener Zeit seelsorgerlich betreuen und sie zum Scheiterhaufen begleiten.

Das ließ ihn nicht kalt, im Gegenteil. Durch die Gespräche mit den Frauen und Kindern wurde ihm bewusst wie falsch dieses barbarische Verhalten war. Für ihn war es nicht vereinbar mit der Liebe Gottes. Er grenzte sich immer wieder von seinem Orden ab und wurde zum Ankläger dieses Unrechts. Denn er litt unter dieser schrecklichen Realität, wollte sich nicht mit dem ganzen Elend dieser Zeit abfinden. So klagte er in diesem Lied und brachte zum Ausdruck was er hoffte. Er beschrieb Klage und Sehnsucht zugleich.

Er wusste, dass wenn Jesus kommt, der Himmel sich aufreißt, nichts mehr so bleibt wie es ist. Sondern alles neu wird. Alle Ungerechtigkeit wird weichen, das Böse wird entmachtet. Gottes Liebe bleibt. Das Lied ist sein Aufschrei nach einer anderen Welt.

In unserer Zeit sehen die Ungerechtigkeiten anders aus. Dennoch sind sie da, real. Menschen leiden, sterben, sind in großer Not, kämpfen ums pure Überleben. Auch wir dürfen mit einstimmen in dieses Lied. Wir müssen nichts verschmälern, dürfen benennen und nach einer neuen, nach Gottes Welt rufen.

Impuls - 23. Juli

Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR.
(Jesaja 43,10)

Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.
(Markus 16,15)

Mein Mann und ich schauen sehr gerne gute Krimis. Auf unserem Sofa sind wir quasi Miss Marple und Sherlock Holmes. Wir rätseln mit wer jetzt der Übeltäter ist und wer unschuldig. Oft kommen wir auf das gleiche Resultat wie die Ermittler in den Filmen, oft liegen wir völlig falsch.  Um die Wahrheit herauszufinden, brauchen alle Kommissare verlässliche Zeugen. Menschen die beobachtet haben, was passiert ist oder durch ihre Wahrnehmungen helfen können, der Straftat auf den Grund zu gehen. Zeugen, die nicht schweigen, sondern darüber berichten, was sie gesehen haben oder wissen.

Mag das auch noch so gering erscheinen, zur Aufklärung kann es sehr hilfreich sein. Im wahren Leben sind wir allerdings keine prominenten Hobby Detektive (außer wir finden heraus, welcher unserer Hunde sich an der Leberwurst vergriffen hat) aber wir sind Zeugen. Und zwar ganz besondere. Wir dürfen Zeugen von Gottes Wirken in dieser Welt, an uns, an andere sein.

Wir dürfen davon berichten was wir mit Gott erlebt haben oder was andere Menschen mit Gott erlebt haben. Wir müssen nicht darüber schweigen, sondern dürfen und sollen, Menschen um uns herum davon erzählen. Wir zeigen auf, dass Gott real ist, dass er lebt und in unser Leben eingreift. Kein ferner Gott, sondern mitten unter und in uns. Damit ermutigen wir andere auf ihrem Weg.

Wo können Sie heute Zeuge für Gott sein? Wo können Sie heute jemanden mit ihrem Erlebnis mit Gott ermutigen, trösten und stärken? Nehmen Sie sich doch Zeit, darüber nachzudenken und teilen Sie es. Vielleicht mag es in ihren Augen nichts Besonderes sein, aber vielleicht kann es jemanden in ihrem Umfeld helfen, den Weg mit Gott weiterzugehen oder einzuschlagen. Haben Sie Mut, Sie sind ein Zeuge eines Gottes der größer ist als sie glauben.

Impuls - 22. Juli

Gott tut große Dinge, die nicht zu erforschen, und Wunder, die nicht zu zählen sind.
(Hiob 9,10)

Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schläft und steht auf, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst – er weiß nicht wie. Von selbst bringt die Erde Frucht.
(Markus 4,26-28)

Unsere Hühner im Garten sind immer wieder schön anzusehen. Aber leider haben sie immer Hunger. Denn egal welche Blumen ich pflanze, meine gefräßigen Mädels futtern sie weg, bevor sie so richtig in Blüte sind. Vergissmeinnicht oder Margeriten, alle scheinen sehr schmackhaft zu sein.  Das ärgert mich dann doch manchmal.

Und dennoch schaffen es manche Blumen sich durchzusetzen. Unsere Rosen im Garten lassen sich nicht von Ihnen abhalten zu wachsen und zu blühen. Sie bahnen sich dennoch ihren Weg, folgen ihrer Bestimmung, egal wie die Mädels versuchen sie klein zu hacken.

Das kann uns aufzeigen, dass es sich mit Gottes  Reich ebenso verhält. Denn egal welche Umstände, Niedrigkeiten, Herausforderungen da sind, es wird wachsen. Gottes Reich ist da. Nicht irgendwo, nicht irgendwann, sondern jetzt und hier. Es wächst und gedeiht. Es schlummert nicht vor sich hin und  wartet bis es aufwacht oder durch den Herrn wachgeküsst wird, sondern es ist immerzu wach und breitet sich aus.

Es bahnt sich seinen Weg. Wie auch Pflanzen sich ihren Weg bahnen. Sie können nicht anders, als zu wachsen. Das ist nun mal ihre Bestimmung. Kann uns das nicht heute ermutigen? Zu wissen, dass Gottes Reich lebendig ist. Nicht nur in der Theorie. Sondern ganz praktisch. Und auch nicht  nur bei anderen, sondern auch bei uns. In unserem Herzen. Ganz egal welche Stolpersteine der Gefühle in uns liegen, es findet seinen Weg zu und in uns.

Impuls - 21. Juni

Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder.
(Psalm 9,2)

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.
(1.Thessalonicher 5,18)

Haben Sie schon mal ein Wunder erlebt? Ein Ereignis, das Ihnen wie ein Wunder vorkam? Oder vielleicht waren Sie selbst schon mal ein Teil eines Wunders?

Derzeit läuft bei uns jede Woche über die Nothilfe der Berliner Stadtmission ein "Familien-Urlaubsprogramm". Die unterschiedlichsten kleinen und großen Familien aus Berlin haben die Möglichkeit, bei uns ein paar Tage Urlaub zu machen. Interessanterweise hab ich mich erst vor Kurzem mit einer alleinerziehenden Mama über Wunder unterhalten. In einer Zeit, in der es ihr sehr schlecht ging, sah sie plötzlich überall Herzen: In der U-Bahn, an Fenstern, in der Zeitung. Egal wo sie ihren Blick hinlenkte war ein Herz gemalt, gedruckt oder gesprayt. Sie fand Fotografien oder Herzen aus Steinen. Für sie war es ein Wunder, dass ihr in ihrer Situation deutlich machte, dass ihr Leben trotz allen Umständen weitergeht. Das es jemanden gibt, der ihr klar machen möchte, dass sie nicht vergessen ist. In ihrer kurzen Auszeit bei uns wurde sie nochmal an diese Zusage erinnert. Sie fand auf unserem Grundstück ein Herz aus Holzrinde.

Gott ging quasi mit ihr. Er ließ nicht locker, ihr zu sagen dass Er da ist, sie sieht und liebt. Ihre Dankbarkeit darüber war ansteckend. Und uns beiden wurde bewusst, wie ermutigend es für andere ist, wenn man es nicht für sich behält, sondern es mit anderen teilt. Man gibt das Wunder weiter und macht anderen Mut, die eigenen Augen und Herzen zu öffnen, um auf die kleinen und großen Wunder Ausschau zu halten. Sie können uns überall begegnen.

Impuls - 20. Juli

Hört mir zu, ihr trotzigen Herzen, die ihr ferne seid von der Gerechtigkeit! Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht; sie ist nicht ferne.
(Jesaja 46,12-13)

Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und erzieht uns, dass wir absagen dem gottlosen Wesen.
(Titus 2,11-12)

Sommerferien! Menschen erleben diese Zeit völlig unterschiedlich. Für viele heißt es Urlaub endlich eine Auszeit von der Arbeit, vom täglichen Hamsterrad. Manche befinden sich noch in diesem und schauen sehnsüchtig auf ein paar Tage Ruhe. Hinter einigen liegen anstrengende, emotionale Wochen - Wochen, die sie ausgezehrt haben. Andere gehen dagegen fröhlich durch die Tage.

Was überwiegt? Ich höre von einigen Freunden, dass sie, wenn sie zur Ruhe kommen, erst spüren wie müde sie gerade durch die Herausforderungen und Schwierigkeiten durch Corona sind. "Einfach ein bisschen Balsam für die Seele, dass ist es, was ich brauche", sagen sie mir.

Doch was ist der Balsam für die Seele? Welche Tinktur kann unsere Seele gut tun? Sind es die Ferien? Der Urlaub, der uns die Ansprüche an uns kurzzeitig vergessen lässt? Aber was ist dann, wenn der Wecker wieder klingelt und wir uns wieder unserem Alltag stellen müssen?

Oft erleben wir, dass wir allzu schnell wieder in der gleichen Spirale gefangen zu sein scheinen. Viel zu schnell halten wir wieder Ausschau nach der nächsten freien Zeit. Was wäre, wenn wir erleben würden, dass Gottes Gnade heilsam, das perfekte Balsam, für unsere Seele ist? Eine Gnade, die uns nicht nur kurzfristig Abhilfe schafft, sondern uns in jeder Zeit zur Verfügung steht? Eine Gnade, die uns hilft "dem gottlosen Wesen abzusagen". Den Dingen in unserem Leben abzusagen, die uns daran hindern Gott wahr zu nehmen und in seiner Gegenwart zu sein. Das kann bedeuten, dass wir den Umständen um uns herum und den Umständen in uns, einen anderen Stellenwert geben. Ihnen ihre Macht entziehen, uns zu knechten.

Wir dürfen unseren Blickwinkeln verändern, hin zu Gott, der uns in allem Kraft schenken will. Genau dass ist es, was Gott uns zuspricht und verspricht. Eine Gnade die uns hilft, das Gute, das Lebensbejaende zu sehen und zu erleben. Auch wenn wir nicht im Urlaub sind.

Impuls, 17. Juli

Der HERR, euer Gott, ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, starke und furchtbare Gott, der kein Ansehen der Person kennt und keine Bestechung annimmt.
(5. Mose 10,17/ZUB)

Es gibt verschiedene Herangehensweisen die Bibel zu lesen. Unter anderem die Methode, so lange zu lesen bis wir auf ein Wort, eine Aus- oder Zusage  stoßen, die uns irgendwie anspricht. Das Wort oder die Sätze bewegen wir dann in uns hin und her, setzen uns mit ihnen auseinander. Welches Wort Sie wohl heute anspricht? Oder aufhorchen lässt?

Bei mir ist es, dass Gott kein Ansehen der Person kennt und auch keine Bestechung annimmt. In unserer Gesellschaft stelle ich fest, dass wir Menschen da anders denken. Wir neigen dazu, uns  viel auf uns einzubilden. Was wir haben oder getan haben oder welchen Titel wir tragen. Wer viel her macht, muss doch "besser" sein.

In den östlich-orthodoxen Kirchen die ich kennen lernen durfte, wundern sie sich manchmal dass wir Europäer den Glauben an Titeln festmachen. Ihnen sei aufgefallen, dass wir jemandem mehr glauben, wenn derjenige  studiert und vielleicht sogar einen Doktortitel hat. Der muss es doch wissen. Ist das so?

Es erstaunt mich immer wieder wie mir oft Menschen, die zum Beispiel nicht Theologie studiert haben, mehr aus dem Herzen sprechen als Studierte. Was natürlich nicht heißt, dass  Pfarrer nichts zu sagen haben! Oder wir versuchen Gott zu beeindrucken: "Wir haben doch so viel für den Herrn gemacht, da muss er uns doch wohl gesonnen sein!"

Sogar den Jüngern ging es damals so. Sie verwickelten Jesus in ein Gespräch, wer denn im Himmel neben ihm sitzen darf... Sie dachten, sie könnten sich den Platz irgendwie durch ihr Verhalten verdienen, ihn sichern. Aber Gott macht mal wieder deutlich klar, dass Er anders ist. Kein Ansehen, keine Bestechung. Alle sind gleich.Für ihn sind wir alle gleich. Und mit Jedem von uns möchte er Geschichte schreiben. Ob Abitur oder Hauptschulabschluss, ob studiert oder am Leben gelernt.

Für ihn sind wir alle gleich. Jede, jeder hat an seinem Tisch einen Platz. Keine Rangliste. Plötzlich sitzen wir alle an einem Tisch. Professor, Politiker, Putzfrau, Ärztin , Obdachlose, Adlige und Punks. Und alle sind wir gleich. Gleich von Gott geliebt.

Impuls - 16. Juli

Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser!
(Jesaja 55,1)

Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten.
(Johannes 4,14)

Eine Frau geht an den Brunnen, um Wasser zu schöpfen. Eigentlich eine ganz alltägliche Situation von damals. Wäre da nicht Jesus gewesen. Sie trifft dort, am Jakobsbrunnen, auf ihn.
Jesus weiß um die Frau, er weiß, was sie erlebt hatte. Ihr Leben schien direkt aus einem verkorksten Film entsprungen, denn ihr bisheriges Leben war alles andere als "normal". Fünf Beziehungen lagen hinter ihr und selbst der Mann, den sie jetzt hatte war nicht ihrer.
Wie es wohl in ihrem Herzen ausgesehen hatte?
 
Wir wissen nicht warum sie schon so viele Brüche erlebte. Doch bei all den gescheiterten  Beziehungen zerbrach sicherlich auch  jedes Mal ein Stück Ihres Herzens. Vielleicht hatte sie sich jedes Mal neu gewünscht, dass es doch endlich der richtige Mann für sie war. Hat sich nach Liebe und Annahme gesehnt, vielleicht aber auch nach Bestätigung, nach Halt. Ein bisschen Glück?
Und dennoch war nichts von dem eingetroffen, wenn dann nur kurzfristig. Übrig blieb Enttäuschung, Schmerz und bestimmt eine innere Leere.

Jesus weiß nicht nur um ihre Vergangenheit, sondern auch um ihr Herz. Er weiß was sie sich so sehnlichst wünscht und was sie braucht. Männer würden ihrem Herz nicht das geben was es braucht. Kein Mensch würde ihre Einsamkeit, ihren Durst nach Liebe stillen. Darum lädt er sie ein, von dem Wasser zu trinken, dass Er und nur Er ihr geben kann. Das lebendige Wasser, Gottes Geist, der sie mit hinein nimmt in die Gemeinschaft mit Gott. Hinein zu dem Ort, wo ihr Herz zur Ruhe kommt, heil und glücklich werden kann. Nimmt sie die Einladung an? Und nehmen Sie die Einladung an? Wonach haben Sie Durst? Und mit was versuchen Sie ihn zu stillen?

Impuls - 15. Juli

In eines Mannes Herzen sind viele Pläne; aber zustande kommt der Ratschluss des HERRN.
(Sprüche 19,21)

Spontan fällt mir das Wort "Baustelle" ein. Man muss keine Alice Schwarzer sein, um zu wissen, dass auch wir Frauen Baustellen haben. Baustellen sind für mich Dinge, die noch vor sich hin schlummern, die ich angehen möchte. Mit meinen Plänen zu etwas Neuem umändern will.
Oft erweist es sich als gar nicht so leicht.

Entweder habe ich noch keine Zeit gefunden oder noch keinen Weg, um etwas daran zu verändern. Ich setze mich hin und versuche Pläne zu schmieden, die mir dabei helfen sollen. Oft erlebe ich dabei, dass meine gut ausgedachten Pläne nicht funktionieren, das Tempo nicht stimmt, oder mir das passende Werkzeug fehlt. Ziemlich frustrierend dies festzustellen.

Und erst wenn ich feststellen musste, dass meine Pläne scheinbar scheitern, komme ich auf die Idee Jesus als meinen Bauleiter einzusetzen. Ihm die Verantwortung meiner Baustellen anzubefehlen. Denn ein Bauleiter hat bereits das große Ganze im Blick, er weiß von Beginn was er benötigt, um ans Ziel zu kommen. Er sieht zwar auch den Schutt, aber er lässt sich dadurch nicht verunsichern oder abhalten. Er weiß genau was er noch braucht und woher er das Nötige bekommt. Wenn ich mir das bewusst mache, fällt viel von mir ab. Ich kann mit ihm im Gebet meine Pläne besprechen und ihn einladen, mir seinen Blick darauf zu schenken. Ich kann offen werden für seine Tipps. Kann darauf vertrauen, dass Gott etwas Großes daraus macht. Selbst dann, wenn seine Pläne anders sind, genauso wie das Resultat. Ihm zu vertrauen ist der erste Schritt zum Ziel.

Impuls - 14. Juli

Man wird wieder hören den Jubel der Freude und Wonne, die Stimme des Bräutigams und der Braut und die Stimme derer, die da sagen: "Danket dem HERRN Zebaoth; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich."
(Jeremia 33,11)

Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist?
(Markus 2,19)

Heutzutage fasten viele Menschen, um Körper und Geist etwas Gutes zu tun. Es gibt verschiedenste Formen des Fastens - Heilfasten, Intervallfasten, Fastenkuren… Vielleicht haben sie auch selbst schon die eine oder andere Form des Fastens ausprobiert. Im christlichen Kontext ist die Fastenzeit vor Ostern am bekanntesten. Als Kind habe ich in dieser Zeit meine ersten Erfahrungen mit dem Fasten gemacht, indem ich zum Beispiel auf Süßigkeiten verzichtet habe. Auch wenn ich das meistens ganz gut geschafft habe, habe ich an meinem Geburtstag, der meist in diese Fastenzeit fällt, eine Ausnahme gemacht. Auf eine Geburtstagsfeier ohne Kuchen oder was Süßes hatte ich dann nämlich doch keine Lust.

Jesus verwendet im Neuen Testament oft das Bild einer Hochzeit, wenn er von sich und der Gemeinde spricht. Er ist der Bräutigam und wir als Christen sind die Braut. Fasten und Hochzeit stehen in einem Widerspruch, denn Fasten ist hier ein Ausdruck von Trauer und Buße. Eine Hochzeit sollte aber ein Fest der Freude sein, und da sollte nicht gefastet werden.

Zwar ist Jesus heute nicht mehr live in Person bei uns, aber wenn wir ihm nachfolgen und ihn in unser Leben aufnehmen, dann wohnt er in uns. Indem ich Ihn lobe und preise, erinnere ich mich auch selbst daran, dass Jesus da ist, dass er in mir und durch mich lebendig sein möchte. Wir sollten also nicht nur beim Gottesdienstbesuch oder beim persönlichen Gebet andächtig die Köpfe senken, sondern vielmehr Jesu ständige Gegenwart feiern, und ihm für seine Gnade und Treue danken.

D.M.

Impuls - 13. Juli

Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!
(Hosea 10,12)

Zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
(Epheser 4,24)

Meine große Schwester und ich gehen unheimlich gerne miteinander shoppen. Immer wenn sie mich besuchen kommt fahren wir nach Berlin, um den ganzen Tag die Geschäfte unsicher zu machen. Na ja oder eher unsere Männer, die uns mit der Kreditkarte ziehen lassen... Für uns ist es jedes Mal etwas Besonderes. Meine Schwester kennt mich ziemlich gut und kann mich super bei Klamotten beraten. Sie findet immer etwas, das zu mir passt. Zuhause ziehen wir dann alles nochmal an, um uns darin bewundern zu lassen. Ein neues T-Shirt, einen neuen Rock oder Hose anzuziehen und darin herumzulaufen macht einfach Spaß.

Wenn Paulus schreibt, dass wir den neuen Menschen anziehen sollen, fragen wir uns, was er eigentlich damit meint. Mit dem neuen Menschen,  meint er eine ganz  bestimmte "Kleidung".
Nämlich  unser Verhalten, unsere Haltung, unsere Identität. Gott will dass wir in Beziehung mit ihm leben und nichts uns aus dieser reißen kann. Deshalb wurde Jesus Mensch und ging aus Liebe zu uns, für unsere Schuld ans Kreuz.. Er selbst nimmt uns in seine Familie auf. In die Familie des Höchsten, des Königs.
 
Würden wir da eher in Jogginghosen rumlaufen oder etwas Schickes tragen? Würden wir immer noch mit unserer Schuld geknechtet umhergehen oder mit erhobenen Hauptes? Würden wir uns in Sünde verstricken oder der Sünde entgegentreten? Würden wir über Andere schlecht denken oder versuchen vom Gutem auszugehen?

Wir sind Königskinder – heilig, von Gott erwählt. Natürlich stolpern wir und fallen hin, tun Dinge, die nicht gut sind und werden schuldig. Aber einen Heiligen zeichnet nicht aus, dass er nicht fällt, sondern immer wieder aufsteht. Lassen Sie uns aufstehen, uns bewusst machen wer wir in Jesus sind, unsere neue Kleidung zurechtkrempeln und weitergehen.

Impuls - 10. Juli

Eine Generation rühmt der andern deine Werke, und deine mächtigen Taten verkünden sie.
(Psalm 145,4/ZUB)

Die Gnade mehre sich durch die wachsende Zahl der Glaubenden, und so ströme der Dank reichlich zur Verherrlichung Gottes.
(2. Korinther 4,15/ZUB)

Manchmal  - so heißt es - sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das stimmt. Manchmal kann es uns noch so gut gehen, aber wir sehen es einfach nicht. Wir neigen dazu eher unseren Mangel wahrzunehmen. Es gibt eine gute Methode, dem vorzubeugen. Nehmen Sie sich Zeit, zu überlegen für was Sie dankbar sind. Schreiben Sie sich ihre Antworten auch gerne auf. Was anfangs holprig ist, wird immer einfacher.

Dankbar können wir sein für die Luft zum Atmen, für das Essen auf dem Tisch. Dankbar eine Arbeit zu haben, einen Menschen an unserer Seite. Dankbar für Familie und Freunde. Dankbar über ein gutes Gesundheitssystem, für eine tolle Begegnung... Sie werden feststellen, dass Ihre Liste immer länger wird.

Aus der Dankbarkeit heraus stellen wir oft fest, dass es auch Dinge gibt, zu denen wir selbst gar nicht viel beigetragen haben oder konnten. Vielmehr sind sie durch Gnade an uns gekommen. Wo wir lernen dankbar zu werden, wird sich unser Herz verändern. Wir erkennen, dass es Gottes Gnade zu uns ist, die uns immer wieder Gründe zum Danken schenkt. So verherrlichen wir ihn in unserem Leben und dies wird nicht nur uns die Bäume wieder sehen lassen, sondern sie werden auch für andere sichtbar.

Impuls - 9. Juli

Der HERR ist deine Zuversicht.
(Psalm 91,9)

Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voller Freimut.
(2. Korinther 3,12)

Zuversichtlich schauen wir in die Zukunft. Wir sind zuversichtlich, dass Corona ihrer Macht  beraubt wird, dass sich ein Impfstoff findet. Zuversichtlich, dass sich unser Leben wieder normalisiert, die Arbeit gewohnt wieder aufgenommen werden kann. Zuversichtlich Weihnachten wieder im Kreis der Familie feiern zu können, das normale Reisen und Besuchen wieder möglich wird.

Zuversicht. Ein starkes Wort, in einer unruhigen Zeit. Ein Wort, dass wir nicht nur lesen, sondern auch spüren wollen. Zuversicht, in der Hoffnung geboren. Die Frage ist: Was ist meine Zuversicht? An was mache ich meine Zuversicht fest?

Durch Corona mussten wir alle erleben, wie fragil uns Lebenskonstrukt in Wirklichkeit ist. Vieles was normal und selbstverständlich erschien, geriet ins Wanken und fiel in sich zusammen.
Gott spricht uns heute zu, dass Er selbst unsere Zuversicht sein möchte und ist. Das birgt eine unglaubliche Freiheit, denn wenn Er meine Zuversicht ist, dann kann ich selbst in Zeiten der Unruhe, der Ängste und Befürchtungen einen tiefen Frieden erfahren. Dann ist unsere Zuversicht nicht an Wohlergehen gebunden, sondern kann mir auch dann Hoffnung schenken, wenn eben nicht alles rund läuft. Lassen Sie uns mutig werden und diese Zusage annehmen. Lassen Sie uns Jesus bitten, dass er in uns Zuversicht wird.

Impuls - 8. Juli

Ich will auch hinfort mit diesem Volk wunderlich umgehen, aufs Wunderlichste und Seltsamste, dass die Weisheit seiner Weisen vergehe.
(Jesaja 29,14/ZUB)

Viele, die Jesus zuhörten, verwunderten sich und sprachen: Woher hat er dies? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Und solche Taten geschehen durch seine Hände?
(Markus 6,2)

Haben Sie sich schon einmal gefragt wie sie auf Jesus reagiert hätten, wenn sie damals gelebt hätten? Ich frage mich das manchmal schon. Die Fragen der Menschen hätte ich mir auch gestellt. Hätte mich gefragt, wie er das tun kann. Wie das möglich ist und warum er das tut. Ich kann nur hoffen, dass ich gespürt hätte, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Ich kann nur hoffen, dass aus dem Spüren, ein Wissen, ein Glauben gewachsen wäre. Vielleicht hätte ich auch einfache Erklärungen gefunden, gesucht nach Antworten, um mein bisheriges Leben nicht auf dem Kopf zu stellen.

Wir Menschen sind oft so stolz auf das was wir wissen, was wir gelernt haben, dass es uns schwer fällt, zuzulassen, dass wir die Antwort einfach auch mal nicht  wissen. Dass es Dinge gibt, die sich eben nicht erklären lassen, sondern Gottes Wirken ist. Seine Antwort.

Meine Mama erkrankte vor vielen Jahren an einem Gehirntumor. Es zeigte sich schnell, dass er inoperabel war. Die Ärzte gaben ihr noch höchstens zwei Jahre. Eine Heilung war aus medizinischer Sicht nicht möglich. An meinem 18. Geburtstag waren die zwei Jahre rum. Wir haben gefeiert, weil zwar die zwei Jahre, aber nicht ihre Zeit rum war. Dieses Jahr wurde sie 70 Jahre alt. Was sich die Ärzte nicht erklären konnten, wurde Wirklichkeit. Sie lebt. Gott ist so viel größer, seine Macht ist nicht gebunden.

Können wir das glauben oder neigen wir dazu uns eine Antwort darauf zurechtzuzimmern?
"Der Tumor hat sich eingekapselt, er war doch nicht so schlimm..." Aber es bleibt: Gott ist größer! Und manchmal muss er uns einfach aufzeigen, wo zwar wir mit unseren Weisheiten am Ende sind, aber Er noch lange nicht.

Impuls - 7. Juli

Ich sprach, da ich weglief vor Angst: Ich bin verstoßen aus deinen Augen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir schrie.
(Psalm 31,23/ZUB)

Am Wege saß ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und viele fuhren ihn an, er sollte schweigen. Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her!
(Markus 10,46-48.49)

Bartimäus ist einer meiner Lieblingshelden in der Bibel. Ja, Sie lesen richtig! Für mich ist er ein Held - ein Mann, von dem ich einiges lernen kann.

Wir begegnen ihm erstmal in Form eines blinden Bettlers, der tagein tagaus da saß und für seinen Lebensunterhalt betteln musste. Einer normalen Arbeit nachzugehen war ihm durch seine Blindheit nicht möglich. Aber plötzlich kam Jesus in seine Stadt, auch wenn er ihn nicht sah, wusste er doch um seine Präsenz. Vielleicht hatte er davon gehört, es von den vorbeilaufenden Menschen aufgeschnappt oder er spürte einfach, dass Jesus da war. Und er wusste, jetzt ist seine Chance diesen Jesus kennenzulernen. Und er schrie, er schrie nach Jesus. Auch dann, als versucht wurde, ihn daran zu hindern, er schrie umso lauter.

Wann haben wir aufgehört nach Jesus zu rufen - ja, nach ihm zu schreien? Vielleicht haben uns unsere Umstände daran gehindert oder wir resignierten, weil wir dachten, wir fänden kein Gehör. Vielleicht haben uns auch Menschen daran gehindert, indem sie uns weismachen wollten, dass es doch eh keinen Zweck hat.

Egal wie unsere Gründe dafür waren und vielleicht noch sind. Für Bartimäus gab es keine. Nichts konnte ihn daran hindern, nach ihm zu rufen. Und für Jesus gab es auch keinen Grund, ihn nicht zu hören. Keine Krankheit, keine anderen Menschen. Für ihn zählte nur das Rufen eines Mannes, dem auch er begegnen wollte.

Zu dieser Zeit gehörte Bartimäus eher zu der unteren Schicht der Gesellschaft, ein armer Bettler, ein Nichtsnutz. Aber für Jesus war er so viel mehr. Für ihn war er kein einfacher Bettler, sondern sein Kind, über dessen Rufen er sich freute, an dem er seine Herrlichkeit offenbar machen wollte. Und es auch tat. Denn er schenkte ihm das Augenlicht. Das Besondere in dieser Begegnung ist dieser Moment. Das Erste das dieser blinde Bettler sah waren die Augen von Gottes Sohn. Die Augen Jesus, der ihn so sehr liebte, dass er für ihn ans Kreuz ging.

Gut, wir sind zwar nicht blind, aber ich glaube, dass es in unserem Leben Punkte gibt, an denen wir blind geworden sind. Vielleicht im Umgang mit unseren Freunden, Familie. In unserer Arbeit oder uns selbst gegenüber. Bartimäus hatte den Mut sich die Augen öffnen zu lassen. Denn damit änderte sich sein Leben radikal. Er konnte sehen, was sicherlich mehr Herausforderungen mit sich zog. Plötzlich musste er sich dem Leben völlig anders stellen, sich z.B. eine Arbeit suchen... Aber er vertraute Jesus und wusste, er würde ihm auch dafür die Kraft geben.  Ich wünsche uns heute Mut nach Jesus zu rufen, egal was wir denken, was andere sagen. Den Mut uns die Augen öffnen zu lassen, auch wenn es uns vor neue Herausforderungen stellt. Ich wünsche uns, dass wir seine Herrlichkeit  erleben und die Kraft die uns dann weitergehen lässt.

Impuls - 6. Juli

So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein.
(Psalm 103,12)

Wo die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden.
(Römer 5,20)

Sünde ist kein schönes Wort und auch vom Inhalt her nicht gerade erstrebenswert. Ich weiß nicht wie es ihnen geht, aber mich mit Sünde auseinanderzusetzen ist nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Und dennoch stoßen wir nicht nur in der Bibel auf sie, sondern leider auch in unserem täglichen Leben. Viel zu oft erwische ich mich in der Sündenfalle. Ich tue Dinge, die weder mir, noch anderen gut tun oder hab Gedanken, die das Gleiche mit sich ziehen.

Als Kind habe ich einmal, um cool zu sein, einen Radiergummi geklaut. Zwar hinterziehe ich keine Steuern, werde gewalttätig oder tu sonst etwas Schlimmes. Aber im Kleinen gelingt es mir durchaus... Ich rede oder denke schlecht über andere, nicht immer, aber doch schon so, dass es mir sofort  einfällt. Jetzt können wir denken, dass dies doch gar nicht so schlimm ist, zumal es viel schwerwiegendere Sünden gibt. Interessant, dass es keine Top-Liste der schlimmste Sünden in der Bibel gibt. Sünde ist Sünde. Egal wie groß oder wie klein, eines haben alle gemeinsam: Sie trennen uns von Gott.

Als Adam und Eva von der verbotenen Frucht aßen, versteckten sie sich vor Gott. Sie wussten genau, sie haben falsch gehandelt. Vielleicht versteckten sie sich aus Scham oder auch aus Angst wie Gott darauf reagiert. Auch uns geht es so. Am liebsten würden wir uns verstecken. Wir errichten geistige Mauern, um nicht gesehen zu werden. Wir schämen uns, ärgern uns über uns selbst und denken, dass Gott uns doch nicht immer noch lieben kann. Zumal wir uns in diesen Momenten ja nicht mal selbst lieben können.

Aber Gott ist so anders. Es ist nicht so, dass Gott sich denkt, dass er dann nichts mehr von uns wissen möchte, im Gegenteil. Wo wir sündigen ist seine Liebe und Vergebung umso stärker. Weil Jesus nicht will, dass uns irgendetwas von ihm trennt. Deshalb ging er ans Kreuz, gab sein Leben für unsere Schuld, damit wir zu ihm gehen können.

Impuls - 3. Juli

Deine Hände haben mich gemacht und bereitet; unterweise mich, dass ich deine Gebote lerne.
(Psalm 119,73)

Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und lieben uns untereinander.
(1. Johannes 3,23)

Es gibt vieles im Glauben dass uns gut tut und einiges dass uns herausfordert. Heute lesen wir, dass wir kein Zufall sind, keine Laune der Natur, sondern Gottes Kreation. Der Theologe Hans-Joachim Eckstein sagte einmal: "Du bist der Wunsch, den sich Gott selbst erfüllt hat." Er wollte, dass wir leben, seine Hände haben uns gemacht. Aus kleinen Zellteilchen wurde ein Mensch geformt - und nicht irgendeiner oder irgendwer, ondern Sie, ich, wir. Das zu glauben, kann uns gut tun und sehr erleichtern.

Zu wissen, dass wir Gottes Wunsch sind ist das eine, anzunehmen, dass wir so in Ordnung sind, wie wir sind, das andere.  Also mir würden schon ein paar Kleinigkeiten an mir auffallen, die mir nicht so gefallen... Anzunehmen dass Gott mich aber genauso wollte, kann mich aus dem ewigen Genörgel an mir herausholen. Denn mit Verlaub: Sollte Gott Fehler machen? Ich glaube nicht, daher sind seine Gebote auch nicht veraltet, sondern sind nach wie vor aktuell.

Dennoch klingelt etwas in unserem Verstand, nagt an uns. Denn Gebote empfinden wir als Eingrenzung, als Beschneidung. In unseren Gästehäusern möchten wir möglichst wenige Verbotsschilder aufhängen. Aufgrund Corona sind wir aber dazu verpflichtet. Das "Zukleistern" mit den  Schildern empfinde ich fast als "freiheitsberaubend" für mich und unsere Gäste. Dennoch sind sie wichtig. Sie werden nicht von einer Regierung vorgeschrieben, die uns damit ärgern möchte, sondern sie entsprechen dem Wunsch uns zu schützen. Manchmal müssen wir uns erst damit auseinandersetzen, damit sich uns der Grund dahinter erschließt. So ist das auch mit Gottes Geboten. Daher möchte ich seine Gebote "lernen", herausfinden wie sie mich verändern und schützen können. Sie auch?

Impuls - 2. Juli

HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen.
(Psalm 8,2)

Er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.
(Lukas 1,49)

In manchen Gottesdiensten lädt der Pastor zu Beginn ein, sich kurz zu seinem Nachbar umzudrehen, um sich über eine Frage auszutauschen. Im Hinblick auf unseren heutigen Text wäre es die Frage: "Was hat Gott bei Ihnen in der letzten Woche Großes getan?" Das waren und sind manchmal die Momente, an denen ich mich am liebsten verkriechen möchte. Irgendwie scheint mir dann auf Anhieb nichts einzufallen... Würde Ihnen etwas spontan zu dieser Frage einfallen?

Ich glaube nicht, dass es keine Antwort gibt, sondern eher, dass ich manchmal blind oder taub dafür geworden bin. Oder dass ich vieles einfach für selbstverständlich hinnehme. Kennen Sie das? Daher ist es gerade gut, sich dieser Frage zu stellen. Um wieder ein Bewusstsein für sein Wirken an und in uns zu bekommen.

Meine Antwort ist heute, dass mir der Herr meine Freundin wieder geschenkt hat. Durch schmerzhafte Ereignisse hatten wir uns verloren. Es war nicht mal so, dass wir viel zu der Situation beitragen konnten und trotzdem trennten sich unsere Wege. Zueinander finden erschien unmöglich. Zuviel Schmerz, Unverständnis, Ohnmacht lagen dazwischen.

Aber in der Zeit wo wir uns weder sahen noch hörten, arbeitete Jesus in unseren Herzen. Er ließ es nicht auf sich beruhen, sondern ging unseren Gefühlen nach und verwandelte sie Stück für Stück in Vergebung, Annahme und Verständnis. Das war und ist etwas Großes, etwas Besonderes und Kostbares für mich. Von mir heraus, hätte ich es nicht vermocht.

Heute haben wir zusammen das Hofcafé gemacht. Unsere Freundschaft ist nicht wie früher, sie ist viel mehr geworden. Reiner, tiefer und vielleicht auch geläuterter. Und ich kann voller Dankbarkeit erzählen, dass Gott große Dinge an mir und für mich getan hat.

Impuls - 1. Juli

Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?, spricht der HERR.
(Jeremia 23,24)
 
Wenn jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt.

(1.Korinther 8,3)
 
Als Kinder haben wir oft und gerne Verstecken gespielt. Man konnte es immer und überall spielen und es machte einfach Spaß, sich immer noch bessere Verstecke zu suchen. Vor meinen Eltern habe ich auch - wenn ich etwas angestellt hatte - teilweise versucht, etwas zu verstecken, was aber meist nicht sehr erfolgreich war.

Manchmal ertappe ich mich selbst dabei, wie ich versuche, mich oder etwas vor Gott zu verstecken. Vielleicht ist mein schlechtes Gewissen der Grund, weil ich bewusst Dinge getan oder gesagt habe, die Gott nicht gutheißt. Oder aber es sind innere Konflikte oder Konflikte mit Gott, vor denen ich versuche davonzulaufen, anstatt mich damit auseinanderzusetzen. Ich stecke jeweils den Kopf in den Sand und glaube der Lüge, dass es dann diese Probleme nicht mehr gibt. Das Problem an der Sache ist, dass, egal wie gut wir etwas vor Gott zu verstecken versuchen, er es trotzdem sieht und uns durchschaut. Vielleicht schaffen wir es uns selbst zu betrügen, aber Gott lässt sich nicht betrügen.

Es geht Gott aber nicht darum, unsere Fehler aufzudecken und uns dann zu strafen, sondern er möchte uns retten und befreien. Wie bei einer guten Freundschaft oder Beziehung kostet es anfangs Kraft, die Probleme anzusprechen, zu benennen, und dann auszudiskutieren, aber letztlich schafft das eine tiefe Verbundenheit und wirkliche Freiheit. Gott sieht alles was wir tun oder denken, aber er liebt uns und will uns nahe sein. Deshalb müssen wir uns vor ihm weder schämen noch fürchten, sondern dürfen uns seiner Liebe gewiss sein.

D.M.

Impuls - 30. Juni

Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.
(Psalm 27,8)

An meinem Schlüsselbund hängen ziemlich viele Schlüssel. Eigentlich unmöglich ihn zu verlieren. Und trotzdem passiert mir das nur allzu oft. Meine Kollegen können Ihnen ein Lied davon singen, wie oft sie mir beim Suchen helfen müssen.

Im Leben verlieren wir ziemlich viel. Nicht nur Schlüssel oder Geldbeutel. Wir verlieren geliebte Menschen, Freunde. Manchmal auch  Freude, die Leichtigkeit , Frieden oder sogar leider den Glauben. Sich danach auf die Suche zu machen sie wieder zu finden, ist anstrengend. Das fängt beim Schlüssel an und endet bei den Dingen, die schwer wieder zu finden sind. Aber egal wie anstrengend die Suche ist, sie ist dennoch wichtig. Immer wieder. Denn es sind die Dinge, die unser Leben leichter machen.

Dann sind wir auf der Suche nach Dingen, die wir vermissen, brauchen oder auch denken, dass wir sie brauchen. Auch da beginnt die Suche nach alltäglichen Dingen, wie zum Beispiel das richtige Outfit für eine Party, und steigert sich bis hin zum richtigen Partner. Wir suchen unendlich viele Dinge in unserem Leben. Doch wann endet unsere Suche?

Gott lädt uns ein, ihn zu suchen. Sein Antlitz, seine Gegenwart. Kann es sein, dass wir in Gott fündig werden? Das unsere Suche ein Ende findet? Ich bin davon überzeugt, dass seine Gegenwart uns mit allem versorgt, was unsere Seele braucht. Er kann uns Ruhe, Frieden, Glück, Glauben schenken. Und das nachhaltig, nicht kurzfristig, sondern auf die Ewigkeit ausgerichtet. Das Tolle ist, dass er sich von uns finden lassen wird. "Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen", spricht der Herr. Bestimmt wird es wieder so sein, dass ich meinen Schlüssel verlege, aber ich kann getrost dein, denn die wichtigste Suche findet ihr Ziel: Gott.

Impuls - 29. Juni

Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, sodass sie mir kein Leid antun konnten.
(Daniel 6,23)

Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um.
(2. Korinther 4,9)

Ist Verfolgung für uns, die wir in Deutschland leben, überhaupt ein Thema? Eigentlich habe ich keine Angst, wenn ich das Haus verlasse, dass mich jemand verfolgen oder mir jemand etwas antun könnte. Nüchtern betrachtet bin ich keiner wirklichen Gefahr ausgesetzt. Und doch sind diese Verse auch an mich gerichtet.

Verfolgung meint eben nicht nur die offensichtliche physische Verfolgung, die es leider auch heute noch in einigen Teilen der Erde gibt. Und selbst bei uns in Deutschland müssen Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, teilweise mit Bedrohungen und Verfolgungen rechnen, wenn sie kritisch Stellung beziehen.

Aber wo, wird das Thema für mich persönlich relevant? Obwohl ich an Gott glaube, fällt es mir oft schwer klar Stellung zu beziehen. Wie oft hätte ich die Chance Freunden oder Kollegen von Gott zu erzählen, ihnen seine Liebe näher zu bringen, aber stattdessen schweige ich. Ich verhalte mich passiv, aus Angst vor einer negativen Reaktion, aus Angst vor Ablehnung, vor schiefen Blicken. Das sind zwar keine bedrohlichen Situationen und doch ist es ein innerer Kampf, den es zu bewältigen gilt.

Jesus verspricht uns nicht, dass wir keinen Gegenwind erleben werden, im Gegenteil, er bereitet uns klar und deutlich darauf vor, dass wir auch Ablehnung und Zurückweisung erleben werden. Aber wir dürfen trotzdem mutig und hoffnungsvoll sein, weil wir nicht alleine sind. Jesus geht mit uns da durch, er beschützt uns und bewahrt uns. So wie er Daniel vor den Löwen bewahrt hat, so bewahrt er auch uns vor den großen und kleinen Angriffen in unserem Leben. Mit dieser Gewissheit will ich versuchen, vor möglichen Konfrontationen nicht wegzulaufen, sondern ihnen mutig entgegentreten.

D.M.


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