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Impuls

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Wir aus den Gästehäusern Gussow möchten euch ab sofort täglich – von Montag bis Freitag – einen geistlichen Impuls mitgeben.

Wir hoffen, dass euch diese Worte ein bisschen Kraft, Mut und Zuversicht geben für die Herausforderungen, die wir derzeit alle meistern müssen.

Impuls - 4. Dezember

Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf. (Psalm 127,2)

Euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.
(Matthäus 6,8)

Meine Schwester managt einen sechsköpfigen Haushalt. Selbstredend wieviel Zeit und Arbeit sie damit hat, ihn auch am laufen zu halten. Darüber hinaus, weiß sie genau was wer, wann, wie braucht. Ist morgens Sportunterricht ihres Sohnes, liegen die passenden Klamotten bereit, hat mein Schwager einen THW-Einsatz, ist auch hierfür alles vorbereitet. Der Kühlschrank ist nie leer, sondern egal wann die hungrigen Mäuler ihn aufreißen, sie finden was. Und nicht nur das, sondern meist kauft sie die Dinge, die ihr Mann und ihre Kinder besonders mögen.  

Sie müssen meine Schwester nicht erst darum bitten, sie weiß es bereits und kümmert sich darum.
Meine Schwester kümmert sich, weil sie ihre Familie liebt und weil sie ihren Mann, ihre Töchter, ihren Sohn kennt. Ja, sogar die Freunde ihrer Töchter kennt sie und weiß was sie gerne haben. Dem geht eine vertrauensvolle und liebevolle Beziehung voraus. Sie sind im Kontakt miteinander und leben nicht nur nebeneinander her. Ich glaube, auch wenn dies der Fall wäre, meine Schwester wüsste dennoch genau um die verschiedenen Bedürfnisse.

Bei Gott ist das ähnlich. Auch er weiß was wir brauchen, bevor wir ihn darum bitten. Er kennt uns durch und durch, er weiß um unsere Fehler und Schwächen, genauso wie um unsere Stärken und Gaben. Aber auch er wünscht sich Beziehung zu uns. Dass wir, auch wenn wir wissen, dass ihm nichts verborgen ist,  dennoch zu ihm kommen, alles vor ihm ausbreiten. Er wünscht sich Nähe, Vertrauen. Eine Intimität, die zwar um alles weiß, sich aber in Beziehung zueinander und im Miteinander ausdrückt. Daher ist das Gespräch, das Gebet nicht etwa überflüssig, sondern die Grundlage für eine tiefe und wachsende Beziehung.

Impuls - 3. Dezember

Ein jeder gebe, was er geben kann nach dem Segen, den dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. (5.Mose 16,17)

Wenn der gute Wille da ist, so ist jeder willkommen nach dem, was er hat, nicht nach dem, was er nicht hat.
(2.Korinther 8,12)

Wenn man mich nach meinen Stärken und Schwächen fragen würde, könnte ich sofort eine Reihe von negativen Eigenschaften aufzählen. Auf der Seite der Stärken müsste ich erst einmal überlegen. Das liegt daran, dass ich einiges eher als „normal“ bezeichnen würde und nicht als eine besondere Stärke. Zum anderen, weil ich mir bei vielem denke, dass jemand anderes darin sowieso besser ist als ich. Es gibt so viele Dinge, in denen ich gerne besser oder anders wäre und wenn man dann noch sieht, was der Nachbar alles hat oder wie beliebt der Kollege ist, wie dem Bekannten alles in die Hände fällt, machen sich schnell Unzufriedenheit und Neid breit.

Wir Menschen neigen dazu, chronisch unzufrieden zu sein, weil wir uns vielmehr darauf fokussieren, was wir nicht haben oder nicht können, anstatt das zu sehen, was einem selbst alles geschenkt ist. Natürlich ist es gut, seine Schwächen zu kennen, Vorbilder zu haben und sich verbessern zu wollen. Mindestens genauso wichtig ist es jedoch seine Talente zu kennen, diese auszubauen und gezielt einzusetzen. Wenn wir immer nur dem hinterherlaufen, was andere gut können, verschwenden wir das Potential, das in uns steckt. Anstatt ständig unzufrieden zu sein, sollten wir uns vielmehr in Dankbarkeit üben, über das, worin wir beschenkt und gesegnet sind.

D.M.

Impuls - 2. Dezember

Ich traue auf den HERRN. Wie sagt ihr denn zu mir: Flieh wie ein Vogel auf die Berge! (Psalm 11,1)

Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. (Johannes 14,27)

"Das raubt mir den Schlaf", wir haben bestimmt alle schon einmal dieses Zitat gehört oder selbst gesagt. Denn vieles kann uns den Schlaf rauben. Die Liste ist lang. Schweres Essen vor dem Schlafengehen, eine falsche Matratze, unsere Katze, die scheinbar auf unserem Bauch am besten schläft... Und natürlich Sorgen und Gedanken, die uns quälen, uns den Schlaf rauben. Wie eine innere Sorgenfabrik, die gerade nachts Überstunden macht. Leider finden wir den Ausschaltknopf nicht, es rattert und rattert.

Was wir brauchen ist Frieden. Mitten hinein in unsere Sorgen und Ängste, in unsere Nöte und Gedanken. Einen Frieden, der selbst den stärksten Sturm ruhig werden, den brüllenden Löwen wie ein Kätzchen surren lässt. Diesen Frieden erhalten wir nicht von außen und auch lange nicht durch diese Welt. Das Einschalten des Fernsehers bürdet uns noch mehr Sorgen auf. Gerade in dieser Corona-Zeit. Alle Tipps und Tricks, die man dazu im Internet lesen kann, helfen nur bedingt oder kurzzeitig.
Einen Frieden, der uns im Sturm schlafen lässt, finden wir allein bei und in Gott.

Als Jesus mit seinen Jüngern auf einem Boot unterwegs war, zog ein derartiger Sturm auf, dass selbst die erfahrensten Fischer unter ihnen Angst hatten. Aber Jesus schläft. In ihm ist der Friede seines Vaters, der ihm trotz des tosenden Sturms Ruhe schenkt. Er weiß, er ist geborgen und sicher. Jesus  selbst ist der Friedensfürst. Sein Friede ist größer und stärker als jede Laune der Natur, jede Macht der Welt. Er ist größer als unsere Sorgen und unsere Gedanken. Und diesen Frieden will und wird er uns schenken, damit die Sorgenfabrik in unserem Herzen Konkurs anmeldet. 

Impuls - 1. Dezember

Bleibe als Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich segnen. (1. Mose 26,3)

Führt euer Leben in Gottesfurcht, solange ihr hier in der Fremde weilt. (1. Petrus 1,1)

Seit mehr als sieben Jahren wohnen wir hier in Brandenburg. Auch wenn wir fast alle Deutsche sind, so fühlten wir uns anfangs als Fremde im eigenen Land. Nicht nur am Dialekt war spürbar, dass wir irgendwie anders waren. Die Gebräuche sind unterschiedlich, die Einstellungen oder Verhaltensweisen. Das kann sicher jeder bejahen, der schon einmal in einem anderen Bundesland gelebt hat.

Den Israeliten ging es da nicht besser, wenn nicht sogar noch schlimmer. Sicherlich wäre es für sie  einfacher gewesen, an einen Ort zu gehen, wo alle genauso ticken, genauso sind wie sie. Und dennoch kam die Zusage von höchster Stelle zu bleiben. Gottes Plan war ein anderer, als ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse. Aber sein Plan sah auch vor, sie zu segnen, sein Plan sah vor, bei Ihnen zu sein. Egal wie die Herausforderungen waren.

Gottes Plan ist nicht immer der einfache Weg, nicht immer der bequeme und nicht immer erkennbar. Aber ER hat einen. Und wir dürfen lernen, ihm darin zu vertrauen. Durch Corona verändert sich vieles, gerade in unserer Arbeit ist nichts mehr wie es war. Gestern meinte eine Freundin und Mitarbeiterin zu mir, dass sie Angst hätte, wir könnten wieder gehen, woanders hin, wo die berufliche Herausforderung leichter wäre.

Diese Sorge konnte ich ihr erstmal nehmen. Denn auch wir durften und dürfen das Vertrauen in Gottes Plan entdecken und lernen. Auch wenn es bei uns ab und an noch sprachliche Hürden gibt, fühlen wir uns an diesem Ort berufen und darin gesegnet. Wir fanden Freunde, ein Zuhause in der Ferne. Menschen, die uns unterstützen, die uns zeigen, dass es sich lohnt dort zu sein, wo uns Gottes Plan berufen hat. Vielleicht fühlen Sie sich auch irgendwo, irgendwie fremd. Dann möchte ich Ihnen Mut machen, an Gottes Plan für Sie festzuhalten. Er ist bei Ihnen und wird sie segnen.

Impuls - 30. November

So spricht der HERR Zebaoth: Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an. (Sacharja 2,12)

Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. (Römer 8,33)

Neulich kam in unserer Gemeinschaft das Thema "Buße" auf. Nicht gerade das angenehmste Thema. Aufgewachsen bin ich in der katholischen Kirche, daher kam ich schon als Kind damit in Kontakt. Wir  "mussten" vor der Erstkommunion eine Beichte ablegen. Ich erinnere mich noch gut an das erste Mal im Beichtstuhl. Uns war es aber noch gar nicht so richtig bewusst, was das bedeutet und was wir eigentlich beichten müssen. Unser Pfarrer sagte:"Wenn euch nichts einfällt, dann sagt: Ich habe gelogen, ich habe betrogen, ich habe die Katze am Schwanze gezogen!". Dieses kindliche Bekenntnis lässt mich schmunzeln. Aber wie sieht es heute aus?

Uns Erwachsenen ist durchaus bewusst, was wir alles beichten können bzw. zu beichten haben. Da ist das Ziehen am Schwanz einer Katze fast schon harmlos. Es sind z.B. die negativen Gedanken gegenüber anderen Menschen, unsere Habgier, unser Neid, der uns quält. Die vielen Notlügen oder das Feilschen um die zu entrichtenden Steuern oder gar der Ehebruch. Wenn wir uns das vor Augen halten, sind wir alles andere als gerecht.

Aber - und das ist die gute Nachricht: Gott ist hier. Und er macht uns gerecht. Er hat den Preis für unsere Schuld am Kreuz bezahlt, damit wir gerecht werden. In der Buße nageln wir unsere großen und kleinen Sünden ans Kreuz und dürfen erleben, dass sie keine Macht mehr über uns haben. Er wirft sie ins äußerste Meer und niemand und nichts hat das Recht sie wieder herauszufischen. Auch wir nicht. Meist ist es schwerer, uns selbst zu vergeben, denn wir sind Meister darin uns, unsere Schuld, unsere Fehler, unser Versagen vorzuhalten. Aber wenn wir zu Jesus  kommen, nimmt er sie weg und macht uns gerecht.

Ich möchte Sie einladen, sich heute Zeit zu nehmen und Jesus alles hinzugeben was zwischen Ihnen und ihm steht. Beichten Sie ihm Ihre Schuld. Jesus vergibt gerne, immer und immer wieder. Nehmen Sie dieses Geschenk an. Er ist hier und wartet auf Sie.

Impuls - 27. November

Herr, vor dir liegt all mein Sehnen, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen. (Psalm 38,10/ZUB)

Wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt. (Jakobus 1,3)

Weihnachten war für uns Kinder immer etwas Besonders. Gut, wenn wir ehrlich sind, dann lag unsere Aufregung und Freude  darin, dass wir Geschenke bekamen. Darauf freuten wir uns am meisten. Wir konnten die Tage vor Neugier fast nicht aushalten. Um sie ein bisschen erträglicher zu machen, gab es den Adventskalender. Je mehr Türchen offen waren, desto schneller kam Weihnachten. Das half uns, uns zu gedulden.

Weihnachten ist aber mehr als die Geschenke unter einem Baum. Mehr als jeden Tag Schokolade hinter Türchen vorzufinden. Denn der König kommt! Er wird Mensch und kommt zu uns! Und zwar hinein in unser Sehnen, in unser Seufzen, hinein in unsere Ungeduld. Dafür hat sich Jesus entschieden. Er wartet nicht bis wir nur pure Freude in uns tragen oder unser Lachen bis zum Himmel reicht, sondern er kommt zu uns. Egal wie die Umstände sind.

Manchmal müssen wir in unserem Seufzern geduldig sein, was unheimlich schwer ist. Umso größer ist das Geschenk, wenn wir glauben können. Glauben an Gott, dass das Unsichtbare sichtbar wird, der König kommen wird. Lassen Sie uns mit diesem Wissen bewusst in die Weihnachtszeit starten. Es verändert vielleicht nicht unsere Umstände, aber unsere Haltung dazu und unser Herz.

Impuls - 26. November

Nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen. (1. Chronik 29,13)

Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus. (Epheser 5,20)

Wer unsere Impulse verfolgt, hat sicher festgestellt, dass uns das Thema Dankbarkeit schon öfter beschäftigt hat. Gott zu danken soll dabei aber keine Disziplin sein, in der man sich "Fleißpunkte" im Himmel verdienen kann. Zu danken ist vielmehr eine besondere Möglichkeit, sich bewusst zu werden, was man alles Gutes von Gott erfahren hat. Wir lenken unseren Blick und unsere Haltung weg von Dingen und Umständen, die uns schwer fallen, hin zu den Dingen und Erfahrungen, die uns gut getan haben und tun. Darin liegt eine Art Balsam für die Seele, die uns gerade in schweren Zeiten wieder Mut, Hoffnung und Zuversicht schenkt. So dürfen wir an unseren guten Zeiten Gottes Handschrift erkennen und lernen sie auch in schwereren wahrzunehmen.

Eine liebe Freundin von mir geht gerade durch ein ziemlich dunkles Tal. Bewegend ist ihre Haltung während sie jeden Tag versucht emotional zu überleben. Sie verschweigt die schlimmen Dinge nicht, die ihr widerfahren und jeden Tag neu herausfordern, aber sie sucht in ihnen Gott. Sie ist trotz allem Gott dankbar und findet immer wieder Gründe, ihm dankbar zu sein. Dadurch bleibt sie nicht in ihrem Schmerz, ihren Sorgen stehen, sondern ist sich sicher, dass Jesus auch mit diesem Kapitel ihres Lebens Geschichte mit ihr schreibt. Und es wird eine gute Geschichte werden. Kann es sein, dass Dankbarkeit gegenüber Gott vielmehr eine Hilfe für uns ist, als uns das bewusst ist? Lassen Sie es uns herausfinden und heute damit anfangen.

Impuls - 25. November

Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet! (Psalm 34,9)

Kommt, alles ist schon bereit!
(Lukas 14,17/ZUB)

Kommen Ihnen unsere Verse heute bekannt vor? Bestimmt, meist hören wir sie in den Gottesdiensten vor dem Abendmahl. Es ist ganz erstaunlich, dass sich der Herr wünscht, dass wir ihn mit allen Sinnen erfahren. Wir hören nicht nur von ihm, wir sollen auch sehen und schmecken wie freundlich er ist. Scheinbar ist es wichtig, dass wir Gott nicht nur einseitig erleben, sondern mit all unseren Sinnen.

Wenn wir an unseren letzten Urlaub denken, bleibt nicht nur die Tatsache, dass wir nicht arbeiten mussten in Erinnerung, sondern dass das Wetter toll war, die Natur nur so Funken sprühte, das Miteinander schön und das Essen lecker und reichhaltig war. So bleiben uns die Tage besser in Erinnerung und wir zehren noch in unserem Alltag davon.

Wie die Erinnerungen an unseren Urlauben uns über den manchmal tristen Alltag hinweghelfen können, so möchte auch Jesus uns im Alltag begegnen. Er wünscht sich - und uns, dass wir ihn so wahrnehmen, dass unsere Augen leuchten, wenn wir an ihn denken, von ihm erzählen. Noch erstaunlicher ist, dass wir kommen dürfen und alles ist vorbereitet. Wir müssen nicht erst sagen was wir möchten, es ist bereits da. Und Gott weiß genau, was Sie sich wünschen. Einen starken Kaffee, ein kühles Weißbier oder ein Glas Prosecco? Doch der vorbereitete Tisch von Jesus hält noch Besseres bereit. Vielleicht brauchen sie einen großen Schluck Vertrauen, einen Schluck Glauben. Ein Glas Hoffnung, Zuversicht. Oder Freude?!

Setzen Sie sich an seinen Tisch, er hat alles vorbereitet, greifen Sie zu.

Impuls - 24. November

Aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes. (Psalm 98,3)

Zündet man denn ein Licht an, um es unter den Scheffel oder unter die Bank zu setzen? Und nicht, um es auf den Leuchter zu setzen? (Markus 4,21)

Kennen Sie den Unterschied zwischen einer arabischen Hausfrau und einer deutschen Hausfrau? Wenn man bei einer Familie zu Gast ist und man riecht schon das Essen, entgegnet man ja meist mit den Worten: "Oh das riecht aber lecker!" Darauf antwortet eine deutsche Hausfrau meist: "Ja, ich hoffe, es schmeckt auch". Eine arabische Frau hingegen antwortet: "Ja, das schmeckt auch gut. Ich bin eine gute Hausfrau!".

Der Unterschied liegt auf der Hand. Während wir versuchen unser Können herunterzuspielen, ist sich die arabische Frau ihres Könnens bewusst und steht dazu. Warum fällt es uns schwer, zu unseren Leistungen zu stehen? Gut, man kann denken, dass es einem wirklich nicht bewusst ist, ob das Resultat auch schmeckt... Aber das Beispiel macht klar, dass wir dazu neigen, unsere Leistungen, unsere Gaben herunterzuspielen. Wir tun sie als normal und selbstverständlich ab, anstatt uns daran zu freuen. Und daran, dass wir etwas Tolles gemeistert haben.

Aber genau dazu werden wir ermutigt. Wir dürfen uns an uns und unseren Leistungen freuen. Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, wenn uns bewusst wird, wer in uns die Gaben gelegt hat. Gott selbst freut sich an Ihnen und an dem was Sie tun. Das zu glauben ist eine Herausforderung, die aber nicht leichter zu meistern ist, wenn wir uns und unsere Gaben eher verstecken, anstatt sie zu zeigen.

Impuls - 23. November

Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen. (Jesaja 57,15)

Jesus sah die große Menge; und sie jammerten ihn, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.
(Markus 6,34)

Was anfangs eher an einen Science Fiction-Film erinnerte, wurde weltweit bittere Realität. Die Pandemie hat uns fest im Griff und geht nicht spurlos an uns vorbei. Die Zahl der infizierten Menschen steigt, ebenso wie die Angst davor. Ganz zu schweigen von den schwindenden Intensivplätzen in den Kliniken. Für viele geht es an die Existenz. Einnahmen bleiben aus, zuvor sichere Arbeitsplätze stehen plötzlich in Frage. Und das sind nur einige Beispiele der Herausforderungen, mit denen die Menschen weltweit zu kämpfen haben. Da kann man schon sagen, dass wir zerschlagen bzw geschlagen sind...

Jesus hatte Mitleid mit einer großen Menschenmenge. Jetzt waren diese Menschen nicht durch eine Pandemie gebeutelt, auch wenn sicher ein paar dabei waren, die mit Krankheiten und anderen Leiden  kämpften. Denn jeder trägt sein Päckchen, manches ist schwerer, manches leichter. Und Jesus jammerte als er sie sah. Wieviel muss es ihn heute jammern, wenn er auf uns Menschen schaut? Wie wir in einer ständigen Unsicherheit leben, Ängste an uns zerren, sich Krankheit ausbreitet?

Ich glaube, es jammert ihn sehr. Und ich glaube, dass er sich auch wünscht, dass wir in dieser Zeit nicht wie Schafe umherirren, die sich verlaufen haben, sondern Ausschau nach dem Hirten halten. Ein Schaf braucht seinen Hirten, es muss seine Stimme hören, die den Weg nach Hause zeigt. Es braucht den Hirten, der es versorgt, dem Schaf Trost spendet, es nicht alleine lässt. Jesus möchte unser Hirte sein.
Ich wünsche Ihnen, dass sich seine Zusage wie ein Balsam um Ihr Herz legt und Hoffnung aufkeimen lässt. Denn gerade jetzt, ist es das, was wir brauchen.

Impuls - 20. November

Er ändert Zeit und Stunde; er setzt Könige ab und setzt Könige ein. (Daniel 2,21)

Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker. Wer sollte dich, Herr, nicht fürchten und deinen Namen nicht preisen?
(Offenbarung 15,3-4)

Der heutige herausfordernde Stolperstein in unserem Vers ist das Wort "fürchten". Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber irgendwie ist es doch komisch. Auf der einen Seite sollen wir uns "fürchten" vor Gott, auf der anderen Seite ist er unser Vater im Himmel. Also wenn sich ein Kind vor seinem Vater fürchtet, dann läuft doch irgendwas falsch, oder? Wenn mir mein Neffe Luca sagen würde, dass er sich vor seinem Papa fürchtet, würde mir das zu denken geben.

Also was ist gemeint mit dieser Gottesfurcht? Was sagt die Bibel dazu? Es gibt eine große Anzahl von Stellen in der Bibel, die sich um "Gottesfurcht" drehen. Ein tiefes Eintauchen würde den Rahmen sprengen, daher nur kurz zusammengefasst: Fürchten setzt immer eine Beziehung voraus.

Mit der Furcht vor Gott ist nicht Angst gemeint, sondern die Anerkennung und Achtung gegenüber Gott, der über mir steht. Es ist das Bewusstsein der Größe und Erhabenheit, der Autorität Gottes.
Ein tiefes Bewusstsein seiner Heiligkeiten verbunden mit dem Wunsch, unser Leben in seinem Willen und zu seiner Ehre zu leben.

Mein Neffe würde andere Worte finden. Er würde sagen:"Ja Papa, ich weiß ja, du bist größer als ich, du hast alles im Griff! Du bist mein Papa und ich hab dich lieb. Auch wenn ich nicht verstehe, warum ich noch kein Auto fahren darf, weiß ich, dass du es gut mit mir meinst und ich dir vertrauen kann."

Impuls - 18. November

HERR, unser Gott, es herrschen wohl andere Herren über uns als du, aber wir gedenken doch allein deiner und deines Namens. (Jesaja 26,13)

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. (Apostelgeschichte 5,29)

Wir haben viele Autoritäten in unserem Leben. Autoritäten, denen wir Folge leisten müssen. Zum Beispiel unserem Chef, unserem Arbeitgeber, früher unseren Lehrern. Er sagt mir, was er von mir erwartet, was ich zu leisten habe. Das mag uns oft nicht passen, dennoch ist es so.

Wenn wir Kinder haben, sind auch wir Autoritätspersonen für sie. Wem Autorität gegeben wurde, muss sich der Verantwortung stellen, die damit einhergeht. Gerade in der Familie entscheiden wir im Idealfall nicht aus unserer Macht heraus, sondern aus einer liebevollen Beziehung, in der wir für das Wohl unserer Kinder entscheiden. Auch da gibt es Spannungen, nicht immer verstehen sie unser Handeln. Diese Spannungen sind aber im Nachhinein wichtig und richtig. Diese Autorität hat nichts mit einem Herumkommandieren zu tun, sondern wurde uns von Gott übertragen, damit unsere Kinder  zu mündigen und gesunden Menschen heranwachsen können.

Vielleicht liegt darin die Einladung Gottes anzuerkennen, dass er uns Menschen gibt, auf denen er für uns Autorität legt. Nicht um uns zu knechten, sondern uns zusammen ans Ziel zu bringen. In all den unterschiedlichen Beziehungen, steht aber immer Gott an erster Stelle. Er ist die höchste Instanz, die stärkste Autorität. Er überträgt sie, trägt aber auch Sorge darüber, wie sie ausgelebt wird. Seien wir getrost darin, dass selbst wenn wir erleben müssen, wie Autoritätspersonen ihre Macht falsch ausleben, der Tag kommen wird, an dem Gott für Gerechtigkeit und Heilung sorgt.

Impuls - 17. November

Um meines Namens willen halte ich meinen Zorn zurück, und um meines Ruhmes willen bezähme ich mich zu deinen Gunsten, dass ich dich nicht ausrotte. (Jesaja 48,9/ZUB

Gott hat uns errettet und uns berufen mit heiligem Ruf, nicht aufgrund unseres Tuns, sondern aufgrund seiner freien Entscheidung und seiner Gnade, die uns in Christus Jesus zugedacht wurde. (2. Timotheus 1,9/ZUB)

"Das hat mir schon mal jemand gesagt!", antworten Sie auf die Feststellung einer Bekannten, dass ihr Blumenbeet das schönste im Umkreis ist. Oder Ihr Kuchen der leckerste oder Sie so gut zuhören und mit anpacken können. Oder, oder... vielleicht ist Ihnen so etwas vertraut. Irgendwie scheint jeder das Gleiche zu sagen. Das ist zwar schön, aber doch nicht notwendig. Und irgendwann nicken sie nur noch mechanisch.

Die Verse heute morgen fallen in dieselbe Kategorie. Irgendwie stoßen wir öfter auf die Zusage, dass wir bei Gott ohne unser Zutun geliebt und errettet sind. Nicht wegen unserer Arbeit, unserem Dienst in der Gemeinde oder weil wir besonders witzig oder klug sind, sondern einfach so - um unserer selbst willen. Weil Sie Sie sind und ich ich.

Jetzt können wir auch mechanisch nicken und antworten: "Das hat mir schon mal jemand gesagt!". Wir können uns aber auch fragen, ob wir uns dessen wirklich immer bewusst sind und welche Auswirkungen es in unserem Leben hat.

Der Weg zum Herzen ist lang. Was unser Kopf weiß, heißt noch lange nicht, dass es unser Herz auch glauben kann. Irgendwie gehen Gedanken, Komplimente und Zusagen auf dem Weg zum Herz oftmals verloren oder sie verwässern. Übrig bleibt ein Halbwissen, aber kein verwurzeltes "Dran glauben".

Ich glaube Gott ist das sehr wohl bewusst und deshalb erinnert er uns voller Absicht immer wieder daran, dass wir geliebt sind. Ohne Wenn und Aber, ohne Anstrengung, Leistung, ohne besonderes Hervorzustechen. Diese Zusage soll und darf sich in unseren Herzen verwurzeln. Damit es kein Sturm rausreißen kann, denn von diesen gibt es leider genügend. Daher müssen wir Gottes Zusagen immer wieder hören und vielleicht antworten wir beim nächsten Mal: "Ja, das hat mir schon jemand gesagt und es ist immer wieder gut zu hören!".

Impuls - 16. November

Bleibt fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. (Hebräer 13,1-2)

Wer genießt es nicht an einen Ort zu kommen, an dem man willkommen ist, wo Freundlichkeit herrscht und man sich rundrum wohl fühlt? Gastfreundschaft zu erfahren, tut jedem gut. In der Bibel begegnen uns zwei Frauen, die mit diesem Thema völlig unterschiedlich umgehen. Zwei Schwestern, Maria und Martha. Eines Tages kommt Jesus mitsamt seinen Jüngern zu Besuch. Während Martha in der Küche arbeitet, sitzt Maria entspannt bei Jesus. Und das obwohl es eine Menge zu tun gibt. Das Essen kocht sich ja nicht von allein.

Warum fällt es Maria so leicht nichts zu tun? Und Martha so schwer? Vielleicht liegt es daran, dass Martha vergessen hatte, um was es bei der Gastfreundschaft geht. Der Besuch von Jesus war für sie ein Riesenevent, alles musste perfekt sein. Vielleicht wollte sie Jesus auch beeindrucken? Für Maria hingegen war es der Besuch eines Freundes, mit dem sie gerne zusammen ist. An dem sie Interesse hat. (Wie Jesus damit umgeht, können wir in Lukas 10, 38-42 nachlesen, es lohnt sich.)

Wahre Gastfreundschaft stellt den Gast in den Mittelpunkt und nicht das Ambiente. Es ist wichtiger, dass sich der Gast wohl fühlt und nicht ob das Tafelbesteck auch funkelt. Ob sich jemand bei und mit uns wohl fühlt hängt viel davon ab, wie unser Interesse an ihm ist. Wie unser Herz ihm begegnet.
Und ehrlich gesagt -  wenn ich wüsste, dass Jesus zu mir kommt oder ich einen Engel zu Gast habe, dann wäre mir diese Begegnung wichtiger als eine imponierende Menükarte. Es würden mir bestimmt viele Gesprächsthemen einfallen, statt der Frage ob auch alles schmeckt. Das Interesse an seiner Person wäre höher als das, ob mein Hähnchen schmeckt oder die Nudeln al dente sind. Wie sehen Sie ihrem nächsten Gast entgegen? Wollen Sie ihn beeindrucken oder Zeit mit ihm verbringen?

Impuls - 13. November

Ich will Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre: ich will meinen Geist auf deine Kinder gießen und meinen Segen auf deine Nachkommen. (Jesaja 44,3)

Euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.
(Apostelgeschichte 2,39)

Kennen Sie die Rose von Jericho? Sie ist ein Gewächs, das mehr mit einer vertrockneten Blume als mit einer Rose gemein hat. Sie sieht verdorrt und trocken aus, ohne jegliche Schönheit. Legt man sie aber ins Wasser, geht sie plötzlich auf. Was ohne Leben schien, treibt plötzlich aus und öffnet sich. Wasser als notwendige Nahrung, als lebensnotwendig. Ohne Wasser sieht es trostlos aus. Gerade hier in Brandenburg haben wir oft eine hohe Waldbrandgefahr.

Ich möchte Sie einladen, weg von der Natur, in ihr Herz zu schauen. Was ist in Ihnen verdorrt, vertrocknet und dürr?  Vielleicht ist es Ihre Hoffnung, Ihr Glaube, Ihre Kreativität, Ihr Vertrauen, Ihre Liebe zu sich oder zu Ihrem Partner? Was braucht in Ihrem Herzen lebendiges Wasser, das diesen Bereich in Ihnen wieder zum Leben erweckt?

Jesus spricht uns zu, dass er dorthinein Wasser gießen möchte. Sein lebendiges Wasser, seinen Geist, der zur Entfaltung bringt, auferweckt, Schönheit entstehen lässt. Nehmen Sie sich Zeit seiner Einladung und Zusage Raum in Ihnen zu geben. Damit Ihr Herz blühen kann.

Impuls - 12. November

Wir, dein Volk, die Schafe deiner Weide, danken dir ewiglich und verkünden deinen Ruhm für und für.
(Psalm 79,13)

So lasst uns nun durch Jesus Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.
(Hebräer 13,15)

Ja, manchmal kann das Loben ein Opfer sein. Es gibt Situationen in unserem Leben, die uns das Loben schwer machen. Es ist nichts in uns, das loben könnte, zuviel zeid, zuviel Zerbruch, zuviel Tränen und Schmerz. Ein frommer Spruch lautet :" Loben zieht nach oben!". Wie kann das sein? Ist die Strategie "Think pink" im Angesicht unserer Sorgen und Nöte nicht ein Hohn an sich? Loben zieht nach oben. Ja, ich glaube das stimmt.

Dabei geht es nicht darum, wie Pipi Langstrumpf singend die Welt so zu machen, wie sie mir gefällt. All das Schlechte auszublenden, sondern mir zu vergegenwärtigen, dass es etwas weit Größeres gibt als meine Probleme. Gerade in der aktuellen Coronazeit, in der vieles in meinem Leben durchrüttelt und ins Wanken gebracht wird.

Loben ist viel mehr ein Wegschauen von mir und meinen Umständen, hin zu Gott. Nicht das Schlimme  totschweigen, sondern uns dem hinwenden was gut ist. Selbst im Zerbruch können wir  Gott loben, für das was er schon alles in unseren Leben getan hat. Und das ist sicherlich eine Menge, selbst wenn wir manchmal etwas nachdenken müssen.

Es schärft uns den Blick und unser Herz, lässt uns darauf vertrauen, dass Gott es auch jetzt wieder zum Guten wenden wird. Uns aus der Krise zur Herrlichkeit führen wird. Denn jede Krise ist endlich. Jede Krise hört irgendwann auf. Und Gott ist gut. Er verdient unser Lob. Ich wünsche Ihnen diese Erfahrung, heute und morgen - und übermorgen an jedem neuen Tag.

Impuls - 11. November

Besser wenig mit der Furcht des HERRN als ein großer Schatz, bei dem Unruhe ist. (Sprüche 15,16)

Was hilft es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und Schaden zu nehmen an seiner Seele?
(Markus 8,36)

Norma Jeane Mortenson. Eine Frau deren Kindheit nicht leicht war. Um dem Sumpf ihres bisherigen Lebens zu entkommen, tat sie vieles, denn sie wollte berühmt werden. So färbte sie sich ihr Haar blond, legte ihre Natürlichkeit ab, um sich ein anderes Image anzutrainieren. Sie posierte nackt, übernahm sämtliche Rollen und erlangte großen Ruhm. Aber privat wurde sie nicht glücklich. Zerbrochene Ehen und ungute Beziehungen, Kampf mit Alkohol. Sie starb im Alter von 36 Jahren unter fragwürdigen Umständen. Wir kennen sie als Marilyn Monroe.

Zwar lag ihr Welt zu Füßen, aber es kostete sie einen hohen Preis. Die Presse ist voll von Schauspieler die bewundert werden. Sie gewinnen die Welt und zahlen, wie Marilyn, einen hohen Preis. Ihre Seele bleibt auf der Strecke. Marilyn sagte einst in einem Interview: "Ich will doch nur geliebt werden." Sie wusste was sie tief in ihrem Herzen brauchte, aber nicht wie sie es erlangen konnte.

Die Seele schweigt nicht, auch wenn versucht wird, sie mit Geld, Ruhm, Alkohol, Drogen und Beziehungen zum Schweigen zu bringen. All das füllt uns weder aus, noch schenkt es das, was wir brauchen. Bedingungslose Liebe, Annahme, Bestätigung, Geborgenheit, Vertrauen... all das möchte uns Gott schenken, uns darin verwurzeln. Auch ohne Blitzlichter, rotem Teppich, ohne Applaus. Einfach so, weil Sie etwas Besonderes sind.

Impuls - 10. November

Wende dich zu mir und sei mir gnädig; stärke deinen Knecht mit deiner Kraft! (Psalm 86,16)

Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. (Philipper 4,19)

Grenzerfahrungen können unterschiedliche Gesichter haben. Im Sport suchen wir die Grenze unserer Leistung, unserer Kraft. Spätestens nach einer warmen Dusche stellt sich eine wohltuende Erschöpfung ein.

Aber es gibt noch mehr Grenzerfahrungen, die uns viel abverlangen. Wir alle kennen das Gefühl auch ohne Sport, kraftlos und ausgepowert zu sein. Wir sitzen da und haben eher das Gefühl ein Luftballon zu sein,  aus dem alle Luft entwichen ist. Die Arbeit, der Alltag, der Haushalt, unserer Kinder oder Partner, Beziehungen... All das hat uns, aus den unterschiedlichsten Gründen, viel Energie geraubt.
Wir sitzen da und wissen nicht, was uns neuen Aufschwung schenken könnte, was unseren Tank wieder auffüllen lässt. Unser Kraft ist an ihrer Grenze.

Die Antwort darauf kommt von Gott. Er möchte uns, in unserer Schwachheit begegnen, uns neue Kraft schenken. Wo wir an unsere Grenzen kommen, ist er da mit dem besten Energieriegel den es gibt: seine Kraft. Darauf darf ich vertrauen und erleben, wie er selbst den müdesten unter uns neue Kraft schenkt. Auf dass wir auffahren wie junge Adler. Vielleicht kämpfen sie heute mit Krafträubern. Sie sind eingeladen, sie Gott hinzuhalten, ihre Grenzen als Gottes Möglichkeit zu sehen, an dem er ihnen das schenkt, was Sie brauchen.

Impuls - 9. November

Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten. (Jesaja 65,1)

So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. (Römer 3,28)

Jeder kennt es auf der Suche zu sein. Auf der Suche nach dem perfekten Job, nach dem passenden Geschenk. Auf der Suche nach der großen Liebe, dem leckersten Rezept... Oder, wie ich mal wieder, auf der Suche nach dem Schlüssel. Wenn ich auf meiner Suche nach dem Schlüssel plötzlich 100 Euro finden würde, wäre es  schon eine tolle Sache..

Etwas  zu finden, nachdem wir gar nicht gesucht haben, etwas zu finden, was wir bis dato nicht vermisst hatten, ist schon was anderes. Gott spricht zu, dass er sich finden lässt. Auch von denen, die eben nicht nach ihm suchten, nichts von ihm wissen wollten. Wenn doch, dann vielleicht eher als Adressat für alles was schlecht läuft in der Welt. Ist das nicht paradox? Seine Zusage bringt mich ins Nachdenken, ich weiß, ich würde anders reagieren. Wenn jemand an meine Tür klopfen würde, gerade jemand von dem ich genau weiß, dass er sich bisher nicht im Geringsten für mich interessierte, wäre meine Reaktion: Rückzug. Und vielleicht eine Zurechtweisung. Frei nach dem Motto: "Du wolltest so lange nichts von mir wissen, dann brauchst du mich jetzt auch nicht mehr." Wie würden Sie reagieren?

Wenn jemand Jesus sucht, an seine Tür klopft, reagiert er anders. Er reißt förmlich die Tür weit auf, vielleicht sogar bevor wir anklopfen. Ohne Vorwürfe, ohne Anklagen, ohne Gardinenpredigt. Ein unverdientes Geschenk seiner Liebe zu uns.

Impuls - 6. November

Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der HERR, der dies alles tut. (Jesaja 45,6-7)

Der Herr richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus. (2. Thessalonicher 3,5)

Draußen tobt der Wind. Es ist kühl, aber die Sonne scheint und hüllt die Bäume in goldenes Licht. Nicht nur idyllisch, sondern auch das passende Wetter zum Drachensteigen. Es ist zwar schon etwas länger her, dass ich welche steigen lassen habe, aber ich kann mich noch gut an den Spaß erinnern, den ich dabei hatte. Genauso gut wie an den Frust, wenn der Drache nicht aufsteigen wollte oder so ganz anders flog als ich ihn mit meinen Amateurkünsten fliegen lassen wollte. Er war dem Wind oftmals ausgeliefert und auch von ihm abhängig. Nicht immer ein schöner Anblick, nicht immer nur Freude.

Unserem Herzen geht es oftmals ähnlich. Es wird von den Stürmen, dem Wind in unserem Leben ordentlich durchgewirbelt. Es verliert an Orientierung, scheint machtlos ausgeliefert. Wie ein Drache noch am Faden hängt, um zurück geholt zu werden , so will auch Jesus uns nach Hause ziehen. Er will unsere Herzen im Sturm auf ihn und seine Liebe richten, uns zeigen, dass das Seil zu ihm nicht reißt. Er lässt es nicht zu, dass wir davonwehen, sondern holt uns wieder ein. Selbst, wenn es uns manchmal zu lang erscheint. Und manchmal schenkt er uns auch den Auftrieb, den wir brauchen um zu fliegen, um voller Freude zu flattern. In Gewissheit, dass er da ist und eingreifen wird, falls der Wind zu stürmisch wird.

Impuls - 5. November

Von all dem Guten, das der HERR dem Haus Israel zugesagt hatte, war nichts dahingefallen; alles war eingetroffen. (Josua 21,45/ZUB)

Ihr aber, Brüder und Schwestern, seid wie Isaak Kinder der Verheißung. (Galater 4,28)

Gefühlt wimmelt es derzeit von Baustellen. Ständig stößt man auf Umleitungen. Und irgendwie habe ich das große Talent die Umleitungsschilder falsch zu lesen. Gerade wenn es sich über eine längere Strecke zieht. So passiert es nicht selten, dass ich mich verfahre, nochmal umdrehen muss, um dann doch noch völlig genervt, dort anzukommen, wo ich hinwollte.

In unserem Leben mit Gott kann es uns auch manchmal wie mitten in einer Umleitung vorkommen. Wir sind unterwegs und plötzlich erscheint ein Stoppschild oder eine Sackgasse. Wir sind eigentlich  nahe am Ziel, um dann doch wieder auf Hindernisse zu treffen und gezwungen zu werden, einen Umweg zu gehen. Anstrengend!  

Aber woher kommen diese Schilder? Die Umwege?! Warum fahren wir nur in seltenen Fällen einen geraden Highway? Manchmal liegt es an uns. Wir ignorieren Wegweiser, kürzen ab, legen unsere eigene Geschwindigkeitsbegrenzung fest oder stellen Bauschilder auf. Frustriert stellen wir irgendwann fest, dass wir zu schnell waren, die Warnungen uns haben schlingern lassen, die Abkürzung keine war...

Manchmal kann es aber auch sein, dass uns Gott Schilder aufstellt, vielleicht lässt er uns auch bewusst Umleitungen fahren, weil die eigentliche Straße voller Steine liegt oder hinter dem Stoppschild ein gefährlicher Abhang droht. Gründe dafür hat er viele, auch wenn wir sie meist nicht sehen und daran zu verzweifeln drohen. Vielleicht lehrt er uns in dieser Zeit viel mehr, als dass wir beim geradeaus fahren lernen würden? Aber ganz egal wie oft wir umdrehen müssen: Gott kommt mit uns an das Ziel! Er steht zu seinen Verheißungen.

Impuls - 4. November

Jauchze, du Tochter Zion! Frohlocke, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem! Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen. (Zefanja 3,14-15)

Jesus Christus ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. (1. Johannes 2,2)

Inzwischen hat man sich an den Anblick von Lebkuchen, Marzipankartoffeln oder Nikoläusen in den Regalen der Geschäfte gewöhnt. Und es ist ja auch nicht mehr so lange bis Weihnachten. Auch unser heutiger Vers hat etwas weihnachtliches. "Tochter Zion" wird weltweit zu dieser Zeit gesungen. Es ist sogar eines meiner Lieblingsweihnachtslieder, dass ich lauthals, trotz der hohen Töne, mitsinge.

Wir haben aber noch November und es würde schon etwas ungewohnt klingen dieses Lied zu singen. Umso schöner, dass wir es heute lesen dürfen. Die Verse, wie auch das Lied, sind voller Freude. Sie schenken uns eine Aussicht auf das Reich Gottes, welches kommen wird. Sie sprechen uns zu, dass der Herr uns frei macht, das hilft uns zu vergegenwärtigen, dass Gott sein Reich aufbauen wird. Das dürfen wir auch schon heute erleben.

Wir dürfen die Verse als Proklamation lesen, oder singen, vielleicht gerade dann, wenn es uns nicht nach Fröhlichsein oder Jauchzen zumute ist. Wenn alles dunkel und grau um uns und in uns ist. Es möchte uns daran erinnern, dass der König kommt! Zu mir! Zu dir! Zu Ihnen! Zu uns! Egal ob an Weihnachten, ob heute oder morgen, der König kommt!

Impuls - 3. November

Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie lieb habt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid. (Jesaja 66,10)

Hanna pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. (Lukas 2,38)
 
Es ist nicht immer leicht auf etwas zu warten - um was man weiß, auf was man hofft, aber man es nicht sehen kann. Die Frage ist natürlich auf was wir warten. Auf Veränderungen? Darauf, dass unsere Ideen und Visionen Form annehmen? Auf Möglichkeiten?

Hanna wartete schon lange. Ihr Herz war auf Gott ausgerichtet, sie war eine Prophetin und wartete auf den Tag, an dem Gott Mensch wurde. Seit Jahren lebte sie im Tempel und diente Gott. Wir wissen nicht, wie es ihr erging, ob sie immer voller Zuversicht war oder sich auch Zweifel in ihr regten. Immerhin war sie schon 84 und ich kann mir vorstellen, dass sie von dem einen oder anderen belächelt oder verachtet  wurde. Aber egal welche Gefühle in ihr waren und vielleicht manchmal gegeneinander kämpften, sie blieb Gott treu. Und sie wurde belohnt.

Als Maria und Josef mit Jesus zum Tempel gingen, erkannte Hanna sofort um welches kostbare Baby es sich in den Armen von Maria handelte. Der Sohn Gottes. Sie blickte in die Augen des einen, der sie so sehr liebt, dass er für sie ans Kreuz gehen wird. Wie unfassbar muss ihre Freude gewesen sein? Plötzlich purzelten alle Jahre zusammen in diesen Augenblick.

Uns kann das ermutigen in Zeiten des Wartens standhaft zu bleiben. Gott dabei nicht aus den Augen verlieren, ihm unser Herz hinhalten, ihn um Kraft und Ausdauer bitten. Dann werden wir vielleicht auch diesen Moment erleben, an dem die Tage, Wochen, Monate des Wartens, des Zweifelns  zusammenpurzeln und wir wissen, dass sich das Warten gelohnt hat.

Impuls - 2. November

Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. (Psalm 14,3)

Da ist kein Unterschied: Alle haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verspielt. Gerecht gemacht werden sie ohne Verdienst aus seiner Gnade durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. (Römer 3,22-24/ZUB)

Beim ersten Durchlesen der Verse dachte ich mir: "Na toll, diese Verse sind ja unglaublich aufbauend und ermutigend." Aber beim Nachdenken darüber können diese Verse einen durchaus ermutigen. Kaum jemand würde wahrscheinlich von sich behaupten, dass er fehlerlos sei. Es ist völlig normal und menschlich, dass einem Fehler unterlaufen, dass man Sachen vergisst, dass man durch sein Verhalten andere verärgert oder auch verletzt oder dass man negative Dinge macht oder sagt.

Wenn man irgendwo neu hinkommt und neue Leute kennenlernt, geht es gerade am Anfang viel darum, sich zu präsentieren, den anderen von sich zu überzeugen, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Man versucht sich von seiner besten Seite zu zeigen. Man muss sich besonders am Anfang das Vertrauen seines Gegenübers verdienen und erarbeiten. Gerade wenn man irgendwo ganz neu anfängt, ist das besonders mühsam, man steht gefühlt ständig unter Beobachtung.

Bei Gott aber ist das zum Glück völlig anders. Bei ihm müssen wir uns nicht erst durch unsere tollen Leistungen beweisen, um uns sein Vertrauen oder seine Gnade zu verdienen. Er kennt uns durch und durch und egal wie gut wir uns präsentieren, er kennt alle unsere Fehler und Macken. Aber trotzdem weist er uns nicht ab, sondern wir sind durch seine Gnade frei von all unseren Sünden und Fehlern. Bei Gott ist unser Wert nicht durch unsere Leistung definiert, sondern er gibt uns die Identität, seine Kinder zu sein, nicht weil wir uns das verdient hätten, sondern allein aus Gnade und seiner Liebe zu uns.
D. M.

Impuls - 30. Oktober

Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du ruhen. (2. Mose 34,21)

Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken!
(1. Timotheus 4,16)

Shabbat. Sonntag. Der Tag, an dem wir ruhen dürfen. Ein Gebot, das doch ziemlich schön und einfach klingt und dennoch ist es gar nicht so leicht einzuhalten. Endlich frei, endlich Zeit Dinge anzupacken, die doch schon lange darauf gewartet haben. Wir knallen uns den Tag voll damit und wundern uns, dass wir abends erledigt sind und nicht gerade ausgeruht in die Woche starten. Warum fällt es uns schwer einfach zu ruhen?

Gott selbst hält ihn ein. Alle sieben Tage. Er weiß, wie wichtig das für uns ist und er schenkt ihn uns. "Fünfe gerade sein lassen", einfach entspannen. Den Tag auch als Geschenk anzunehmen. Uns mit Sachen, Menschen beschäftigen, die uns gut tun. Unser Herz zu öffnen, um uns füllen zu lassen. Unseren Blick zu Gott wenden, der uns mit allem versorgt, was wir brauchen. Er schenkt uns Kraft, Ruhe, Zuversicht für das was vor uns liegt. Wir dürfen unsere Seele pflegen, uns freimachen von Verpflichtungen, die uns unter der Woche oft genug im Griff haben.

Denn so sollte er sein. Nicht wir sollen den Ruhetag einhalten weil es ein Muss ist, sondern wir dürfen herausfinden, dass der Ruhetag uns erhält. Versuchen Sie doch mal bewusst in den Sonntag zu starten. Nehmen sie sich bewusst Zeit für sich, für Dinge die Ihnen gut tun. Versuchen sie ihr Herz zu öffnen, damit sie Gott füllen kann.

Impuls - 29. Oktober

Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes. (5. Mose 4,2)

Meine Lieben, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr von Anfang an gehabt habt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt.
(1. Johannes 2,7)

Regeln, Gebote, Einschränkungen - unser Leben, gerade in dieser Zeit mit Corona, scheint voll davon zu sein. Ständig verändert sich etwas. Neue Auflagen kommen dazu, andere fallen weg. Nichts scheint für das Morgen noch richtig, vieles umso wichtiger. Da kann es schon sein, dass man den Überblick verliert.

Gott allerdings macht uns heute deutlich, dass sich an seinen Geboten, seinen Richtlinien nichts verändert hat und auch nichts verändern wird. Das ist uns eigentlich auch bewusst. Eigentlich. Denn  uneigentlich neigen wir Menschen dazu, seine Gebote meisterhaft zu umgehen. Sie für uns passend zu interpretieren. Oder uns noch mehr aufzuerlegen. Kleines Beispiel: Wir wissen, dass uns Jesus liebt, so wie wir sind. Nicht durch das was wir leisten oder tun, sondern um unser Selbstwillen.

Dennoch verirren wir uns darin zu denken, dass wenn wir noch mehr für ihn tun, noch mehr Bibel lesen, noch mehr beten, Er uns vielleicht doch auch noch mehr lieben könnte. Dies geschieht leider oft unbewusst und wird uns erst dann klar, wenn wir es weglassen. Dann meldet sich unser falsches, schlechtes Gewissen, dass uns vorgaukelt, Jesus könnte enttäuscht von uns sein. Weil wir seinen Ansprüchen nicht entsprechen. Dabei vergessen wir, dass es unsere Ansprüche sind, nicht die seinen. Das wir selbst es sind, die uns mehr auferlegt haben.

Die Bibelverse heute möchten uns davon frei machen. Gerade heutzutage ist es so wichtig zu wissen was wichtig ist und was nicht. Sie sprechen uns frei davon, uns mehr aufzubürden, als wir tragen oder leisten können.

Impuls - 28. Oktober

Wo ist ein Fels außer unserm Gott? (Psalm 18,32)

Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. (1. Korinther 3,11)

In meiner Heimat kam es vor vielen Jahren zu mehreren Explosionen in einer Firma. Dumm war, dass es sich um eine Dynamitfabrik handelte. Die Detonationen waren kilometerweit zu hören und zu spüren. Dynamit hat eine ungeheure Kraft. Ob Mauern, Steine, Beton oder Felsen, die Sprengkraft lässt alles zusammenfallen wie ein Kartenhaus.

Manchmal erleben wir in unserem Leben Sprengungen, die alles zusammenfallen lassen. Gescheiterte Beziehungen, Krankheiten, Konflikte, Kündigungen... der Sprengstoff hat viele Formen. Plötzlich liegt das, was in uns fest war, was wir uns aufgebaut haben, gebrochen und steinig vor uns.

In der Bibel wird Gott oft als Fels beschrieben. Heißt es dann, dass es ihn auch in Stücke zerreißt ?!
Kurz: Nein. Gott ist der Fels, der sich nicht sprengen lässt.Anders i st es mit unserem selbst zusammengezimmerten Gott. Mit unserem Bild, dass wir uns von Gott gemacht haben. Das kann sehr wohl zerbrechen und das ist gut so.

Jesus begegnet den Menschen oft so völlig anders, als wir das vielleicht erwartet hätten. Wenn wir ehrlich sind, dann denken wir, dass doch einige der Menschen die zu ihm kamen, selbst schuld an ihrer Lage sind. Wir würden vielleicht erwarten, dass Jesus ihnen jetzt mal ordentlich die Meinung sagt. So würden wir reagieren... Aber nicht Jesus. Vielmehr liegt in seiner unerwarteten Reaktion Liebe, Annahme, Vergebung und Heilung.  

Deshalb muss unser Bild von ihm zusammenfallen, damit sich Gott in uns aufrichten kann. Nicht so wie wir denken, sondern so wie er ist. Ein Fels der Zuflucht, Geborgenheit, der Sicherheit. Zuverlässig und erhaben. Die Zeiten überdauernd, treu und fest. Keine Sprengkraft vermag ihm etwas anzuhaben. Er bleibt.

Impuls - 27. Oktober

Ich weiß wohl, es ist so: Wie könnte ein Mensch recht behalten gegen Gott. Hat er Lust, mit ihm zu streiten, so kann er ihm auf tausend nicht eines antworten. (Hiob 9,2.3)

Der Schriftgelehrte sprach zu Jesus: Ja, Meister, du hast recht geredet! Er ist e i n e r, und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. (
Markus 12, 32-34)

"Warum ist die Banane krumm?" Kinder verlangen uns mit ihrer Wissbegier und ihren "Warum"-Fragen einiges ab. Sind die Fragen - wie die mit der Banane - auch oft lustig, kommt doch irgendwann der Punkt, wo wir keine Antwort mehr wissen. Gut, auf die Bananenfrage bekamen wir früher: "... weil niemand in die Wüste zog und die Banane gerade bog" zu hören. Noch schwieriger wird es aber, wenn die Kinder größer werden und die kindlichen Fragen sich oft in Diskussionen oder gar Konfliktgespräche verwandeln.

Wir Erwachsenen sind da nicht besser. Wir wollen Antworten, Erklärungen, gerade wenn wir Dinge nicht verstehen. In der Wissenschaft konnten dadurch große Erfolge erzielt werden, die sehr nützlich sind, von denen wir profitieren. Schwieriger wird es allerdings mit Fragen, die sich nicht beantworten lassen. Sei es physikalisch, biologisch oder menschlich. Fragen nach dem "Warum" im unserem Leben. Wir alle kennen sie und wir alle mussten schon feststellen, dass wir keine Erklärung, keine Antwort erhielten. Und wenn, dann keine, die uns zufriedengestellt hätte. Das hat zur Folge, dass sich unsere Fragen leicht in Anklagen verwandeln. Und diese schmettern wir dann Gott entgegen.

Die Herausforderung für uns besteht darin, Gott gerade dann zu vertrauen. Ihm darin zu vertrauen, dass er einen Plan hinter unserer "Warum"-Frage hat, auch dann wenn wir keine Antwort erhalten.
Dies ist wohl einer der schmerzhaftesten Lernerfahrungen, die wir machen. Und dennoch liegt darin auch eine Freiheit verborgen. Wir müssen nicht alles wissen, wir würden es vielleicht auch gar nicht verstehen. Aber wir dürfen darauf vertrauen, dass der Herr uns Antworten gibt, auch wenn es vielleicht erst im Himmel sein wird.

Und sind wir mal ehrlich, wer könnte mit jemanden diskutieren, der Himmel und Erde erschaffen hat? Selbst Stephen Hawking wäre an seine Grenzen gekommen. Aber wir dürfen lernen zu vertrauen und wissen, dass er uns in unseren Fragen begegnet. Selbst wenn es anders ist, als durch eine Antwort.

Impuls - 26. Oktober 2020

Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben? (Jesaja 51,12)

Der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist. (1. Johannes 4)

Menschenfurcht. Ein ziemlich altes Wort und wahrscheinlich würde keiner von uns sagen, dass er bewusst mit ihr zu kämpfen hat. Uns vor Menschen fürchten? Eher nicht oder doch? Furcht klingt gleich so dramatisch und dennoch ist es eine Angst, die sich in anderen Adjektiven versteckt.

Wir gehen beklommen zu unserem Chef, wenn ein Gespräch ansteht. Vor größeren Menschenmengen etwas zu erzählen. lässt uns unsicher werden. Einem Polizisten gegenüber schnürt sich unser Herz zusammen... Vielleicht sind Ihnen solche Momente vertraut, auch wenn wir uns wünschen, ihnen mit gesundem Selbstbewusstsein entgegen zu treten. Wir wären gerne Löwenherzen und finden uns doch als Hasenfüße wieder. Wir sorgen uns, was andere von uns denken könnten, wie sie auf uns reagieren, ob sie uns ablehnen oder gar auslachen. Das macht uns Angst oder eben Furcht.

Jesus will uns genau in solchen Momenten Mut zusprechen. Er der in uns lebt, ist größer, stärker und mächtiger, als jeder Mensch es je sein wird. Durch seine Kraft stärkt, ermutigt er uns. Und die entfaltet sich oft gerade in Momenten, wo wir uns anderen gegenüber schwach fühlen. Sie möchte sich entfalten, wenn wir auf ihn und nicht auf andere - oder auf unsere Umstände - schauen. Unsere Einladung besteht darin, mit dieser Gewissheit der Unsicherheit, Angst, Furcht oder wie auch immer wir sie nennen, entgegenzutreten. Nehmen wir sie an?

Impuls - 23. Oktober

Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen. (Jesaja 55,3)

Der Gott des Friedens, der den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt. (Hebräer 13,20-21)

Diesen  Sommer ließen  sich in unserer Gemeinde drei Jugendliche taufen. Der Gottesdienst fand bei strahlender Sonne am See statt. Bevor die Teenies zur Taufe in den See steigen durften, erzählte jeder warum dieser Schritt so wichtig für ihn ist und was Jesus für ihn bedeutet.

Schon alleine diese Zeugnisse sind berührend. Aber wenn die Taufe im See vollzogen wird, bleiben die wenigsten Augen trocken. Jeder spürt, dass etwas besonderes geschehen ist. Das ein Bund geschlossen wurde, der stärker und fester ist, als alle Herausforderungen die die Jugendlichen in ihrem Leben noch zu meistern haben.

Gottes Zusage zu uns, zu den Teenies, genauso wie zu Ihnen und zu mir, fand allerdings schon viel früher statt. Lange bevor wir uns für ihn entschieden haben, hat er sich für uns entschieden. Als wir noch nicht an ihn geglaubt haben, hatte er schon lange an uns geglaubt. Von den Jahren, die wir ohne ihn lebten, kannte er jeden einzelnen Tag, war an jedem bei uns. Er schloss mit uns Menschen einen Bund, auch wenn er wusste, dass es oft lange, manchmal leider auch gar nicht, dauert, bis wir diesen unsererseits bestätigen. Trotzdem tat er es.

Wenn wir schon tränenreich einer Taufe beiwohnen, wie überschwänglich, wie groß muss die Freude, wie laut sein Lachen darüber sein, wenn er unser "Ja" zu ihm hört? Hören Sie genau hin, er freut sich immer noch jeden Tag über Sie. Egal wo und wie sie gerade zu ihm stehen, sein "Ja" zu Ihnen steht, sein Bund mit Ihnen ist ewig!

Impuls - 22. Oktober

Siehe, meine Tage sind eine Handbreit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Ach, wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! (Psalm 39,6)

Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. (2. Timotheus 1,10)

Der Herbst hat Einzug gehalten Die Bäume verlieren ihre Blätter und stehen nackig, grau und dunkel da. Ausgerechnet heute will sich keine Sonne durch die Wolken zwängen. Es bleibt trist. Typisches Herbstwetter. Wenn wir dann auch noch lesen, dass unser Leben doch "nichts" vor Gott ist, kann sich das schon auf unsere, eh angeschlagene, Stimmung auswirken.

Sind wir wirklich nichts? Verlieren wir unsere Lebensjahre so wie ein Baum, um irgendwann grau und dunkel dazustehen? Na toll. Aber so ganz trist und traurig ist das gar nicht. Für David war dies kein Grund zum Verzweifeln, sondern vielmehr ein Grund sich bewusst zu machen, was wichtig ist, und wohin die Reise geht. In den Psalmen beschäftigt er sich mit dieser Frage. Er stellt sie Gott als Bitte: " Lehre mich, dass meine Tage vergänglich sind". Ihm war bewusst, dass der ganze Ruhm und Reichtum ihm zu Kopf steigen kann. Genauso war ihm bewusst, dass es aber nicht das ist, um was es im Leben geht. Es ist vielmehr eine Gefahr ihn von Gott zu trennen.

Sich dessen bewusst zu machen, half ihm und kann uns helfen, unser Prioritäten neu zu ordnen. Es kann uns helfen neu zu erkennen, was unser Ziel sein sein sollte. Und was unsere Hoffnung ist. Nämlich dass wir nicht knorrig und morsch sterben, sondern in und mit Jesus ein blühendes Leben in Ewigkeit haben.

Impuls - 21 Oktober

Ein Engel rührte Elia an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes. (1.Könige 19,5.8)

Wir haben diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. (2. Korinther 4,7)

Ich denke die wenigsten sind schon mal 40 Tage und Nächte am Stück unterwegs gewesen. Als Kind war ich öfters mit meiner Familie für eine Woche auf Fahrradtour oder beim Wandern von Hütte zu Hütte unterwegs. Nach einem ganzen Tag auf den Beinen war man jedoch froh über ein gutes Abendessen und ein Bett zum Schlafen, bevor es dann am nächsten Tag weiterging.

Ich bin immer wieder neu erstaunt, zu welchen Leistungen der menschliche Körper fähig ist, wie zum Beispiel bei Ultraläufen, Transalpin-Läufen oder auch dem Ironman. Ich mache zwar auch gerne Sport, aber bis auf einige Halbmarathons habe ich noch nicht viel vorzuweisen. Neben dem Sport an sich, fasziniert mich dabei vor allem, die eigenen körperlichen Grenzen auszutesten und dadurch auch zu erweitern.

Aber nicht nur im Sport, sondern auch im Alltag begegnen einem immer wieder neue Herausforderungen und anstrengende Zeiten. Ich neige dazu, erst einmal alles selbst schaffen zu wollen, anstatt Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei ist es keineswegs ein Zeichen von Schwäche, um Hilfe zu bitten, sondern eigentlich vielmehr von Stärke. Denn es zeigt, dass man sich selbst gut kennt, die Situation richtig einschätzen kann und vor sich selbst und vor anderen die eigenen Grenzen eingestehen kann.

Auch, oder gerade vor Gott sollten wir anfangen, ehrlich zu sein und uns bewusst werden, dass wir alleine früher oder später an unsere Grenzen kommen. Wir sind schnell dabei, uns selbst auf die Schulter zu klopfen und uns für unsere Leistungen zu loben. Doch sobald etwas nicht klappt, schreiben wir es gerne Gott zu und machen ihm Vorwürfe. Aber letztlich ist es eigentlich gerade anders herum. Letztlich können wir jeden Tag nur bestreiten, weil es einen Schöpfer gibt, der uns die Luft zum Atmen schenkt, der uns mit der Kraft für die großen und kleinen Herausforderungen im Alltag ausstattet und der uns überschwänglich liebt. Es geht dabei gar nicht darum sich selbst klein zu machen, vielmehr ist es ein unglaublicher Schatz zu wissen, woher die Kraft kommt.
D.M.

Impuls - 20. Oktober

Freu dich, wenn du einen Glückstag hast. Und wenn du einen Unglückstag hast, dann denke daran: Gott schickt dir beide, und du weißt nicht, was als Nächstes kommt. (Prediger 7,14)

Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. (Römer 8,28)

Wer kann das schon von sich behaupten, dass bei ihm alles gut läuft oder dass bei ihm alles zum Besten dient. Ich kann mich zwar aktuell nicht beschweren, aber trotzdem gibt es auch bei mir immer wieder mal Hoch- und Tiefpunkte. Aber heißt das jetzt, dass ich Gott nicht genug liebe, oder dass ich nicht berufen bin?

Bei solchen Versen läuten bei mir immer gleich die Alarmglocken und es machen sich schnelle Gedanken wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich bin nicht heilig genug“ breit. Uns wird von Kindheit an das Leistungsdenken eingeschärft, sei es in der Schule oder im Verein, später dann im Beruf. Überall lernen wir, dass nur wer hart arbeitet, vorankommt, nur wer sich anstrengt, erreicht etwas im Leben. Ich übertrage dieses Denken leider viel zu oft auch auf meinen Glauben und meine Beziehung zu Gott. Wenn ich mich anstrenge und anderen Menschen helfe, bin ich ein guter Christ, wenn ich viel bete und viel in der Bibel lese, bin ich besonders fromm.

Bei Gott funktioniert dieses Leistungsdenken aber nicht. Gottes Liebe kann man sich nicht verdienen, denn er liebt uns bedingungslos, noch bevor wir irgendetwas leisten konnten, hat er uns schon geliebt und angenommen. Und somit sind auch die Zahl an Glücks- oder Unglückstagen kein Hinweis darauf, ob wir nun gute oder schlechte Christen sind. Ich kann nicht sagen, wieso so viele schlimme Dinge passieren, wieso es so viel Leid gibt, wieso Dinge in deinem oder meinem Leben schief laufen, aber ich glaube, dass es in beiden Situationen einen Gott gibt, der dich sieht und für dich da ist. Egal wo du gerade stehst oder wie es dir geht, du kannst dich heute dazu entscheiden, Gott zu loben und ihm für seine Liebe zu danken. Und je mehr wir uns auf Gott fokussieren, desto eher kann Gott unsere Sichtweise auf die Dinge und unserer Prioritäten verändern.
D.M.

Impuls - 19. Oktober

Der HERR macht die Gefangenen frei. (Psalm 146,7)

Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.
(Johannes 8.36)

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern auf dieser Welt haben wir das Privileg in einem freien Land zu leben, in dem es Rechte und Gesetze gibt, die uns vor Willkür schützen. Wir dürfen uns frei bewegen, frei unsere Meinung äußern und frei unseren Glauben leben. Leider bin ich mir dieser Privilegien meist gar nicht bewusst. Wie so oft, merkt man es erst dann, wenn man diese Freiheiten nicht mehr hat. So fühlten sich zum Beispiel in Zeiten von Corona einige Menschen durch die vorübergehenden Maßnahmen wie Versammlungsverbote oder das Maskentragen ihrer Freiheit beraubt.

Doch obwohl wir äußerlich freie Menschen sind, so hat jeder Dinge, die einen gefangen nehmen können. Bei dem einen ist es vielleicht die Familie, von der er sich bestimmen lässt, vielleicht sind es alte angestaute Konflikte, die immer wieder hochkommen und Beziehungen lähmen und gegenseitiges Vertrauen unmöglich macht. Oder man lässt sich von seinen beruflichen Plänen gefangen nehmen, lässt sich und seinen Alltag nur von der Arbeit bestimmen und dem Streben nach Erfolg und Karriere.

Oftmals sind es aber subtilere Dinge, wie zum Beispiel Gedanken, die in bestimmten Situationen immer wieder hochkommen oder schlechte Erfahrungen, die man auf aktuelle Situationen immer wieder neu anwendet. Bei mir ist es unter anderem das eigene Leistungsdenken und die vermeintlichen Ansprüche anderer an mich. Ich möchte immer alles richtig und gut machen, wenn es nicht perfekt ist, bin ich unzufrieden mit mir und meiner Leistung. Die meisten Dinge, die einen gefangen nehmen können, sind nicht per se negativ, es kommt immer darauf an, wie man mit ihnen umgeht. Lässt man sich davon antreiben und motivieren oder eben beschränken und gefangen nehmen.

In der Apostelgeschichte 16 lesen wir von Paulus und Silas, die tatsächlich im Gefängnis sitzen. Von ihnen können wir lernen, wie wir mit solchen Situationen umgehen sollten. Trotz der ausweglosen Situation beginnen sie Gott zu loben und ihn zu preisen, woraufhin sich die Türen öffnen und die Ketten abfallen. Welche Ketten möchtest du heute von Gott sprengen lassen?
D.M.

Impuls - 16. Oktober

Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. (Psalm 121,4)

Jesus Christus wird euch auch fest machen bis ans Ende. (1. Korinther 1,8)

Wann habem Sie das letzte Mal schlecht geschlafen? Vielleicht ließen Sie Sorgen keine Ruhe finden oder Albträume haben sie nachts aufschrecken lassen.  Können Sie sich daran erinnern? Was hätten Sie sich in dieser Situation gewünscht?

Als wir noch Kinder waren, ist unsere Mama oder Papa, zu uns ans Bett gekommen. Sie haben uns liebevoll über die Haare gestreichelt, uns versichert, dass alles gut ist. Und das so lange bis wir wieder eingeschlafen waren. Heute sind wir groß und wenn wir Glück haben, so haben wir einen Partner, der diesen Part übernimmt. Aber auch wenn wir diesen nicht haben, gibt es jemanden, der an diese Stelle rückt: Jesus!

Er ist es, der uns voller Liebe betrachtet, selbst wenn wir schlafen. Er ist es, der uns unsere Sorgen, unsere schlimmen Träume, unsere Tränen weg streicheln möchte. Wenn sie das nächste Mal vor Sorgen nicht schlafen können oder aufwachen, dann versuchen Sie sich diese Tatsache bewusst zu machen. Versuchen sie sich vorzustellen, dass Jesus selbst an Ihrem Bett über sie wacht. Sie sind nicht alleine, sondern Jesus ist ganz nah bei Ihnen.

Impuls - 15. Oktober

Bekehrt euch, ein jeder von seinem bösen Wege und von euren bösen Werken. (Jeremia 25,5)

Ich habe Freude an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Verstand und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde. (Römer 7,22-23)

Wenn mein kleiner Neffe uns besucht, geniest er unseren Garten. Er baut, gräbt und buddelt ausgiebig. Hoch im Rennen steht das Spielen mit Wasser, das man ja auch unbedingt braucht. Erst mit Wasser kann man aus der Erde einen zähen, unüberwindbaren Geheimschlamm gegen Füchse und zum Schutz der Hühner, herstellen. Ist doch logisch!!

Für meine Schwester ist das bei einer Außentemperatur von 5 Grad allerdings nicht so. Und schnell gibt es eine klare Ansage. Luca ist pfiffig und eigentlich weiß er auch ganz genau, dass es zu kalt ist, dass er sich schnell erkältet und später unheimlich frieren wird. Er weiß dass, aber es ist ihm egal. Für ihn ist der augenblickliche Spaß wichtiger als die Konsequenzen.

Jetzt ist dieses Beispiel eher zum Schmunzeln und nicht dramatisch. Aber ich glaube wir alle kennen von uns das Spielen mit einem Wasser, dass schwerer wiegt. Es wird Sünde genannt. Sie gaukelt uns vor, dass der Spaß viel wichtiger ist, als die Schwere der Konsequenz. Wo sie uns fest im Griff hat, da wissen wir es auch genau, entscheiden uns aber dennoch dafür. Diesen inneren Kampf kannte auch Paulus. Seine Schwäche war ihm bewusst. Seine Stärke bestand darin, sie nicht zu ignorieren, sondern mit seiner Schwäche zu Jesus zu gehen. Sie ihm hinzuhalten, darauf zu vertrauen, dass Jesus ihn von allen Sünde frei gemacht hat.

Wenn wir den Kampf mit unserer Schwäche aufnehmen, wird Jesus uns helfen. Denn wo wir schwach sind, ist er stark.

14. Oktober

Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen. (Prediger 12,13)

Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und Recht tut, der ist ihm angenehm. (Apostelgeschichte 10,34-35)

Vielleicht geht es Ihnen heute so wie mir. Sie lesen die Verse und seufzen. Schon wieder geht es um  Gebote, schon wieder "du darfst nicht, du sollst". In mir erscheint dann ein kleiner Soldat, der es mir diktatorisch eintrichtert. Und dabei  gibt es doch schönere Verse in der Bibel ...

Dennoch. Dennoch erinnert uns Gott daran, dass wir seine Gebote halten sollen. Dass sie nicht an Wichtigkeit verloren haben. Wir können sie nicht aufweichen, für uns interpretieren, wie es uns gerade passt. Sie wurden nicht gebacken, sondern in Stein gemeißelt,  sie sollen Bestand haben.
Warum beschäftigen wir uns dann nicht so gerne mit Ihnen?

Vielleicht müssen wir unsere innere Einstellung dazu ändern. Sie nicht mit einem harten Befehlston lesen, sondern mit einer Stimme die voller Liebe und Mitgefühl ist. Mit einer Stimme, die weiß, dass wir in einer Welt leben, die uns durchrüttelt, die uns vieles ermöglicht, manchmal zu viel. In einer Welt, die nicht immer die besten Spuren in unserem Herzen hinterlässt. Denn leider merken wir oft erst hinterher, wenn Entscheidungen falsch waren. Die Konsequenzen die daraus resultieren,  sind schwerwiegend.

Wir brauchen eine Richtschnur, an der wir durchs Leben gehen können. Ob wir es nun Regel oder Gebote nennen. Gottes Gebote wollen uns vor schlimmen Folgen und schmerzhaften Spuren bewahren. Er will nicht, dass die Spuren in uns voller Schmerz sind, sondern voller Liebe.

Impuls - 13. Oktober

Gott der HERR wird die Hand nicht abziehen und dich nicht verlassen, bis du jedes Werk für den Dienst im Hause des HERRN vollendet hast. (1. Chronik 28,20)

Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse.
(1. Korinther 4,1)

Seit über zehn Jahren arbeite ich mit meinem Mann zusammen. Er ist mein Chef. Ich kenne viele, die sich eine so enge Zusammenarbeit mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin nicht vorstellen können. Und zugegeben, manchmal ist das auch gar nicht so leicht. Und trotzdem sehe ich es als Privileg an. Obwohl er mein Chef ist, er das Sagen hat, vermag er es, mich und meine Kollegen, gekonnt miteinzubeziehen. Es ist ihm nicht egal was wir denken, sondern er fragt uns nach unserer Meinung, nimmt uns ernst und mit hinein in Überlegungen und notwendige Schritte.

Unsere Arbeit, unseren Dienst schätzt er und ist dankbar, wenn wir mitdenken, uns selbstständig einbringen. Dabei unterstützt er uns. Auch wenn es ihm nicht bewusst ist, spricht er uns und unserem Dienst einen Wert zu.

Bei Gott ist das nicht anders. Er möchte uns nicht wie Marionetten behandeln, sondern nimmt uns und unseren Dienst ernst. Er freut sich an unserer Mitarbeit, lässt uns damit nicht alleine, sondern unterstützt uns. Er lässt uns sogar teilhaben an seinen Gedanken. An seinen Plan für seine Welt, für seine Menschen. Ist das nicht ein großartiges Privileg?

Impuls - 12. Oktober

Du bist ja der Herr! Ich weiß von keinem Gut außer dir. (Psalm 16,2)

Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. (Johannes 17,3)

Es ist schon erstaunlich was sich im Laufe der Zeit alles so ansammelt. Von Büchern, DVDs bis hin zu Haushalts-Elektrogeräten, Klamotten... Als wir vor Jahren nach Jerusalem gezogen sind, war klar, dass wir unseren ganzen Krempel nicht mitnehmen können. Wobei Krempel sich negativ anhört. Vielmehr waren es ja unter anderem Dinge, die uns lieb geworden waren, von denen wir dachten, dass wir sie unbedingt brauchen! Sie waren wichtig! Aber ganz egal wie wichtig manche Dinge waren, klar war, dass sie in 20 kg Gepäck keinen Platz haben.

Schweren Herzens verpackte ich unsere wertvollen Habseligkeiten in Kisten und ließ sie zurück. Interessant war, dass wir sie weder in Israel, noch zurück in Deutschland großartig vermisst haben. Im Gegenteil, wir haben immer noch unausgepackte Kisten herumstehen. Scheinbar waren die wichtigen Dinge doch nicht so wichtig und dennoch neigen wir dazu, Dingen einen derart wichtigen Stellenwert zu schenken, dass wir unser Glück daran fest machen.

Und das müssen nicht nur materielle Sachen sein. Es können auch z.B. Beziehungen, Freundschaften, Erfolge, Spaß, Urlaube sein. Wir messen Ihnen einen Wert zu und bemessen uns daran, ob wir genug davon besitzen. Das Tückische dabei ist, dass es ein ewiges "nie genug" in uns gibt. Erreichen wir unser festgelegtes Ziel, wird die Messlatte nochmal nach oben gesetzt.

David hatte dies erkannt. Für ihn war klar, dass es nichts gibt, dass ihn glücklich macht. Kein Reichtum, kein Ruhm oder Erfolg, nichts - außer Gott selbst. Als König lebte er in Saus und Braus, war von Kostbarkeiten, von Beziehungen, Erfolg und Ruhm umgeben. Aber keines seiner Güter machte ihn so glücklich, so reich, wie die Beziehung zu Gott. Wie sieht das bei uns aus? Was ist, wenn wir ehrlich mit uns sind, unser Gut? Vielleicht lohnt sich ein innerer Umzug, ein Umzug in dem wir unser bisheriges Gut in Kisten packen und erleben, dass wir es gar nicht brauchen, sondern Jesus allein uns reich und glücklich machen möchte.

Impuls - 9. Oktober

Ich dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst und unnütz. Doch mein Recht ist bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott. (Jesaja 49,4)

Seid fest und unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, denn ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn. (1. Korinther 15,58)

In meiner Heimat Baden-Württemberg gibt es ein Sprichwort: "Schaffe, schaffe Häusle baue". Irgendwie ist es mehr als nur ein paar Worte, wir können das richtig gut. Manchmal zu gut. Mein Mann erinnert mich oft daran, auch mal eine Pause zu machen, nicht immer nur zu schaffe, zu arbeiten. Während der Corona-Zeit musste ich auch in Kurzarbeit gehen. Was anfangs ganz nett war, ließ mich nach einiger Zeit hadern. Nichts zu arbeiten, fiel mir unheimlich schwer. Ich erinnerte mich an dieses Sprichwort und stellte fest, dass ich es so sehr verinnerlicht hatte, dass ich mich völlig nutzlos fühlte. Denn schwierig wird es, wenn wir uns durch unsere Arbeit definieren. Wenn wir unseren Wert davon abhängig machen. Natürlich erwarten wir durch unser Schaffen einen Lohn. Die Anerkennung durch andere oder vielleicht, dass das Häusle auch fertig wird. Was passiert mit uns, wenn dies ausbleibt?

Unser Lohn ist bei Gott. Vielleicht sollten wir öfter innehalten und uns dessen bewusst werden. Dies lerne ich immer noch. Ich darf - und Sie auch - aber auch lernen, dass es eine Arbeit im Reich Gottes gibt, die über das "schaffen am Häusle" hinausgeht. Das Mitarbeiten an seinem Reich, das, wenn man es auch nicht auf seinem Bankkonto sieht, nicht vergeblich ist. Und dies kann in vielfacher Weise geschehen. Zum Beispiel durch das Investieren in Menschen. Ihnen zuzuhören, sie zu ermutigen, zu stärken, mit anzupacken wo Not ist. Oder sie zu unterstützen, wieder das Gute in ihrem Leben zu sehen, zuzusprechen dass Gott da und für sie ist. Bestimmt fällt Ihnen noch mehr dazu ein. Seien sie erfinderisch! Und entspannt, denn der Lohn dafür ist, bei Gott zu sein.

Impuls - 8. Oktober

Josua sprach zum Volk: Ihr seid Zeugen gegen euch selbst, dass ihr euch den HERRN erwählt habt, um ihm zu dienen. Und sie sprachen: Ja! (Josua 24,22)

Lasst euch den Siegespreis von niemandem nehmen. (Kolosser 2,18)

In der Geschichte des jüdischen Volkes kam es immer wieder zu einer Abwendung von Gott. Sie suchten sich andere Götter oder lernten sie durch andere Völker kennen. Scheinbar erschienen sie ihnen in ihrer Situation verlässlicher, lukrativer zu sein, als Gott selbst. Was sie mit ihm erlebt hatten, war vergessen. Auch Joshua ermahnt sie, nicht anderen Göttern zu dienen, sondern sich immer wieder selbst daran zu erinnern, hinter welchem Herrn sie stehen. Wer ihr Gott ist.

Wie ist das in unserem Leben? Sicherlich würden wir vehement verneinen andere Götter zu haben, geschweige denn, ihnen zu dienen. Aber stimmt das auch? "Götter" sind nicht immer klar erkennbar, wie zum Beispiel durch goldene Statuen. Vielmehr sind sie pfiffig und vermögen uns zu täuschen. Götter können uns in Statussymbolen begegnen. Wir denken, wenn wir nur dieses eine tolle Auto haben, dann geht es uns gut. Wir legen mehr Vertrauen in einen Gebrauchsgegenstand, der für uns zu einer Art Gott geworden ist. Nicht Gott macht uns glücklich, sondern ein Auto.

Wir erheben Gegenstände, Menschen, von denen wir uns erhoffen, all das zu bekommen, was wir brauchen oder wir uns so sehr wünschen. Bleibt das aus, suchen wir das nächste Statussymbol, das uns bestätigt, der nächste Mensch, der uns lebendig macht. Oder wir "dienen" dem Geld, sind davon überzeugt, dass wenn wir erstmal reich sind,  uns alles zufliegen wird. Es fällt uns leichter, Vertrauen in weiße Kugeln ohne nachweisbaren Wirkstoff zu haben, als in ein Gebet zu Gott.

Wir könnten noch mehr Beispiele finden oder wir können uns selbst hinterfragen wie es bei uns persönlich aussieht. Wo erheben wir falsche Götter in unserem Leben? Zurück zum jüdischen Volk. Auch wenn sie sich oft von Gott abwandten, mit seiner Barmherzigkeit und Liebe nahm er sie immer wieder auf. Und so begegnet er uns heute auch immer wieder, wenn wir ihm den Platz einräumen, der ihm gebührt.

Impuls - 7. Oktober

Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt? (Hesekiel 18,23)

Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. (Johannes 12,46)

Wer schon mal einen arabischen Film geschaut hat, weiß, dass er sich nicht sehr von einem indischen Bollywood-Film unterscheidet. Sie erscheinen für uns Europäer oftmals kitschig und übertrieben. Vor einiger Zeit habe ich einen angeschaut und durfte diese Erfahrung machen. Die Handlung zeigte das Leben eines blinden Mannes, für mich etwas übertrieben schmalzig dargestellt. Aber an eine Szene kann ich mich gut erinnern: Der junge Mann war noch ein Kind und haderte ergreifend schluchzend mit seinem Schicksal, als ein alter Mann zu ihm sagte: "Ja, du kannst nichts sehen, das ist schlimm. Aber tröste dich, das Erste was du sehen wirst, ist Gott selbst. Und das ist schöner und atemberaubender als alles hier in dieser Welt."

Wenn alles dunkel und finster ist, strahlt eine kleine Kerze umso heller.  Jesus selbst ist als Licht in unsere Welt gekommen, damit wir nicht mehr in einer dunklen Finsternis leben müssen. Er will unser Licht sein, dass uns unser Leben hell wird.  Dass unser Blick auf ihn ausgerichtet ist, auch im dunklen. Der junge Mann im Film wurde nicht geheilt, er blieb blind bis zu seinem Tod. Aber durch die Worte des alten Mannes strahlte Jesus in seiner Dunkelheit. Vielleicht manchmal nur flackernd wie eine kleine Kerze, dann aber wieder hell wie eine starke Osram-Glühbirne. Dieses Licht musste er nicht mit seinen Augen sehen, sondern er sah es mit und in seinem Herzen.

Auch wir können lernen, Jesus als Licht mit und in unserem Herzen zu sehen. Selbst dann, wenn unsere Umstände alles dunkel und finster erscheinen lassen. Darin wird uns Jesus helfen, weil er sich so sehr wünscht, unser Licht zu sein. Er will unseren Lebensweg erleuchten, dass wir den Weg zu ihm nach Hause finden.

Impuls - 6. Oktober

Ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen, spricht Gott der HERR. (Hesekiel 39,29)

Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. Durch einen jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller. (1. Korinther 12,4-7)

Die Zeit vergeht schnell. Wir hoffen, dass es uns auch dieses Jahr möglich sein wird, unser NovemberCafé stattfinden zu lassen. Wir haben viele liebe Menschen, die uns unterstützen und von weit her anreisen, um zu helfen, ein Teil des Cafés zu sein. Natürlich möchten wie sie "gabengerecht" einsetzen. Wer hat Freude im Verkauf, wer grillt gerne, wer hat den Überblick.

In der Gemeinde in Korinth hatten sie zwar kein NovemberCafé, aber auch sie beschäftigten sich mit Gaben. Und zwar mit den Gaben, die sie durch den heiligen Geist erhalten haben. Sie waren im wahrsten Sinn des Wortes begeistert. Zum Beispiel konnten manche Kranke heilen, andere prophetisch reden, wieder andere gut predigen und noch einiges mehr.

Aber wo Menschen aufeinandertreffen, gibt es Herausforderungen. Die Christen in Korinth beurteilten die Gaben und fragten sich, welche denn die stärkste sei. Welche die beste. Leider neigen wir Menschen immer wieder dazu, uns zu vergleichen und zu bewerten. Aber vielleicht können wir das heute beiseite stellen und uns heute der Frage stellen, wo denn die Gaben bei uns, in unserem Leben, in unserem Tun und Handeln sichtbar sind.

Viel zu schnell lächeln wir verschmitzt und denken, dass dies doch bestimmt nur früher so war,und wenn heute, dann sicher nur bei Pfarrern, Leitern einer Gemeinde, besonders begabten Menschen. Sicher nicht bei uns selbst. Paulus verneint das. Er sagt: Jeder ist begabt. Niemand wird ausgeklammert, niemand hervorgehoben. Jeder kann mit seinen Gaben ein Stück Himmel auf die Erde holen.

Wir brauchen Menschen, die uns den Glauben vorleben, Menschen die beten, auch mit anderen. Die so mutig sind, Kranken die Hände aufzulegen und beten. Menschen, die uns ermutigen, die zuhören können. Wir profitieren von Menschen, die gut organisieren oder in Konflikten versöhnend eingreifen können. Und auch von denen, die Gastfreundschaft pflegen und auf Neue zugehen. Berührt sind wir von Menschen, die durch Musik unseren Gefühlen Worte schenken. Dadurch können wir uns ermutigen lassen, uns selbst fragen: Wo liegt meine geistliche Gabe und wie kann ich sie einbringen? Denn Paulus sagt es klar: Jeder ist begabt!

Impuls - 5. Oktober

Du Menschenkind, alle meine Worte, die ich dir sage, die fasse mit dem Herzen und nimm sie zu Ohren! (Hesekiel 3,10)

Wir sollen desto mehr achten auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben.
(Hebräer 2,1)

Wir hören viel. Geräusche prasseln auf uns herein. Autos, Baustellenlärm, Flugzeuge, grölende Menschen... Auch unsere Gesellschaft schweigt nicht. Deutlich sagt sie uns was erwartet wird, was wichtig zu sein hat und was nicht. All das strömt täglich auf uns ein. Naheliegend, dass wir uns überfordert fühlen, verunsichert werden. Bei all dem Lärm, bei all den vielen Stimmen hören wir oft nicht mehr, um was es wirklich geht...

Auch die Bibel ist laut. Übersprudelnd mit Gottes Wort möchte sie zu uns sprechen. Lesen, hören wir genau hin? Oder sind wir durch all den Krach um uns herum bereits abgestumpft und haben uns Ohrenschützer zur Verteidigung aufgesetzt? Das wäre schade. Denn die Bibel ist eine bedingungslose Liebeserklärung an uns Menschen. Durch sie spricht Gott zu uns. Er ist kein schweigender Gott, der nur nickend oder kopfschüttelnd  dasitzt. Er redet, in  unterschiedliche Art und Weise. Mal ist seine Stimme laut - wir hören Sie durch jeden Lebenssturm hindurch. Manchmal aber auch leise, wie in einem sanften Wind. Er kann uns persönlich ansprechen durch andere Menschen oder durch uns selbst. Ganz egal wie wir seine Stimme hören, wir sollen sie uns zu Herzen nehmen, nicht ignorieren, sondern in uns aufnehmen.

Etwas mit dem Herzen zu fassen, hat eine tiefe Bedeutung. Heutzutage würden wir es wahrscheinlich eher mit "sich etwas zu Herzen nehmen" beschreiben.  Doch die Bedeutung ist die gleiche. Man wird eingeladen, dem Gehörten auch Bedeutung beizumessen, Aufmerksamkeit zu schenken, es in sich zu verankern, sich bewusst werden und dadurch Einsicht zu erlangen.  Dadurch werden wir verändert, erfahren Hilfe und Wegweisung. Wie ein innerer Kompass, der uns nicht am Ziel - nämlich bei Gott zu sein - vorbeitreiben lässt.

Impuls - 2. Oktober

Ihre Wege habe ich gesehen, aber ich will sie heilen und sie leiten und ihnen wieder Trost geben. (Jesaja 57,18)

Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
(Markus 2,17)

"Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg ist steinig und schwer!" Ein Satz eines Liedes, das Xavier Naidoo vor einigen Jahren sang. Jeder Mensch hat einen anderen Weg. Mancher Weg erscheint von außen voller Blümchen am Wegesrand, ein anderer voller Steine und Abgründe.

Jesus sieht jeden einzelnen Weg eines jeden einzelnen Menschen. Er sieht die Blumen am Rand, aber auch die Steine, an denen wir uns unsere Knie anschlugen. Er sieht die Berge, die uns entmutigten. Und auch die Abgründe, die uns Angst machten. Er weiß welche Kraft wir gelassen haben, wie wir verletzt dalagen.

Er spricht uns zu, dass er alles auf unserem Weg sieht und er spricht uns zu, dass er uns heilen will, uns Trost schenkt. Er selbst reinigt unsere Wunden und verbindet sie. Wenn wir zurück blicken, sehen wir vielleicht auch die Begegnungen, die uns auf dem Weg stärkten. Begegnungen mit Menschen, durch die Jesus uns schon begegnete. Uns ermutigte weiter zu gehen, nicht zu verzagen.

Vielleicht sind Sie aber auch ihm selbst schon begegnet und haben erfahren wie seine Liebe sie getragen, manchmal vielleicht sogar ertragen hat. Für ihn gibt es keinen undurchdringlichen Weg, den er mit ihnen nicht gehen würde. Keinen noch so tiefen Dschungel. Können Sie das glauben?

Impuls - 1. Oktober

Weil dein Herz weich geworden ist und du dich gedemütigt hast vor Gott, so habe ich dich auch erhört, spricht der HERR. (2. Chronik 34, 27)

Ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. (1. Korinther 15, 9-10)

Wer sind Sie? Was macht Sie aus? Vielleicht sind sie ein kostbares Gegenüber für Ihre Familie, Ihren Freunde. Ein liebender Vater oder eine liebende Mutter. Sie können andere ermutigen, oft das Gute in allem sehen. Vielleicht können Sie gute Witze erzählen und andere zum Lachen bringen. Oder Sie sind ein vertrauensvoller Zuhörer, Sie können mitanpacken, anderen helfen.

Paulus war nicht immer ein treuer Apostel. Ganz im Gegenteil. Er hat die damaligen Christen erbarmungslos verfolgt und ermordet. Er nahm sich zum Ziel, die Anhänger dieses Jesus auszurotten. Bis ihm Jesus selbst begegnete. Plötzlich war nichts mehr für ihn wie es war. Er sah Gottes Herrlichkeit und seine bedingungslose Liebe, die ihm selbst als Mörder begegnete und ihm zeigte, dass er selbst trotz allem geliebt ist. Das hat ihn verändert und aus einem Jäger wurde ein demütiger Anhänger des Gottes, den er auszumerzen versuchte. Gottes Gnade wurde in ihm offenbar und gab ihm die Kraft zu dem Mann zu werden, den Gott selbst schon lange in ihm sah.

Wie sieht Gott Sie? Mit Sicherheit völlig anders als Sie sich sehen. Er sieht in Ihnen die Frau, den Mann die Er erschaffen hat. Mit allen dunklen Flecken, die Er berühren möchte, damit Sie selbst erkennen, wer Sie sind.

Impuls - 30. September

Ich glaube, auch wenn ich sage: Ich werde sehr geplagt. (Psalm 116,10)

Selig ist, wer Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben. (Jakobus 1,12)

Bedrängnis, Not und Leid haben viele Gesichter. Und überall begegnen sie uns. In unserer Arbeit, die uns zu sehr vereinnahmt und herausfordert, in unseren inneren Konflikten. In Verlusten und Krankheiten. Überall kann uns das Gesicht der Bedrängnis begegnen, uns ansehen, sogar hämisch an- oder auslachen, um uns zu fragen: wo ist nun dein Gott?

Diese Frage zermürbt uns, weil es eine Frage ist, mit der wir leider selbst oft hadern. Wo ist mein Gott? Wie kann es sein, dass wir so durchgerüttelt werden, wo wir doch an einen Gott glauben, für den es ein Leichtes ist uns herauszuholen?  

Interessant ist, dass wir dabei nicht alleine sind - im Gegenteil. Die Bibel ist voll mit Berichten von Menschen, die sich dieselbe Frage gestellt haben. Am Ende kamen sie - wenn auch in anderen Worten - zu der Erkenntnis: "Dennoch bleib ich stets bei dir, denn du hältst mich bei der Hand, du leitest mich nach deinem Weg und nimmst mich am Ende mit Freuden an!".

Ich glaube nicht an Jesus, weil er mich vor allem bewahrt. Ich glaube nicht an Jesus, weil es mir immer gut ging, im Gegenteil. Vieles in meiner Biografie hätte ich mir anders gewünscht.
Ich glaube an Jesus, weil er mir hilft, mit alldem zurecht zu kommen, ohne daran zu verzweifeln. Ich glaube an Jesus, weil er immer bei mir ist, auch und gerade dann, wenn ich nichts verstehe. Warum glauben Sie?

Impuls - 29. September

Liebt Wahrheit und Frieden! (Sacharja 8,19)

Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
(Johannes 8,32)

Als Jugendliche gab es ein Spiel, das in Schullandheimen oder auf  Partys gespielt wurde. Es hieß: "Wahrheit oder Pflicht". Wenn man an der Reihe war, dann durfte man zwischen Wahrheit und Pflicht wählen. Entweder man musste eine Frage wahrheitsgemäß beantworten oder man musste etwas tun. Leider wusste man vorher weder die Frage, noch das was man tun musste. So wurde es oftmals etwas peinlich, wenn nicht sogar unangenehm. Auch wenn die anderen in der Runde dadurch ihren Spaß hatten.

Auch stellt sich die Frage, wie wir mit der Wahrheit umgehen. Sagen wir immer die Wahrheit oder ertappen wir uns manchmal dabei, uns in einer Notlüge zu verstricken? Wahrheit kann manchmal unangenehm sein. Vieles was wir als wahr betrachtet haben, stellt  sich als falsch heraus. Aber auch vieles, was wir in unseren Gedanken als wahr und dadurch als verletzend empfunden haben, ist im Nachhinein gar nicht so schlimm. Und trotzdem heißt es, dass uns die Wahrheit frei machen wird.

Wenn etwas offenbar wird, ist das nicht länger ein unsichtbarer Gegner, sondern man kann erkennen gegen was man kämpft, was einen belastet. In manchen Fällen können wir uns dann sogar freuen, weil es ja gar nicht so schlimm ist, wie man sich vielleicht in seinen Gedanken ausgemalt hatte. Eine Freiheit in der Wahrheit kann uns verändern und frei machen, haben wir den Mut dazu, uns ihr zu stellen?

Impuls - 28. September

Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre sich nahen, da du wirst sagen: "Sie gefallen mir nicht."
(Prediger 12,1)

Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, Josefs Sohn, aus Nazareth. Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann aus Nazareth Gutes kommen! Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh!
(Johannes 1,45-46)

Jede Stadt hat einen sozialen Brennpunkt. Ein Gebiet, in dem es vermehrt zu Übergriffen kommt, wo eher Gewalt anstatt Frieden herrscht. Wenn ich früher als Kinderkrankenschwester einen Hausbesuch in so einer Gegend hatte, wusste ich genau was mich da erwartete. Zwar wurde ich auch positiv überrascht, aber meistens leider nicht.

Nazareth war zwar nicht durch eine hohe Kriminalität bekannt, aber sie galt als eine unwichtige Kleinstadt, deren Einwohner verachtet wurden. So war es nicht verwunderlich, dass Nathanael - wie ich, wenn ich zu einem Einsatz gerufen wurde - erstmal die Luft anhielt und sich fragte, was denn von dort Gutes kommen sollte. Die Antwort von Philippus ist einfach und genial. Er rät ihm nicht, seine Vorurteile zu überdenken, auch zählte er nicht die Wunder von Jesus auf, sondern sagt ganz schlicht: "Komm und sieh!"

Komm, mach dir dein eigenes Bild, erkenne durch die Begegnung mit Jesus wer er ist. Schenke ihm einen Vertrauensvorschuss! Philippus wusste, dass Nathanael nicht enttäuscht werden würde, sondern in Jesus den Sohn Gottes erkennen wird.

Vielleicht ist ein "komm und sieh" auch in unserem Leben angebracht. Menschen einen Vertrauensvorschuss zu geben, um zu erkennen dass sie viel mehr sind, als vielleicht die Umstände in denen sie wohnen. Dass die soziale Schicht, durch die sie stigmatisiert sind, nichts über sie selbst aussagt. Denn egal woher jemand kommt oder wo und wie er lebt, der Mensch bleibt Gottes Kind und trägt seine Handschrift in sich.

Zugegeben, vielleicht ist es manchmal schwer zu erkennen, doch wenn wir Menschen mit einem offenen Herzen begegnen, kommen und sehen, dann erkennen wir die Einzigartigkeit in ihnen. Und vielleicht können wir ihnen dabei helfen, dass sie dies selbst wieder erkennen.

Impuls - 25. September

Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben; sie werden nicht straucheln. (Psalm 119,165)

Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit. (Kolosser 3,16)
 
Gesetze und Regeln begegnen uns überall. Mir ist das oftmals gar nicht so bewusst, weil vieles normal erscheint. Natürlich gibt es das Grundgesetz, natürlich gibt es Strafen für rechtswidriges Verhalten, natürlich gibt es klare Regeln im Straßenverkehr und natürlich gibt es auch in jeder Familie oder Gemeinschaft bestimmte Regeln. Überall dort, wo Menschen zusammenkommen, gibt es offizielle und inoffizielle Regeln, die Grenzen definieren und ein gutes Zusammenleben ermöglichen.

Gerade in meiner Familie oder bei Freunden bin ich gerne mal besserwisserisch und binde es meinem Gegenüber dann auch auf die Nase, was er falsch macht oder wie es eigentlich richtig wäre. Mein besserwisserisches Verhalten ist zwar in der Regel nicht böswillig gemeint, aber es entspricht auch nicht unbedingt dem, was die Bibel uns lehrt. Mein Verhalten hat nicht unbedingt primär zum Ziel, dem anderen etwas Gutes zu tun, sondern eher, um mich selbst zu profilieren.

In der Bibel werden wir auch dazu aufgefordert uns gegenseitig zu ermahnen und zu belehren. Aber dies soll nicht dazu führen, dass wir uns besser oder schlechter als der andere fühlen, sondern das Ziel sollte sein, dass wir und der andere Gott dadurch näherkommen. Es geht nicht darum, dem anderen zu zeigen, was er alles falsch macht, sondern wir sollten ihn aus Liebe auf sein Fehlverhalten aufmerksam machen, damit er Gott besser kennenlernt. Einen anderen zu belehren sollte also nicht zum Selbstzweck geschehen, oder um meine Meinung oder Ansichten durchzusetzen, sondern immer im Hinblick auf das Wohl des Anderen.

Ich handle viel zu oft leider nicht so selbstlos, aber ich glaube, je mehr wir uns auf Gott konzentrieren und ihn lieben lernen, desto mehr lernen wir auch unsere Mitmenschen zu lieben und ihnen zu dienen, wie Jesus selbst es uns ja vorgelebt hat.
D.M.

Impuls - 24. September

Sie gieren alle, Klein und Groß, nach unrechtem Gewinn, und Propheten und Priester gehen alle mit Lüge um und heilen den Schaden meines Volks nur obenhin, indem sie sagen: »Friede! Friede!«, und ist doch nicht Friede. (Jeremia 6,13-14)

Ein jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Denn man pflückt nicht Feigen von den Dornen, auch liest man nicht Trauben von den Hecken. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens. (Lukas 6,44-45)

Auch wenn die Temperaturen noch sommerlich sind, sieht man an den Blättern deutlich wie sie sich verfärben. Der Herbst zieht ein, die Zeit der Ernte ist da. Unser Hof ist übersät mit Kastanien. Kürbisse können geerntet werden und in meiner Heimat ist die Weinlese zugange. Worin monatelang investiert wurde, zeigt jetzt hoffentlich den erwünschten Erfolg. Auch erntet man, was man sät.

Die Balance zwischen Saat und Ernte finden wir nicht nur in der Landwirtschaft, sondern sie bewahrheitet sich auch in unserem Leben. Was ich in meinem Herzen gesät habe, wird auch nach außen sichtbar. Leider ist uns das oftmals nicht bewusst. Wir stecken mehr Arbeitskraft in die äußeren "Weinberge", in unsere Arbeit, in unseren Garten, in unser Haus... als in uns selbst. Wenn Ihr Herz ein Garten wäre, wie würde er aussehen?

Ist er eher verwuchert oder liegt viel Müll herum, wundert es nicht, dass es sich auch in unserem Leben widerspiegelt. Zum Beispiel indem wie wir mit anderen Menschen, uns selbst umgehen oder wie wir auf Geschehnisse reagieren. Leider ist es so, dass andere Menschen in unseren Herzensgarten gesät haben, die ihn verwildern lassen. Unkraut, Dornengewächse die wachsen und uns weh tun. Daher ist es zwar schmerzhaft, aber umso wichtiger Gartenhandschuhe anzuziehen und ums darum zu kümmern.

Wie in einem Weinberg, bedarf unser Herz Pflege, Zuwendung, Liebe - damit Früchte wachsen und sichtbar für uns und andere werden. Oft helfen uns Freunde, mit denen wir die Pflanzen anschauen und das Unkraut jäten. Oder auch Therapeuten die uns helfen, dem Herr zu werden. Nicht zuletzt hilft Ihnen Gott selbst, wenn Sie ihn einladen, mit ihm durch Ihren Garten zu gehen. Auch können wir selbst entscheiden, was wir in uns säen möchten. Da kann uns die Frage helfen, mit welchen Dingen wir uns beschäftigen. Nach was wir uns ausstrecken. Was soll in unserem Garten wachsen? Ich möchte Sie ermutigen, heute Gummistiefel anzuziehen und sich Ihrem Garten anzunehmen. Er ist es wert.

Impuls - 23. September

Er wird den Tod verschlingen auf ewig. (Jesaja 25,8)

Wir sind bedrückt und stöhnen, solange wir noch in diesem Körper leben; wir wollen aber nicht von unserem sterblichen Körper befreit werden, sondern in den unvergänglichen Körper hineinschlüpfen. Was an uns vergänglich ist, soll vom Leben verschlungen werden.
(2. Korinther 5,4/GNB)

Der Tod ist ein Thema, dem wir uns nicht so gern stellen. Nicht verwunderlich, da er mit viel Schmerz verbunden ist. Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist mehr als nur schwer. Menschen zu begleiten, die einen verloren haben auch. Und trotzdem steht die Welt nicht still, sie dreht sich einfach weiter, hat nicht gemerkt, dass ein kostbarer Mensch ausgestiegen ist. Obwohl das Sterben zum Leben dazu gehört, fühlen wir uns machtlos ausgeliefert. Denn das sind wir auch. Es gibt nichts, was wir dagegen  tun können. Stimmt das? Oder können wir doch etwas tun? Gibt es doch irgendetwas, was uns hilft mit dem Tod klar zu kommen?

Ja. Wir können die Zusage Gottes in allem annehmen. Jesus hat die Macht des Todes zerbrochen und lädt uns ein, ihm darin zu vertrauen, dass es bei ihm keinen Tod gibt. Sondern ein Leben mit ihm in Ewigkeit. Wir nennen es Himmel. Ein einfaches Wort für ein so besonderes und kostbares Zuhause in seiner Gegenwart. In der niederländischen Sprache gibt es kein Sterben, sondern es wird mit "overlefen" beschrieben. Ein "Über-leben" von dieser Welt, in die Welt Gottes. Es macht den Verlust nicht weniger schmerzhaft, aber es zeigt uns auf, dass wir über-leben. Der Tod ist nicht die letzte Station, sondern der Anfang in ein neues Leben.

Impuls - 22. September

HERR, wie lange willst du mich so ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir? (Psalm 13,2)

In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.

(Johannes 16,33)

Die Welt ist kein Ponyhof, kein Bullerbü. Sie macht uns in vielem Angst. Angst vor der Zukunft, vor der Arbeit, Angst vor Ehrlichkeit und Gefühlen. Angst liebe Menschen zu verlieren, Angst zu versagen... die Liste lässt sich endlos weiter führen. Jeder Mensch hat vor etwas anderem Angst. Die Frage soll heute aber nicht sein, was uns ängstigt, sondern viel mehr, wie wir mit unserer Angst umgehen? Lassen wir uns durch sie bestimmen? Oder versuchen wir alles, um sie zum Schweigen zu bringen? Oder wenden wir uns jemandem zu, der genau wusste, dass wir Angst haben werden?

Jesus erlebte selbst, dass die Welt nicht immer so schön ist wie in einer "Geo-Zeitschrift", sondern knallhart. Er weiß das genau. Daher malt er uns auch keine rosa Welt vor Augen, auch spricht er uns unsere Angst nicht ab oder redet sie schön. Sondern Jesus ermutigt uns durchzuhalten. Selbst dann, wenn wir das Gefühl haben, dass Gott weit weg von uns ist. Wenn wir glauben, er hat uns vergessen. Selbst in diesen Zeiten ist er da!  Auch David, einem Mann Gottes, sind Ängste nur allzu vertraut. Doch er findet Worte um sie Gott hinzuhalten. Er wendet sich in aller Bedrängnis an dem, dem er vertraut. Und seine Klage wandelt sich, er singt weiter: "Doch ich will deiner Liebe vertrauen und mein Herz soll sich freuen! Denn du warst gut zu mir und wirst es wieder sein."

Lassen Sie uns heute David gleich tun. Wenden wir uns mit unserer Angst, mit unseren Fragen und Klagen zu Jesus und lassen Sie unserem Herzen vor Augen führen, dass wir in allem Gott vertrauen, weil Er es gut machen wird.

Impuls - 21. September

Ich liege gefangen und kann nicht heraus, mein Auge vergeht vor Elend. HERR, ich rufe zu dir täglich.
(Psalm 88,9-10)

Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.
(Johannes 17,15)

"Wie geht es dir?" - Eine Frage die wir heute bestimmt noch hören und sicherlich auch selbst jemandem stellen werden. Es ist aber auch eine der häufigsten Fragen, die nicht ehrlich beantwortet wird. Ein schnelles "gut" ist meist die Antwort darauf und viel zu selten wird nachgehakt. Wir möchten oft nicht, dass jemand weiß, wie es uns wirklich geht. Und wenn wir ehrlich sind, dann möchten wir auch oftmals nicht wirklich wissen, wie es dem anderen geht. Warum? Weil wir uns überfordert fühlen. Denn was wäre, wenn unser Gegenüber oder wir selbst, zugeben, dass es uns schlecht geht? Wie würden die anderen darauf reagieren oder wie würden wir reagieren?

Ein Leben auf der Sonnenseite erscheint uns erstrebenswert. Ein Leben im Schatten weniger. Und trotzdem befinden wir uns häufig darin. Gefangen in trüben Gedanken und Gefühlen, mit Tränen in unseren Herzen. Tage, an denen wir am liebsten die Decke über unseren Kopf ziehen würden. Die Erfahrung, dass dies nichts hilft, haben wir bestimmt schon gemacht.
Leider gehören solche Zeiten zu unserem Leben dazu.

In der Bibel lesen wir von vielen Menschen, die ebenso empfanden, in solchen Zeiten gegangen waren.. Wir lesen aber auch, dass sie sich in ihrem Schmerz immer wieder zu Gott ausstrecken. Sie rufen zu ihm, klagen ihn sogar an, verschönigen nichts, sondern lassen ihre Gefühle raus. Scheinbar wissen sie genau, dass Gott damit kein Problem hat. Im Gegenteil, er wünscht sich, dass wir ehrlich zu ihm und zu uns selbst sind. Nur dann kann Licht dort hineinscheinen, wo Dunkelheit herrscht. Wenn wir ehrlich werden, kann Heilung uns dort berühren, wo es schmerzt. Veränderung geschehen wo es drückt. Und Jesus selbst fragt sie heute: "Wie geht es dir?" Er meint es ernst. Werden Sie ehrlich antworten?

Impuls - 18. September

Ich bin der HERR, der das Recht liebt und Raub und Unrecht hasst. (Jesaja 61,8)

Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr straft dies alles. (1. Thessalonicher 4,6)

Ungerechtigkeit scheint in unserer Welt an der Tagesordnung zu sein. Die Zeitungen und Nachrichten sind voll davon. Leider müssen wir nicht immer das Fernsehen einschalten oder Zeitungen lesen. Denn auch wir erleben Ungerechtigkeit. Wir werden ungerecht behandelt und fühlen uns dem machtlos ausgesetzt. Wir erleben, dass wir dem oftmals nichts entgegen zu setzen haben.

Bei Gott gibt es keine Ungerechtigkeit. Vielleicht lässt uns diese Tatsache heute aufhorchen, gerade dann, wenn wir denken, dass es Gott selbst ist, der uns ungerecht erscheint. Gott allerdings sagt uns sehr deutlich, dass er Ungerechtigkeit nicht nur unangebracht findet, sondern er sagt, dass er sie hasst. Ungerechtigkeit widerfährt uns durch Menschen, nicht durch ihn.

Und wo wir Ungerechtigkeit erlebt haben, wird Gott uns Gerechtigkeit zuteil werden lassen. Er selbst wird eingreifen. Er wird heilen, wo durch Ungerechtigkeit Wunden entstanden sind, wird zusammenfügen was zerbrach. Wiederherstellen, was kaputt gegangen ist.

Vielleicht erleben wir dies nicht immer sofort und vielleicht auch nicht in dieser Welt. Aber unsere Hoffnung liegt nicht nur im Hier und Jetzt, sondern sie liegt auch in der Zukunft. In Gottes Welt, in der die kommen wird. Lassen Sie uns ermutigt vorausschauen, denn der Tag wird kommen, an dem uns Gott jede einzelne Träne von unserem Gesicht wischen wird.

Impuls - 17. September

Ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir! (Jesaja 41,13)

Als Petrus den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, rette mich! Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn. (Matthäus 14,30-31)

Wenn Sie heute auf Ihren Tag schauen, was sehen Sie? Vielleicht liegt noch viel vor Ihnen, vielleicht liegt schon manches an Herausforderungen hinter ihnen. Auf was schauen Sie? Und haben Sie geschaut?

Wenn unser Alltag Herausforderungen bereit hält, dann neigen wir dazu, unseren Blick nur auf sie zu richten. Wir schätzen ab, was uns möglich ist oder was zu schwer. Oftmals verzweifeln wir und fühlen uns überfordert. Petrus macht es uns vor. Er hat genügend Vertrauen in Jesus, um aus dem sicheren Boot zu steigen, um auf dem Wasser zu Jesus zu gehen.

Das schon alleine lässt uns die Köpfe schütteln... auf dem Wasser zu gehen? Hallo? Wie soll das funktionieren?

Auch wir sind oft vollen Mutes im Angesicht von Herausforderungen, die sich uns stellen. Wir steigen aus unseren Sicherheiten, aus unserer Komfortzone heraus, um sie anzugehen, um sie zu meistern. Wir tapsen auf dem Wasser und dann? Dann gehen wir unter. Warum?
Auch Petrus passiert das. Mit all seinem Mut und der Überzeugung, dass er es schafft auf dem Wasser zu gehen, macht er sich auf. Aber dann, dann geht er unter. Er sah und nahm nur noch die Herausforderung, die Gefahr, den starken Wind war und sinkt. Er hatte Jesus aus dem Blick verloren.

Passiert uns das nicht leider auch oft? Wie oft verlieren wir den Blick zu Jesus? Interessant dabei ist, dass es nicht etwa einen riesigen Platsch macht und Petrus im Wasser liegt, sondern er sinkt. Er geht langsam unter und hat noch genügend Zeit die Hand von Jesus zu ergreifen, um mit ihm die letzten Schritte zu gehen. Auch wenn sein Blick abgelenkt war, seine Ohren hören Jesus genau. Im starken Wind, in der Herausforderung die ihn einbrechen lässt.

Das kann uns ermutigen, dass selbst, wenn wir unseren Blick abgewendet haben, unsere Herausforderungen aber nicht die Macht haben, über uns zusammen zu brechen. Jesus Stimme ist lauter, seine Hand stärker. Wir dürfen Sie ergreifen und uns von Jesus herausziehen lassen.

Ich möchte Ihnen heute Mut machen, Ihren Blick nicht von Jesus abzuwenden. Halten Sie ihren Fokus auf ihn. Aber ich möchte Ihnen auch Mut machen, dass da, wo ihre Herausforderungen sie abgelenkt haben, leise zu werden, seiner Stimme zu lauschen. Er ruft sie und reicht Ihnen seine Hand. Sie dürfen sie ergreifen.

Impuls - 16. September

Ehre den HERRN mit deinem Gut. (Sprüche 3,9)

Leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Höchsten sein. (Lukas 6,35)

Ein Freund von mir hat einen besonderen Draht zu den Menschen in seinem Kiez. Stets hört er ihnen zu, ermutigt, betet für sie und nicht selten leiht er ihnen in Notlagen Geld. Nicht nur kleine Beträge, sondern auch öfters höhere. Dafür hat er sogar ein extra Konto angelegt, auf dem er Geld spart und sammelt, um es auch weitergeben zu können. Das Besondere ist, dass er genau weiß, dass er oftmals nichts mehr von dem geliehenen Geld zurück bekommt. Darüber ist er nicht etwa enttäuscht, vielmehr sieht er es als seinen persönlichen Dienst an. Gerne und mit Liebe gibt er, was er selbst von Gott, durch andere Menschen, erhalten hat. Für mich ist das ein herausforderndes Zeugnis.

Zwar leihe ich auch gerne was. Seien es materielle Dinge, wie auch Geld. Aber oft weiß ich im Vorhinein, dass ich es wieder zurück bekomme. Gut, manchmal nicht, aber wenn ich ehrlich bin, rechnen tu ich dann schon damit. Jesus macht uns deutlich, dass der Lohn denn wir erhalten, bei weitem mehr und wertvoller ist, als das Geld, die Bohrmaschine oder den Wasserkocher. Unser Lohn ist, dass wir zu seiner Familie gehören. Eine Familie, die er so sehr liebt, dass er für sie ans Kreuz ging. Eine Liebe, die nicht mit Geld zu bezahlen ist. Eine Liebe die uns durch alle Höhen und Tiefen des Lebens hindurch trägt, uns niemals los lassen wird.

Impuls - 15. September

Abram zog aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte.
(1. Mose 12,4)

Die aus dem Glauben sind, das sind Abrahams Kinder.

(Galater 3,7)

Zwei Namen ein Mann

Eine kleine Herausforderung, aber fällt Ihnen an unseren Versen heute etwas auf? Bestimmt. Zwei unterschiedliche Namen für ein und denselben Mann. Dabei handelt es sich nicht etwa um einen Schreibfehler, Abram bekam ganz bewusst von Gott einen neuen oder veränderten Namen.

Namen spielten und spielen im Orient eine wichtige Rolle. Man bekommt den Namen nicht aufgrund des schönen Klanges oder weil er gerade in Mode ist, sondern man spricht mit dem Namen etwas über das Kind aus. Der Name hat eine Bedeutung und der kleine Mensch soll in diese Bedeutung und somit in diese Berufung hineinwachsen - und leben.
Abram bedeutet "erhabener Vater". Er zog aus wie es der Herr ihm gesagt hatte. Allerdings gleicht sein Leben einem Auf und Ab, mal lebte er auf Gottes Wegen, mal  weniger. Er war  Gott nah und dann wieder fern. Aber für sein Volk war er der erhabene Vater, das Oberhaupt.

Als Abram 99 Jahre alt war, gab ihm Gott einen neuen Namen. Aus Abram wurde Abraham: "Vater einer Menge". Im hohen Alter sprach ihm Gott zu, dass er ihn zum Vater vieler Völker und sehr fruchtbar  machen wird. Was für uns undenkbar ist und für den alten Abraham bestimmt auch, traf aber ein. Selbst wenn es noch ein paar Jahre dauerte. Gott selbst stand hinter der Berufung des Namens und erfüllte dessen Bedeutung.

Was bedeutet Ihr Name? Vielleicht lohnt es sich, ihn nachzuschlagen. Vielleicht sehen Sie schon selbst wie die Bedeutung Ihres Namens schon jetzt sichtbar ist. Vielleicht liegt die Berufung noch in der Zukunft. Und vielleicht trauen Sie sich, Gott darum zu bitten, dass Ihr Name in ihrem Leben zur Entfaltung kommt.

Impuls - 14. September

Du wirst fröhlich sein über den HERRN und wirst dich rühmen des Heiligen Israels.
(Jesaja 41,16)

Wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.
(Römer 5,11)

Happy Ends gehören doch zu einem guten Film einfach dazu. Er mag noch so traurig oder schwer sein, gibt es aber ein gutes Ende, seufzen wir und sind zufrieden. Alles was so schlimm war, erscheint dann dazu geführt zu haben, dass das Ende umso schöner ist.

In unserem Text heute morgen ist es ähnlich. Erstmal klingt es schön und ermutigend, dass wir über dem Herrn fröhlich sein werden. Aber der Weg dahin war für das Volk Israel steinig und schwer. Sie hatten sich von Gott entfernt, sind weggelaufen. Haben ihre Ziele verfolgt und ihn aus den Augen und aus dem Herzen verloren. In ihrem sündhaften Leben waren sie gefangen und fühlten sich auch eigentlich ganz gut dabei. Obwohl Gott sie immer wieder ermahnte, änderten sie nichts. Und aus dem freien Volk, wurde ein Volk in Gefangenschaft.

Aber unser Gott kann nicht anders, als sein Volk wieder zu befreien.Egal w ie groß sein Zorn war, seine Liebe ist größer. Keine Sünde wiegt so schwer, als dass sie Gottes Liebe schmälern könnte.  Sein Herz sprudelt einfach über vor Liebe. So geht er seinem Volk nach und zieht sie wieder zu sich. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Ich weiß nicht wie Ihr Weg aussieht. Ob er steinig, holprig oder an einem Abgrund zu enden scheint, aber Jesus weiss es. Er weiß auch, dass wir uns oftmals selbst die Steine in den Weg legen, in unserem Verhalten, in unseren Sünden gefangen sind. Aber trotzdem geht er uns, geht er Ihnen nach. Vielleicht  kommt Er Ihnen auch entgegen, um den Weg mit Ihnen gemeinsam  zu gehen, Ihnen zuzusprechen, dass der Tag kommen wird, an dem sie fröhlich über ihn sein werden. Und diese Fröhlichkeit wird reiner und tiefer, geläutert, versöhnt und fest sein. Ein Happy End. Ihr Happy End.

Impuls - 11. September

Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen.
(Psalm 39,13)

Die kanaanäische Frau fiel vor Jesus nieder und sprach: Herr, hilf mir!
(Matthäus 15,25)

Die Begegnung von Jesus mit der kanaäischen Frau gehörte bislang nicht zu meinen Favoriten. Denn als sie Jesus bat ihrer Tochter zu helfen, reagierten seine Jünger und auch Jesus, meiner Meinung nach ziemlich forsch. Sie gehörte nicht zu dem jüdischen Volk und Jesus sagte: "Es ist nicht recht, dass man das Brot der Kinder nimmt und es den Hunden vorwirft!" Eine klare und verletzende Abfuhr, oder?

Inzwischen würde ich dies verneinen. Denn vielleicht ist es vielmehr so, dass Jesus sie nicht abwimmeln wollte, sondern vielmehr etwas in ihrem Herzen herauslockern wollte, was bis dahin nicht sichtbar war. Und zwar Ihren persönlichen Glauben.

Vielleicht hatte er in ihrem Herzen noch keinen Raum gefunden oder er hatte noch keine Stimme. Vielleicht war es ein wackeliges Hoffen auf Heilung? Wir wissen es nicht, aber mit seiner "Abfuhr" kristalliesierte der Glauben sich heraus und wurde laut. Die Bekenntnis Ihres Herzens, das Lautwerden ihres Glaubens wurde nicht nur von Jesus gehört, sondern reichte bis zum Himmel.

Sie antwortet ihm: "Ja Herr und doch essen die Hunde von den Brotsamen, die vom Tisch der Herren fallen." Ihr Herz bekennt sich zu ihm. Er ist ihr Herr und wenn nur Brotsamen fallen, ist das genug. Jesus belohnt ihren Glauben, Und ihre Tochter war geheilt.

Manchmal muss auch unser Glaube laut werden, um sich in uns zu festigen. Damit er nicht auf wackeligem Gerüst steht, sondern fest auf Stein gebaut. Wo werden Sie derzeit herausgefordert, damit ihr Glaube laut werden kann?

Impuls - 9. September

Es sollen hertreten und dir helfen die Sterngucker, die an jedem Neumond kundtun, was über dich kommen werde! Siehe, sie sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennt.
(Jesaja 47,13-14)

Lasst euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.
(Hebräer 13,9)

"Mein Glaube war in einer Art Pubertät", erzählte mir neulich eine Freundin. Sie ist in einem frommen Elternhaus aufgewachsen, in dem es normal und wichtig war an Gott zu glauben. Allerdings wurde ihr auch gesagt wie sie zu glauben hatte, welche Gemeinde die einzig richtige war  und was sie zu tun und zu lassen hatte. Mit ihrem Auszug und auf ihrem Weg erwachsen zu werden, begegnete sie aber anderen Christen, die sich völlig von ihrem vorgelebten Glauben unterschieden. Plötzlich wurde mit Gitarre und Schlagzeug Gott angebetet, ganz ohne Orgel. Und gesungen wurden völlig andere Lieder. Oder es wurde frei und offen gebetet und zwar von jedem in der Gemeinde. Für sie war das Neuland und sie strampelte sich von ihren Glaubenssätzen frei, entfernte sich von ihrem Glauben, kam in eine Revolution, fand dann aber wieder, ganz persönlich und intim zu Jesus.

Es gibt viele unterschiedliche Gemeinden und viele unterschiedliche Überzeugungen. Darunter sind leider auch Lehren, die nichts mit dem Wesen Gottes gemein haben. Vielleicht ist es manchmal wichtig seinen Glauben neu durchzubuchstabieren. Sich neu mit Gott auseinanderzusetzen. Um ihn kennenzulernen, intim und persönlich.

Wie kann unser Herz nun fest werden ? Wie können wir herausfinden was richtig und was falsch ist? Egal was uns begegnet, das Zentrum muss Jesus sein. Er ist der Mittelpunkt! Nichts anderes! So ist es wichtig in seinem Buch, in der Bibel zu forschen. Sie ist unser Leitfaden und sollte die Basis unseres Glaubens werden. Wenn wir uns auf die Suche machen, wird uns Gott Gnade schenken. Der heilige Geist in uns festigt und verwirft.

Impuls - 8. September

Ihr werdet erfahren, dass ich der HERR bin, wenn ich so an euch handle zur Ehre meines Namens und nicht nach euren bösen Wegen und verderblichen Taten.
(Hesekiel 20,44)

Er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
(Lukas 6,35)

Es scheint, dass unser heutiger Impuls an den von gestern anknüpft oder ihn noch unterstreicht. Wenn ich mit Menschen über den Glauben ins Gespräch komme, dann ist es oft so, dass man Fußspuren von Jesus in ihrem Leben entdecken kann, obwohl sie doch eigentlich nichts mit ihm zu tun haben. Eine junge Frau erzählte mir, dass sie bereits früher auf jemanden getroffen war, der ihr von Jesus erzählte. Auch dass sie schon Bewahrung erlebt hätte und Versorgung an einem Punkt ihres Lebens, an dem ihr das eigentlich unmöglich erschien. Sie sagte, dass sie sich gefragt hätte, ob nicht doch Gott seine Hände im Spiel gehabt haben könnte, verwarf diesen Gedanken aber wieder. Doch dann begegnete sie immer wieder einzelnen Menschen, die sie "schon wieder" in ein Gespräch mit Gott verwickelten. Gott geht ihr nach. Irgendwie lässt er sie nicht los.

Das ist nicht verwunderlich, denn Gott ist für jeden da. Er sehnt sich danach für jeden, der Herr zu sein - auch und gerade für diejenigen, die ihn noch nicht kennen. Auch Ihnen möchte er Liebe, Annahme und Geborgenheit schenken. Vielleicht sind Sie auch schon auf solche Menschen getroffen oder Sie erkennen in Ihrem Leben im Nachhinein sein Wirken. Lassen Sie uns mutig werden, solche Gespräche zu suchen, damit Menschen ihre persönlichen Begegnungen mit Jesus entdecken. Und ihre Augen und Herzen öffnen für seine Liebe.

Impuls - 7. September

Deine Augen stehen offen über allen Wegen der Menschenkinder.
(Jeremia 32,19)

Wir haben unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen.

(1. Timotheus 4,10)

Die Überschrift für heute könnte lauten: "Gott macht keine Unterschiede". Wir lesen, dass Gottes Augen über die Wege aller Menschenkinder offen sind. "Aller" schließt jeden ein, ohne Wertung. Egal ob groß oder klein, dick oder dünn, braun oder weiß. Und auch, egal ob sie Gott kennen oder nicht. Er ist da für alle Menschenkinder, für jeden möchte er der Heiland sein.

Das ist eigentlich eine gute Nachricht und dennoch kann es uns herausfordern. Es kann sich in uns eine Frage formen, was denn dann der Unterschied zu uns Christen ist. Wenn er doch eh über alle wacht.

Eine Geschichte, die Jesus einmal erzählte macht es deutlich. Die Geschichte des verlorenen Sohnes. Wir erinnern uns, das dieser Vater zwei Söhne hatte. Der eine forderte sein Erbe zu Lebzeiten des Vaters ein. Verprasselte alles Geld und kam wehmütig zu seinem Vater zurück. Dieser freute sich sehr, sah über das Fehlverhalten liebevoll hinweg und nahm ihn, ohne Fragen oder Vorwürfe, wieder auf. Das konnte der andere Sohn so überhaupt nicht verstehen, er war richtig sauer.

Wenn ich ehrlich bin, kann ich diesen Sohn gut verstehen. Denn immerhin war er für den Vater da. Er half ihm doch stets, auf ihn konnte er sich verlassen. Der Vater musste weder Angst, noch Sorgen um ihn haben. Aber dann kam das "schwarze Schaf", welchem doch scheinbar egal war, wie es dem Vater erging, der nur sich sah. Und trotzdem empfing er ihn mit offenen Armen? War das ihm gegenüber nicht auch ungerecht?

Wie ist das bei uns? Wir leben mit Gott, versuchen seine Wege für uns zu gehen, begehren nicht auf. Werden wir dann, wenn wir ehrlich sind, nicht auch etwas ungehalten, wenn scheinbar trotzdem jeder kommen kann, ganz egal was er vorher angestellt hatte? Also wenigstens eine ordentliche Strafpredigt wäre doch angebracht.... oder nicht?

So könnten wir Menschen reagieren, aber Gott ist anders. Er hält weder eine Predigt, noch macht er einen Unterschied. Warum?! Weil wir alle seine Kinder sind und er uns alle liebt. Jeden einzelnen, egal was war oder sein wird. Das ist die wirklich gute Nachricht, auch für uns. Denn wer weiß schon, ob wir einmal in den falschen Fußspuren wandeln. Seine Liebe kann uns für andere Menschen die Augen und das Herz öffnen.

Impuls - 4. September

Der HERR segne dich und behüte dich.
(4. Mose 6,24)

Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
(Johannes 1,16)

Dietrich Bonhoeffer schrieb einst:"Segnen heißt: Die Hand auf etwas legen und sagen: du gehörst trotz allem Gott." Ein schönes Zitat, das uns zuspricht, dass der Herr selbst, nicht auf irgendwas oder irgendwem seine Hand auflegt, sondern auf uns. Auf Sie, auf mich. Uns persönlich und intim zuflüstert, dass wir trotz allem zu ihm gehören (und das beinhaltet trotz unserer Schwächen, unserer Fehler, unserer Vergehen und Sünden, unserer Launen und Zweifel). Ein Zuspruch, Hoffnung und Trost zugleich. Ein besonderes und großartiges Geschenk, das uns eine tiefe Zugehörigkeit und Identität zuspricht. Mit dieser Sicherheit können auch wir zu Segnenden werden.

Bonhoeffer schrieb weiter: "So tun wir es mit der Welt, die uns solches Leid zufügt. Wir verlassen sie nicht. Wir verwerfen, verachten, verdammen sie nicht, sondern wir rufen sie zu Gott. Wir geben ihr Hoffnung, wir legen die Hand auf sie und sagen: Gottes Segen komme über dich. Wir haben Gottes Segen empfangen, im Glück und im Leiden. Wer aber selbst gesegnet wurde, der kann nicht mehr anders als diesen Segen weiterzugeben. Ja, er muss dort wo er ist, ein Segen sein. Nur aus dem Unmöglichen kann die Welt erneuert werden, dieses Unmögliche ist der Segen Gottes."*

Lassen Sie uns heute zu Segnenden werden, damit die Welt Stück für Stück erneuert wird.

*(Dietrich Bonhoeffer am 8.6.1944, DBW 8, 675)

Impuls - 2. September

Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchtenden Sterne! Denn er gebot, da wurden sie geschaffen.
(Psalm 148,3.5)

Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.
(Offenbarung 4,11)

Wann wurden Sie das letzte Mal gelobt? Oder wann haben Sie jemanden das letzte Mal gelobt? "Was für ein herrliches Essen!", "Du machst deine Arbeit so gut!" - Loben, so in etwa könnte es aussehen. Aber was meint eigentlich die Bibel, wenn sie davon spricht Gott zu loben? Wie können wir Gott loben?

Wenn wir etwas tiefer in der Bibel forschen und uns die hebräischen Wörter für Lob und Lobpreis übersetzen, dann ist die Bedeutung vielschichtig. Loben wird mit "preisen, dank sagen, bekennen, singen, ehren und empfehlen“ beschrieben. So ist loben mehr als ein gutes Wort für ein leckeres Essen oder getaner Arbeit. Es  beinhaltet eine Dankbarkeit, die einen jubeln und singen lässt. Man kann gar nicht anders als die Größe Gottes anzuerkennen und ihn dafür zu ehren.

Vorneweg bedarf es da von unserer Seite vielleicht manchmal offene Augen für Gott selbst, für das was Er getan hat und immer noch tut. Es bedarf eine innere Demut anzuerkennen, dass Gott seine Schöpfung erschaffen hat. Weg schauen von uns, hin zu ihm. Lassen Sie uns heute versuchen, unsere Augen und Herzen weit für ihn zu öffnen, damit sich in uns ein Lob, ein Lied Bahn bricht, denn Gott ist aller Dank allen Lobes wert. 

Impuls - 1. September

Es wird geschehen zu der Zeit, dass die Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker.
(Jesaja 11,10)

Als Jesus aus dem Wasser stieg, sah er, dass sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

(Markus 1,10-11)

Als Jesus von Johannes getauft wird und aus dem Wasser stieg, wird Gottes Stimme laut und hörbar für alle, die dabei waren. Gott selbst bestätigt, damit jeder es hören kann, dass Jesus sein Sohn ist. Seine Identität, seine Vollmacht und Autorität wird damit unterstrichen. Außerdem erinnerte Gott daran, was vor ca. 700 Jahren bereits prophezeit wurde und jetzt eingetroffen ist. Gott wurde Mensch und das für alle Menschen. Natürlich wusste Jesus wer er war und bestimmt brauchte er diese Zusage nicht zwingend. Aber wie sieht es bei uns aus?

"Net gschimpft isch gnuag globt" (nicht geschimpft ist genug gelobt) ist ein altes Sprichwort aus Baden Württemberg. Mit Lob und Bestätigung knausert man in dieser Gegend, obwohl wir doch eigentlich wissen wie wichtig es ist.  Für einen selbst und auch für das was man tut.
Daher reicht es uns auch nicht, wenn wir nicht ausgeschimpft werden.

Bestätigung kann uns in vielen Bereichen stärken und ermutigen. Vorneweg in unserer Arbeit oder in unserem Mutter-Vatersein. Auch in unseren  Beziehungen und Freundschaften. Dabei muss man nicht mal etwas Großes geleistet oder einen Friedensnobelpreis bekommen haben. Gründe gibt es immer.

Stellen Sie sich vor, sie sind mit einem Freund oder Freundin auf einer Party und stellen ihn/sie vor: "Das ist Gabi, eine gute und treue Freundin, die ich echt lieb hab!". Was wäre es für ein Unterschied für die Anwesenden und für Gabi selbst? Jedem wäre die Bedeutung Ihrer Freundschaft klar und Gabi wäre sich Ihrer sicher. Sie lachen jetzt, weil es uns eher unangenehm wäre jemanden so vorzustellen oder vorgestellt zu werden. Aber es würde einen Unterschied machen. Wer weiß, vielleicht trauen Sie sich?


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